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Fragebogen vom Gutachter / Neurologe im Auftrag DRV

Hallo zusammen ,

ich habe nun eine Einladung eines Neurlogen zur Untersuchung bekommen der von der DRV beauftragt wurde.

Hieraus ergeben sich für mich mehrere fragen und es wäre sehr hilfreich wenn mir jemand was dazu sagen könnte.

Ich habe vor einem halben Jahr etwa ein EM -Antrag gestellt nach Aussteuerung der Krankenkasse. Bin also seit ca. 2 Jahre krankgeschrieben wegen Ängste und Depressionen. Zuletzt vor ca. 8 Wochen hatte ich der DRV 2 angeforderte Befunde meiner behandelten Ärzte zugesendet. Ich hatte die Hoffnung dass der med. Dienst der DRV nun über mein Rentenantrag entscheidet doch leider hat er nun einen Neurologen /Psychater beauftragt mich zu untersuchen.

Nun bin ich sehr verunsichert wie ich reagieren soll und handeln soll. Hier meine Fragen:

- erstmal allgemein ist es schlecht dass ich zu so einem Termin gehen muss und nicht schon von Gutachter direkt der DRV entschieden wurde ? denn ich habe Angst dass dieser jetzt zugunsten der DRV entscheidet und meinen Antrag ablehnt . alles hängt jetzt von einem Arzt ab .

- Der Arzt ist 50 Kilometer entfernt alleine komme ich da garnicht hin also muss mich mein Mann fahren in dem Schreiben steht dass ich mir vorher eine Genehmigung einholen müsse wenn ich mit einer Begleitperson komme und den Arzt darüber informieren muss / ist dies so oder sollte ich fragen ob es keinen anderen in der Nähe gibt?
Ich denke es ist aber schonmal gut dass es kein MDK ist sondern ein ganz normal niedergelassener Psychologe ist.

Am liebsten will ich mit meinem Mann mit rein in das Gespräch. darf ich das bzw. Wäre dies negativ für Mich?



Der Arzt sendet mir einen ausführlichen Fragebogen (7 Seiten) zu den ich zur Untersuchung mitbringen soll . hier habe ich grosse Angst was falsches zu schreiben was vielleicht negativ auf eine Entscheidung auswirken könnte . wie z.B folgende Fragen


- Wie kam es zum jetzigen Rentenantrag ? Wann waren sie zuletzt in Reha?

-ich soll meine jetzige Beschwerden unterteilt nach körperlichen und psychische Beschwerden aufführen nach Möglichkeit in der Reihenfolge der Beschwerdeintensität. dies ist für mich schwer das viele meiner körperlichen Beschwerden vn der Psyche kommen es ist ein Teufelskreis.

- Wie ist IhrSchlaf ?

Und bei der nächsten Frage habe ich am meisten Angst was falsches zu sagen oder weiss nicht was ich schreiben soll.


- Ich soll mein Tagesablauf schildern . Gehen Sie bitte auf Ihr Freizeitverhalten , soziale Aktivitäten , Hobbys, Sport sowie Teilnahme am kulturellen Veranstaltungen ein . Haben sich Ihre Freizeitaktivitäten und oder Ihr Tagesablauf im Verlauf Ihrer Erkrankung geändert ?

Ich habe seit kurzem ein Yoga Präventionskurs angefangen und mich beim Aquafitness angemeeltet da es mir gut tut . sollte ich das schreiben oder lieber nicht.
Aber dorthin muss mich mein Mann hinfahren und abholen da ich nicht oder fast garnicht aus dem hause alleine rausgehe da ich große Angst habe.

Über den einen oder anderen Tip wäre ich sehr dankbar und es werden sicher noch weitere fragen kommen . bin erstmal geschockt und verängstigt .

Weiss nicht wie ich es aushalten soll bis zu dem Termin(in ca. 2wochen) denn ich habe schon mehrere Panikattacken deshalb bekommen und alles Symptome aufeinmal da ich grosse Angst habe vor dem Termin und was falsch zu machen.

