Depression wird nicht besser sondern schlimmer

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Alaska
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Hallo erstmal und danke an alle die sich die Zeit nehmen das zu lesen...

Ich leide bereits an Depressionen seit...ich weiß es gar nicht. Seit mindestens 7 Jahren. Hatte viele soziale Probleme. Vor 4 Jahren erfuhr ich dann die Wahrheit über meine Kindheit, meine Welt brach zusammen, ich hatte die bekannten "Flashbacks" und wurde mit PTBS diagonsitiziert.
Seitdem ging es einfach nicht mehr richtig bergauf. Es war vielleicht mal ein paar Jahre soweit erträglich, dass ich mehr schlecht als recht am Leben teilnehmen konnte, aber meine Krankheit wirkte sich auf alle Lebensbereiche aus. Keine Motivation, kein gutes Erinnerungsvermögen, schlechte Noten in der Schule, immer wieder Angstzustände, das Haus nicht verlassen können, Schlafstörungen.
Ich war seitdem 4 Mal in Therapie.
Jedoch lässt sich eine Traumatherapie nicht erzwingen und somit hat sich nicht wirklich viel geändert, außer meine Laune für kurze Zeit.
Kämpfe seitdem mit damit meinen Schulabschluss hinzubekommen und generell einigermaßen normal leben zu können. Jedoch habe ich im letzten halben Jahr meine besten Freunde verloren und seitdem auch sozial wenig Kontakte und keine Person zum Sprechen.
Nach meinem letzen Klinikaufenthalt vor 3 Monaten, suchte ich mir erst einmal ein Praktikum und eine schöne Zeit zu verbringen, ich liebe Kinder daher machte ich ein Praktikum in einem Kindergarten bis heute morgen. Als man mich nach Hause schickte, mit der Begründung, ich habe einfach nicht gut genug mitgearbeitet und man würde mir anmerken, dass ich mich nicht ganz wohl fühle.
Es hieß zwar ich könnte gerne in einer Woche wiederkommen, aber dann nur mit vollem Elan. Leider weiß ich nicht wie ich das bewerkstelligen soll, da ich ja schon alles gegeben habe, was ich konnte bisher.
Ich habe einfach dauerhaft das Gefühl nicht gut genug zu sein. Es gab so viele Enttäuschungen in den letzten Monaten in meinem Leben, dass ich gar nicht mehr weiß wohin genau mit mir.

#1


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benjamin
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Einen schönen guten Abend liebe Gemeinschaft,

Mein Name ist Benjamin (Name geändert) ich bin mittlerweile 22 Jahre alt und leide an für mich sehr großen Problemen. Ich denke ich fange am besten mit meiner Lebensgeschichte an, damit sich jedermann ein Bild von meiner momentanen Situation machen kann. Ich möchte euch hiermit auf dem Weg geben, dass ich nicht Aufmerksamkeit, sondern eine Lösung für meine Probleme suche. Ich weiß mittlerweile einfach nicht mehr weiter.

Als Kind wuchs ich den Großteil der Zeit bei meiner Großmutter auf, meine Eltern leben seit meiner Geburt getrennt. Der Grund dafür, meine Mutter verbrachte aufgrund Ihrer chronischen Schizophrenie einen Großteil meiner Kindheit in einer Psychiatrie. Ihre Schizophrenie verlautbarte sich größtenteils durch Agressions- und Angstzustände (So habe ich das zumindest in Erinnerung). War Sie nicht in der Psychiatrie, so wohnten meine Mutter und ich in einer kleinen aber sehr schönen Wohnung. Die für mich als Kind nicht zu deklarierenden Stimmungsschwankungen und Stimmen im Kopf meiner Mutter waren für mich schwer zu ertragen. Öfters warf meine Mutter Geschirr durch die Küche um Ihren Aggressionen freien Lauf zu lassen. Ich dachte damals (und auch heute noch) daran, an der Situation schuld zu sein. Ich weiß nicht was ich falsch gemacht habe. Ich malte Ihr immer Bilder in der Hoffnung, Ihre Aggressionen würden verschwinden. In Erinnerung habe ich auch noch ein besonders schlimmes Ereignis. Meine Mutter stand eines Tages am Balkon der Wohnung, damals war die Wohnung noch ein Rohbau (ein Geländer oder Absperrung war nicht vorhanden). Sie stand ganz dicht an der Kante und wollte springen. Ich rief Ihr mit weinender Stimme zu das Sie doch mich habe und ich Ihr in dieser schweren Zeit zur Seite stehen werde. Ich war damals 4 Jahre alt. Aufgrund von Wechselwirkungen der Tabletten (so wurde mir das später erklärt) erstarrte Sie einige male. Sie konnte sich nicht bewegen, keine Emotionen zeigen und schon gar nicht sprechen. Auf Fragen reagierte sie nicht, sie schaute mich nicht an sondern starrte nur in eine Richtung. Als Kind steht man solchen Situationen machtlos gegenüber. Ich wusste zum damaligen Zeitpunkt auch nicht was ich machen solle. Glücklicherweise kam einige Stunden später meine Tante und alarmierte die Rettung. Die Einsätze des Roten Kreuzes habe ich noch gut in Erinnerung. Ich danke allen Helfern das es euch gibt und das meiner Mutter geholfen wurde.

