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Depression wegen Freundin

mugel69

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Hallo ihr Lieben,

habe meine Partnerin vor fast einem Jahr kennengelernt. Bin 52 Jahre, sie 43. Ich habe mich vor eineinhalb von meiner Frau nach 20 Jahren sehr wertschätzend getrennt. Ich zwei Kinder. Sie vor 4 Jahren getrennt lebte 5 Jahre im Jahre mit Familie. Ich bin Bereichsleiter in einer Unternehmensberatung, hsbe breites soziales Umfeld aufgebaut, sie nicht . Sie hatte einen neuen Job in einem Konzern als HR Director begonnen Anfang Jahr.

Und hier beginnt mein Leiden. Ich habe im Mai immer mehr das Gefühl bekommen, sie hat einen Job mit viel Verantwortung, Macht und es ist Jahre Leidenschaft
Sie leitet einen ganze Sparte für Deutschland und weil ihr das zu langweilig nach zwei Monaten war, hat sie die Verantwortung für EMEA gleich auch noch übernommen Sie ist neben dem Geschäftsführer die Nr 2 am Standort mit 1200 Mitarbeitern. Sie macht ihren Job mit einer enormen Leichtigkeit, professionell arbeitet aber sehr viel, ist komplett durchgetaktet .
Jedenfalls habe ich immer mehr gemerkt, dass sie gefühlt über mir steht und letztlich erfahre ich dass sie mehr als ich verdiene. Kch mag meinen Job gar nicht und würde gerne wechseln. Bitte fallt nicht gleich über mich her von wegen Macho.

Jedenfalls hat mich das immer mehr getriggert und es hat sukzessive dazu geführt, dass ich mir sehr klein vorkomme, obwohl sie sich nichts darauf einbildet , die Wertschätzung aber sehr braucht. Ihr Lebensschwerpunkt ist der Job und ihre beiden Kinder, beide 11.

Es kamen dann je nachdem was sie von der Arbeit erzählte zunehmend schlafarme und dann ab Juni schlaflose Nächte dazu. Ich musste dann zum Teil Zopiclon teils Tavor nehmen, trotzdem nur 3 4- 4,5h Schlaf. Das ging 4 Wochen, wir haben offen drüber gesprochen. Aber ich bekam meine Gedanken nicht in den Griff. Der schlechte Schlaf wirkte sich auf meinen Job aus, ich leite immerhin 50 Leute, ich habe 5 Kilo abgenommen konnte die Tabletten aber ausschleichen und wurde gefühlt depressiv. Kein Vertrauen in mich, mache mich klein, kann mich nicht lieben . Seit mehreren Wochen nehme ich Mirta ,erst 7,5 mg da konnte ich 6h schlafen seit 4 Wochen jetzt 15mg und seit mehreren Tagen wird der Schlaf wieder schlechter. Ich bin bei einer Psychotherapeutin mittlerweile und ich weiß wo meine Baustellen liegen. Aber ich habe Angst zu zerbrechen, weil mich ihre Größe im Job gefühlt so klein werden lässt. Ich weiß, Vergleichen führt ins Leiden, aber trotz Meditation Mirta, Psychotherapie ( ok gerade erst begonnen) bekomme ich Herzklopfen wenn ich sie google und Head of HR Germany and EMEA lese
.Das Dumme ist, ich liebe sie und sie mich auch sehr und wir haben eine mega Verbindung.

Aber das Thema ist hart und manchmal denke ich, wenn ich es beende geht es mir besser . Mein bester Freund kann nicht verstehen, wie ich so schlecht über mich denken kann.

Aber ist es richtig sich seinen Problemen so zu stellen und vielleicht daran kaputt zu gehen? Jch weiß ja nicht,ob ich damit umgehen lernen kann und vielleicht lande ich irgendwann in der Psychiatrie. Weil ich nicht fähig bin zu lernen, dass ich meinen eigenen Wert habe und sie nicht größer ist.
Schlimm.

05.10.2022 21:07 • x 1 #1


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aurora333

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Lieber Mugel69 es tut mir sehr leid , dass dein Selbstwertgefühl dermassen sinkt, weil Deine Partnerin diesbezüglich höher ist. Zumal Du selbst ja auch sehr Grosses geleistet hast, dass Du 50 Angestellte unter Dir hast. Bist also sehr erfolgreich.

