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Eltern von depressiven Jugendlichen

Suzi24

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Unsere Tochter (13 1/2 J) hat seit mehreren Monaten eine mittelschwere Depression , die mittlerweile medikamentös behandelt wird. Sie hat 2 x wöchentlich Therapie. Sie hatte Suizidgedanken , Schlafstörungen und vielerlei Ängste. Sie lehnt meinen Mann (Vater) stark ab und vereinnahmt mich fast völlig. Im Urlaub schläft sie nur neben mir im Bett ein und sie hängt "mir am Bein" und will ständig Körperkontakt zu mir.
Ich bin mittlerweile total erschöpft und ständig in "Wachposition" , ständig versuche ich das Verhältnis zu meinem Mann zu deeskalieren. Bin völlig kraftlos.
Ich suche eine Gruppe von Betroffenen Eltern , denen es ähnlich geht. Wir wohnen in Köln im Westen.

16.10.2019 14:08 • #1


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Hoffnung21

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Hallo Suzi,

Sprich doch mal mit der Psychologin und dem behandelnden Psychiater, ob sie nicht in ein Krankenhaus für Jugendliche mit psychischen Problemen oder eine Rehaeinrichtung gehen kann.

Bekannte von mir haben das gemacht und sie haben gesagt, es war genau das Richtige für ihre Tochter. Dann wäre sie mal eine Weile getrennt von deinem Mann und du hast auch wieder Luft zum Atmen. Die Therapiemöglichkeiten sind in Kliniken auch viel besser als nur ambulant.

LG Eis

16.10.2019 14:38 • x 2 #2



Hallo Suzi24,

Eltern von depressiven Jugendlichen

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Suzi24

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Vielen Dank für Deine Antwort! Aber wir möchten Sie nicht in die Klinik geben, weil sie dann aus der Schule raus ist und mit Menschen umgeben ist, die ihr durch deren Krankheiten noch mehr negativen Einfluss geben.Sie war vorv3 Jahren schon mal für 3 Monate im einer Klinik

16.10.2019 17:35 • x 1 #3


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Mandinka

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Mein Kind ist mittlerweile bereits 20. Es ist sehr schwer für Eltern, Hilfen zu finden. Man ist so oft hin und hergerissen und unsicher, ob man es richtig macht oder nicht.
Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, daß es mir selbst, aber auch meinem Sohn sehr gut tat, wenn ich Verantwortung und Erziehungsarbeit auch mal abgab und es schaffte "loszulassen" - z.B. an die Großeltern. Ich tendiere als Mutter zur Glucke, was überhaupt nicht förderlich für Kinder ist. Nach meiner Scheidung förderte ich aber immer den Kontakt zum Vater und auch den väterlichen Großeltern. Wenn mein Sohn mitunter die Ferien bei diesen Großeltern verbrachte, merkte ich bei seiner Rückkehr von dort sehr oft eine positivie Veränderung an ihm, da diese mit ihm ganz anders umgingen als ich. Er mußte sich dort anders einfügen, wurde anders eingebunden und nicht so bemuttert und vorsichtig behandelt wie leider manchmal bei mir.
Kinder brauchen Ermutigung. Sie werden durch Herausforderungen, die sie meistern, mutiger bzw. ermutigt. Als Mutter habe ich einfach sehr oft nicht genügend Abstand zum Kind und manchmal auch nicht die Möglichkeiten, um das in angemessener Art leisten zu können.

Jetzt, wo mein Sohn 20 ist, muss ich ihm immer wieder mühevoll klar machen, daß Flucht oder Ausweichen nur in Notfällen eine akzeptable Lösung darstellen - jedoch nicht für Alltäglichkeiten. Bei uns spielen allerdings viele Faktoren und schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit hier mit hinein, so daß man natürlich nichts verallgemeinern kann und jeder Fall bzw. jede Familie ja andere Probleme und Gegebenheiten hat.

Ich drücke dir die Daumen, daß ihr Lösungen findet. Denn auch deine Ehe wird wahrscheinlich darunter leiden. Ich spreche da ja aus eigener Erfahrung. LG

17.10.2019 11:13 • x 1 #4


Suzi24

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Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Auch Ich bin eine Glucke, unsere Tochter ist Das Nesthäkchen und ich entschuldige ihr viel zu viel. aber sie weigert sich, woanders hin hin gehen und ich traue mich nicht, gegen ihren Willen, sie "abzugeben".

18.10.2019 16:55 • #5

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