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Frohe Weihnachten

Gabi22

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Liebe Grüße vom Christkind an alle hier, hoffe das neue Jahr wird für alle hier viel viel besser. Ich mache das jetzt seit 3 Jahren (teilweise auch mit meinem Sohn zusammen der dann den Weihnachtsmann macht) und es macht mir bzw. uns sehr viel Spaß wenn ich anderen damit eine Freude machen kann. Diese Bilder wurden vor 2 Jahren bei meinem Besuch im Altenheim aufgenommen. Liebe GrüßeGabi

#1


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mutmacher

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Wünsche Euch allen ein frohes und vor allem gesundes Fest.
Ich erlebe gerade mein allererstes Weihnachten allein, stellte ich heute fest.
Ich lebe ja zum Glück mit meiner Tochter und Family unter einem Dach und es wären nur 3 Schritte zu den Jungen- aber: Corona hat uns getrennt!
Vor Wochen schon planten wir alles bis ins Kleinste - Sie wollten etwas in der Kirchengemeinde aufführen und S. hatte fleißig dafür genäht und mit den Jugendlichen geprobt, sie freute sich so sehr darauf -- dann am Freitag-- sie kam total erschöpft von der Arbeit, verbrachte den Resttag nur liegend auf der Couch. Am Samstag und Sonntag stieg das Fieber und die Schmerzen am ganzen Körper nahmen zu, Husten, Schnupfen u. Co. Am Montag holte ihr Mann 4 Coronatests und siehe da: Positiv
DieJüngste (12 Jahre) hustet auch etwas, der Test war aber negativ. Am Montag war dann klar, dass unser Heilig Abend zusammen bei ihnen ausfallen musste. Lange Telefonate wegen dem Weihnachtsspiel.
Ich besprach mit dem Schw.- Sohn, dass ich für alle kochen würde, aber in getrennten Wohnungen wir dann eben essen u. den Hlg. Abend verbringen würden. Stand also heute stundenlang in der Küche, bastelte einen
Nudelsalat, Kartoffelsalat u. Krautsalat- das ging auch ganz gut, dazu wollte ich Frikadellen machen. Ich bin ja nun wirklich kein Anfänger in der Küche, wie oft im Leben Frikadellen gemacht--- heute--- alles lief schief. In der Pfanne fielen sie auseinander oder brannten an. Ich war total gefrustet- 1 kg Hack wollte nicht, wie ich wollte. Nun 2 große Pfannen mit auseinandergefallenen oder verbrannten Frikadellen, den anderen Teil roh zwischen den Händen und in der Schüssel. Der Schw.-Sohn kam zum Essen abholen- ich konnte nicht mehr stehen, brauchte dringend eine Pause. Mir wurde klar, dass ich größere Feste nicht mehr schaffte, der Rücken tat weh, die Konzentration u. Ausdauer waren weg. Packte schließlich alles in 2 Brotbackformen und stellte alles in den Backofen. Die fertigen Salate nahm er mit. Um 18 Uhr kam die Große und nahm mich erst mal in den Arm und brachte mir mein Weihnachtsgeschenk. Sie erzählte und erzählte und wir tranken einen Rotwein zusammen. Die Stimmung war plötzlich schön und wir lachten viel. Sie ist so süß, meine kleine " Kranke-Schwester" (hat gerade ihr Examen gemacht u. fängt im neuenJahr in der Notaufnahme an). Irgendwann ging sie dann mit den 2 Backformen Hack rüber zu ihrer Familie und ich erholte mich erst mal auf der Couch und gönnte mir ein großes Eis. Irgendwann hörte ich, dass sie drüben das Geschirr zusammenräumten und sich einen Weihnachtsfilm zusammen ansahen.
Ich blieb allein, aber nicht traurig, vlt. ein bisschen nachdenklich. Räumte dann mein Schlachtfeld von Küche auf u. trank meinen Wein zu Ende. Nach einer Doku auf YT ins Bad u. nun im Bett..
Morgen ist auch noch ein Tag und übermorgen auch---irgendwie wird schon alles gut.