In der Grundschule hatte ich aufgrund unseres Religionslehrers (Pfarrer) viele Fehlstunden. Ich litt ständig an Bauschmerzen wenn sein Unterricht bevorstand. Ich konnte am Tag davor nie schlafen, weinte die ganze Nacht. Wie sich später herausstellte litt dieser Mann an schweren psychischen Problemen. Ich erinnere mich daran wie er die schwächeren (auch bezogen auf schwache Familien) vor der gesamten Klasse bloßstellte. Er bewarf uns auch öfters mit Kreidestücken und beleidigte mich zutiefst. Ein Satz der mir in Erinnerung blieb: "Deine Eltern sind nicht verheiratet, was soll aus so einem *beep* wie dir eigentlich werden. Ich kann es dir sagen, du bist nichts und aus dir wird auch nichts". Fast jeder hatte Angst vor diesem Mann, auch ältere Leute in der Dorfgemeinschaft. Meine Großmutter wurde eines Tages von Ihm in der Kirche, als Sie die Gebühren für das lesen einer Messe zahlen wollte, bedroht.

Meine Noten reichten glücklicherweise aus um ein Gymnasium zu besuchen. Leider musste ich nach der siebten Schulstufe aufgrund von schwerem Mobbing (ausgehend von Schülern und Lehrern) die Schule verlassen. Ich erinnere mich noch gut daran in ständiger Angst in die Schule gegangen zu sein. Besonders der Sportunterricht bereitete mir panische Angst. Und das obwohl unser Sportlehrer sehr nett zu uns allen war.

Auch zu dieser Zeit verbrachte ich wieder einen Großteil der Zeit bei meiner Großmutter. Bei Ihr wohnten auch noch meine beiden Tanten. Beide leiden ebenfalls an Schizophrenie und schweren Depressionen. Eine Tante versuchte vergebens sich zwei mal das Leben zu nehmen. Meine andere Tante beobachtete ich wie Sie meinen damals 13 jährigen Cousin schlug.

Bei meiner Tante welche sich das Leben nehmen wollte nahm ich einige Zeit lang Klavierunterricht. Auch Sie war teilweise sehr aggressiv zu mir und meiner Mutter. Meine Mutter sagte Ihr eines Tages dass sie in der Schule das anders beigebracht bekam als ich. Daraufhin warf meine Tante meine Mutter und mich aus dem Haus. Klavierunterricht hatte ich dann keinen mehr.

Meinen leiblichen Vater sah ich sehr selten, unsere Beziehung ist auch heute nicht gerade die beste. Nach dem Schulwechsel litt ich an sehr schweren Angstzuständen. Aufgrund dieser Angstzustände blieb ich öfters von der Schule fern. Nach dem Abschluss der achten Klasse versuchte ich es erneut an einer höheren Schule welche ich wiedermal wegen Mobbing abbrechen musste. Mein Vater machte mir damals immer wieder Vorwürfe: "Ohne Matura/Abitur bist du nichts Wert". Meiner Mutter ging es zu dieser Zeit glücklicherweise schon um einiges besser, sodass sie beschloss mit mir zu ihrem neuen Lebensgefährten zu ziehen. Ich versuchte mich damals mit allen mitteln gegen diesen Umzug zu wehren. Der Ort an dem wir ziehen sollten war nicht gerade um die Ecke. Meine beiden Freunde welche mir ein bisschen halt gaben würde ich aufrund des Abstandes verlieren, so meine damalige Vermutung. Ich musste leider recht behalten. An dieser Situation bin ich aber auch selbst schuld. Ich hätte mir mehr mühe geben können, den Kontakt zu Ihnen aufrecht zu erhalten. Zusammen mit meiner Mutter sind wir also zu meinem Stiefvater gezogen. Das Haus und der Garten waren wunderschön, mein Zimmer war groß und auf allen Seiten gab es Fenster wo das Sonnenlicht herein strahlte. Damals lernte ich auch seine beiden Kinder kennen, welche ich sofort ins Herz schloss. Seine Kinder waren 8 und 10 und leben in Deutschland. Bei uns zu Besuch waren Sie nur sehr selten. Mein Stiefvater war schwerer Alk. und litt zudem an schweren Depressionen und Schizophrenie. Zum damaligen Zeitpunkt war ich aufgrund des Schulabbruchs arbeitslos. Nach langem Suchen fand ich eine wunderbare Lehrstelle mit wirklich tollen und einmaligen Kollegen. Einige Wochen nachdem ich meine Lehrstelle antrat musste ich leider den nächsten Schicksalsschlag feststellen. Ich fand meinen Stiefvater leblos am unteren Ende des Stiegenhauses. Er war gerade dabei zu sterben. Es war ein fürchterlicher Anblick den ich nicht vergessen kann. Meine Mutter kam kurze Zeit später vom Einkaufen nach Hause. Der daraufhin alarmierte Notarzt konnte leider nur mehr seinen Tod feststellen. Aufgrund dieses Ereignisses konnten wir nicht mehr im Haus schlafen. Daher entschieden wir uns wieder zurück zu meiner Großmutter zu ziehen.

