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Depressiv - die Zeit geht einfach nicht vorbei

schattenspiel

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Ich hatte schon einige depressive Episoden, aber diesmal quält mich ein neues Phänomen. Ich habe das Gefühl, dass die Zeit so gut wie nicht vergeht und dass es nichts gibt, womit ich sie mir vertreiben kann. Egal ob bei der Arbeit oder wenn ich mit meiner Tochter zusammen bin: Die Zeit kriecht, nichts passiert, alles erscheint mir sinnlos und langweilig. Jedesmal wenn ich auf die Uhr schaue, kann ich nicht glauben, dass es nicht schon ein wenig später ist. Wenn ich allein "zuhause" bin (ich bin im Juli ausgezogen, fühle mich in der neuen Wohnung nicht heimisch und habe meine Tochter alle zwei Wochen bei mir), ist es am Schlimmsten. Ich zwinge mich zu lesen oder fern zu sehen, aber eigentlich interessiert mich nichts, ich muss nur irgendwie die Zeit herumkriegen. Das ist doch kein Leben. Ich nehme Medikamente und bin in therapeutischer Behandlung, aber mein Zustand bessert sich seit Wochen nicht.

28.09.2018 12:42 • #1


Callas69

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Hallo Schattenspiel
Eine Wohnung wird erst heimisch, wenn man sie sich zu eigen macht. Was ich damit sagen will, verteil soviele persönliche Sachen wie möglich Fotos, Bilder von Deiner Tochter die sie gemalt hat. Dann Kerzen, Decken, Kissen. Kauf Dir ein paar bunte Tassen oder Deko. Womit ich eigendlich schon beim Thema Zeit bin. Du kannst doch auch kreativ werden, ist doch egal wie es aussieht oder wird. Bastel oder mal doch was . Werd handwerklich tätig, es gibt so viele Beispiele im Netz wie man sein Zuhause schön einrichten kann. Und wenn es nicht perfekt wird, macht doch nichts ist halt individuell. Du könntest auch mit Deiner Tochter zusammen etwas für die Wohnung machen, woran Du noch weiter arbeiten mußt bis Sie das nächste mal zu Dir kommt. Dann hättest Du mehr Druck einen Anfang zu finden, wenn Du an Antriebsarmut leidest. So hättest Du zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Wohnung wäre mehr Dein zuhause und Du würdest nicht mehr so intensiv auf die Zeit achten.

Hoffe du kommst da durch
Liebe Grüße
Callas

29.09.2018 02:49 • x 1 #2


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ChildofLight

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Hallo Schattenspiel,

Ich kenne dein beschriebenes Problem. In schlechten Phasen geht es mir ganz ähnlich.

Aus Erfahrung kann ich nur sagen, dass es besser wird. Das es ganz langsam besser wird. Langsam kommt der Wille und das Interesse an Dingen zurück. Aber es dauert seine Zeit. Gib nicht auf. Es wird besser werden.

Entschuldige, dass ich keinen besseren Rat oder eine Lösung habe. Aber ich möchte dir damit etwas Kraft senden.

Liebe Grüße, CoL

30.09.2018 19:06 • #3


Kittika

diese Phasen kenne ich . die gehen aber vorüber und danach bist du stärker:-)
Manchmal versuch ich mich in solchen Momenten ganz bewusst an etwas zu erfreuen, schaue mir zum Beispiel Blumen, Bäume ganz genau an, betrachte die Farbenvielfalt, fotografiere, höre dem Vogelgezwitscher und den Bienen zu und irgendwann interessiere ich mich dann wirklich wieder dafür:-)
Wenn man sich eine Weile mit etwas beschäftigt, kommt auch das Interesse daran.

30.09.2018 21:30 • #4

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