25.12.2024 00:42 • x 4 #240


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Hallo Gabi22,

Frohe Weihnachten

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Deadalus

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Weihnachtskatze

Wenn ich an Weihnachten denke, fällt mir immer eine ganz bestimmte kleine Katze ein. Zum erstenmal begegnete ich ihr an einem Herbsttag, als Mrs. Ainsworth mich gebeten hatte, nach einem ihrer Hunde zu sehen. Überrascht schaute ich mir das kleine struppige Geschöpf an, das da vor dem Kamin saß.
"Ich wusste gar nicht, dass Sie eine Katze haben", sagte ich.
Mrs. Ainsworth lächelte. "Wir haben auch keine. Das ist Debbie. Sie ist eine Streunerin. Sie kommt zwei- oder dreimal in der Woche, und wir geben ihr etwas zu fressen."
"Haben Sie den Eindruck, dass sie bei Ihnen bleiben möchte?"
"Nein." Mrs. Ainsworth schüttelte den Kopf. "Sie ist ein scheues kleines Ding. Kommt hereingeschlichen, frisst ein bisschen, und schon ist sie wieder weg. Sie hat etwas Rührendes, aber sie will offenbar weder mit mir noch mit irgend jemand sonst etwas zu tun haben."

Ich sah mir die Katze wieder an. "Aber heute will sie nicht einfach nur gefüttert werden."
"Das stimmt. Es ist komisch, aber ab und zu kommt sie hereingehuscht und sitzt ein paar Minuten am Kamin. Als ob sie sich einmal etwas Gutes gönnen möchte."
"Ja, ich verstehe." Es war etwas Außergewöhnliches in Debbies Haltung. Sie saß kerzengerade auf dem dicken Teppich vor dem Kamin und machte keine Anstalten, sich zusammenzurollen oder zu putzen, sondern blickte nur still vor sich hin. Und irgend etwas an dem staubigen Schwarz ihres Fells, ihrem halbwilden, mageren Äußeren sagte mir, dass das hier ein besonderes Ereignis in ihrem Leben war, eine seltene und wunderbare Sache. Sie genoss voll Wonne eine Behaglichkeit, von der sie sonst nicht einmal träumen konnte.

Während ich sie noch beobachtete, drehte sie sich um, schlich lautlos aus dem Zimmer und war fort. "So ist das immer mit Debbie", lachte Mrs. Ainsworth. "Sie bleibt nie länger als zehn Minuten."
Mrs. Ainsworth war eine mollige Frau mit freundlichem Gesicht, etwas über vierzig und genau so, wie ein Tierarzt sich seine Kunden wünscht - wohlhabend, großzügig und Besitzern von drei verhätschelten Bassets. Der für diese Rasse typische leidende Gesichtsausdruck brauchte sich nur ein wenig zu verstärken, und schon geriet Mrs. Ainsworth in größte Aufregung und eilte ans Telefon.

Meine Besuche bei Mrs. Ainsworth waren deshalb häufig, aber ohne ernsten Hintergrund, und ich hatte reichlich Gelegenheit, die Katze zu beobachten, die mich brennend interessierte. Einmal lagen die drei Bassets malerisch auf dem Kaminteppich und schnarchten, während Debbie in ihrer üblichen Haltung mitten unter ihnen saß - aufrecht, angespannt, den Blick traumverloren auf die glühenden Kohlen gerichtet.
Diesmal versuchte ich mich mit ihr anzufreunden. Mit geduldigem Schmeicheln und sanftem Zureden gelang es mir, mit einem Finger ihren Hals zu streicheln. Sie antwortete darauf, indem sie sich an meiner Hand rieb, wandte sich aber gleich danach zum Aufbruch. Sobald sie aus dem Haus war, schoss sie durch eine Lücke in der Hecke, und das letzte, was ich sah, war eine kleine schwarze Gestalt, die über das nasse Feld flitzte.
"Ich möchte nur wissen, wohin sie geht", sagte ich leise vor mich hin.
Mrs. Ainsworth stand plötzlich neben mir. "Wir sind bis heute nicht dahintergekommen.

