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Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte?

Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte (George Bernard Shaw)

Über dieses Zitat aus dem Radio bin ich heute Morgen gestolpert.

Wie seht ihr das? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Sind Freunde die besseren Verwandten?

Ich bin mir nicht ganz sicher . . .

Auf wen oder was kann man sich heute noch verlassen?

12.12.2019 10:19 • x 4 #1


Liselotte
Freunde sind Freunde.
Verwandte sind Verwandte.
Mütter sind Mütter.
Gott ist nicht da.
Väter meistens auch nicht.
Du kannst Dich nur auf Dich selbst verlassen,
wenn Du Dich gut, besser, am Besten
kennen lernen übst.

13.12.2019 07:44 • x 1 #2



Hallo laluna74,

Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte?

x 3#3


Zitat von Liselotte:
Du kannst Dich nur auf Dich selbst verlassen,
wenn Du Dich gut, besser, am Besten
kennen lernen übst.


Das sehe ich genau so!

Verwandte sind mir wichtiger als Freunde. Denn Blut ist dicker als Wasser. Ich würde für keinen "Freund" die Hand ins Feuer legen.

Letztendlich muss ich mir selbst der beste Freund sein.

13.12.2019 07:55 • #3


Machara
Zitat von laluna74:
Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte (George Bernard Shaw)



Ich stimme aus meiner Erfahrung heraus der Aussage zu.

Die Freundin meiner Schwester ist mir näher als meine andere Schwester es je war.

Negativ Erfahrung mit Freunden habe ich auch gemacht und bin da vorsichtig aber
dennoch weiß ich das ich mich auf meine wenigen Freunde verlassen kann .
Das kann ich bei meiner Schwester nicht.

13.12.2019 08:04 • x 1 #4


Du hast Recht, ich kann mich auch nicht auf meine Familie verlassen, noch nie! Im Gegensatz dazu bin ich immer bereit, das wissen sie! Und so wird es auch gehandhabt.

Es bleibt dabei, auf Freunde gebe ich nichts, aber auf meine Famile auch nicht.

Ich kann mir nur selbst der beste Freund sein.

13.12.2019 08:07 • x 1 #5


Machara
Zitat von laluna74:
Im Gegensatz dazu bin ich immer bereit, das wissen sie! Und so wird es auch gehandhabt.


Das habe ich bis vor ein paar Jahren auch so gehandhabt. Ich habe mich für meine Familie aufgegeben
Pflege organisiert , beide Schwestern haben über Monate bei mir gelebt usw.

bis ich dann für mich aufgebröselt habe wieso, weshalb, warum , was habe ich dafür erwartet.

Heute bin ich damit sehr viel vorsichtiger. Ich gebe mich dafür nicht mehr auf.


Zitat:
Ich kann mir nur selbst der beste Freund sein.


das mag stimmen dennoch wird das Leben sehr einsam wenn ich nicht bereit bin mich zu öffnen.

Wann ist ein Freund für dich ein Freund ?

13.12.2019 08:28 • x 1 #6


maya60
Zitat von laluna74:
Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte (George Bernard Shaw)

Über dieses Zitat aus dem Radio bin ich heute Morgen gestolpert.

Wie seht ihr das? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Sind Freunde die besseren Verwandten?

Ich bin mir nicht ganz sicher . . .

Auf wen oder was kann man sich heute noch verlassen?



Erstmal finde ich den Spruch echt lustig, weil es ja mitunter sehr anstrengend ist, was einem so als Familie am Bein klebt. Aber mehr ist in diesen Spruch glaube ich nicht hineinzuinterpretieren.
Bei den Familienmitgliedern meiner Herkunftsfamilie ist es so, dass ich von den psychisch schwer gestörten mich habe zuoft ausnutzen und fies über den Tisch ziehen lassen, bis ich auf Distanz ging.
Trotzdem taten sie, bis ich erwachsen war, das, was vom äußeren Rahmen her Unterstützung war, um erwachsen zu werden. Ich landete nicht auf der Straße, bevor ich erwachsen war oder fiel aus der Normalität durch Vernachlässigung.
All die dennoch vorhandenen Mängel und auch die Vernachlässigung und die Boshaftigkeiten bis heute, wenn ich sie ließe, sind ihren Krankheiten zuzuschreiben, ihren narzisstischen Zügen.

Ansonsten habe ich festgestellt, dass einigermaßen gesunde oder kranke aber bewusste Menschen eben alle unvollkommen sind wie ich auch. Und ich verlange nicht mehr von ihnen, weniger unstetige Pfeifen zu sein als ich. Bei einem Leben mit einem Autisten und einem hochbegabten Workaholic zusammen mit einer depressiven Hypie empfiehlt sich das auch.
Meine Lebenserfahrung hat mir gezeigt, dass jeder einzelne Mensch ein so eigenes Universum ist, dass man da zum Teil nur selber weiß, was da los ist und ich bin für viel mehr Eigenverantwortlichkeit als früher ohne Lebenserfahrung.
Also, in diesem menschlichen Rahmen kann ich mich auf meine jetzige Familie sehr verlassen. Und auf Freunde auch.
Und Blut ist auch nicht dicker als andere Liebesverbindungen, denn ich bin weder mit meinem Mann noch mit meinem Sohn blutsverwandt, aber eng verbunden in Liebe.

Meine engste und wirklich zuverlässigste Beziehung zum Anlehnen habe ich aber bei Jesus und Gott und das macht es mir auch zusätzlich einfach, nicht zuviel von mir und anderen zu verlangen.

Liebe Grüße! maya

13.12.2019 08:59 • x 1 #7


Ich habe ja eher die Erfahrung mit "Mustern" gemacht,

frei nach dem Motto : Zeige mir deine Familie und ich kann ahnen, welche Freunde du wählst
im besten und auch im schlechtesten Sinne

13.12.2019 09:30 • x 1 #8


Liebe @Shana1967

Zitat von Shana1967:
Ich habe ja eher die Erfahrung mit "Mustern" gemacht,

frei nach dem Motto : Zeige mir deine Familie und ich kann ahnen, welche Freunde du wählst
im besten und auch im schlechtesten Sinne


möchtest du darauf etwas näher eingehen? Wie kann ich das genau verstehen?

13.12.2019 15:56 • #9


Liebe @Machara

Zitat von Machara:
das mag stimmen dennoch wird das Leben sehr einsam wenn ich nicht bereit bin mich zu öffnen.

Wann ist ein Freund für dich ein Freund ?



das stimmt! Ich bin ein sehr offener Mensch, möglicherweise zu offen? Ich bin ein sehr soziales Wesen und ganz ohne meine Mitmenschen geht es dann auch nicht, aber ich halte mich auch gerne distanziert. Vielleicht ist das mit ein Grund, es auch so zu erfahren?

Einerseits brauche ich intensive Kontakte, andererseits mag ich es nicht vereinnahmt zu werden .

Ein Freund ist für mich ein Freund, wenn er mir gut tut.

13.12.2019 16:01 • x 2 #10





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