Hast Du eine Idee davon, woher dieses grauenhafteDich abwertende Denken her kommen könnte ? Bist Du ev. in einer stark leistungsorientierten Familie aufgewachsen, wo es nur dann Liebe gab, wenn jemand hoch hinaus wollte, bzw. war ?

Kannst Du mit Deiner Freundin darüber reden ?

Du schreibst, dass Ihr Euch gegenseitig liebt.....behandelt sie Dich ev. trotzdem von oben herab ?

Irgendwie passt Dein Minderwertigkeits-Gefühl oder der Neid ( ich weiss eben nicht was es genau ist, davon weiss ich viel zu wenig von Dir !)
nicht zusammen..

05.10.2022 23:41 • #2



Hallo mugel69,

Depression wegen Freundin

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aurora333

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Korrektur : Ich meinte, dass Liebe und berufliches so heftiges Konkurrenzdenken für mich nicht zusammen passen..

05.10.2022 23:45 • #3


mugel69

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Hallo Aurora333,

Sie behandelt mich überhaupt nicht von oben herab, im Gegenteil. Sie bewundert viele meiner Eigenschaften. Der Grund dieses Wahnsinns liegt wohl in meiner Studiums Zeit. Eltern geschieden als ich 1h Jahre alt war. Vater ist weggezogen und kein Interesse an mir. Wollte nie, daß ich studiere, Abi mache. Hab ich aber mit Rückendeckung meiner Mutter gemacht. Vater hätte Unterhalt zahlen müssen, wollte er nicht. Hat sich gewehrt. Da wir ein Haus hatten, dass nach der Scheidung auf mich überschrieben wurde zur Hälfte wollte er anteilig Geld davon Hätte uns ruiniert. Er hat dann 2 Prozease Land und und Oberlandesgericht gegen mich geführt, beide verloren. Er hat mit allen Mitteln versucht zu beweisen, daß ich nicht fähig bin fürs Studium, Anwälte sind gnadenlos wenn Du einen Schein etc. nicht sofort besteht... Das hat wohl mein berufliches Selbstbewusstsein massiv geschadet. Vermute ich.

Ich bin ja irgendwie durchgekommen, hatte schon immer ein geringes Selbstwertgefühl, nach aussen war es aber wenig sichtbar. durch die Partnerin kann ich mich aber in keinerlei Richtung über sie stellen.

Sie ist überhaupt nicht arrogant, aber ihr Level ist halt hoch. Und sie liebt mich exakt so wie ich bin.

Es ist wunderbar wenn wir zusammen sind, es ist harmonisch,wir unternehmen viel, reden über tiefe Emotionen aber ich bin schon angespannt wenn sie von der Arbeit erzählt und was sie dort wieder gemacht hat. Sie verkörpert eine Rolle sagt sie, das ist ja nicht sie... In dieser Rolle verkörpert sie dann halt quasi die Chefin, hat Privilegien etc... Wenn sie die nächste höhere Rolle angeboten bekommt,wird der Abstand noch größer, das packe ich Stand jetzt nicht mehr.

Natürlich sprechen wir darüber, sie glaubt fest an mich, dass ich meinen Weg finde. Aber ich kann Sie nicht ständig mit meinen Problemen konfrontieren und sie mit reinziehen

Es ist krass und nicht einfach und es gibt Stunden, an denen habe ich Sorge, an den vielen Veränderungen zu zerbrechen. Der Weg zu einer erfüllenderen beruflichen Rolle, ein neues Beziehungsmodell, die Konfrontation meines beruflichen Selbstwerts, mein Weg mit mir alleine komplett und erfüllt zu sein.

Und am liebsten wäre mir, sie würde ihren Job runterfahren...

Mir geht es immer schlechter gefühlt. Schlafe wieder nur 5h... Mit Unterbrechungen.

Bis zu dieser Geschichte ging es mir so gut, aber ich weiß echt nicht wie ich das in den Griff bekomme...Habe Angst alles zu verlieren ich werde im Job immer unsicherer , die Depression schlägt immer mehr durch , ich weiss aber dass das dann nicht die realen Gedanken sind.

Ich bräuchte bisschen Zuspruch. Aber auch meditieren, Eckhard Tolle, QiGong, Besuch im Kloster, Podcasts etc. Gespräche haben keine Veränderung in den Gefühlen herbeigeführt.. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, der schlechte Schlaf,die Anspannung was als nächstes kommt, entstehende Probleme im Job. Den ich wie gesagt unabhängig von ihr ändern muss. Allerdings habe jcv auch hier Sorge das mein Gegenüber im Vorstellungsgespräch merkt, daß ich nicht in meiner Kraft bin..