Erst am Weihnachtsmorgen hörte ich wieder von Mrs. Ainsworth. Sie entschuldigte sich gleich: "Es tut mir so leid, Mr. Herriot, dass ich Sie ausgerechnet heute belästige." Aber bei aller Höflichkeit konnte sie die Sorge in ihrer Stimme nicht verbergen. "Es ist wegen Debbie. Irgend etwas stimmt nicht mit ihr. Bitte kommen Sie schnell."
Als ich über den Marktplatz fuhr, dachte ich wieder einmal, dass Darrowby an Weihnachten aussah wie zur Zeit von Charles Dickens: der menschenleere Platz mit dem hohen Schnee auf dem Kopfsteinpflaster, der auch von den Traufen längs der gitterbekrönten Dachkanten herabhing, die bunten Lichter der Christbäume, die durch die Fenster der dicht zusammengedrängten Häuser funkelten, freundlich und einladend vor dem kalten Weiß der dahinterliegenden Hügel.
Mrs. Ainsworths Haus war über und über mit Lametta und Stechpalme geschmückt; aus der Küche drang ein verführerischer Duft von Truthahn mit Salbei- und Zwiebelfüllung. Aber ihre Augen blickten sorgenvoll, als sie mich durch die Diele führte. Debbie lag regungslos auf der Seite, und dicht neben ihr, an sie geschmiegt, ein winziges schwarzes Kätzchen. "Ich habe sie einige Wochen nicht gesehen", sagte Mrs. Ainsworth. "Dann kam sie vor etwa zwei Stunden hierher - stolperte irgendwie herein und trug das Junge im Maul. Sie legte es auf den Teppich, und ich habe mich zuerst darüber amüsiert. Aber dann sah ich, dass etwas nicht stimmte."

Ich kniete nieder und fühlte mit der Hand über Debbies Hals und Rippen. Sie war magerer als je zuvor, ihr Fell war schmutzig und schlammverkrustet. Als ich ihr Augenlid herunterzog und die glanzlose weiße Bindehaut sah, wusste ich Bescheid. Während ich den Unterleib abtastete, schlossen sich meine Finger um einen harten Knoten tief in den Eingeweiden. Fortgeschrittenes Lymphosarkom. Endstadium und hoffnungslos.
Ich sagte es Mrs Ainsworth. "Sie liegt im Sterben - im Koma; sie leidet nicht mehr."
"Oh, das arme Ding!" Sie schluchzte und streichelte immer wieder den Kopf der Katze, während ihre Tränen auf das verfilzte Fell tropften. "Was muss sie durchgemacht haben! Ich hätte mehr für sie tun sollen."
Ein paar Augenblicke schwieg ich, denn ich verstand ihren Kummer. Dann sagte ich beruhigend: "Niemand hätte mehr tun können, als Sie getan haben."
"Aber ich hätte sie hier behalten sollen - sie hätte es gut gehabt. Es muss schrecklich gewesen sein da draußen in der Kälte, als sie so krank war. Und dann hatte sie auch noch Junge! Wie viele mögen es wohl gewesen sein?"
Ich zuckte die Achseln. "Das werden wir wohl nie erfahren. Vielleicht nur dieses eine. Manchmal kommt das vor. Und ausgerechnet zu Ihnen hat sie es gebracht, überlegen Sie mal."
"Ja, das schon." Als Mrs. Ainsworth das schmutzige schwarze Bündel aufhob, öffnete sich das winzige Mäulchen zu einem tonlosen Miau. "Ist das nicht seltsam? Sie war schon halb tot und brachte ihr Junges hierher. Und gerade zu Weihnachten." Ich beugte mich nieder und legte die Hand auf Debbies Herz. Es schlug nicht mehr. Ich hüllte den kleinen Körper in ein Tuch und trug ihn in den Wagen. Als ich zurückkam, streichelte Mrs. Ainsworth noch immer das Kätzchen, und ihre Tränen waren versiegt. "Ich hatte noch nie in meinem Leben eine Katze."
Ich lächelte. "Nun, es sieht ganz so aus, als hätten Sie jetzt eine."

