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Depressionen bei jungen Erwachsenen

LyrikPoesie97

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Hallo zusammen ,

ich habe mich hier neu angemeldet.
Ich bin 21 Jahre alt und leide seit fast drei Jahren nun an Depressionen. Mich würde interessieren, ob es hier auch noch andere gibt, die schon in solch jungen Jahren eine Depression haben.

Wie ist es für euch? Und wie geht ihr damit um? - Ich freue mich über Antworten.


Viele Grüße

LyrikPoesie97

17.10.2018 17:29 • #1


Felic

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Huhu!
Bei mir hat das auch sehr früh angefangen, ob es direkt Depressionen waren weis ich nicht... Mittlerweile bin ich 29 und kämpfe immer noch damit, mal mehr mal weniger.
Wie äußern sich die Depressionen denn bei dir?
Liebe Grüße

17.10.2018 23:22 • #2


Littleelf

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Hey
Ich bin hier auch neu und bin selber gerade 18 Jahre alt. Ich habe auch eine diagnostizierte Depression und das seit über 2 Jahren.
Du bist also nicht alleine

25.10.2018 19:39 • #3


LyrikPoesie97


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Danke für deinen Beitrag.
Wie äußern sich bei Dir die Symptome?

25.10.2018 19:49 • #4


Parissa

Hallöchen,

bei deinem Beitrag habe ich mich gleich angesprochen gefühlt. Ich bin 19, weiblich und habe seit ca. 6 Jahren Depressionen, seit knapp 3 Jahren diagnostiziert und in Behandlung. Damals konnte ich die Diagnose gar nicht so wirklich annehmen, nach meinem damaligen Wissensstand bekämen doch nur Menschen ab 50 Depressionen und die müssten sich halt nur richtig zusammenreißen... Naja, nach mehreren Klinikaufenthalten hat sich meine Meinung (zum Glück) grundlegend geändert.
Meine Symptome sind relativ klassisch, (zumindest das was ich zur Depression zähle, ich hab leider noch paar Päckchen zu tragen) ich hatte nur zu Beginn große Probleme mit den Begrifflichkeiten der Fragebögen. Da gab es immer wieder Situationen wie "Schuldgefühle? Nö, kenn ich so jetzt gar nicht..." "Ich fühle mich halt verantwortlich dafür, dass manches so gelaufen ist und so...."
Und ich habe noch ziemlich lange trotz hohem Leidensdruck funktioniert und mir nichts anmerken lassen, aber ich vermute, das ist ein individuelles Problem.
Wo seht ihr denn die Ursachen für eure Depressionen? Bei mir ist es Missbrauch in der Kindheit, daher auch die ganzen anderen Diagnosen....

01.11.2018 23:18 • #5


Schnee90

Hey Leute, ich bin 28 Jahre alt und habe Depressionen. Wie lange schon? Das ist schwer zu beurteilen. Rückblickend würde ich sagen, dass die ersten Anzeichen schon 15 Jahre zurück liegen. So richtig "eskaliert" ist es allerdings erst vor 3 Jahren. Seit dem wurde es stetig schlimmer bis ich vor ca. 8 Monaten nicht mehr arbeiten konnte und mich selbst ins Krankenhaus habe einweisen lassen. Dort hielt ich es nicht aus, war 4 Monate daheim bis ich endlich einen Termin bei einer Ärztin bekam die mir Sertralin verschrieb. Mir ging es schlagartig besser. Es war wie ein Wunder. In diesem Moment erkannte ich erst, WIE krank ich bin. Ich konnte nicht mal mehr in die Küche gehen um mir ein Glas Wasser zu holen. ALLES war anstrengend und unerträglich. Ich wusste/weiss gar nicht mehr so recht wie man sich "normal fühlt. Naja wie gesagt nahm ich sertralin und nach mir 1 Std. stieg mein Antrieb und nach einem Tag besserte sich meine Stimmung. 4 Tage später ging ich mach Monaten zurück zur Arbeit. Zum Glück habe ich sehr Verständnisvolle Chefs..! Ca. 1 Monate war alles gut. Es war wie früher, nein eigentlich besser. Ich war mein leben lang schnell reizbar, etwas aggressiv. ALLES wie weggeblasen. Ich war fröhlich und motiviert. Aber dann kam die Depression zurück. Erst einen Tag in der Woche, dann 2..usw. jetzt geht es mir ca. 50/50 schlecht und 50/50 mal einen Tag gut. Ich weiss nicht was ich noch tun soll. Ich bin schon auf 200mg Sertralin. Die höchstdosis. Wenn ich weniger nehme komme ich gar nicht klar. Weiss nicht weiter. Warum geht es mir manchmal gut und dann wieder so beschissen? Ich weiss nicht wie ich so weiter tgl. Zur Arbeit gehen soll. Ich baue jetzt schon wieder sehr dort ab. Mein Partner leider darunter. Das tut mir sehr leid, aber wie kommt man da jemals wieder raus?