Ich benötige unbedingt eine temporäre Auszeit also eine befristete EM Rente um endlich zur Ruhe zu kommen und mich voll auf meine Genesung und Gesundheit zu konzentrieren denn ich bekomme ein Schlag nach dem anderen ständig ist was. Krankenkasse, MDK, AA, Arbeitgeber, DRV ich kann nicht mehr. Bitte um eure Hilfe

Danke LG Nena

24.08.2019 19:01 • x 2 #1


ZeroOne
Hi @Nena99 !

Das die DRV solche Termine organisiert ist Standard - ich würde mir daher keine Gedanken machen.

Wahrscheinlich hat die DRV keinen anderen begutachtenden Facharzt in deiner Nähe zur Verfügung.
Wenn schon geschrieben steht, dass man eine Begleitperson im Vorfeld benennen muss, dann würde ich dies tun, um nicht schon zu Beginn des Termins für Unstimmigkeiten oder Ärger zu sorgen.

Was die geforderten Angaben betrifft: lass dir Zeit beim ausfüllen! Du hast ja auch noch ein paar Wochen.
Meine persönliche Meinung ist, dass man mit Ehrlichkeit am weitesten kommt. Bei Lügen verstrickt man sich nur irgendwann, insbesondere wenn man geistig gerade sowieso nicht in Topform ist.
Allerdings würde ich nichts von externen, öffentlichen (Gruppen-)Aktivitäten (wie Aquagym, etc.) angeben, wenn ich eine EU-Rente damit begründen möchte, dass ich wegen Phobie das Haus kaum verlassen kann.

I.d.R. bekommen die Ärzte alle Vorbefunde deiner Fachärzte von der DRV (falls du sie entsprechend eingereicht hast). Nach meiner Erfahrung ist es trotzdem gut, alles nochmals beim Termin dabei zu haben und auf die Stellen zu verweisen, in denen du nach deiner Meinung Begründungen für die Erwerbsunfähigkeit siehst.

Keine Sorge! Das wird schon, wenn du dich gut vorbereitest!

LG
ZeroOne

25.08.2019 09:59 • x 3 #2


Albarracin
Hallo,

daß eine Begleitperson angekündigt werden sollte, ist zwar selten, aber nicht besonders ungewöhnlich. Daß aber eine Begleitung erst genehmigt werden muß, habe ich noch nie erlebt bzw. noch nie davon gehört. Bist Du sicher, daß Du die entsprechende Passage nicht fehlinterpretierst. Eine Begleitung darf Dir eigentlich nicht untersagt werden.

Ich würde auch die ausserhäuslichen Aktivitäten angeben. Verbunden mit einer Schilderung des jeweiligen Organisationsaufwandes macht es die Problemlage glaubwürdiger.

25.08.2019 11:18 • x 5 #3


Zitat von ZeroOne:
Hi @Nena99 !

Das die DRV solche Termine organisiert ist Standard - ich würde mir daher keine Gedanken machen.

Wahrscheinlich hat die DRV keinen anderen begutachtenden Facharzt in deiner Nähe zur Verfügung.
Wenn schon geschrieben steht, dass man eine Begleitperson im Vorfeld benennen muss, dann würde ich dies tun, um nicht schon zu Beginn des Termins für Unstimmigkeiten oder Ärger zu sorgen.

Was die geforderten Angaben betrifft: lass dir Zeit beim ausfüllen! Du hast ja auch noch ein paar Wochen.
Meine persönliche Meinung ist, dass man mit Ehrlichkeit am weitesten kommt. Bei Lügen verstrickt man sich nur irgendwann, insbesondere wenn man geistig gerade sowieso nicht in Topform ist.
Allerdings würde ich nichts von externen, öffentlichen (Gruppen-)Aktivitäten (wie Aquagym, etc.) angeben, wenn ich eine EU-Rente damit begründen möchte, dass ich wegen Phobie das Haus kaum verlassen kann.

