Große Probleme mit Vater - wie findet man sich selbst?

Lmbahfier

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Hay...
Ich heiße Anna...
Bin junge 22 und seid circa 11 Jahren in Therapie.
Ich habe enorme Probleme mich, meine Persönlichkeit und meine Interessen zu finden.
Ich hatte enorme Probleme mit meinem Vater und leide noch immer unter ihm. Obwohl er seid 4 Jahren Tot ist...
Ich werde vorraussichtlich ab März in eine psychosomatische Kur gehen.
Aber die Decke stürzt jeden Tag auf mich ein.
Meine Mitmenschen sind genervt von mir. Meine Familie erträgt das Drama nach den ganzen Jahren nicht mehr.
Ich reagiere schnell gereizt und biestig.
Dabei will ich einfach das das alles vorbei ist. Das es aufhört das Leben zu sein was es ist. Suzidgedanken habe ich zur Zeit grade nicht. Aber ich bin das Leben wie es ist Leid.

Wie findet man heraus wer man ist wenn man nicht weiß wo man anfangen soll. Was für ein Mensch steckt hinter den Depressionen...

Ich habe noch hoffnung... Aber ich habe angst das sie begrenzt ist.
Wo ist meine Kraft zu Ende.... Wie weit reicht sie noch.
Was hilft mir loszulassen und glücklich zu sein... Nur ein paar Minuten am Tag?

Es ist Jahres Ende und ich freue mich in keinster Weise auf das neue Jahr. Ein Jahr Kampf ist vorbei... Das nächste beginnt. Ohne das mein Herz.. Mein kopf... Mein Leben pause machen kann.... Ich habe das Bedürfnis nach Urlaub und kann trotzdem nicht Urlaub machen im Urlaub. Ich arbeite und habe zu tun. Aus angst in die Antriebslosigkeit zu rutschen. Wie schon so oft. Es ist ja nicht die erste depressive Episode.... Ich habe so viel überstanden... So viele tiefen gemeistert und so viel für mein recht auf mich und mein Leben gekämpft....

Wer auch immer bis hier her gelesen hat. Danke :)

30.12.2016 23:34 • #1


Namenlos1

Hallo Anna, dann hast du dir sehr früh helfen lassen.vieleicht hast du ein Hobby?denke nach was macht dich glücklich .bei mir hat Sport geholfen .die Arbeit hat bei mir auch geholfen bis ich 25war danach habe ich mir Hilfe gesucht weil auch die Arbeit mich nicht mehr glücklich machen konnte und ich täglich an selbstmord gedacht habe .viel Glück dir

03.01.2017 19:45 • #2


FoxMulder87

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Mit 22 schon 11 Jahre in Therapie ist natürlich hart, deine Erziehung muss es echt in sich gehabt haben :/.
Darf ich fragen, was eine psychosomatische Kur ist?

Dass einen das Leben nur noch ankotzt kenn ich selbst auch sehr gut, ich bin so viele Dinge ebenfalls so dermassen leid, aufgeben darf trotzdem keine Alternative sein. Ich bin davon überzeugt, es gibt Möglichkeiten und Wege glücklich zu werden, auch wenn es für depressive Menschen sicher sehr schwer ist. Wir sind eben anders und ist man anders hat man immer das Gefühl ein Aussenseiter in einer Gesellschaft zu sein, die keine Schwächen akzeptiert. Wie macht sich denn das Verhalten deiner Familie bemerkbar?

Was mir wirklich geholfen hat, die Auseinandersetzung mit den Faktoren, die mich depressiv machen und vor allem die Akzeptanz kein Teil dieser Gesellschaft zu sein. Dazu habe ich eine eigene Therapie für mich entwickelt, Hilfe von aussen war für mich eher selten eine echte Hilfe. Wie du es schon sagst, viele Menschen sind irgendwann nur noch genervt und verstehen es einfach nicht. Selbst Therapeuten sind da keine Garantie, manchmal eher das Gegenteil (da will ich mich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, nur weil ich da Pech gehabt habe muss es nicht jedem so gehen).
Als Anfang kann es helfen einen Neustart auszurufen, ein paar Dinge anders zu machen als bisher und damit vielleicht einen anderen Blick auf die Dinge zu gewinnen. Und ich empfehle viel Sport. In meinem eigens ausgearbeiteten Therapieplan für mich ist Sport ein wesentlicher Bestandteil und mir persönlich hat es wohl das Leben mehrfach gerettet.
Bleib dran, du packst das :)

05.01.2017 11:38 • #3


Lmbahfier


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Hay Na mit psychosomatischer Kur meine ich eine. Klinikaufenthalt in einer Klinik für psychosomatische und allgemein psychische Probleme. Das heißt Depressionen, ptbs etc.
Naja. Natürlich ich stehe mit beiden Beinen im Leben ich mache eine Ausbildung und bin zur Zeit (aktueller stand) Die beste dieses Jahrgangs. Es macht mir auch Spaß. Aber ich merke das mir wieder Kleinigkeiten eine. Extremen emotionalen Rückschlag versetzten.
Ich hab damals mit 16 einen 7 wöchigen Aufenthalt in einer Klinik gehabt. Und das hat mir extrem gut getan und geholfen. Deswegen verspreche ich mich davon viel.

