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Ich weiß nicht weiter

Nickio2

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Hallo,
Ich bin neu hier im Forum und versuche hier irgendwie Hilfe, Rat oder einfach nur "Zuhörer" zu finden! Ich muss etwas weiter ausholen, ich hoffe, es ist okay! Was weiter zurück liegt, werde ich in Stichworten angeben!
-2016 Tod der Mutter (Krebs), 2 Wochen vorher Trennung vom Partner
-im November 2016 Akutstation psychiatrie wegen Tabletten und Alk.
- 9 Monate bis es mir wieder einigermaßen gut ging (währenddessen immer gearbeitet)
- viele kurze se. uelle Abenteuer in der Hoffnung auf Liebe
- immer wieder Tabletten zum pushen oder Alk.
-2019 Einweisung in die psychiatrie nach Tabletten ( waren zuviel an dem abend)
Wahnsinnige Angst vor dem Klinikaufenthalt, aber mir tat es gut, Abstand zu gewinnen( Verantwortung auf der Arbeit, Menschen aus meinem Umfeld. einfach loslassen können)
- nach 2,5 Monaten entlassen, wieder bereit und fit zu arbeiten! Aber chef wollte mich noch nicht "bleiben sie doch noch zu Hause, kommen sie erst einmal an". das kam mir schon seltsam vor, selbst mit Fieber ließ er arbeiten, stand nach Mamas Tod bei mir zuhause vor der Tür und meinte " Was fehlt Ihnen denn? Sie haben ein Dach über'm Kopf und Familie".
-als ich nach 4 Wochen wieder beim Chef war, meinte er, ich solle mich noch länger krank schreiben lassen! Als ich ihm die Unterlagen von der Krankenkasse vorgelegt habe wegen wiedereingliederung fasste er sich an den Kopf und meinte " so ein Mist, warum haben sie das denn gemacht?"
- ich war 27 Jahre bei ihm angestellt und habe NIE großartig gefehlt, eine Ex Kollegin sagte während meines Aufenthaltes ind der Klinik " wenn die wiederkommt, mach ich die so fertig, dass sie wieder in der Klapse landet!"
- es folgten nach meiner wiedereingliederung viele Sticheleien und Bemerkungen, die ich bis zu einem gewissen Punkt ertragen habe!
-im März 2020 kam ich dann ins Klinikum, da ich eine schwere Darm OP über mich ergehen lassen musste! Wäre fast daran gestorben!
- im April 2020 übernahm eine neue Ärztin die Praxis, ich habe auch eine kurze Zeit vorher mit ihr zusammen gearbeitet, aber ich kam menschlich nicht an sie heran! Ich denke, man hat sie ausführlich über mich und meine Krankheit informiert! Nach dem fast 4wöchigen Klinikaufenthalt, eine Woche davon Intensiv, bekam ich ca 10 Tage später von der neuen Chefin die Kündigung! Ich bin dagegen angegangen, hatte aber keine Chance, trotz 27jähriger Betriebszugehörigkeit! Mein Anwalt wollte noch vor das Landesarbeitsgericht, aber ich habe für mich und meinen Seelenfrieden entschlossen, diesen Weg nicht mehr zu gehen!
- im Dezember Reha bewilligt bekommen, nach Aufforderung der Krankenkasse, da Aussteuerung bevorstand! Die wäre dann über die Rentenversicherung gelaufen! Nach Anruf in der Reha Klinik hätte ich noch ein halbes Jahr bis Aufnahme warten müssen! Da ich aber für mich und meinen Lebensunterhalt selbst aufkommen muss, habe ich gedacht "Pobacken zusammen kneifen" und einen Job suchen! Ich hätte vom ALG def nicht leben können! Im Februar bin ich dann eine neue Stelle angetreten und dachte, jetzt wird alles gut! Aber es wurde von Woche zu Woche schwieriger für mich! Ich fand meine Leistung nicht ausreichend (vorher konnte ich ALLES, hier fühlte ich ich wie ein Lehrmädchen, was an sich nicht schlimm war! Ich wollte mehr Leistung erbringen, konnte es aber nicht! Mein Arbeitsalltag war gefüllt mit Angst, Minderwertigskeitskomplexen, Anspannung, Druck und dem Gefühl, dem allen nicht gewachsen zu sein! Die Chefin meinte zu mir, ich solle mich nicht so unter Druck setzen! Leichter gesagt als getan! Angeblich war man mir meiner Arbeit zufrieden, was ich bis heute nicht glaube! Mir wurde dann vor 2,5 Wochen gekündigt, da der Assistenzarzt spontan aufgehört hat und man mich deshalb nicht mehr brauchte! Ich solle aber nur nicht denken, dass es an mir lag! Tu ich trotzdem. !
Es frustriert mich, da ich nächste Woche die Reha hätte antreten können, habe aber alles storniert-mit Hilfe des Hausarzt, wegen dem neuen Job! Gruppentherpie habe ich abgesagt. wegen dem Job ( wäre in meine Arbeitszeit gefallen)!
Ich weiß jetzt gerade nicht mehr weiter, habe am Donnerstag Termin bei meinem Hausarzt! Aber er ist ja nun auch kein Psychiater oder Sozialarbeiter! Aber irgendjemand muss mir helfen, denn ich merke, dass mich die Situation fertig macht!
ALG1 = FIXKOSTEN GEDECKT
EMR= Fixkosten gedeckt
Aber kein Geld mehr zum Leben.
Das Arbeitsamt hat mir letzte Woche schon den ersten Vorschlag geschickt: die Ärztin, die mir letztes Jahr gekündigt hat.
Mir graust vor jedem Blick in den Briefkasten, ich habe Angst mich zu bewerben, Panik davor zu arbeiten! Ich würde gerne und muss auch, aber ich KANN NICHT!
Ich verliere alles, wenn ich nicht arbeite!
Und das ist dann der Punkt, an dem ich denke, es wäre einfacher wenn. aber das würde ich meinem Vater nicht antun!
Wie würdet ihr in meiner Situation handeln?
Ich hoffe, es ist nicht zu umfangreich geworden!