I.d.R. bekommen die Ärzte alle Vorbefunde deiner Fachärzte von der DRV (falls du sie entsprechend eingereicht hast). Nach meiner Erfahrung ist es trotzdem gut, alles nochmals beim Termin dabei zu haben und auf die Stellen zu verweisen, in denen du nach deiner Meinung Begründungen für die Erwerbsunfähigkeit siehst.

Keine Sorge! Das wird schon, wenn du dich gut vorbereitest!

LG
ZeroOne

Vielen lieben Dank ich werde versuchen mich bestens vorzubereiten und alles mitnehmen was ich habe lieber zuviel als zuwenig.

Lg

27.08.2019 20:37 • x 1 #4


Zitat von Albarracin:
Hallo,

daß eine Begleitperson angekündigt werden sollte, ist zwar selten, aber nicht besonders ungewöhnlich. Daß aber eine Begleitung erst genehmigt werden muß, habe ich noch nie erlebt bzw. noch nie davon gehört. Bist Du sicher, daß Du die entsprechende Passage nicht fehlinterpretierst. Eine Begleitung darf Dir eigentlich nicht untersagt werden.

Ich würde auch die ausserhäuslichen Aktivitäten angeben. Verbunden mit einer Schilderung des jeweiligen Organisationsaufwandes macht es die Problemlage glaubwürdiger.

Hi, vielen Dank kann sein dass ich es falsch verstehe oder aber aich falsch beschrieben ist heute kam auch ein Brief der DRV mit einem Zettel wegen fahrtkostenabrechnjng zum Termin. Auf dem Brief der DRV steht die Passage so geschrieben.

Für die Fahrt zur Untersuchung brauche ich ein Krankrntransport, ein Taxi oder eine Begleitperson. Werden hierfür die Kosten übernommen?
Sollten Sie für die Anfahrt einen Transport, oder Taxi oder mit einer Begleitperson benötigen, dann informieren Sie uns darüber bitte vor Ihrem Besuch beim Arzt. Besuchen Sie den Arzt erst dann wenn Sie nach Ihrer Mitteilung eine weitere Nachricht von uns erhalten haben.

Lg

27.08.2019 20:44 • x 1 #5


Ylvi13
Hallo Nena,
ich habe vor einiger Zeit einen EU - Antrag gestellt und hatte vor dem Gutachtertermin so richtig Schiss. Ein Prof. und Dr. Dr. und Psychologe, Psychiater und Problemanalytiker. Beim Ausfüllen des Fragebogens bin ich bei der Wahrheit geblieben. Mein Mann hat mich zu dem Termin gefahren und und ist mit mir in die Praxis gegangen. Der Gutachter hat ihn dann gebeten draussen zu warten, meine Angst muss mir deutlich im Gesicht gestanden haben, was ich heute keinesfalls als Nachteil sehe.
Im Gespräch selbst war ich so, wie ich immer bin, ich habe auch keine Emotionen und Ängste weggedrückt und nicht geschauspielert . Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man recht schnell durchschaut wird.
Im nachhinein habe ich das Gespräch beim Gutachter in guter Erinnerung. Ich fühlte mich ernst genommen und die Fragen waren respektvoll formuliert.
Ich wünsche dir viel Erfolg.

