J
Joan2006
Mitglied
- 5
- 1
Nach langem mal wieder:Hallo!
Erst mal allen ein gesundes und schönes neues Jahr!
Bisher habe ich geglaubt, nach Klinik und ambulanter Therapie würde es mir ganz gut gehen. Nach den Feiertagen habe ich jetzt aber festgestellt, dass es nur bedingt so ist.
Meine Depressionen sind (noch) nicht wieder aufgegtreten, ich kann meine Job erledigen und auch so den normalen Alltag mit saubermachen, Vögel und Hamster versorgen, einkaufen, kochen (oder Brot schmieren...) ohne Probleme bewältigen. Allerdings habe ich noch immer ein großes Problem: keine Freunde, kaum Kontakte nach aussen. Klar, ich habe auf der Arbeit Kontakt zu Kunden und Gästen (ich arbeite in der Ferienhausbetreuung), auch mit derm Bäcker rede ich
aber eben nur über den Job oder irgendwelches oberflächliches Geschwafel (Wetter etc).
Zwar kann ich mit meinem Freund über alles reden, aber es wäre einfach schön, auch mal jemand anderen zu haben als "seelischen Mülleimer". Und da liegt das Problem. Es fällt mir schon immer schwer... ok, es ist mir fast unmöglich neue Leute kennenzulernen. Ich bin schon immer sehr schüchtern, werde ständig knallrot (OBERPEINLICH!!!!!!!) und habe oft das Gefühl, die anderen "brauchen" mich gar nicht. Ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll, aber ich denke immer wenn ich irgendwo dazukomme, dass .... zöger .... ja, dass die anderen ja bisher ohne mich ausgekommen sind, warum sollten sie Interesse an mir haben. Was habe ich denn zu bieten? Ich bin nicht besonders schlagfertig, nicht witzig, nicht ... interessant. Und ich weiß auch nicht, wenn ich mit jemendem so über Belangloses rede, wie ich dann ...weitermachen soll.
Ich gehe seit einiger Zeit ins Fitnessstudio, da komme ich schon mal mit einigen Leuten ins Gespräch, aber eben nur über Sport, wie lange machst du das schon, wie machst du das und so. Aber das war es dann auch schon. Mal jemanden zu fragen, ob wir noch einen Kaffee trinken wollen ... Oh Gott Hilfe. Das geht gar nicht. Ich traue mich einfach nicht. Siehe oben... was sollte der /die denn für ein Interesse an mir haben?
Das sieht ja aus, als hätte ich keine Freunde und will mich jetzt aufdrängen. Ist ja auch so, aber muss das jeder wissen? Ok. klingt wahrscheinlich total bescheuert, aber so denke ich nun mal. Und was ist, wenn ich mich mal überwinde und derjenige (oder diejenige) lehnt mich ab? Ich treff die Leute ja weiterhin beim Sport. Reden die dann hinter meinem Rücken und lachen mich aus?
Ich möchte so gerne raus aus diesem Teufelskreis, aber ich habe keine Ahnung wie. Alleine irgendwohin gehen, Kneipe oder so, hab ich schon versucht, totales Desaster, ich hab nur alleine rumgesessen, mich mies gefühlt und bin am Ende heulend nach Hause gegangen.
So, genug gejammert, vielleicht hat ja jemand ein Rezept für mich, so nach dem Motto " man nehme..." Auf alle Fälle habe ich nächst Woche wieder einen Termin beim Psychologen, mal sehen, was der mir so rät. Trotzdem würde ich mich über ein paar Tips von Betroffenen sehr freuen.
Vielen Dank Anke
Erst mal allen ein gesundes und schönes neues Jahr!
Bisher habe ich geglaubt, nach Klinik und ambulanter Therapie würde es mir ganz gut gehen. Nach den Feiertagen habe ich jetzt aber festgestellt, dass es nur bedingt so ist.