07.06.2021 15:48 • x 1 #1


Nickio2

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Vielleicht sollte ich noch hinzufügen:
Diagnosen aus 2019:
Schwere Depression
Kombinierte Persönlichkeitsstörung
Verdacht auf Esstörung

Mit mir wurden die Diagnosen in der Klinik nie besprochen, vor allem die kombinierte Persönlichkeitsstörung nicht! Ich kann und konnte damit nichts anfangen, hab es nur in dem Bericht an den Hausarzt gelesen!

07.06.2021 17:55 • #2


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Frederick

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liebe Nickio 2,

erstmal dir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Oh jetzt hast du bisher alles in deinem Leben gegeben, deine Kraft, deine Zeit, doch niemand gab dir auch nur ein Danke. Leben kann extrem ungerecht, brutal sein.Und jetzt bist du voll enttäuscht von deinem Leben. Hast versucht Liebe zu finden, zu gebe, doch nur Ent........täuschung.

Um neuen Mut und Kraft zu bekommen, bist du am Alk hängen geblieben. Doch der hat dich nur zerstört, auch nicht geholfen.

Und immer wieder Enttäuschungen im Leben. Mir erging es oft ähnlich, habe an die Liebe der Menschen geglaubt, und wurde oft immer wieder enttäuscht. Manchmal sind wir Menschen wie das Meer, manchmal glatt und freundlich, manchmal stürmisch und tückisch. Das ist leider die Realität mit der wir leben müssen.

In unserer Kindheit wird das JA zu uns selbst gelegt...................Manchmal geht dieser Prozess schief. Wenn deine Eltern nicht angemessen auf deine Bedürfnisse reagiert haben. Und dann jagen wir ein Leben lang unseren fehlenden Bedürfnissen nach.

Nach Schutz, Liebe und Nähe, Sinn in unserem Leben, Freiheit......................

Und da musst du dir auch kein schlechtes Gewissen machen, wenn du deinen Vater frägst. Wenn dir dein Vater da finanziell helfen kann, lasse dir helfen. DU brauchst diese Hilfe, und DU musst dich dafür nicht schämen.


liebe Grüße an dich,

Frederick

07.06.2021 19:13 • #3