Ich bemerkte zum damaligen Zeitpunkt noch etwas. Meine Blicke richteten sich zunehmend mehr zu Männern als auf Frauen. Meine Familie ist sehr christlich konservativ, ein gleichgeschlechtlich Familienmitglied würde mit Sicherheit abgestoßen werden. Mit 20 gestand ich mir endgültig ein gleichgeschlechtlich zu sein. Meiner Familie werde ich das jedoch nie mitteilen. Genauso wenig werde ich jemals eine Beziehung führen können. Den einzigen gesunden Menschen, meine Großmutter, würde ich dadurch verlieren. Nach dem Tod meines Stiefvaters begann ich unterschiedliche Psychotherapien. Ein Psychotherapeut wollte bei einer Sitzung meine Mutter und meinen Vater anwesend haben. Meine Mutter kam, mein Vater jedoch nicht. Der Therapeut rief ihn daraufhin an und stellte sein Handy auf laut. Ich erinnere mich noch daran wie mein Vater den Therapeuten beschimpfte und meinte, dass bei mir sowieso schon alles verloren sei und er mit Menschen wie Ihm (Therapeut) nichts zu tun haben möchte. Mein Vater gab mir am Abend den Ratschlag die Therapie abzubrechen. Einmal versuchte mein Therapeut uns nochmal alle zusammen an einen Tisch zu bringen. Diesmal gelang ihm das mit viel Mühe auch. Mein Vater sagte mir bei der Therapie: "Sieh dich nur an, du bist ein Haufen elend". Ich habe alle diese Therapien, auch welche die ich danach begonnen habe, abgebrochen da ich keinen Mehrwert und auch keine Besserung meines Gemütszustandes darin fand. Mein Vater hatte vermutlich recht.

Der Psychiater zu welchem ich regelmäßig gehen muss verschrieb mir Sertralin und Alprazolam welche ich seither nehmen muss. Mit den Nebenwirkungen kann ich gut leben, die Tabletten helfen mir etwas die Situation aushalten zu können.

Eines Tages war mein Vater bei mir zu Besuch und sah die Tabletten. Er fragte mich was das genau ist und für was das gut sein soll. Nach meiner Erklärung meinte er: "Du brauchst sowas nicht. Hör dir Musik an, das hilft. Traurig ist jeder mal im leben".

Die Berufsschule war weit von zuhause entfernt. Aber auch hier fand ich gesunde Menschen die mir Unterstützung und einen kleinen funken Hoffnung und Freude bereiteten. Im Internat der Schule waren wir in einem Vierbett Zimmer untergebracht. Einem Schulkollegen der damals sehr nett zu mir war vertraute ich einen Teil meiner Geschichte an. Was ich mir damals jedoch nicht vorstellen konnte, er verwendete meine Lebensgeschichte gegen mich. Eines Abend drohte er mich umbringen zu wollen. Er meinte, solche Kreaturen wie ich haben auf dieser Welt nichts verloren. Er hoffe doch sehr dass wenn er mich nicht umbringen könne, ich an einer Überdosis meiner Tabletten sterben würde. Ich war nie schlecht oder böse zu ihm, habe ihn immer so gut ich konnte unterstützt. Die einzige Reaktion auf diese Thematik, er wurde in ein anderes Zimmer verlegt. Einige Wochen später (Ich war zu dieser Zeit krank und nicht in der Schule) drohte er in der Schule mit einem Amoklauf. Der darauffolgende Polizeieinsatz und Gerichtsprozess hat ihm ein Jahr bedingte Haft gekostet. Wie mir ein Lehrer mitteilte litt auch er an einer Schizophrenie.

