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Ich fühle mich so allein

Cblle

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Hallo,

Ich habe diese Seite im Internet gesucht und gefunden. Ich merke, dass ich seit mehreren Monaten depressiv bin. Seit Jahren bin ich total sozial isoliert. Ich bin eine Mutter, ich bin verheiratet und seit Jahren nicht mehr beruflich tätig. Weil mein Sohn seit Geburt an Asthma leidet, und mein Mann so viel arbeitet, konnte ich bisher keine passende Arbeit finden. Das Problem ist nicht das Geld. Das Problem ist die soziale Isolation.

Mein Sohn war ständig krank, und ich musste ihn zu Hause betreuen. So hatte ich keine Zeit für Freunde. Mein Mann war über 12 Stunden arbeiten.

Mit meinem Mann habe ich keine partnerschaftliche Ehe. So fehlt es mir auch seit Jahren an Liebe und Berührung.

Seit Jahren denke ich an Selbstmord. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich das wirklich tun würde. Aber nun bin ich an einem Punkt angekommen, dass ich Angst bekomme.

Ich habe wirklich niemanden zum Reden. Es gibt Tage oder Wochen, an denen ich mit niemandem außer mit meinem Sohn rede. Vielleicht mit der Kassiererin im Supermarkt.

Ich würde mich gerne auf eine Depressionsstation begeben. Aber wer kümmert sich dann um mein Kind?

Ich bin in Hoffnung, mir selbst hier rauszuhelfen.

Obwohl ich in meiner Familie erzählt habe, dass es mir so schlecht geht, und dass ich niemanden habe und mich alleine fühle, habe ich das Gefühl, dass mich niemand wirklich ernst nimmt.

10.06.2018 10:16 • #1


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Tama

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Ich weiß ja nicht, wie alt dein Kind ist, aber es gibt auch Mutter-Kind Kuren. Vielleicht wäre das etwas für dich.
Wie es sich anhört, würde dir das sehr gut tun .-)
Der erste Schritt wäre, daß du zu deinem Arzt gehst und von deinen Gedanken erzählst.

Lieben Gruß
Tama

10.06.2018 18:30 • #2



Hallo Cblle,

Ich fühle mich so allein

x 3#3


Letizia

Hallo
Ich kenne auch die Einsamkeit ich bin seit zehn Jahren Depressiv,mein Mann ist auch des Öfteren
Beruflich unterwegs meine Kinder sind schon groß eine ist 35 Jahre und die kleine 27 Jahre ! Aber seit
Ich so sehr unter der Depression leide bin ich für sie ein trauriges etwas ! Und das tut weh ich bekomme oft Antworten wie es gibt schlimmeres stell dich nicht so an ! Das einzige was mir immer wieder Trost gibt sind meine Katzen ! Aber Menschen vertrau ich nicht mehr bin ziemlich Entäuscht worden ! Aber vielleicht gibt es ja in dem Forum Menschen denen ich vertrauen kann und mit ihnen
Reden und ein bisschen Spaß haben kann !Viele Grüße

11.06.2018 14:40 • #3


shackmo

hallo Letizia,


mir geht es ganz genauso.
habe meine 3 kinder allein groß gezogen... mir den hintern aufgerissen... nie zeit für mein leben gehabt.
und jetzt bin ich für sie eine alte verbitterte frau... nur weil ich manchmal ein nettes wort von ihnen möchte.
das tut so weh.
ich hab auch keine sozialkontakte... wurde zu oft enttäuscht.
mittlerweile frage ich mich ib sich das alles noch lohnt.
ich kämpfe jeden tag darum nicht aufzugeben.
mir geht die kraft aus... hab keine hoffnung mehr... und diese ständigen verletzungen und enttäuschungen.
ich weiß im moment nicht mehr wie ertragen.