03.11.2018 14:41 • #6


Littleelf

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Hallo Schnee90
Ich kenne deine Situation zu gut. Man denkt es geht einem besser und man ist komplett überfordert, dass es einem gut geht. Und plötzlich kommen diese beschissenen Tage wieder. Warum denn? Ich habe doch nichts verändert?
Wieso geht es wieder bergab und nicht weiter bergauf? Tausende Fragen... Ich kenne diese Tage... An einem geht es dir gut und am nächsten Tod elendig.
Schreckliches Gefühl. Kenne ich.

Auch wenn ich noch jünger bin, ist meine Beziehung auch daran (unteranderem) gescheitert. Traurig wenn man hört, man schafft alles zusammen und dann wird man doch alleine stehen gelassen, weil der andere von jetzt auf gleich seine meinung um 180 grad dreht. Kennt das noch jemand?

03.11.2018 18:33 • x 1 #7


LyrikPoesie97


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Hallo zusammen,

ja ich kenne es auch. Ich persönlich finde, eine Depression belastet die Partnerschaft schon ziemlich. Ich finde aber auch, wenn man einen "wirklich liebt", dann sollte man ihn oder sie auch tatkräftig unterstützen.
Wegen einer Depression verlassen zu werden ist meiner Meinung nach echt traurig.

03.11.2018 22:09 • x 1 #8


Littleelf

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Es ist leider auch nur noch traurig. Aus einem wir schaffen das zusammen wird dann leider doch schnell ein wir lassen das. Warum, muss man nicht immer verstehen, bzw kann es gar nicht.

04.11.2018 22:07 • #9


sonnenschein93

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Zitat von LyrikPoesie97:
Hallo zusammen ,

ich habe mich hier neu angemeldet.
Ich bin 21 Jahre alt und leide seit fast drei Jahren nun an Depressionen. Mich würde interessieren, ob es hier auch noch andere gibt, die schon in solch jungen Jahren eine Depression haben.

Wie ist es für euch? Und wie geht ihr damit um? - Ich freue mich über Antworten.

Hallo ich hatte mit 19 mal eine Depression. Diese dauerte cirka ein halbes Jahr und ich war wieder gesund. Mit 24 dann wieder der Rückschlag. Schwer Depression. Seit 1,5 Jahren in Behandlung und therapieresistente Depression.

Lg

Viele Grüße

LyrikPoesie97

21.02.2019 12:58 • #10


LyrikPoesie97


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Aus welcher Region kommst du denn?

21.02.2019 21:07 • #11


MelodieSyren

MelodieSyren

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Dein Post ist zwar schon etwas älter, aber ich dachte ich antworte trotzdem darauf!

Als erstes mal: Wie geht es dir denn im Moment?

Ich bin 25 Jahre alt und leide seit wer weiß wie lang schon unter Depressionen.in Behandlung bin ich jetzt seit ca. 2 Jahren. Aber die Depressionen und psychischen Störungen bestehen bei mir schon sehr viel länger. Wie lange genau, oder ob es einen Auslöser dafür gab weiß ich gar nicht.
Ich bin auch neu hier im Forum und lese mich momentan so durch, versuche gleichgesinnte und Hilfe zu finden.

Es ist nicht leicht so jung zu sein und schon so sehr zu leiden.Ich kann im Moment nicht sagen: "Hey das wird schon!".aber ich kann dir sagen: "du bist nicht alleine. Wir sind viele. Lass dir nicht einreden dass du übertreibst oder irgendwas".

