Hallo,
heute geht es mir wieder bescheiden. Ich bin migränisch, habe keinen Antrieb, bin müde und habe mich über meine Mutter geärgert.
Ich habe angerufen, weil mein Stiefvater heute Geburtstag hat und da er nicht da war habe ich mit meiner Mutter gesprochen. Wir wollten heute eigentlich zu meinem Mann seinem Bruder fahren, aber da es mir nicht gut geht, konnten wir leider nicht fahren. Als ich das meiner Mutter sagte, meinte sie doch tatsächlich, wir könnten doch auch dort schlafen ( ist ein längerer Anfahrtsweg). Ich hab ihr dann gesagt, dass es mir doch nicht gut geht, dass ich das überhaupt sagen muss, sie weiss es doch.
Es ist so wie es früher immer war, ich werde einfach nicht wahr genommen als die die ich eben bin. Warum? Ich weiss es nicht, aber es kostet mich so viel Kraft und ich kann mich einfach momentan nicht damit auseinander setzen. Es macht mich halt nur traurig und ärgerlich zu gleich. Aber es war ja nie anders, warum erwarte ich, dass es auf einmal anders ist. Tja, es wäre halt einfach nur schön, einmal wahrgenommen zu werden, so wie ich wirklich bin und nicht wie man erwartet, dass ich sein soll.
Auch mein Stiefvater hat nicht gefragt ob es mir besser geht oder wie es mir geht. Diese Gleichgültigkeit macht mich krank. Aber sie sind so wie sie sind und ich kann sie nicht ändern, auch, wenn ich mir das manchmal wünsche.
Sie sind halt selbst auch nie wahrgenommen worden, also woher sollen sie es können, wenn sie es selbst nie erlebt haben. Das muss ich mir halt auch immer wieder vor Augen führen. Wenn ich nie Auto fahren gelernt habe, dann kann ich es auch nicht.
Schreiben tut gut

, da wird so einiges klarer.
Ich wünsche euch allen einen schönen Samstag.
LG, Robbe