12.06.2018 23:27 • #4


Rob_1908

Hallo @cbile,
ich kenne dieses Gefühl sich selbst nicht mehr zu trauen, das war der Auslöser für mich die Uniklinik aufzusuchen und mich quasi selber einzuweisen.
Ich habe dort begriffen, das meine Krankheit ein Ergebnis meines Lebens ist und begriffen das ich zu viel Zeit in Partnerschaften verbracht habe in denen ich manipuliert worden bin und in dem Augenblick in dem ich nicht mehr so funktioniert habe, wie es meine Umwelt gerne gehabt hätte, wurde probiert mein Selbstvertrauen zu zerstören.
Ich habe in der Zeit sehr viel nette Menschen kennengelernt, die ebenfalls depressiv waren oder bereits einen Suizid versuch hinter sich hatten.
Ich habe noch heute Kontakt zu einigen dieser Menschen und habe Sie sehr lieb gewonnen.
Heute denke ich das Menschen wie wir, die unter Depressionen leiden, alle was ganz besonderes sind und keiner unserer Mitmenschen auf unseren Gefühlen rum Trampeln sollten.

Liebe Grüße
;Rob

18.06.2018 13:38 • x 2 #5


manu1013

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Ich fühle mich so allein und weiß nicht was ich tun soll. Bin nicht in der Lage raus zu gehen. Würde mich gerne mit betroffenen Menschen unterhalten oder schreiben.

18.09.2018 16:30 • #6


Birdi

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Hallo Manu,

tut mir echt leid, dass du dich so alleine fühlst.
Hast du niemanden mit dem du dich verabreden kannst, oder fehlt dir der Antrieb etwas zu unternehmen?

Liebe Grüße Birdi

18.09.2018 16:48 • #7


manu1013

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Danke für deine Nachricht. Könnte mich vielleicht mit irgendjemandem unterhalten, aber das bringt mir nichts, weil ich niemanden habe, der mich auch versteht. Ich glaube unterhalten allein hilft mir nicht. Keiner der das nicht kennt, kann mich verstehen.
lg

18.09.2018 17:08 • #8


LBAUSD

Hallo lieber Manu,

mir geht es sehr ähnlich denke ich, da ich mich auch nicht in der Lage fühle raus zu gehen, mir fehlt der Antrieb und ich mag die Menschen da draußen nicht. Ich habe da draußen auch niemanden der sich genauso fühlt wie ich.

Gerne kannst du mir schreiben

Liebe Grüße

Lars

18.09.2018 18:54 • #9


Birdi

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Ich habe eine generalisierte Angststörung und ich kenne das auch sehr gut antriebslos zu sein und nur zuhause auf der Couch liegen zu wollen. Das Problem ist dann bei mir, dass sich meine Gedanken nur noch um mich und meine Symptome drehen. Ich hab in Angstepisoden immer körperliche Symptome wie innere Unruhe besonders im Bauch und Kopf und ich achte dann auf jede kleinste Reaktion meines Körpers und das macht mich dann noch ängstlicher. Ich weiß dann auch dass ich raus müsste mich, ablenken, alles nur nicht das was ich wirklich mache, nämlich nur auf der Couch liegen und grübeln. Aber das ist halt genau das Problem, ich weiß genau was ich eigentlich machen muss, aber ich schaffe es einfach nicht mich dazu aufzuraffen. Ich ärgere mich dann über mich selbst. Kennst du das auch so?

18.09.2018 19:13 • #10


LBAUSD

Hallo lieber Birdi,

ja das kenne ich auch, ich wache morgens schon mit einem hohen Puls und viel Angst auf. Je mehr ich auf meonen körper achte, drdto schlimmer wird es.
Ich habe dann auch oft Bauchschmerzen und viel Angst. Ich habe oft einen Termin bei meinem Betreuer und je nachdem wie es mir geht sage ich ihn kurzfristig ab, weil ich einfach zu viel Angst habe rauszugehen. Was mir auf jeden Fall hilft ist duschen, rasieren, also einfach lange im Bad richtig frisch machen und schon geht es mir bedeutend besser. Nur oft schaffe ich es auch nicht mich aufzuraffen.
Bei mir ist es auch oft so, das meine Gedanken kreisten, selbst wenn ich Fernsehen schaue oder abgelenkt bin.
Ich bleibe fast jede Nacht bis 4 Uhr wach, weil ich nicht schlafen kann und schaue dann eben bis 4 Uhr morgens Fernsehen.
Das wichtigste ist auch für mich, das ich regelmäßig 3 Mahlzeiten esse und mir auch mal eine Pizza gönne oder zum Griechen gehe. Als Belohnung dafür, das ich es geschafft habe mal 2 Stunden vorher draußen zu sein. Es fällt mir nicht leicht und klappt auch nicht immer. Ich hoffe ich konnte dir irgendwie helfen.