27.08.2019 21:19 • x 2 #6


Zitat von Ylvi13:
Hallo Nena,
ich habe vor einiger Zeit einen EU - Antrag gestellt und hatte vor dem Gutachtertermin so richtig Schiss. Ein Prof. und Dr. Dr. und Psychologe, Psychiater und Problemanalytiker. Beim Ausfüllen des Fragebogens bin ich bei der Wahrheit geblieben. Mein Mann hat mich zu dem Termin gefahren und und ist mit mir in die Praxis gegangen. Der Gutachter hat ihn dann gebeten draussen zu warten, meine Angst muss mir deutlich im Gesicht gestanden haben, was ich heute keinesfalls als Nachteil sehe.
Im Gespräch selbst war ich so, wie ich immer bin, ich habe auch keine Emotionen und Ängste weggedrückt und nicht geschauspielert . Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man recht schnell durchschaut wird.
Im nachhinein habe ich das Gespräch beim Gutachter in guter Erinnerung. Ich fühlte mich ernst genommen und die Fragen waren respektvoll formuliert.
Ich wünsche dir viel Erfolg.


Danke für deine Antwort und Mut, freut mich dass es für dich gut ausgegangen ist. Ich weiss nicht genau was ich sagen soll im Bezug auf eine Reha denn ich will in keine Reha. Ich will in meiner Umgebung bleiben und mein Leben in meiner Umgebung wieder hinbekommen, wie auto fahren, einkaufen gehen, mein Haushalt machen, mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren können mal auf ein Geburtstag gehen koennen mal alleine aus dem Hause gehen können usw das alles lerne ich nicht in der reha und danach fange ich wieder von vorne an wie kann ich das erklären.? Müsstest du zur Reha gehen?

Lg

28.08.2019 08:55 • x 2 #7


ZeroOne
Hi @Nena99 !

Zitat von Nena99:
Ich weiss nicht genau was ich sagen soll im Bezug auf eine Reha denn ich will in keine Reha. Ich will in meiner Umgebung bleiben und mein Leben in meiner Umgebung wieder hinbekommen, wie auto fahren, einkaufen gehen, mein Haushalt machen, mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren können mal auf ein Geburtstag gehen koennen mal alleine aus dem Hause gehen können usw das alles lerne ich nicht in der reha und danach fange ich wieder von vorne an wie kann ich das erklären.?


Ich denke, dass du das so erklären solltest, wie du es hier beschrieben hast, wenn der Gutachter dich bzgl. Reha fragt.

Ich hatte auch damit argumentiert, dass ich gerne in meinem Umfeld - wo ich meinen üblichen Verpflichtungen nachkommen kann - eine Therapie machen möchte, konnte dem Arzt dann aber auch "schwarz auf weiß" vorlegen, dass ich mich dafür bei einer Tagesklinik (über Krankenkasse, nicht DRV) um einen Platz bemüht habe und dort verbindlich auf der Warteliste stehe. Damit war er zufriedengestellt.

Prinzipiell gilt bei der DRV "Reha kommt vor Rente", d.h. man wird erstmal alles versuchen, dich wieder im Erwerbsleben zu installieren, bevor man Rente bewilligt.

LG
ZeroOne

28.08.2019 14:27 • x 1 #8


Albarracin
Hallo,

jetzt klärt sich die Sache.

Was die DRV hier schreibt
Zitat:
Für die Fahrt zur Untersuchung brauche ich ein Krankrntransport, ein Taxi oder eine Begleitperson. Werden hierfür die Kosten übernommen?
Sollten Sie für die Anfahrt einen Transport, oder Taxi oder mit einer Begleitperson benötigen, dann informieren Sie uns darüber bitte vor Ihrem Besuch beim Arzt

bezieht sich lediglich auf die Geltendmachung zusätzlicher Kosten für diese Arten der Fahrt. Wenn Du aber nur "normale" Fahrtkosten in Rechnung stellst und für Deine Begleitperson keine zusätzlichen Kosten ersetzt haben willst, brauchst Du dafür keine spezielle Genehmigung.