Das Kätzchen wuchs rasch zu einem schönen Kater heran, dem sein ungestümes Wesen den Namen Frechdachs einbrachte. Er war in jeder Hinsicht das Gegenteil seiner scheuen Mutter. Wie ein König stolzierte er über die prächtigen Teppiche im Hause Ainsworth.
Bei meinen Besuchen beobachtete ich mit Vergnügen, wie er sich entwickelte, und ganz besonders gern erinnere ich mich an das Weihnachtsfest ein Jahr nach seinem Einzug.
Ich war wie üblich unterwegs gewesen - die Tiere haben bis heute nicht gelernt, Weihnachten als einen Feiertag anzusehen. Das viele Anstoßen mit gastfreundlichen Bauern hatte mich in eine rosige Stimmung versetzt, und auf dem Heimweg hörte ich Mrs. Ainsworth rufen: "Frohe Weihnachten, Mr. Herriot! Kommen Sie herein, und trinken Sie etwas zum Aufwärmen!" Das Aufwärmen hatte ich nicht nötig, aber ich fuhr ohne zu zögern in die Auffahrt. Im Haus war alles froh und festlich wie ein Jahr zuvor. Und diesmal gab es keinerlei Grund zu irgendeinem Kummer - Frechdachs war ja da.
Mrs. Ainsworth lachte. "Wissen Sie, für die Hunde ist er ein rechter Quälgeist." Für die Bassets war das Auftauchen des Katers so etwas wie das Eindringen eines Flegels in einen exklusiven Klub.
"Ich möchte Ihnen etwas zeigen." Mrs. Ainsworth nahm einen harten Gummiball von einem Schränkchen und ging hinaus. Frechdachs folgte ihr. Sie warf den Ball über den Rasen, und der Kater sprang ihm nach; dabei konnte man seine Muskeln unter dem schwarzglänzenden Fell spielen sehen. Er packte den Ball mit den Zähnen, trug ihn zu seiner Herrin, ließ ihn fallen und wartete gespannt. Ich traute meinen Augen nicht. Eine Katze, die apportierte!
Die Bassets schauten voller Verachtung zu. Nichts hätte sie jemals dazu bringen können, hinter einem Ball herzujagen. Mrs. Ainsworth wandte sich zu mir: "Haben Sie so etwas schon einmal gesehen?"
"Nein", erwiderte ich, "noch nie. Das ist ja wirklich ein ganz besonderer Kater."
Sie nahm Frechdachs auf, hielt ihn dicht ans Gesicht und lachte, als er schnurrte und sich verzückt an ihre Wange schmiegte. Als ich ihn ansah, ein Bild des Glücks und der Zufriedenheit, musste ich an seine Mutter denken. Ging ich zu weit, wenn ich mir vorstellte, dass diese todkranke Kreatur mit letzter Kraft ihr Junges zu dem einzigen behaglich warmen Plätzchen brachte, das sie je kennen gelernt hatte, in der Hoffnung, dass es ihm dort gut gehen werde? Vielleicht.
Aber ich war offenbar nicht der einzige, der so dachte. Mrs. Ainsworth lächelte mir zu. "Debbie würde sich freuen", sagte sie. Ich nickte. "Ja, ganz sicher. Es war genau heute vor einem Jahr, als sie ihn herbrachte, nicht wahr?"
"Ja." Sie drückte Frechdachs an sich. "Das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich je bekommen habe."

29.11.2009 20:19 • #16


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A
Das ist ja niedlich !!! Da haben sich die alten Leuts sicher gefreut, hm?

Bei mir auf der Arbeit war es auch immer schön an Weihnachten!

Finds toll dass ihr das macht! 061.gif

#2


Gabi22
Hallo Alannis!

Ja das hat den alten Leuten wirklich super gut gefallen, die waren zum Teil ganz weg bei meinem Anblick. Das hat mir auch sehr gut getan.
Dieses Jahr habe ich zu Ostern dort auf jeder Station ein Solostück gesungen darüber haben sich die alten Leute auch gefreut. Eine Sängerkameradin von mir (sie ist die Frau von unserem Bürgerneister) regelt dort solche Sachen, sie macht zusammen mit andern immer wieder solche Highlights, z.B. auch Ausflüge usw.

Am Donnerstag erscheint bei uns im Amtsblatt eine Anzeige in der wir unsere Dienste anbieten, wir machen das auch zum ganz kleinen Preis damit sich das wirklich auch jeder leisten kann, und zu Not würden wir es auch ganz umsonst machen.

#3


*Lilie*
Wie versprochen, die Texte (Gedichte, Geschichten) aus dem Kalender aus meinem Päckchen...