Aber ich möchte einen Weg mit ihr finden, ist das möglich, richtig, wenn eine Beziehung, die Partnerin so viel Leid beim anderen verursacht? Das macht sie natürlich auch traurig...

06.10.2022 05:57 • #4


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Lilly-18

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Hallo mugel69, ich glaube dass dein Hauptproblem nicht deine Partnerin ist sondern dein Vater.
Diese krasse Zurückweisung, die Demütigungen die du erfahren hast, das hinterlässt Spuren. Erst viel später, scheinbar aus dem Zusammenhang gerissen, aber ich könnte mir vorstellen, dass du hier ansetzen solltest.
Du solltest dringend eine Therapie machen. Ich glaube nicht dass du das alleine in den Griff bekommst.
Wie war deine vorherige Partnerschaft? Hast du dich da auf Augenhöhe gefühlt?
Welche Position hatte dein Vater beruflich? Ist er dir überlegen? Könnte da ein Zusammenhang sein?
Ich weiß dass dir das jetzt nicht weiter hilft im Moment, aber ich bin überzeugt, dass es keine Rolle spielt, welchen Beruf der Mensch ausübt, den man liebt. Aber das ist wie gesagt meine Meinung.

06.10.2022 07:28 • x 3 #5


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Bifi

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Hey @mugel69

es gibt meines Wissens diverse Studien im Fachbereich der Soziologie welche eine klare Tendenz und Korrelation zwischen Geld und der Langlebigkeit von Beziehungen erlauben, hinsichtlich finanzieller Ungleichheit.

Ich weiß nicht ob man hier bereits von bewiesen oder empirisch belegbar sprechen kann aber in der Tat belegen viele Studien die Annahme dass eine Beziehung darunter leidet wenn die Frau mehr Gehalt verdient als der Mann. Gründe werden gerne von der Evolution hergeleitet. Sprich, Mann = Versorger (der Jäger bringt die Nahrung nach Hause) und Frau = Muss beschützt werden, denn gewährleistet Nachwuchs.

Das erscheint zunächst logisch, da wir ja auch heute noch eine extrem junge Spezies sind, und viele Verhaltensmuster (gerade in Gruppendynamiken wird es deutlich) an den Tag legen welche so 1zu1 auch aus Höhlenmalereien bei Steinzeitmenschen nachgewiesen werden konnten. Ein Beispiel sind die sogenannten Mutproben. Evolutionär betrachtet kommen wir gerade quasi in die Pubertät.

Aber, das sind selbstverständlich Vermutungen. Die Ursache kann auch eine ganz andere sein. Das können und werden wir niemals 100% belegen können. Lediglich die Herleitung klingt logisch.

Allerdings wendet sich der Wind so langsam und aktuellere Studien (aktuell ist gut, 2018-2019 meinen ich, haha) wie die Studie der Cornell University New York (https://www.rnd.de/liebe-und-partnersch...HZPMQ.html), weisen zwar ebenfalls darauf hin dass finanzielle Ungleichheit einer Beziehung schadet. Aber dort ist tatsächlich von der Beziehung an sich die Rede. Sprich, offenbar spielt es keine Rolle ob er oder sie deutlich mehr Geld hat/bekommt. Sowohl als auch wirkt es negativ auf die Beziehung.

In allen Fällen leidet aber die Beziehung an sich durch ein Ungleichheitsgefühl. Was sich in den meisten Fällen in Neid oder Ungerechtigkeit äußert. Das was du beschreibst klingt aber deutlich krasser. Daher, entweder bist du jemand bei dem sich das Ungleichheitsgefühl dermaßen stark äußert. Oder aber wir reden hier von einer gänzlich anderen Ursache. Womöglich wirklich ein gestörtes Selbstwertgefühl.

Das kann ich selbstverständlich null beurteilen. Ich wollte nur mal den wissenschaftlichen Aspekt mit ein bringen, weil ich zu dem Thema tatsächlich öfters mal Artikel gelesen habe.