Ich weiß bis heute nicht wie ich tatsächlich meinen Lehrabschluss erreichen konnte. Ich betete damals sehr oft und viel, dass ich zumindest ein bisschen Bildung in meinem leben habe. Aufgrund der damals wenigen Angstzustände hatte ich damals eine Idee wie ich meiner Mutter vielleicht doch etwas helfen kann. Sie war nach dem Tod Ihres Lebensgefährten ziemlich alleine. Künstlerisches arbeiten hatte Ihr immer viel Spaß bereitet. Ich beschloss daraufhin mit Ihr gemeinsam an einer Kirch zu bauen. Den Kölner Dom im Maßstab 1:50. Rund 4 Meter lang und 4 Meter hoch soll er werden. Mit der Planungspanne begann ich Ende 2014, er besteht aus rund 1500 Teilen. Ich habe Ihr nie mitgeteilt das ich Ihr damit helfen möchte. Wir bauen bis heute daran. Meine Mutter meinte eines Tages zu mir das Ihr die Arbeit mit mir sehr viel Spaß mache und viel Kraft gebe.

Nach meinem Lehrabschluss mietete ich mir eine eigene Wohnung, in der Hoffnung etwas Abstand zu meiner kranken Familie würde mir gut tun. Ich kann ehrlich gesagt nicht beschreiben ob das wirklich so ist. Ich kann nicht beschreiben wies mir momentan geht. Ich kann nur ausdrücken was ich momentan mache. Die letzten Monate schlafe ich das Wochenende meistens durch. Unter der Woche kann ich nachts nicht schlafen. Ich höre ständig Geräusche und denke jemand verfolgt mich bzw. ist in meiner Nähe. Oft wache ich auf und dachte im Traum nicht atmen zu können.

Seit August letzten Jahres leide ich an Scabies. Ich weiß nicht wie ich mir das eingefangen habe und mittlerweile auch nicht wie ich das noch loswerde. Jegliche Therapieversuche (Infectoscab, Antiscabium, Stromectol) blieben erfolglos. Trotz aller Maßnahmen welche ich befolgt habe sind noch immer Milben unter meiner Haut. Diese Parasiten machen mir mittlerweile psychisch sehr zu schaffen.

Meine Selbstmordgedanken werden immer schlimmer. Meine Mutter ist momentan medikamentös sehr gut eingestellt und merkt das es mir schlecht geht. Ich versuche mich jedoch so gut wie es geht, sei es bei Ihr oder in der Arbeit, zu verstellen. Ich möchte Sie mit meinen Problemen nicht belasten. Ich kann jedoch mit keinem über meine Probleme ernsthaft sprechen.

Ich erröte sehr schnell bei jeglicher Art von Situationen. Aus diesem Grund gehe ich auch nicht fort oder suche mir Freunde.

Erst vor kurzem hat sich in meiner näheren Umgebung jemand das Leben genommen. Eine Art und Weise welche ich seit dem Beginn meiner Suizid Gedanken bevorzugen würde. Ein relativ sicherer Weg seinem leben ein Ende zu setzten ohne dass dabei andere Menschen zu schaden kommen. Wirklich versucht habe ich bis dato noch nicht. Als letzten Ausweg sehe ich den Suizid aber schon.

Ich weiß nicht wieso ich in meinem Leben so viele Fehler gemacht habe, ich weiß nicht wie ich diese wiedergut machen kann, ich weiß auch nicht welche Hilfe ich mir hier erwarten kann. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Ich danke euch trotzdem