Woher Du aber diese Erkenntnis hast
Zitat:
mein Leben in meiner Umgebung wieder hinbekommen, wie auto fahren, einkaufen gehen, mein Haushalt machen, mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren können mal auf ein Geburtstag gehen koennen mal alleine aus dem Hause gehen können usw das alles lerne ich nicht in der reha


würde mich mal interessieren, da ich das genaue Gegenteil schon selbst erlebt habe bzw. von Betroffenen geschildert bekam. Es gibt sehr gute, auf Angststörungen hochspezialisierte Reha-Kliniken, bei denen genau das Schritt für Schritt wieder erlernt werden kann. Und da sowas Zeit braucht, kann dann auch mal die Reha auch auf 10 - 12 Wochen verlängert werden.
Und eine stationäre Reha hat nun mal den Vorteil, daß Du auch immer deine geschützte Privatsphäre hast, aber der psychische Aufwand, auch Therapien Tag für Tag tatsächlich anzugehen und regelmäßig wahrzunehmen viel geringer ist. Und eine gute Reha-Klinik kümmert sich auch immer um Nachsorge nach der Entlassung.

28.08.2019 17:00 • x 4 #9


Ylvi13
Hallo Nena,
ich war nicht zur Reha und das wäre für mich auch nicht in Frage gekommen. Ich war kaum in der Lage, die Wohnung zu verlassen, das ist mein geschützter Raum, eine Ortsveränderung wäre eine Katastrophe gewesen. Mal gar nicht davon zu reden, dass ich vor Ort zu nichts in der Lage gewesen wäre. Ich glaube das heisst "nicht Reha fähig". Ich musste zur Antragstellung von meinem behandelnden Arzt, Psychiater, was ausfüllen lassen und der hatte sich im Gespräch auch dahin gehend geäussert.
Liebe Grüsse

28.08.2019 22:17 • x 1 #10


ZeroOne
Zitat von Ylvi13:
Ich glaube das heisst "nicht Reha fähig"


Stimmt, @Ylvi13 , das hatte ich auch schon in meiner weiteren Krankengeschichte, als ich LTA (ist wie Reha) beantragte.

Allerdings wurde das seitens DRV, bzw. deren Gutachter/Ärzte bei mir nicht schon im Vorfeld geklärt, was bestimmt sinnvoller gewesen wäre und allen Beteiligten Arbeit erspart hätte.
Ich musste den Antrag bei der DRV stellen, habe dann irgendwann die Bewilligung und eine Reha-Klinik zugewiesen bekommen. Die Einstufung "nicht Reha-fähig" hat dann aber erst die Klinik getroffen, als es um den Termin ging. Die wollten noch weitere (aktuelle) Befunde von mir und haben dann die Entscheidung getroffen - eine Begründung habe ich nie bekommen.

LG
ZeroOne

29.08.2019 08:15 • x 1 #11


Albarracin
Hallo ZeroOne,

Du solltest nicht mit falschen bzw. mißverständlichen Angaben andere verunsichern.

Denn das hier
Zitat:
als ich LTA (ist wie Reha) beantragte

ist so pauschal falsch.
LTA (= Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) ist eine berufliche Rehabilitation, also eine berufliche Qualifizierungsmaßnahme. Es geht aber bei Nena zuallererst mal um eine medizinische Rehabilitation. Und das ist etwas völlig anderes.
Und auch das hier
Zitat:
eine Reha-Klinik zugewiesen bekommen

ist nichts Allgemeingültiges. Du hättest nämlich auch von Deinem gesetzlichen Wunsch- und Wahlrecht gem. § 8 SGB IX
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__8.html
Gebrauch machen können, Dir vorher selbst eine Reha-Klinik aussuchen können für Deine speziellen Bedürfnisse und diese dann im Reha-Antrag mit beantragen können.

Und wenn Du die Dich betreffenden Daten
Zitat:
Die wollten noch weitere (aktuelle) Befunde von mir und haben dann die Entscheidung getroffen - eine Begründung habe ich nie bekommen.

nicht einforderst, dann ist das auch Deine private Entscheidung und ebenfalls nichts Allgemeingültiges.

29.08.2019 12:23 • x 2 #12


ZeroOne
Hi @Albarracin !