06.10.2022 07:42 • x 1 #6


mugel69

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Tolle Antworten und Gedanken. Vielen Dank.
Ich vermute auch, dass das Thema während des Studiums mit meinem Vater und seinen Anwälten meinen Selbstwert massiv beschädigt hat. Ich bin seit kurzem in Therapie und hoffe so sehr das ich eine Veränderung im Denken hinbekomme. Aber selbst da habe ich kein Vertrauen zur Zeit in mich.


Vater war Soldat mittlerer Dienst und wollte nie das ich über ihm stehe. Deswegen hat er immer versucht mich klein zu halten, er war sogar dagegen das ich Abi mache...
Ich war vorher 20 Jahre verheiratet
meine Exfrau hat auch studiert aber sie verdiente immer weniger. Es war nie ein Thema.

Es ist vertrackt. Meine Partnerin verdient (noch) noch nicht so viel mehr. Beide verdienen recht gut ( 150k) aber sie macht alles im Flow, hat mehr Macht, es ist ihre Leidenschaft und sie hat eben Potential für deutlichen Aufstieg in einem Großkonzern. Ich bin in einer kleinen Beratung und krieg irgendwie alles vorgegeben... Ich und ihr Chef trauen ihr zu, es nach ganz oben zu schaffen Wenn sie will. Sie sagt sie will das nicht, ich bin mir da nicht sicher, sie würde dann argumentieren, dass sie ja nicht mehr arbeiten müsste und würde es probieren. Mein Gefühl.

Wenn ich mich anschaue, ist an den Studien mit den Gehältern wirklich etwas dran. Als Mann fühlt sich das schräg an aber eben nur für mich. Mein bester Freund meinte, er hätte damit Zero Probleme...

Das Dumme ist, das ich sie liebe, sie hat auch ihre Baustellen und ich spiegle ihr diese durch meine Person. Auch darüber sprechen wir. Aber das Thema ist nicht soo dramatisch wie bei mir. Insgesamt ist sie mega stark als Person und mit sich in emotionaler Balance.

Wenn das ganze einen evolutionstechnischen Hintergrund hat plus die Situation mit meinem Vater, krieg ich das gefühlt nicht gedreht oder? Vielleicht wirken beide Faktoren derart, so dass ich Gefahr laufe, daran zu zerbrechen? Vielleicht tut sich gerade deswegen nichts bei mir, weil ich gegen eine massive Wand laufe...

06.10.2022 08:19 • x 1 #7


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Bifi

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Zitat von mugel69:
Wenn das ganze einen evolutionstechnischen Hintergrund hat plus die Situation mit meinem Vater, krieg ich das gefühlt nicht gedreht oder? Vielleicht wirken beide Faktoren derart, so dass ich Gefahr laufe, daran zu zerbrechen? Vielleicht tut sich gerade deswegen nichts bei mir, weil ich gegen eine massive Wand laufe...

Möglich. Ich würde da an deiner Stelle ganz plump gesagt nach dem Ausschlussverfahren vorgehen.

Dein Entschluss eine Therapie zu beginnen wird dir mit Sicherheit mehr Klarheit bringen und vorher würde ich mir da ehrlich gesagt gar keine Sorgen/Gedanken machen.

Sollte sich im Rahmen dessen herauststellen dass du tatsächlich irgendeine gestörte Wahrnehmung hast, so kann man da ansetzen. Also praktisch der stoische Ansatz - Auf das fokussieren was man beeinflussen kann.

Bei den genannten Studien ist hervorzuheben - Ob nun (blöd gesagt) die Frau nicht mehr verdienen darf oder der Mann nicht mehr verdienen darf. Da ist die Erkenntnis ah... Evolution oder meinetwegen ah... Ungleichheitsgefühl, kann nur durch gleichwertige Gehälter vermieden werden denkbar nutzlos. Weil diese Erkenntnis ja nun leider keine richtige Lösung mit sich bringt.

06.10.2022 08:30 • x 1 #8


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Greta

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Lieber @mugel69,

ich sehe das ähnlich wie Lilly-18 und denke, mit deiner Therapie bist du auf einem guten Weg, die Verletzungen aus deiner Herkunftsfamilie und dein geringes Selbstwertgefühl zu bearbeiten.