Benjamin

09.02.2019 23:56 • #17


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Hallo Alaska,

Depression wird nicht besser sondern schlimmer

x 3#3


N

Not99me
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Hallo,
ich habe mich heute erst angemeldet, weil ich nach einem Jahr Depressionen denke, dass ich langsam mit jemanden reden sollte oder zumindest einen Rat zu bekommen. Wie bereits erwähnt habe ich seit ca. Einem Jahr Depressionen jedoch waren diese am Anfang recht schlicht, mal eine Woche nichts gegessen oder mit niemanden geredet sowas in der Art, jetzt aber ist es deutlich schlimmer geworden, denn seit ca. 2 oder 3 Monaten geht es mir richtig übel und es wird immer schlimmer...von nichts essen wurde permanenter Gewichtsverlust, Selbstverletzung und ich Rede mit so gut wie niemanden seit über 4 Wochen.
So jetzt aber der Grund dafür: Früher war ich impulsiv, Lebensfroh, hatte viele Freunde und versuchte immer mit jedem befreundet zu sein bzw. ich wollte nicht als Außenseiter gelten, jedoch mit der Zeit wurde ich von total vielen Dingen immer genervter und wollte eher alleine sein (hört sich schrecklich nach einer Pubertät an ist es aber nicht!) dann fing ich an über's Leben zu denken wie es weiter geht etc. und ab da fing es an...es scheint so als würde ein Virus in meinem Kopf heranwachsen der sich Depression nennt.... ich bin alleine, meinen alten Freunden wege ich mich auch langsam ab und ich zieh alles ins Negative...ein bescheuerten Perfektionismus habe ich zudem auch noch der sich aber nur auf mich bezieht. Z.B. wenn ich in der Schule keine 1 bekomme sondern eine 2 dann geht meine Laune auch irgendwo rief nach unten oder wenn ich etwas erledigen soll und es nicht gut genug ist dann mache ich mich auch völlig fertig(körperlich als auch Geistig) ich versäume mir mein gesamtes Leben und ich kann nichts dagegen tun...niemand weiß davon, weil ich es recht gut vertuschen kann,abgesehen von der Schule da verstelle ich mich nicht,weil mir dafür einfach die Kraft fehlt... es ist wie eine Zweite Persönlichkeit die alles zerstört. Ich bin total gerne alleine, aber das auch nur aus dem simplen Grund, da mir jeder nur auf den Geist geht,ich scheinbar alles Falsch mache und das Leben anderer zu erschweren kann ich mir auch sparen.
Mein Leben ist mir seit paar Wochen völlig egal, es ist wie eine ewig nie endende Leere in mir. Die einzige Sache die mich evtl. wieder ins Leben zurückbringen könnte wäre eine Person der ich mein Leben verschreiben kann,jedoch ist das dank mir nicht möglich und existieren tut sowas auch nicht. Das einzige für, dass ich mein Leben einsetze ist, dass ich anderen helfe wie z.B. den Leuten in meiner Schule die ebenfalls gemobbt werden,jedoch kann sich nicht jeder wehren und den Job übernehme ich, aber dann kommt wieder dieser Perfektionismus, wenn ich es mal nicht schaffe, dass jemand aufgehört gemobbt zu werden....
Ich denke Tagtäglich mindestens 20 mal wie viel besser es ohne mich wäre.... der einzige Grund warum meine Fäuste, meine Arme nicht völlig verstümmelt sind liegt darin, dass ich evtl. Demnächst eine Ausbildung bekomme und so viel Kraft meine Gestigfunktionierende Gehirnhälfte noch hat.
Ich hoffe ihr könnt mir einen guten Rat geben, denn ich weiß alleine einfach nicht weiter...
Btw= meine Depressionen haben sich über die Jahre entwickelt und seit einem Jahr bin ich so wie ich bin,dieses gesamte Verhalten basiert nur auf bereits passierten Ereignissen.