01. Dezember
"Ich habe diese Zeit des Jahres gar lieb,
die Lieder, die man singt,
und die Kälte, die eingefallen ist,
machen mich vollends vergnügt."
(Johann Wolfgang von Goethe)

02. Dezember
"Es gibt so wunderweiße Nächte,
drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind.

Welt, wie mit dichtem Demantstaube bestreut,
erscheinen Flur und Flut.
und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube,
der leise seine Wunder tut."
(Rainer Maria Rilke)

03. Dezember
Väterchen Frost
In Russland freuen sich die Kinder auf "Väterchen Frost".
Die Geschenke von ihm kommen am 07. Januar (wegen des julianischen Kalenders).
Er trägt einen langen, roten Mantel mit weißem Pelz.
Ein großer Eiszapfen dient ihm als Wanderstab.
Zusammen mit ihm kommt ein Schneemädchen.
Die beiden fahren mit einem Pferdeschlitten durch Eis und Schnee.

04. Dezember
"Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen,
und der in den Händen sie hält,
weiß um den Segen."
(Matthias Claudius)

05. Dezember
"Noch ist der Herbst nicht ganz entflohn,
aber als Knecht Ruprecht schon
kommt der Winter hergeschritten,
und alsbald aus Schnees Mitten
klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch fern und nah
bunt auf uns herniedersah,
weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
und das Jahr geht auf die Neige
und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
heute bist du uns noch fern,
aber Tannen, Engel, Fahnen
lassen uns den Tag schon ahnen
und wir sehen schon den Stern."
(Theodor Fontane)

06. Dezember
Sinterklaas
Der Weihnachtsmann aus den Niederlanden wird Sinterklaas genannt, er bringt die Geschenke bereits am 06.12.
Am Tag davor fährt er mit Zwarte Piet, dem "Schwarzen Peter", in den Hafen von Amsterdam ein, wo er mit einem großen Fest begrüßt wird.
In der Nacht ziehen die beiden über die Dächer von Holland und lassen die Geschenke in die Kamine fallen.
Die Kinder stellen deshalb einen Schuh vor den Kamin und legen eine Karotte oder etwas Heu für das Pferd von Sinterklaas dazu.

07. Dezember
"Es wird Weihnachten"
Mein ganzes Haus riecht schon nach braunem Kuchen
- versteht sich nach Mutters Rezept -
und ich sitze sozusagen
schon seit Wochen im Scheine des Tannenbaums."
(Theodor Storm)

08. Dezember
"Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen;
ohne Not geht niemand aus,
alles fällt in Sinnen.

Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund,
träumen Mensch und Erde."
(Christian Morgenstern)

09. Dezember
God Jul
In Schweden wird in der Vorweihnachtszeit gebastelt, geputzt und gebacken.
Man erzählt sich, dass die kleinen Hauswichtel den Menschen nicht nur während des Jahres, sondern auch in dieser Zeit hilfreich zur Seite stehen.
Als Dank stellt man ihnen am Heiligen Abend einen süßen Milchbrei vor die Tür, denn man glaubt, dass ein versäumtes Dankeschön der Familie Unglück bringt.
Kleine Wichtel bringen jedes Jahr zu Weihnachten die Geschenke in einem riesigen Sack.
Sie sind ganz rot gekleidet.
Sie kommen aus Lappland oder vom Nordpol mit einem Rentierschlitten durch die Luft gefahren.

10. Dezember
"Ach, die bleiche Sonne, Wintersonne!
Sie ist traurig wie eine glückliche Erinnerung."
(Gustav Flaubert)

#4


A
Vor einigen Jahren, hat ein Mann seine damals 5 Jahre alte Tochter für das
Vergeuden einer Rolle von kostspieligem goldenen Geschenkpapier bestraft ...

Da das Geld bei ihm knapp war, wie auch heute bei vielen von uns, wurde er wütend,
als seine Tochter das ganze Goldpapier verbraucht hatte, nur um damit eine kleine Schachtel
zu verzieren und um diese dann unter den Weihnachtsbaum zu legen.
Es war ihr für den Papa nicht schön genug geworden und sie versuchte es immer wieder neu -
bis die Rolle aufgebraucht war ...

Obwohl der Vater geschimpft hatte, brachte das kleine Mädchen am folgenden Morgen die Geschenke
ihrem Vater und sagte stolz:

"Das ist für dich, Papa."

Der Vater war verlegen, weil er am Vortag so überreagiert hatte.
Er öffnete die Geschenksschachtel und wurde wieder sehr zornig, als er sah,
dass die Schachtel augenscheinlich leer war ...

Wütend sagte er zu seiner Tochter:
"Weißt du nicht, junge Dame, dass wenn man jemand ein Geschenk gibt, auch etwas in der Verpackung sein sollte?"