Mir wurde immer gesagt ich sei zu schüchtern, und dass ich ja nie rede. Aber es hat niemals jemand nachgefragt WARUM ich nicht rede oder WARUM ich so "schüchtern" bin. Das ist etwas was ich aus frühesten Erinnerungen weiß.immer dieses "Sei nicht so schüchtern und rede mehr, bist ja nicht auf den Mund gefallen!". Ich glaube ich hatte als Kind schon Probleme und Defizite.aber leider wurde mir damals nicht geholfen. Aber heute, wo ich älter bin und bescheid weiß, kann ich mir helfen, kann ich mir Hilfe holen.

Liebe Grüße
Mel

16.03.2019 02:52 • #12


Lauraswelt

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Hallo, ich bin 19, fast 20 und habe von meiner Hausärztin gesagt bekommen, dass ich an einer Depression leide. Ich hab auch sehr gering dosierte Antidepressiva bekommen. Die ersten 2 Monate ging es mir echt gut, allerdings fühl ich mich jetzt wieder so, als würde ich alles nicht schaffen und am liebsten alles hinschmeißen.
Ich hab demnächst ein Termin bei meiner Hausärztin und möchte dann von ihr eine Überweisung für einen Psychologen.
Weiß jemand wie lange ich für einen Termin dann warten muss?

16.03.2019 09:41 • #13


sonnenschein93

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Zitat von Lauraswelt:
Hallo, ich bin 19, fast 20 und habe von meiner Hausärztin gesagt bekommen, dass ich an einer Depression leide. Ich hab auch sehr gering dosierte Antidepressiva bekommen. Die ersten 2 Monate ging es mir echt gut, allerdings fühl ich mich jetzt wieder so, als würde ich alles nicht schaffen und am liebsten alles hinschmeißen.
Ich hab demnächst ein Termin bei meiner Hausärztin und möchte dann von ihr eine Überweisung für einen Psychologen.
Weiß jemand wie lange ich für einen Termin dann warten muss?

wenn es dir ganz schlecht geht bekommt man schnell einen termin
kommt auch darauf an ob es ein kassenarzt oder privatarzt ist.
lg

16.03.2019 10:31 • x 1 #14


dana99

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Hallo, ich bin ebenfalls 19, fast 20 und auch neu im Forum. Ich habe schon seit 3-4 Jahren Depressionen, bin aber erst seit Januar in Behandlung. Ich bin mit frisch 18 Jahren nachm Abi aus dem Elternhaus raus und in die Hauptstadt gezogen, weil ich dachte dann wird alles besser. Ich habe somit noch mehr Verantwortung als eh schon auf mich genommen, da ich komplett mein Leben seitdem selber finanziere und mir somit keine "depressiven Ausfälle" leisten kann. Leider hat sich die Situation eher verschlimmert. Knapp ein Jahr war ich jetzt in einer Beziehung mit einem eigentlich tollen Menschen, der aber schon selbst unendlich viel durchgemacht hat. Vor ein paar Wochen hatte ich konkrete Suizidpläne und mein (jetzt Ex)Freund hat das zum Glück mitbekommen und mich abgehalten. Seitdem ging es mir etwas besser und ich habe wieder angefangen gewisse Dinge in die Hand zu nehmen und wirklich zu versuchen positiver zu Denken. Nur leider hat sich ab diesem Moment mein Freund komplett von mir distanziert. Er ist einfach über 2 Wochen weggefahren und meinte aber das er es nicht wegen mir macht. Am Ende des Tages haben wir uns eine Woche später getrennt. Er war selbst auch wieder in eine Depressive Phase gefallen und konnte überhaupt keine Hilfe von mir annehmen und hat mich komplett weggestoßen mit den Argumenten das er sich zu eingeengt fühlt. Genauer gesagt habe ich mich getrennt weil er es nicht konnte und ich aber seine Kühlheit nicht mehr ertragen konnte. Nun sitze ich hier und habe keine feste Wohnung mehr und schlafe mal hier mal da bei Freunden. Klar besteht die Möglichkeit wieder zu meinen Eltern nach Hause zu ziehen aber das fühlt sich an wie aufgeben.
Ich weiß einfach überhaupt nicht was ich machen soll. Manchmal habe ich Phasen wo ich denke das ich in die Klinik muss weil ich sonst was dummes anstelle und dann sind wieder Stunden/Tage wo es mir besser geht. Ich leide extrem unter der Trennung und weiß nicht mehr weiter. Ich kann nicht mal mehr irgendetwas fühlen geschweige denn weinen.
ich weiß es ist viel Text, aber ich weiß nicht mehr weiter

29.03.2019 21:31 • #15




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