An sich bemerkt man nicht so viel bei meiner Familie... Weil das Thema selten direkt angesprochen wird und weiter thematisiert. Aber ich fühle mich nicht so gut wieder und wieder damit anzukommen, dass ich ein tief habe, dass ich nicht mehr nag irgendwie.
Meine Schwestern reagieren genervt, halten Abstand, sind gereizt...

Mein Problem bzw Das Problem wo meine Depressionen herrühren ist mein Vater und er ist schon 4 Jahre Tod. Ich kann Also das eigentliche Problem nicht mehr klären sondern nur meinen Umgang mit mir und meinen Problemen. Und da harkt es.

Ja Sport tut wirklich gut. Leidet komme ich da Garnichts mehr hin. Die Motivation aufzubringen.... Ich suche mittlerweile nicht mal mehr nach ausreden. Es ist einfach so das ich einfach zuhause bleibe.... Ab und an hab ich Motivation aber dann spielt meine Gesundheit nicht mit.

Ich will auf alle Fälle in diesem Jahr damit wieder anfangen.. :)

Danke schön für die aufbauenden Worte :)

05.01.2017 20:05 • #4


Acaz94

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Hey Anna,
habe dir vor ein paar Tagen eine "Private Nachricht" dazu geschrieben. Ich glaube du hast diese noch nicht entdeckt ;-).

05.01.2017 20:40 • #5


77Balea

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Ich war damals mit 17 8 Wochen in Psychartrie, bis sie mich von jetzt auf gleich, einen Tag vor meinem 18. entlassen haben. Dann tagesstationär, dann stationär Psychosomatische Klinik. Ich war damals auch mitten in der Ausbildung, und war nicht die beste. Aber ich fand ein Ziel. Ich wollte nach der Ausbildung als Arbeitsunfähigkeit Pair in die USA. Ich hatte endlich ein Ziel auf das ich hinarbeiten konnte. Mit dem Ziel vor Augen ging es mir auch stetig besser. Das Jahr in den USA war toll. Versuchte dann noch einige Zeit länger zu bleiben, aber irgendwann wollte mein Schicksal nicht mehr. Dann hin ich auch wieder durch. Meine Familie kam damit auch überhaupt nicht klar, mit Depressionen. Mein Vater starb vor 12 Jahren, als er sich endlich anfing sie etwas zu ändern. Es hätte noch so toll mit ihm werden können. Seit 1,5 Jahren spreche ich auch nun nicht mehr mit meiner Mutter oder Oma, beide leiben 650 km entfernt. Sie verstanden mich nie. Sie stressten mich nur noch und nach etlichen Jahren hatte ich da keinen Bock mehr drauf. Es war immer das gleiche Hamsterrad. Ich denke noch jeden Tag an sie und kann sie förmlich hören, wie sie sagen "die Steffi will ja nix mehr von uns wissen". Sie sehen die Fehler auch nicht bei sich und ich habe es lange genug versucht. Es tut mir leid, aber ich kann mich von denen nicht stressen lassen, es tut mir nicht gut, es macht mich fertig.

Finde ein Ziel. Du bist noch so jung. Du kannst noch so viel erreichen.

Mit fast 40 ist es schon viel schwieriger Ziele zuhaben und zu erreichen, den die Ziele werden so viel kleiner. Ich habe auch lange nach einem Hobby gesucht. Jetzt stricke ich. Mützen, Tücher und Pullover. Ich färbe meine Wolle selbst. Und es sind noch andere kleine Hobbies dazu gekommen, aber es hat gedauert.

06.01.2017 13:03 • #6


Lmbahfier


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Ich glaube das du bezüglich deiner Ziele eine falsche Vorstellung hast.
Wieso machst du Ziele "klein" auch künstlerische Dinge können ernstzunehmende Ziele sein.
Ich hab beruflich Ein Ziel das steht aber privat nicht. Ich glaube jeder geht mit den Film gen anders um. Mach dich nicht kleiner nur weil du denkst mit 40 keine moglichkeiten mehr zu haben.
Meine Mutter hat mit 52 angefangen das erste mal nach 20 Jahren zu Leben, zu lieben und einleben zu führen das es wert ist zu Leben. Wo liegt das Problem, nie im Alter immer bei uns selbst. Wir trauen es uns nicht zu und suchen Gründe dafür und dagegen. Ich glaube man ist nie zu alt. Für irgendwas. Ich bin deswegen auch ein weitestgehend positiver Mensch. Was stört dich an deinem leben?

06.01.2017 14:14 • #7




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