Das kleine Mädchen betrachtete ihn mit Tränen in den Augen und sagte:
"Papa, aber sie ist gar nicht leer, ich hab so viele Küsse für dich hinein gegeben, bis sie
ganz voll war."

Der Vater war ganz zerknirscht. Er fiel auf seine Knie und legte seine
Arme um sein kleines Mädchen, und bat sie, ihm seinen unnötigen Zorn zu
verzeihen.

Nur kurze Zeit später starb das kleine Mädchen bei einem Unfall.

Nach dem Tod seines kleinen Mädchens behielt der Vater sein ganzes Leben
lang die Goldschachtel neben seinem Bett.
Immer wenn er durch schwierige Probleme entmutigt wurde, öffnete er seine
Goldschachtel und stellte sich vor, einen Kuss von seinem kleinen Mädchen herauszunehmen
und erinnerte sich dabei an all die Liebe des Kindes, die sie dort für ihn hineinbegeben hatte.

Jeder von uns hat so eine goldene Schachtel, die gefüllt ist mit unbeding-
ter Liebe und Küssen von unseren Kindern, der Familie oder von Freunden.

Das ist der kostbarste Besitz, den man haben kann.

Passt gut auf ihn auf!

#5


Gabi22
Hallo Ihr Beiden!

Vielen Dank für die schönen Gedichte bzw. die Geschichte. Ganz besonders diese hat mich zum nachdenken gebracht.

Gabi

#6


Gabi22
Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus. Es ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze. „Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie. Sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen!“
Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen wurden. Seine Frau war gestorben. Als er sich zu mir umdrehte, sagte er:
„Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf!“
“Jeder Tag den Du lebst, ist ein besonderer Anlass!“
Ich denke immer noch an diese Worte..., sie haben mein Leben verändert.
Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger.
Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die Landschaft ohne auf das Unkraut im Garten zu achten. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden und weniger Zeit bei der Arbeit. Ich habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist, die es zu schätzen gilt. Von jetzt an, bewahre ich nichts mehr auf.
Ich benutze täglich meine Kristallgläser.
Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu gehen.
Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf, wenn ich Lust dazu habe.
Sätze, wie z.B. „Eines Tages...“ oder “An einem dieser Tage…“ sind dabei, aus meinem Vokabular verband zu werden.
Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge hier und jetzt, sehen, hören und machen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Frau meines Freundes gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie morgen nicht mehr sein wird (ein Morgen, das wir oft zu leicht nehmen). Ich glaube, dass sie noch ihre Familie und enge Freunde angerufen hätte. Vielleicht hätte sie auch ein paar alte Freunde angerufen, um sich zu versöhnen oder sich für alte Streitigkeiten entschuldigen. Der Gedanke, dass sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre (ihre Lieblingsküche), gefällt mir sehr.
Es sind diese kleinen unerledigten Dinge, die mich sehr stören würden, wenn ich wüsste, dass meine Tage gezählt sind.
Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben, mit denen ich mich “an einem dieser Tage“ in Verbindung hätte setzen wollen.
Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich “an einem dieser Tage“ schreiben wollte.
Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe.
Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und lächeln in unser Leben bringen könnte.
Ich sage mir, dass jeder Tag etwas Besonderes ist... jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes.

#7


*Lilie*
Hallo ihr Zwei, eure Geschichten sind echt schön, vielen Dank auch von mir dafür!!

Hier eine Geschichte, die mir Grisu heute in Form einer PowerPoint-Präsentation geschickt hat (er ist sooo lieb):

Die vier Kerzen

Vier Kerzen brennen langsam,
wenn du ganz leise bist,
kannst du hören, wie sie sprechen.

Die erste Kerze sagt:
"Ich bin der Frieden!
Niemand kann mein Licht erhalten.
Ich glaube, ich werde ausgehen."
Ihre Flamme wurde kleiner und ging dann ganz aus...

Die zweite Kerze sagte:
"Ich bin das Vertrauen!
Ich bin am verletzlichsten und so macht es keinen Sinn,
dass ich weiter brenne."
Nachdem sie gesprochen hatte, wehte ein sanfter Hauch zu ihr und sie erlosch...

Spontan sprach die dritte Kerze auf ihre Weise:
"Ich bin die Liebe!
Ich habe keine Kraft mehr.
Die Menschen schieben mich beiseite und begreifen nicht,
wie wichtig ich bin.
Sie vergessen sogar, die zu lieben,
die ihnen am Nächsten stehen."
Und dann erlosch auch sie...