Wir können gerne schreiben

L.G. Lars

18.09.2018 21:45 • #11


manu1013

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Hallo Lars,
gerne würde ich mit dir schreiben. Es tut mir sehr leid für dich, dass du so alleine bist. Mit Angst habe ich nicht sovie zu tun und da kenn ich mich nicht so gut aus. Ich kann mir nur vorstellen, dass das ganz schlimm sein muss. Dank meiner Medikamente geht es mir da besser als dir. ich habe das Gefühl, dass ich ganz alleine bin und die ganze Welt mich verlassen hat.
Ich bin nicht wirklich alleine. Ich habe einen Mann, aber mit ihm kann ich nicht darüber reden. Er versteht mich nicht. Im gegenteil. Er gibt immer so komische Antworten, dass ich das Gefühl habe, er hat nichts verstanden. Er war nie depressiv und hat keine Ahnung davon.
Wenn es mir schlecht geht, lässt er mich immer in Ruhe. Dabei bräuchte ich genau dann viel verständnis und Liebe, zuneigung und zuhören. Leider kann er das nicht.
Ich habe das Gefühl, das ich ganz alleine auf der Welt bin.
Habe schon viele Therapien gemacht und will das auch nicht mehr.
Bin jetzt dabei das ganze mal mit Hypnose anzugehen. Mal sehen, ob das hilft.
Ich freue mich sehr, wenn ich mit dir schreiben kann.
vlg Manu

19.09.2018 01:27 • #12


manu1013

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Liebe Birdi,
du kennst das doch bestimmt, wenn man sich mit jemanden unterhält, der keine Ahnung von Depressionen hat. Derjenige gibt dann bestimmt komische Ratschläge und Antworten, mit denen du nichts anfangen kannst.
Ich fühle mich dann so gefangen und niemand ist da, der das nachvollziehen kann.
Mein Mann sagt dann auch , geht doch raus, aber dazu bin ich dann einfach nicht in der Lage. Dank meiner Medikamente ist es so, dass ich es schaffe doch arbeiten zu gehen, weil ich eine Arbeit habe, wo ich mir ganz viel Liebe und Anerkennung holen kann.
Ich arbeite mit verhaltensauffälligen Jungen zwischen 14 und 20 Jahren. Ich fühle mich auf der Arbeit wohler als zu hause. Allerdings ist diese Arbeit auch sehr anstrengend. Ich bin 62 Jahre alt und nicht mehr so leistungsfähig wie noch vor 20 Jahren.
Wenn ich zu Hause bin fühle ich mich alleine und unverstanden. Das kennst du doch bestimmt auch.
vlg Manu

19.09.2018 01:34 • #13


Birdi

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Klar Manu, das kenne ich nur zu gut! Wenn jemand nicht selbst betroffen ist kann er das nicht verstehen. Meine Mutter sagt dann zum Beispiel, schau mal die Sonne scheint, du musst einfach loslassen, positiv denken...., sie meint das sicher gut, aber es verletzt auch, weil sie mir damit vermittelt, ich müsste mich einfach zusammenreißen und dann hätte ich die Angsterkrankung nicht, oder die Attacken wären gleich wieder vorbei. Das verletzt weil man wieder mal zu schwach ist oder nicht gut genug.
Ich habe zum Glück eine Mann der das sehr gut versteht und mitträgt, aber da er natürlich arbeiten geht und von 7 bis 19.00Uhr außer Haus ist, muss ich in der Zeit versuchen alleine damit klar zu kommen.