16.12.2017 00:26 • #2


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Hallo,
ich habe mich heute erst angemeldet, weil ich nach einem Jahr Depressionen denke, dass ich langsam mit jemanden reden sollte oder zumindest einen Rat zu bekommen. Wie bereits erwähnt habe ich seit ca. Einem Jahr Depressionen jedoch waren diese am Anfang recht schlicht, mal eine Woche nichts gegessen oder mit niemanden geredet sowas in der Art, jetzt aber ist es deutlich schlimmer geworden, denn seit ca. 2 oder 3 Monaten geht es mir richtig übel und es wird immer schlimmer...von nichts essen wurde permanenter Gewichtsverlust, Selbstverletzung und ich Rede mit so gut wie niemanden seit über 4 Wochen.
So jetzt aber der Grund dafür: Früher war ich impulsiv, Lebensfroh, hatte viele Freunde und versuchte immer mit jedem befreundet zu sein bzw. ich wollte nicht als Außenseiter gelten, jedoch mit der Zeit wurde ich von total vielen Dingen immer genervter und wollte eher alleine sein (hört sich schrecklich nach einer Pubertät an ist es aber nicht!) dann fing ich an über's Leben zu denken wie es weiter geht etc. und ab da fing es an...es scheint so als würde ein Virus in meinem Kopf heranwachsen der sich Depression nennt.... ich bin alleine, meinen alten Freunden wege ich mich auch langsam ab und ich zieh alles ins Negative...ein bescheuerten Perfektionismus habe ich zudem auch noch der sich aber nur auf mich bezieht. Z.B. wenn ich in der Schule keine 1 bekomme sondern eine 2 dann geht meine Laune auch irgendwo rief nach unten oder wenn ich etwas erledigen soll und es nicht gut genug ist dann mache ich mich auch völlig fertig(körperlich als auch Geistig) ich versäume mir mein gesamtes Leben und ich kann nichts dagegen tun...niemand weiß davon, weil ich es recht gut vertuschen kann,abgesehen von der Schule da verstelle ich mich nicht,weil mir dafür einfach die Kraft fehlt... es ist wie eine Zweite Persönlichkeit die alles zerstört. Ich bin total gerne alleine, aber das auch nur aus dem simplen Grund, da mir jeder nur auf den Geist geht,ich scheinbar alles Falsch mache und das Leben anderer zu erschweren kann ich mir auch sparen.
Mein Leben ist mir seit paar Wochen völlig egal, es ist wie eine ewig nie endende Leere in mir. Die einzige Sache die mich evtl. wieder ins Leben zurückbringen könnte wäre eine Person der ich mein Leben verschreiben kann,jedoch ist das dank mir nicht möglich und existieren tut sowas auch nicht. Das einzige für, dass ich mein Leben einsetze ist, dass ich anderen helfe wie z.B. den Leuten in meiner Schule die ebenfalls gemobbt werden,jedoch kann sich nicht jeder wehren und den Job übernehme ich, aber dann kommt wieder dieser Perfektionismus, wenn ich es mal nicht schaffe, dass jemand aufgehört gemobbt zu werden....
Ich denke Tagtäglich mindestens 20 mal wie viel besser es ohne mich wäre.... der einzige Grund warum meine Fäuste, meine Arme nicht völlig verstümmelt sind liegt darin, dass ich evtl. Demnächst eine Ausbildung bekomme und so viel Kraft meine Gestigfunktionierende Gehirnhälfte noch hat.
Ich hoffe ihr könnt mir einen guten Rat geben, denn ich weiß alleine einfach nicht weiter...
Btw= meine Depressionen haben sich über die Jahre entwickelt und seit einem Jahr bin ich so wie ich bin,dieses gesamte Verhalten basiert nur auf bereits passierten Ereignissen.

#2


bones
wenn ich dich was fragen darf. nimmst du irgendwelch Antidepressiva ? bist du in behandlung? deine geschichte kann ich sehr gut nachempfinden. kenne das gefühl,was du erlebst. ich würde dir ein termin bei einen psychiater als rat geben. dort wirst du in guten händen sein. auch wenn es mühsam ist,den alltag zu gestalten, solltest du dringend professionelle hilfe in anspruch nehmen.

#3


N
Danke für deine Antwort, aber ich glaube das ist leider nicht möglich, weil keiner davon wissen soll.... nehme nichts und bin weder in Behandlung.

#4


C
Du bist mir ziemlich sympathisch, weil es mir in einigen Punkten ähnlich ergeht/erging. Ich lasse niemanden davon wissen und die meisten werden nicht wissen wie krank ich wirklich bin. Nur bei einem meiner Freunde, welcher viel mit psychisch kranken Menschen arbeitet, denke ich, dass er zumindest weiß das ich psychisch krank bin. Ich bin mein eigener Zuhörer und reflektiere ständig wie ich mich fühle, wie ich meinen Tag erleben konnte und was ich verbessern kann. Im Internet habe ich von Personen mit einer sehr ähnlichen Erkrankung gelesen, welche diese bewältigt haben. Mit diesen Tipps und meiner Erfahrung kämpfe ich nun seit 8 Jahren, mit zunehmenden Erfolg gegen meine Krankheit.
Ich habe versucht genug Vitamin D durchs Sonnenlicht, genug Serotonin zu mir zu nehmen, meditiere gelegentlich, mache mir meinen schlechten Gefühlen und Gedanken bewusst und lasse sie nicht an mich rankommen. Wichtig ist es in sich zu gehen und die schlechten Gefühle aus sich raus zu lassen.
Ich rate dir dringend, dich gut zu informieren und nicht ans Aufgeben zu denken. Es ist nur eine Zeit in deinem noch so langen Leben, bewältige sie und mache weiter. Ich werde demnächst 23 und habe keine Freundin und denke häufig, was jemand mit so einem Wrack wie mir anfangen sollte. Doch das diese Gedanken uns nur von unserem Glück abhalten wissen wir beide.