Ein Kind betritt den Raum und sieht,
dass drei Kerzen ausgegangen sind.
"Oh, warum brennt ihr nicht mehr?"
Das Kind wurde sehr traurig.

Da sprach die vierte Kerze:
"Hab keine Angst, solange ich brenne,
können wir die Anderen wieder anzünden.
Ich bin die Zuversicht!"

Mit leuchtenden Augen nahm das Kind die Kerze der Zuversicht
und zündete die anderen Kerzen wieder an.

Die Flamme der Zuversicht soll immer bei uns sein...
...so behalten wir Vertrauen, Frieden und Liebe für alle Zeit!

Alles Gute und Liebe zur Adventszeit!

#8


A
Oh - das ist schöööööööööööööööööööööööööön!

#9


*Lilie*
Dank nicht mir, sondern dem Süßen 331.gif 061.gif

#10


*Lilie*
Nikolausgedicht der Frau:

Müde bin ich, geh zur Ruh,
mache meine Augen zu.
Lieber Nikolaus bevor ich schlaf,
bitte ich Dich noch um was.
Schick mir mal 'nen netten Mann,
der auch wirklich alles kann.
Der mir Komplimente macht,
nicht über meinen Hintern lacht,
mich stets nur auf den Händen trägt
und sich Geburtstage einprägt,
S. nur will, wenn ich grad mag
und mich dann liebt den ganzen Tag.
Soll die Füße mir massieren
und mich chic zum Essen führen.
Er soll treu und zärtlich sein
und mein bester Freund noch oben drein.


Nikolausgedicht des Mannes:

Lieber Nikolaus ,
schicke mir eine taubstumme *beep* die einen
Getränke- oder Fleischhandel besitzt und Jahreskarten fürs Stadion.
Und es ist mir schei., dass sich das nicht reimt!

(Unbekannt)

#11


L
Die vier Weihnachtskerzen

Am Adventskranz brannten vier Kerzen.
Es war ganz still, so dass man hörte, was die Kerzen leise zueinander flüsterten.
Die erste Kerze seufzte und sagte:
„Ich heiße Friede. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen sehen mich nicht.
Die Menschen streiten, hassen einander und bringen sich gegenseitig um;
Sie wollen mich nicht“.
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich in der Dunkelheit des Unfriedens.
Die zweite Kerze flackerte auf und sagte:
„Ich heiße Glaube. Aber ich bin überflüssig.
Die Menschen glauben nicht mehr und führen Kriege meinetwegen.“
Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.
Leise und Traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort:
„Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen.
Die Menschen stellen mich auf die Seite.
Sie sehen nur noch sich selbst und nicht die andern, die sie lieb haben sollten.“
Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht erloschen.
Da kam ein Kind ins Zimmer.
Es schaute die Kerzen an und sagte:
„Aber ihr sollt doch alle brennen und nicht erloschen sein!“
Es fing an zu weinen.
Da meldete sich die vierte Kerze und sagte:
„Hab keine Angst, solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden.
Ich bin die Hoffnung.“
Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze
und zündetet die anderen Lichter wieder an.

#12


Deadalus
Wohl wahr....

Schön

LG
Georg

#13


S
ich kenne diese geschichte und finde sie sehr schön.

danke

alles liebe simone

#14


A


Hallo Gabi22,

x 4#15


A
Ja - die Geschichte ist wirklich schön! Danke Lizzy, ich kannte sie noch nicht.

Kenne nur ein Gedicht, das von 4 Kerzen handelt.

Vier Kerzen

Eine Kerze für den Frieden,
die wir brauchen,
weil der Streit nicht ruht.

Für den Tag voll Traurigkeiten
eine Kerze für den Mut.

Eine Kerze für die Hoffung
gegen Angst und Herzensnot,
wenn Verzagtsein unsren Glauben
heimlich zu erschüttern droht.

Eine Kerze, die noch bliebe
als die wichtigste der Welt:
eine Kerze für die Liebe,
voller Demut aufgestellt,

daß ihr Leuchten den Verirrten
für den Rückweg ja nicht fehlt,
weil am Ende nur die Liebe
für den Menschen wirklich zählt.

-Elli Michler-

#15

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