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Fühle mich allein und möchte meine Einsamkeit überwinde

Ich leide an Angst- und Panikattacken seit 3 Jahren und seit 9 Monaten an Depressionen. Habe zwar schon mal über Angst vor Abhängigkeit einen Beitrag geschrieben, aber in der letzten Zeit stelle ich fest, das es eben damit zu tun hat (zumindest meistens), dass ich allein lebe. Habe Familie und Freunde-aber wenn ich dann allein zu Hause bin, dann beginnen die Gedanken zu kreisen, fühle mich verlassen, traurig und antriebslos.

Ich möchte auch mit meinen o.g. Kontakten nicht ständig über meine Probleme sprechen. Wer solche Probleme nicht kennt, weiß nie wie sehr man darunter leidet und helfen kann da auch niemand wirklich.

Zurzeit versuche ich täglich so viel wie möglich zu unternehmen. Neben einer Arbeit in Teilzeit arbeite ich in einem Ehrenamt. An den freien Tagen oder freien Zeiten versuche ich so viel wie möglich mich mit meiner Familie und Bekannten (Freundinnen) zu treffen und etwas zu unternehmen. Ich habe tatsächlich festgestellt, dass ich, wenn ich pausenlos unterwegs bin, kaum Angst spüre und auch keine depressiven Probleme habe. Sobald ich dann zu Hause bin, kommen alle unguten Gefühle, Gedanken und Ängste.

Da ich ja auch Angst vor Abhängigkeit von Medikamenten habe, bemerke ich auch, dass bei Kontakten, ob persönlich, per Telefon oder per E-Mail oder WhatsApp der Griff zur Tablette gar nicht nötig ist. Bin ich allein mit all meinen negativen Gedanken und dann halte ich das sehr schwer nur aus. Dann ist der Griff zur Tablette der Rettunganker.

Es wäre schön jemanden zu finden, dem es vielleicht ähnlich ergeht. Alter und Geschlecht ist mir egal. Ich freue mich über jede Nachricht!

Sanna

Es wäre schön, wenn ich jemand finden würde mit dem ich mich austauschen könnte.

Das mit dem Danke bekomme ich nicht hin. Somit bedanke ich mich hier bei allen die mir antworten!

#1 in Selbsthilfegruppen & Treffpunkt


Hm, so ähnlich kenne ich das auch...also ich schätze das gehört dazu.
Wird dir nicht großartig helfen, naja :wink:

x 1 #2


Hallo Sanna,

ich bin vor einigen Minuten eher zufällig auf dieser Seite gelandet. Ich habe eigentlich nach Belegeungsverträgen von Tageskliniken mit der DRV gesucht ;-)
Dein Post hat mich echt berührt. Ich kann das alles total nachvollziehen. Ich bin mittlerweile seit 1 1/2 Jahren krankgeschrieben wg. Depressionen und versuche jeden Tag wie beim Laufen lernen einen weiteren Schritt zu machen. Irgendwann hab ich aufgehört zu zählen wie oft ich hingefallen bin.
Du schreibst, dass du arbeiten gehst, ein Ehrenamt ausübst und dich mit Freunden triffst. Das ist doch super :-). Auch wenn du dann am Ende eines Tages wieder für dich alleine bist wird es immer Menschen geben, die an dich denken. Ich kenne das selber dass man nicht immer seine Familie und Freunde mit seinen Sorgen und Ängsten belästigen will, aber ich denke umgekehrt ist es genauso. Freunde werden dich nicht jeden Tag x-mal fragen wie es dir geht weil sie dich damit auch nicht nerven wollen. Aber sie denken dann vermutlich an dich :-).
Wie du schreibst unternimmst du auch viel mit deinen Lieben. Gibt es vielleicht jemanden im Familien-/ Freundeskreis mit dem du dich bspw. mehrmals die Woche fest verabreden kannst z.b. zum Sport 3-4x die Woche? Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass an den Tagen wo ich Sport gemacht habe (Ausdauer- und Krafttraining) die Gedanken alleine zu sein sich gegen den stolz gut trainiert zu haben nicht durchsetzen konnten.

Ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber das würde wohl den Umfang dieses Postings sprengen
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Energie.
Und denk dran...es gibt immer einen Menschen der an dich denkt
LG
pat

x 1 #3


Hallo Sanna, du kannst dich gern mit mir austauschen, wenn du magst :-) . Ich kenne schon lange das Leben mit Angst und Panikattacken und Depressionen.