#5


N
Danke für deinen Rat.
Wie du gesagt hast man ist sein eigener Zuhörer, ich versuche die positiven Dinge herauszubekommen aber es geht einfach nicht.... Ich halte ein Tagebuch wo ich so gesagt mit mir selbst schreiben...hört sich furchtbar dämlich an ich weiß, aber das hilft mir...auch wenn nur etwas.
Werde mir deine Tipps zu Herzen nehmen vielen Dank, vielleicht helfen die mir ja :)

#6


C
Ich mache mir Notizen über die absurdesten Ideen, meine Krankheit in den Griff zu bekommen^^
Noch geht es nicht, man braucht viel Durchhaltevermögen.

#7


C
Und wie geht es Dir gerade?

#8


N
Sehr schlecht....hab neulich die Fassung verloren und meinen linken Unterarm völlig aufgeritzt...20 oder mehrere Wunden beschmücken jetzt meinen Arm und es ist nicht so, dass man es nicht sieht was so viel bedeutet, dass die nächste Zeit die Hölle wird, weil ja keiner von meinen Depressionen weiß. Um dem ganzen noch eine Kirsche aufzusetzen streiten sich meine Eltern so sehr, dass wir zu 99% morgen nicht in den Urlaub fahren...im Prinzip gar nicht schlimm da ich Urlaube hasse, aber was mir nicht egal ist, ist der Streit meiner Eltern und das ausgegebene Geld. Hört sich einfacher an als es ist, denn wenns schei. läuft(was sicher der Fall ist) dann wars das mit einer vollständigen Familie... Ergo: alles wird schlimmer, meine Lage und alles andere auch...kann mich kaum zurückhalten meinen anderen Arm zu bedienen. Ich weiß einfach nicht was ich tun soll... sollte demnächst eigentlich einen Ausbildungsplatz bekommen, jedoch dank der Depressionen ist das auch wohl Geschichte...
Und wie gehts dir so^^hoffentlich besser als mir

#9


N
Ach ja glaube es wäre auch erwähnenswert zu sagen, dass ich mittlerweile eine Essstörung habe und dabei bin eine Schlafstörung zu entwickeln.
Zur Essstörung: Hasse das Sattgefühl,schlechtes Gewissen nach dem Essen und ich habe oft nach dem Essen Übelkeit und Bauchweh was der Grund ist warum ich ca. 1 mal die Woche was esse, jedoch seit paar Tagen versuche ich am Morgen einen kleinen Joghurt und eine Tomate am Abend zu essen.(besser als nichts oder?)
Zur Schlafstörung: Früher war ich immer 6-8h schlafen jetzt aber nur ca. 3-4. Bin fast durchgehend müde kann aber trotzdem nicht einschlafen was der Grund ist warum ich den halben Tag im Bett liege um einzuschlafen.(klappt nie!)

#10


C
Das macht mich wirklich traurig das zu hören. Du kannst für den Streit Deiner Eltern nichts und in einer solchen Lage werden sie sich bestimmt nicht trennen, alleine weil es Dir noch mehr zusetzen würde. Du brauchst Dich nicht zu schämen, dass alle Dein Geheimnis kennen, es kann jeden treffen und es macht Dich zu keinem schlechteren Menschen.
Hast Du schon einen Termin bei einem Psychologen/Psychiater? Du brauchst nun Hilfe und dann wird wieder alles besser. Was genau macht Dich so fertig, dass Du Dich ritzt?

Ich habe nur eine leichte Depression und fühle mich häufig leer oder antriebslos. Mein wirklicher Gegner heißt Zwangsstörung/Zwangsneurose. Wenn Du es genau wissen willst: Ich habe Zwangsgedanken, welche jederzeit ausbrechen und erst nachdem ich mich mit den Gedanken( welche aus meinen Ängsten vor vielen Dingen beruhen) auseinandergesetzt habe kann ich weitermachen. Das ganze kostet mich derzeit mindestens 90 min täglich.

#11


N
Danke vielmals für deine Antwort,
zu einem Psychiater kann ich leider nicht gehen, da sonst meine Familie davon erfahren würden:/ Und ich kann dir sag das wäre das aller Schlimmste was passieren könnte. Der Grund warum ich mich Ritze recht Umfangreich, deshalb die Zusammenfassung: Selbsthass, De-sozialisierung, Angst und ein Haufen Dinge die passierten, die mich man könnte sagen gebrochen haben. Schulisch sowie Privat. In der Schule die meistgehasste Person mehrerer Klassen nach mittlerweile 4 Jahren zu sein ist nichts, dass einen das Selbstbewusstsein steigern lässt^^ Das Ritzen ist für mich sowas wie ein Gegenmittel, wenn ich völlig am Boden zerstört bin. Fühle mich dann für einen kurzen Moment gut. Muss aber sagen, dass ich mit dem Ritzen erst seit ca.3 Wochen angefangen habe. Das erste mal waren es gefühlt 3 Kratzer beim 2. mal waren es schon 4 oder 5 tiefere Schnitte und neulich beim 3. mal ist mein gesamter Unterarm bedeckt.... glaube irgendwann wird es nicht gut ausgehen, weshalb ich mich derzeit versuche zum Hausarzt zu zwingen^^

Deine Lage tut mir ja schrecklich Leid:/ Hoffe dir geht es in naher Zukunft besser. Wünsche dir frohe Weihnachten und viel Glück und Kraft.