Meine Depressionen sind (noch) nicht wieder aufgegtreten, ich kann meine Job erledigen und auch so den normalen Alltag mit saubermachen, Vögel und Hamster versorgen, einkaufen, kochen (oder Brot schmieren...) ohne Probleme bewältigen. Allerdings habe ich noch immer ein großes Problem: keine Freunde, kaum Kontakte nach aussen. Klar, ich habe auf der Arbeit Kontakt zu Kunden und Gästen (ich arbeite in der Ferienhausbetreuung), auch mit derm Bäcker rede ich
aber eben nur über den Job oder irgendwelches oberflächliches Geschwafel (Wetter etc). Zwar kann ich mit meinem Freund über alles reden, aber es wäre einfach schön, auch mal jemand anderen zu haben als "seelischen Mülleimer". Und da liegt das Problem. Es fällt mir schon immer schwer... ok, es ist mir fast unmöglich neue Leute kennenzulernen. Ich bin schon immer sehr schüchtern, werde ständig knallrot (OBERPEINLICH!!!!!!!) und habe oft das Gefühl, die anderen "brauchen" mich gar nicht. Ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll, aber ich denke immer wenn ich irgendwo dazukomme, dass .... zöger .... ja, dass die anderen ja bisher ohne mich ausgekommen sind, warum sollten sie Interesse an mir haben. Was habe ich denn zu bieten? Ich bin nicht besonders schlagfertig, nicht witzig, nicht ... interessant. Und ich weiß auch nicht, wenn ich mit jemendem so über Belangloses rede, wie ich dann ...weitermachen soll.
Ich gehe seit einiger Zeit ins Fitnessstudio, da komme ich schon mal mit einigen Leuten ins Gespräch, aber eben nur über Sport, wie lange machst du das schon, wie machst du das und so. Aber das war es dann auch schon. Mal jemanden zu fragen, ob wir noch einen Kaffee trinken wollen ... Oh Gott Hilfe. Das geht gar nicht. Ich traue mich einfach nicht. Siehe oben... was sollte der /die denn für ein Interesse an mir haben?
Das sieht ja aus, als hätte ich keine Freunde und will mich jetzt aufdrängen. Ist ja auch so, aber muss das jeder wissen? Ok. klingt wahrscheinlich total bescheuert, aber so denke ich nun mal. Und was ist, wenn ich mich mal überwinde und derjenige (oder diejenige) lehnt mich ab? Ich treff die Leute ja weiterhin beim Sport. Reden die dann hinter meinem Rücken und lachen mich aus?
Ich möchte so gerne raus aus diesem Teufelskreis, aber ich habe keine Ahnung wie. Alleine irgendwohin gehen, Kneipe oder so, hab ich schon versucht, totales Desaster, ich hab nur alleine rumgesessen, mich mies gefühlt und bin am Ende heulend nach Hause gegangen.
So, genug gejammert, vielleicht hat ja jemand ein Rezept für mich, so nach dem Motto " man nehme..." Auf alle Fälle habe ich nächst Woche wieder einen Termin beim Psychologen, mal sehen, was der mir so rät. Trotzdem würde ich mich über ein paar Tips von Betroffenen sehr freuen.
Vielen Dank Anke
Ja, klingt jetzt ziemlich verworren, aber das ist ja mein Problem, ich möchte gerne Freunde, habe aber eben auch Angst (wieder) voll gegen die Wand zu laufen.
Ich versuch jetzt mal, mich etwas verständlicher auszudrücken. Ich war sechzehn Jahre verheiratet mit einem gewalttätigen Alk.. Freunde gab es da schon kaum, aus naheliegenden Gründen. Die wenigen, die ich als Freunde gesehen habe, haben dann irgendwann mal mitbekommen, dass mein Ex mich in aller Öffentlichkeit vor diesen sogenannten Freunden geschlagen hat. Anstatt mir zu helfen, haben sie sich abgewandt, peinlich berührt so getan, als ob alles in Ordnung wäre. Und anschließend hatten sie meistens keine Zeit, wenn wir uns getroffen haben oder ich angerufen habe... Daraufhin habe ich mich immer mehr zurückgezogen, niemandem mehr vertraut, bis ich meinen jetzigen Freund und Partner getroffen habe. Der hat es dann ganz langsam geschafft, an mich ranzukommen. Mit seiner Hilfe habe ich es dann auch geschafft, mich aus dieser Ehe zu befreien (vor 3 1/2 Jahren). Geblieben ist aber die Angst, jemandem zu vertrauen und mich zu öffnen. Ich glaube, dadurch wirke ich oft sehr abweisend, was ja für andere nicht sehr einladend ist. Und trotzdem hasse ich es, immer alleine zu Hause rumzuhocken, wenn mein Freund keine Zeit hat, arbeitet oder sich um seinen Sohn kümmert.
Und das ist eben gar nicht mein Ding.

Jedenfalls bin ich der Meinung, dass es jeder andere bestimmt besser kann als ich.
Sch... jetzt fang ich schon beim schreiben an zu heulen. Ich rede mir immer noch alles, was ich leiste und erreiche selber wieder kaputt. Und ich schaff es einfach nicht, damit aufzuhören. Manchmal ist es etwas besser, wenn alles klappt, aber dann passiert irgendein kleines Missgeschick (verhunzte Sahne) und schon denke ich wieder das ich ggar nichts kann.