Gruß
Julienne

x 1 #4


Timeless77
Zitat von Sanna2017:
Es wäre schön jemanden zu finden, dem es vielleicht ähnlich ergeht.


uns allen geht es ähnlich. Schön, dass Du hier bist :)

#5


Hallo Julienne,

danke für Deine Nachricht. Ich komme auf jeden Fall auf dein Angebot zurück! Leider habe ich gerade heute nicht viel Zeit zum Schreiben, da ich keinen PC zu Hause habe und ich am PC im Büro schreibe.

Ich werde in den nächsten Tagen mich wieder bei dir melden. :)

LG Sanna

#6


Hallo Ihr.Bin seit ebend neu hier und finde mich in Sanna wieder. Ich bekomme es auch einfach nicht auf die Reihe und suche krampfhaft Anschluss um beschäftigung und ablenkung zu finden.

Lg Nick

#7


Das Gefühl einsam und verlassen zu sein kenne ich zu gut, obwohl ich Familie und Kinder habe.

In letzter Zeit ist es besonders schlimm, ich komme mir überflüssig vor, wie ein leerer Platz. Mein Mann beachtet mich gar nicht, bei jeder Gelegenheit versucht er nicht zu Hause zu sein. Kinder hocken jeder in seinem Zimmer oder sind unterwegs.

Mich schmerzt besonders, dass keiner auf meine Gefühle Rücksicht nimmt, ich bin da nur um zu funktionieren. So lange alles läuft alle satt und sauber sind, ist alles in Ordnung. Weh ich meine Unzufriedenheit zeige, heißt, dass ich nach dem Streit suche. Dass Gefühl, nicht geliebt zu sein, ist sehr schmerzhaft.

Ich bin mit meinen Problemen, meinen Sorgen, mit der Erziehung und allem anderem ständig allein. Seit über 20 Jahren versuche ich an der Situation was zu ändern, habe schon alle Szenarien durchgespielt aber alles prallt an gegen eine Wand, die mein Mann aufgebaut hat.

Ich habe auch versucht ihn zu verlassen, da diese Gleichgültigkeit einfach unerträglich ist aber wegen Kindern konnte ich den Schritt nicht zu Ende führen. Es ist einfach unerträglich. Ich habe ständig schlechtes Gewissen, dass ich schlechte Mutter, schlechte Frau bin. Aber alle Vorschläge werden einfach abgewimmelt. Mein Mann ist einfach so passiv, hat gar kein Interesse mir und der Familie gegenüber. Ich weiß nicht was ich sonst machen kann. Wo die Kinder klein waren, hat er gesagt, dass wenn ich gehen will bitte aber die Kinder krieg ich nicht. Ich wollte keinen Rosenkrieg daraus machen und die Kinder da reinziehen. Dann meinte er, wenn die Kinder raus sind, dann geht er auch selbst. Womit habe ich das nur verdient, ich liebe ihn doch so aber es ist sehr schmerzhaft in so einer Beziehung zu leben. Ich kann das nicht mehr lange so weiter machen und weiß keinen Ausweg.

Habt ihr Erfahrungen mit der Trennung? Wie habt ihr dass überstanden?

#8


Luna ich bin ausgebrochen nach 17 Jahren Beziehung und habe meine ex und meine geliebte Tochter verlassen, damit kammen Probleme auf mich zu die mich letztendlich hierher beachten.
Ohne Antrieb vegetiere ich durch die tage mit der frage für wen soll ich mich aufraffen.
Hab eine sehr komplexe Geschichte und wurde schon aus Ambulance einer Psychologischen Klinik wo ich schon starionär war von einem zu tiefst betroffenen Facharzt mit der Aussage " So leid es mir tut aber wie soll ich Ihnen da helfen" wieder in die Welt geschickt.

#9


Hallo Julienne,

hab nicht vergessen mich zu melden. Aber zum Schreiben über meine Situation fehlt mir auch jetzt die Zeit :traurig: . Aber in dieser Woche
klappt es bestimmt.

Nun habe ich eine "dumme" Frage - wie geht das mit dem Bedanken :oops: ? Bekomme ich nicht hin und ich finde auch keinen Hinweis im Forum.

Danke und LG für Heute
Sanna

#10


Hallo Sanna,
das ist nicht schlimm - ich bin geduldig ;-) mach, wie du magst :-)

Ja, ne Anleitung fürs Forum vermisse ich auch. Das Bedanken hab ich durch Ausprobieren hinbekommen: Unter dem Beitrag siehst du ein Herzsymbol und den Schriftzug "Danke". Anklicken, dann wandelt sich der Schriftzug in "Du hast dich bedankt" um.

Liebe Grüße,
Julienne

x 1 #11




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