#12


C
Du kannst ja heimlich zu einem Psychologen oder Du holst Dir per Internetberatung mal eine fachliche Meinung dazu. Kann ich schon verstehen, dass Du das keinem sagen willst, ich denke aber, dass Deine Familie viel besser mit umgehen würde als Du denkst. Ich war immer einer der unbeliebten und würde nur mit einer handvoll Leuten aus meinem Doppeljahrgang jetzt nach 4 Jahren reden. Was ich jetzt anders machen würde als früher ist meine Einstellung, dass es mir egal ist wenn jemand über mich lästert oder mich nicht mag und ich mein eigenes Ding mache. Hast Du denn ein paar Leute mit denen Du Dich gut verstehst? Wie lange hast Du den Mist denn noch vor Dir? Lohnt sich da noch ein Schulwechsel?
Ich kann Dir nur sagen, dass es nach dem Abschluss viel besser wird, wenn Du etwas Ruhe hast und Dich vollkommen den Dingen widmen kannst, die Du machen möchtest.
Du kannst Dich auch bei anderen Dingen gut fühlen und Deiner Trauer freien Lauf lassen. Für mich war ziemlich hilfreich dann alles rauszulassen und zu weinen und mir danach direkt meine Ziele und neuen Pläne für die Zukunft vor Augen zu führen. Das hat mir immer Kraft gegeben.

Dir auch schöne Weihnachten, sofern Du es genießen kannst...

#13


C
Die Endorphine, welche Du durch das Ritzen im Körper freisetzt, kannst Du auch auf andere Weise erlangen. Viel Bewegung ist wichtig und besonders beim Sport wenn man an seine Grenzen geht, werden sie freigesetzt. Auch das Auslösen anderer Reize wie scharfes Essen, der Geruch von Lavendel oder Vanille sowie soziale Kontakte sind hierfür große Helfer.
Du solltest versuchen dich häufig an schöne Momente und positiven Gedanken beschäftigen, denn diese verändern mit der Zeit Deine Gehirnstruktur und lassen dich eher positive als negative Gedanken fassen. Auch Dankbarkeit/innerer Frieden zb. durch Atemübungen oder Meditation sowie Vorfreude aus schöne Dinge in der Zukunft und das Erfüllen der eigenen Interessen/Bedürfnisse sind hierfür förderlich. Liebe Grüße.

#14


A


Hallo Alaska,

x 4#15


N
Also die Sache mit dem Sport kann ich nicht machen, da eines meiner Kniegelenke mehr oder weniger im Ar. ist...auch nach OP...eine der Ursachen warum ich Depressionen habe.(Werde wahrscheinlich nie wieder normal Sport machen können) Eher eine kleinere. Mein Leben bestand größtenteils aus Sport:/ DE-Sozialisiert bin ich auch und ich freue mich leider auf gar nichts. Und wenn es Dinge gibt die mir Spaß machen, dann reagiere ich nach wenigen Sekunden völlig abweisend und plötzlich gehts mir wieder schlechter. Die einzige Sache die mich im Moment nicht völlig verrückt werden lässt sind die vielen Tipps die ich hier bekomme, jedoch sehe ich ein, dass das alles mir kaum hilft und wenn es mir demnächst schlechter geht bin ich gezwungen zum Arzt zu gehen. Ich erhoffe mir zwar nichts, aber vielleicht ändert sich ja noch was. Werde die Maßnahmen des Arztes jedoch nur eingehen, wenn es keiner erfährt(Insbesondere die Familie) und es soll alles per Krankenkasse verlaufen.
Mein größtes Problem ist jedoch im Moment meine Essstörung. Mein bedarf sei bei ca. 2900 kcal. jedoch nehme ich pro Woche vielleicht 1000 zu mir und das seit ca. 5 Wochen.
Ich danke vielmals für die ganzen Tipps (Manche haben tatsächlich geholfen) jedoch glaube ich nicht, dass es mir in naher Zukunft besser gehen wird, denn das genaue Gegenteil ist gerade im Gange.
Liebe Grüße.

#15

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