Zitat:
Du solltest nicht mit falschen bzw. mißverständlichen Angaben andere verunsichern.


Mein Angaben sind nicht falsch. Sollten sie missverständlich sein, tut es mir leid, aber ich bin "normaler" Forenuser - weder Jurist mit Schwerpunkt Sozialrecht, noch habe ich das deutsche Rehabilitationswesen studiert.
Meine Aussage, dass LTA "wie Reha" ist, war korrekt, denn Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sind definitiv Reha(bilitation) und da ich nicht ins Detail gegangen bin (Differenzierung zwischen medizinisch und beruflich), kann man das durchaus so stehen lassen.

Zitat:
dann ist das auch Deine private Entscheidung und ebenfalls nichts Allgemeingültiges


Auch habe ich nie behauptet, dass meine persönlichen Erfahrungen Anspruch auf Allgemeingültigkeit haben, oder das Maß aller Dinge sind. Und ich denke, darum geht es in Foren: um persönlichen Erfahrungsaustausch.

Zudem sollte mein Beitrag kein Essay zu den Reha-Möglichkeiten im Land werden, sondern lediglich eine Ergänzung zu @Ylvi13 Stichpunkt bzgl. (Nicht-)Reha-Fähigkeit und diese scheint es offensichtlich bei beruflicher und medizinischer Rehabilitation zu geben.

Ferner will ich @Nena99 weder hinsichtlich Sinn, oder Unsinn einer Reha-Maßnahme "beraten". Das ist individuell und sollte jeder für sich selbst entscheiden, bzw. im Bedarfsfall kompetente Unterstützung durch Fachärzte, Reha-Beratungsdienst, o.ä. in Anspruch nehmen.

LG
ZeroOne

29.08.2019 13:22 • x 1 #13


Albarracin
Hallo ZeroOne,

ich finde es schon bemerkenswert, daß Du zwar selbst zugibst, keine Ahnung von der Materie zu haben, aber trotzdem auf Deiner Meinung beharrst.
Lass` Dir gesagt sein, daß es im juristischen Rahmen durchaus nicht ungewöhnlich ist, das gleichlautende Begriffe je nach spezieller Verwendung sehr unterschiedlichen Inhalt haben können.
Eine "Rehafähigkeit" bei medizinischer oder beruflicher Reha unterliegt sehr unterschiedlichen Voraussetzungen. Auch das Verfahren, wer wann nach welchen Kriterien "Rehafähigkeit" bescheinigt, ist völlig unterschiedlich.
Nicht umsonst sind medizinische und berufliche Reha im SGB IX völlig getrennt behandelt - was wiederum unterschiedliche Fachkommentierung, Verwaltungsvorschriften und dazugehörige Rechtsprechung beinhaltet.


Übrigens: Das hier ist kein Plauder-Unterforum. Zum unverbindlichen Austausch gibt es hier genug passende Unterforen, in denen Du mich auch kaum aktiv sehen wirst.
Hier und in den anderen sozialrechtlichen Unterforen geht es explizit um rechtliche Möglichkeiten und deren Grundlagen. Natürlich kann die Rechtspraxis je nach örtlichem bzw. fachlichem Träger unterschiedlich sein - der deutsche Föderalismus läßt grüßen und in diesem Zusammenhang können unterschiedliche Erfahrungen bei vergleichbaren Sachverhalten nützlich sein.
Trotzdem erlaube ich mir als zuständiger Moderator, der diesen Bereich vor gut 12 Jahren aufgebaut hat und seitdem betreut, einzugreifen, wenn rechtliche Sachverhalte falsch oder mißverständlich dargestellt werden. Und der Vergleich von medizinischer mit beruflicher Reha ist nun mal bei Voraussetzungen, Verfahren und Abläufen weitgehend unterschiedlich. Damit wirst Du leider leben müssen.

30.08.2019 10:06 • #14




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