19.09.2018 09:58 • #14


Birdi

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Ja Lars das ist bei mir auch so, ich muss es schaffen einfach den normalen Alltag weiter zu leben, also Ablenkung hilft wirklich, und genau das ist aber auch die Schwierigkeit, sich dazu aufraffen zu können. In die Angstepisode abzurutschen heißt bei mir, ich spüre körperliche Angstsymptome wie kribblige Beine , unruhiger Bauch, Duchfall, heißer Kopf und dann achte ich ganz übertrieben auf meinen Körper und diese Symptome was natürlich kontaproduktiv ist. Ich brauche dann so 2 bis 3 Wochen bis ich wieder ganz fraußen bin. Wie ist das denn bei dir?

19.09.2018 10:02 • #15


LBAUSD

Hallo liebe Manu,

danke für deinen netten Beitrag.
Ich kann dich da sehr gut verstehen und es freut mich, das es dank deiner Medikamente besser geht als mir.
Ich kann es sehr gut nachvollziehen, das man sich unverstanden fühlt. Mir geht es da auch nicht anders. Ich kenne auch viele Leute, die dann komische Kommentare abgeben. Das verletzt einen und man fühlt sich total missverstanden. Ich habe auch oft das Gefühl, als wäre ich in der Welt ganz alleine. Bei meinen Freunden ist es auch so, das sie mich in Ruhe lassen, wenn es mir schlecht geht und bei mir ist es auch wie bei dir, das ich genau in den Momenten am meisten Zuwendung brauche.
Es tut mir leid für dich, das es dir so ähnlich geht. Ich finde es traurig, das die vielen Therapien nicht angeschlagen haben und hoffe so sehr, das die Hypnose dir hilft.

Ich finde es auf jeden Fall stark und Klasse, das du es trotz deiner Erkrankung schaffst mit verhaltensauffälligen Jungen zu arbeiten und es ist schön zu hören das du dir dort liebe und Anerkennung holen kannst.

Ich denke einfach, das Leute die eine psychische Erkrankung habe oder verhaltensauffällig sind, das denen das Wort Geborgenheit und Liebe viel bewusster ist und ihnen Geborgenheit und umarmungen und Liebe viel wichtiger ist. Sie kennen einfach die wahre Bedeutung von liebe. Ich denke uns 3 ist einfach einfach bewusst wie wichtig es ist, auch mal jemanden in den arm zu nehmen. Besonders dann, wenn es ihm am meisten schlecht geht.

Freue mich weiterhin mit dir zu schreiben und auf Antworten von dir.

L.G. Lars

19.09.2018 11:42 • #16



Hallo Cblle,

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LBAUSD

Hallo liebe Birdi,

ich gebe dir recht, es ist ganz schwer sich aufzuraffen und sich den Ruck zu geben aufzustehen.
Es tut mir leid, das es bei dir auch so schlimm ist. Bei mir äußert es sich in Panikattacken, ich wache morgens auf und habe oft einen Puls über 100, Schweißausbrüche,die totale Angst und mir ist schlecht. Sobald ich versuche aufzustehen, wird mir schwarz vor Augen. Einmal war es so schlimm, das ich umgekippt bin.
2- 3 Wochen ist echt total heftig lang und es tut mir so leid für dich, das es so schlimm ist. Bei mir ist es so, das ich morgens die totale Angst habe und im Zug oder Bus Panik Attacken habe, also eigentlich überall da, wo man nicht fliehen kann so schnell. Mein kleiner Bruder kann mich ziemlich gut verstehen eigentlich, da es ihm ähnlich geht, aber er kämpft oft selber mit such und seinen Problemen. Also stehe ich am Ende dann doch alleine da. Also ich habe oft Panikattacken, aber sobald ich draußen bin, wo viel Platz ist und wenige Menschen sind und ich die Natur genießen kann, verschwinden die Attacken wieder.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen und Verständnis aufbringen, freue mich auf weitere Antworten und mit dir zu schreiben.

Liebe Grüße Lars

19.09.2018 11:52 • #17

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