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Gerade sehr verzweifelt

DolcheVita

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Hallo zusammen,
ich bin ganz neu hier und hoffe ich finde Menschen die meine Situation vielleicht verstehen können. Ich verstehe leider vieles gerade nicht!
Mein Freund und ich sind seit knapp einem Jahr zusammen. Alles lief bisher wunderbar und wir sind im Oktober zusammengezogen. Durch viele Dinge aus seiner Vergangenheit (Verlust der Mutter mit 11 & kein Kontakt zum Sohn) befindet er sich seit ca 3 Monaten in einer Gesprächstherapie. Ich fand es super, dass er dies von sich aus macht um solche Dinge aufzuarbeiten. Dachte auch daher kämen seine Schlafstörungen und ab und an schlechte Laune. Zu diesen Beschwerden kam jetzt Herzrasen und der Drang alleine zu sein. Letztes Woche ist es freitags dann zum Streit gekommen und er wollte Zeit für sich. Nachdem ich zwei Tage nichts von ihm gehört habe, bin ich zu seiner alten Wohnung und siehe da, er hat sie nie gekündigt. Nachher sagte er mir, er bräuchte sie als Rückzugsort. Bei dem Gespräch ist mir auch klar geworden, dass er an einer Depression leidet. In der letzten Therapiestunde war er auch mal ganz ehrlich und hat wohl alles erzählt (Doppelstunde mit Pause). Seit da an habe ich das Gefühl dass er noch abweisender mit gegenüber ist und immer öfter in der alten Wohnung ist. Ich versuche es nicht auf mich zu beziehen aber es ist so verdammt verschwer. Bin seit dem viel alleine und gebe ihm seine Zeit. Habe aber Angst ihn zu verlieren. Weiß gerade einfach nicht weiter.

01.12.2018 22:42 • #1


Acon

Acon

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Hallo DolcheVita,
Das Du jetzt verzweifelt bist, ist zu verstehen.
In meinen depressiven Phasen verstecke ich mich auch und benötige meine Ruhe. Ich möchte Menschen, die mir nahestehen nicht mit meinen Gedanken wehtun und verletzen.
Du weißt auch nicht, was er schon für Erfahrungen gesammelt hat, als er sich hilfesuchend an Freunde und Verwandte gewandt hat oder es fällt ihm schwer über seine Empfindungen zu reden.
Gib ihm den Raum und zeige ihm, dass er sehr wichtig für Dich ist und er Dir vertrauen kann.

Liebe Grüße
Acon

02.12.2018 00:08 • x 2 #2


issabella

issabella

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Hallo,
Acon hat Recht - manchmal möchte man einfach sich nur zurückziehen. Eigene Erfahrung. Ich denke, Dein Freund braucht Dich jetzt mehr, dem je. Du musst ein bisschen Geduld haben. Er will sich nur schützen und wird bestimmt dankbar, wenn Du es verstehst und ihm die nötige Zeit gibst.
Mein Freund und ich haben auch zwei Wohnungen - und das ist mit Abstand, das richtigste. Jeder Mensch braucht so was wie Fluchtort. Dieses Bedürfnis ist mit Krankheiten um so stärker. Wie Acon schon geschrieben hatte - es gilt viel mehr zum Schutz der Partnerin oder Familie.
Ein Zufluchstort zu haben, bedeutet nicht unbedingt Vertrauensbruch.
Lass ihm Zeit und vertraue.
Sollte sich was anderes ergeben, erfährst Du das früh genug. Aber erstmal vertrauen, Gespräch suchen und event. trösten.
Ich weiss es nicht, aber ich denke: er braucht Dich.

Viel Kraft und Geduld wünscht
Magdalena

02.12.2018 00:36 • x 2 #3


DolcheVita


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Hallo Acon, hallo Magdalena,
vielen Dank für eure Kommentare. Das gibt mir ein bisschen Hoffnung. Ich versuche auch die Geduld aufzubringen, die er benötigt. Ich bin nur vom Typ her ganz anders. Ich rede über meine Probleme und bin gerne in Gesellschaft. Mein Freund hingegen ist ruhig und niemand außer mir weiß von seiner Situation und Gefühlen. Weder Familie noch Freunde ahnen wie es ihm geht.
Ich werde einfach abwarten müssen und wenn er bereit ist bin ich da!

02.12.2018 08:29 • #4




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