Du schreibst:
Zitat von mugel69:
sie hat einen Job mit viel Verantwortung, Macht und es ist Jahre Leidenschaft

Offensichtlich ist für deine Partnerin ihr Job nicht einfach nur irgendein Job. Sie übt ihn mit großer Freude aus, so wie manch anderer ein Hobby hat, dass ihn ausfüllt und begeistert.
Vielleicht fällt es dir leichter, wenn du genau das erkennst. Das ihr Beruf gleichzeitig auch ihr Hobby ist. Etwas, das sie wirklich gerne tut und in dem sie eben aus diesem Grunde so erfolgreich ist und deshalb dafür viel Anerkennung (=Geld) bekommt.
Was wäre denn, wenn deine Partnerin z.B. eine leidenschaftliche Malerin wäre, die für ihre Kunst viel Anerkennung erfahren würde? Oder sie wäre eine begeisterte Hobby-Schneiderin, die die tollsten Kleidungsstücke entwirft und näht?
Würdest du dich dann auch so klein und unbedeutend neben ihr fühlen?

Zitat von mugel69:
Sie bewundert viele meiner Eigenschaften

Ich bin sicher, da gibt es so einiges, in dem du deiner Partnerin voraus bist. Auch wenn ich diese Vergleicherei nicht so toll finde. Aber es ist doch nun mal in jeder Beziehung so, dass der Eine Dieses besser kann und der Andere Jenes.
Ohne dass einer von den beiden der Bessere ist.
Was ist das bei euch? In welchen Dingen bist du deiner Partnerin voraus?

Liebe Grüße
Greta

06.10.2022 08:34 • x 1 #9


mugel69

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Das ihr Job auch gleichzeitig Jahre Leidenschaft, sprich Hobby ist eben schwer zu ertragen, weil das sind wir ehrlich schon eine tolle Sache ist.

Es gibt bestimmt Dinge bei denen ich weiter bin Ich hatte einen breiteren Ansatz, gab viel in soziale Strukturen investiert (Fußballtrainer Jugend, Jugendleiter), bin gut integriert. Das hat sie weniger,

06.10.2022 09:10 • x 1 #10


mugel69

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Hat aber auch gelitten durch Corona... Ich suche nach der Trennung nach einem Weg was mich ausfüllt, wie und mit welchen Aktivitäten ich mein Leben verbringen möchte. Dazu gehört aber unbedingt auch die Veränderung in meinem Job. Aber ich verprobe im Hirn mittlerweile immer, ob es meine Partnerin gut findet. Schon krass was in meinem Kopf passiert.Es ist halt schon bitter, wenn die Partnerin diese Leidenschaft empfindet und ich immer weniger hinkriege und den Job fast hasse.
Mittlerweile wirkt auch das Mita15mg gefühlt nicht mehr, wenig Schlaf und nur negative Gedanken. Die Therapie ist wirklich meine Hoffnung .
Es ist gefühlt zu viel. Andererseits denke ich dann, hey wo ist eigentlich das *beep* Problem? Deine Partnerin liebt Dich sehr ich sie auf jeden Fall genauso, Deine Kinder sind beide toll, Du kannst dein Leben jeden Tag in die Hand nehmen und formen, Du bist gesund (ok aber depressiv mittlerweile) Du hast einen Job, Du kannst es ändern ..
Wenn es eine Pille oder eine Therapie gäbe die mich wieder on track bringen würde, ichvwürdexalkes drum geben.Aber Antidepressiva haben massive Auswirkungen in anderen Bereichen, Gefühlskälte, Libido, ausschleichen... Ich möchte noch nicht in diese Spirale gehen. Könnt ihr das nachvollziehen, andererseits habe ich das Gefühl, dass es immer weiter bergab geht.

Danke für Eure tollen Impulse die ihr schon mit mit geteilt habt.

06.10.2022 09:26 • #11


mugel69

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Wenn Sie eine tolle Malerin wäre oder Schneiderin und sie würde damit nicht Unmengen Geld verdienen wäre es super fein

06.10.2022 09:30 • #12


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Greta

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Was bedeutet es denn für dich, dass sie so viel Geld verdient?
Wobei, wenn ich es richtig herausgelesen habe, du ja nicht auch gerade zu den Geringverdienern gehörst

Ist derjenige, der ein höheres Gehalt hat, automatisch auch als Mensch mehr wert?
Bist du folglich weniger wert, weil du weniger verdienst?

Mal angenommen, sie wäre weiterhin genauso erfolgreich im Beruf wie bisher und würde dabei aber weniger Geld verdienen als du... würde sich das für dich besser anfühlen?

06.10.2022 10:12 • #13


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Bifi

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Hm. Das klingt jetzt aber schon sehr deutlich nach einer ungesunden Wettkampf Dynamik. Die Challenge bzw. der Wettkampf ist zunächst eine gesunde Möglichkeit seinen Selbstwert zu steigern. Allerdings braucht der Wettkampf ein isoliertes und gesondertes Spielfeld.
Ein anderes Beispiel, um das zu verdeutlichen, für einen ungesunden/toxischen Wettkampf ist z.B. social Media. Auf Facebook, Instagram etc. malen die meisten Menschen ein äußerst positives und ausschließlich erfolgreiches Bild von sich. Sich selbst mit solch einem Bild zu vergleichen ist ungesund, weil das Bild unvollständig ist und das eigene Leben niemals in einem Wettkampf ausarten sollte. Es ist aber auch, wie gesagt, ein ungleicher Wettkampf, da eben keine Vergleichbarkeit gegeben ist. Es ist schlicht und ergreifend unfair.
Hingegen sind Beispiele für einen gesunden Wettkampf z.B. Sportvereine oder (wenn wir beim Thema Arbeit bleiben wollen) konkurrierende Unternehmen mit denen man sich messen muss und welche man übertrumpfen möchte. In einem Wettkampf profitieren im Grunde alle Parteien weil jeder sich verbessern will/muss um Konkurrenz fähig zu bleiben.
Der Wettkampf darf niemals in eine Beziehung getragen werden (egal ob Geld, beruflicher Erfolg oder sonst was) weil das Umfeld denkbar schlecht für einen Wettkampf geeignet ist.
Wenn du dich messen magst/willst und es hierbei für dich um Respekt und Anerkennung geht (und nicht nur um Geld) dann solltest du das bei deinen Therapie Sitzungen definitiv auch hervorheben. So wie du das jetzt hier auch tust. Ich denke es ist ein essentieller Unterschied wenn dich stören würde dass deine Partnerin mehr Geld verdient oder wenn du deinen beruflichen Erfolg mit ihrem vergleichst und quasi in Missgunst verfällst.

Dass du deswegen nicht schlafen kannst und irgendwelche Medikamente nimmst klingt nach wie vor krass und ich kann mir nicht vorstellen dass diese Frau der erste Mensch in deinem Leben ist der solche Probleme bei dir auslöst.

06.10.2022 10:21 • #14


mugel69

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glaube mir, ich wäre unendlich dankbar, ich würde mich nicht vergleichen und ein Wettkampf gehört auf keinen Fall in die Beziehung. Und trotzdem habe ich dieses starken Selbstwertproblem mit dem ich durch sie konfrontiert bin. Sie ist das Symptom, nicht die Ursache. Die ist bei mir zu suchen und die Idee mit meinem Vater liegt nahe. Wieso ist das für dich ein Unterschied, ob es nur das Geld ist, oder ich mich meinen beruflichen Erfolg mit ihrem vergleiche?

Nein , das Thema hatte ich bei keiner Frau bisher, sie ist ja bisher auch top notch...

06.10.2022 13:32 • #15



Hallo mugel69,

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Bifi

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Zitat von mugel69:
Wieso ist das für dich ein Unterschied, ob es nur das Geld ist, oder ich mich meinen beruflichen Erfolg mit ihrem vergleiche?

Gute Frage. Ich schätze Geld ist nur das Ergebnis der gemachten Arbeit. Demnach ist die Arbeit selbst, oder in dem Fall deine Selbstunterschätzung in Bezug auf ihren beruflichen Erfolg, eine Art Reverse-dunning-kruger effect.

Wohingegen das schiere Unverständnis, auf das Ungleichnis der Gehälter bezogen, nichts weiter als klassischer Neid ist.

Ich kann z.B. nachvollziehen wenn es an deinem Ego kratzt. Ich glaube das könnten viele Männer an deiner Stelle nachvollziehen...also vorausgesetzt die Männer wären ehrlich zu sich selbst


Aber die selben Männer wären dadurch nicht unbedingt in eine Selbstwertkrise verfallen. Weswegen es mit absoluter Sicherheit die richtige Entscheidung von dir war eine Therapie in Anspruch zu nehmen.

Gut ist, du hast erkannt dass du dir eine Bürde auf die Schultern hiefst um die dich keiner gebeten hat diese zu tragen. Auch nicht deine Partnerin. Wenn du diese Bürde aber zwanghaft tragen musst ist das wohl mindestens eines - ungesund.

06.10.2022 14:33 • x 2 #16

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