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Burn Out oder nur Erschöpft?

Hallo,
Jetzt hab ich mich doch aufraffen können zu schreiben. Ich weiß nicht was in letzter Zeit mit mir los ist, ich war immer jemand der den ganzen Tag getaktet hat und durchgehend unterwegs ist. Seit geraumer Zeit zieht es mir nur den Boden unter den Füßen weg und ich weiß nicht ob es einfach nur eine normale Erschöpfung ist oder ich doch zum Arzt sollte (was bei meiner - solang noch alles dran ist kannst du arbeiten - Einstellung wirklich unangenehm wäre)
Seit einiger Zeit plagt mich ein unangenehmes Gefühl in der Brust und mir wird sobald ich Druck von außen merke schwindlig. Ich kann mich kaum noch aufraffen etwas zu machen - egal ob ich meinen Hobby nachgehen will, putzen sollte oder einfach nur mit meiner Freundin reden will. Seit Tagen liege ich fast nur noch auf dem Sofa und döse. Das ist gleich ein weiterer Punkt, ich bin andauernd müde bzw. erschöpft ohne etwas getan zu haben. Ich bin momentan leichter gereizt als sonst und komme nicht zur Ruhe, egal was ich entspannendes mache ich merke immer eine Unruhe die nicht weg geht. Und zu allem Überfluss habe ich andauernd Alpträume und kann danach kaum schlafen (so auch jetzt gerade ^^)
Bekannte meinen es klingt nach einem Burn Out - ich verzweifle langsam weil ich es nicht in den Griff bekomme, egal wie sehr ich versuche runter zu fahren.
Gibt es irgendwelche Tricks? Ist es wirklich so dramatisch oder Rede ich mir das ein?

18.12.2018 05:32 • x 1 #1


Vor allem was sagt man einem Arzt dann? Ich bin niemand der sich groß vor anderen über sowas auslässt. ..

18.12.2018 05:33 • #2


Ylvi13
Hallo Bretz, ich bin kein Arztgänger, ich gehe bei " Kopf unterm Arm ". Ich war in einer ähnlichen Situation wie du und bin zum Hausarzt gegangen und habe ihm gesagt, das irgendwas mit mir nicht stimmt, so banal sich das anhört, aber so war es ja. Er hat dann nachgefragt. Wird bei dir auch so sein und dann erzählst du alles, was du hier im Forum geschrieben hast, ggf. auch noch mehr. Der Hausarzt wird dann 'ne Richtung angeben, ev. ein pflanzliches Medikament, Psychologe, Psychiater, einige Zeit Ruhe, usw.. Zur Diagnose kann es ein wenig dauern, soweit ich weiss, liegen z.B. Burn out und Depression dicht bei einander.
Ich finde es wichtig, den Arztbesuch nicht zu lange vor sich herzuschieben. Ich habe damals viel zu lange gewartet und vor mich hin gelitten.
Viel Kraft, liebe Grüsse

18.12.2018 11:02 • x 1 #3


Frederick1
liebe Bretz,

auch von mir ein ganz ein herzliches Willkommen hier im Forum. Danke für deinen Mut hier zu schreiben.Oh dieses Burnout tritt besonders bei helfenden Berufen ein, aber auch bei Müttern mit kleineren Kindern, wenn die Belastungen im Leben über einen gewissen Zeitraum zu groß sind. Oder wenn du eigene, oder fremde zu hohe Erwartungen hast, dein Arbeitsdruck im Beruf, oder dein Lebensdruck in deinem Leben einfach zu groß ist. Wenn du mehr leisten musst als du kannst.

So bist du erschöpft, manchmal wie gelähmt, .............Das kann persönliche Krisen bei dir, oder in deiner Umgebung auslösen. Du hast zu wenig Unterstützung bei der Arbeit, zu viele Überstunden, keine Anerkennung, zu wenige Ruhephasen usw..

Vielleicht kannst du auch nicht NEIN sagen, lässt dich ausnutzen.

Das macht dich gereizt, müde, du vernachlässigst dein inneres Leben, deine Psyche, deinen Körper, du kannst dich selbst nicht mehr lieb haben und annehmen.

Mache es bitte nicht so wie ich, oh es wird schon wieder.

Und was war, alles wurde nur noch schlimmer.

Deshalb liebe Bretz, stehe zu dir, habe dich selbst von Herzen lieb, stehe zu dir, gehe zu einem Arzt...............................

Komme wieder zur Ruhe, zu einem klaren Kopf, das du wieder gute Entscheidungen für dich treffen kannst.


in guten Gedanken für dich,


ganz viele liebe Grüße,


Frederick

19.12.2018 17:59 • #4


Zitat von Bretz:
Vor allem was sagt man einem Arzt dann? Ich bin niemand der sich groß vor anderen über sowas auslässt. ..


Also ich bin auch nicht wirklich oft zum Arzt gegangen.
Und an dem Tag bin ich eigentlich nur mitgegangen weil mein Mann einen Termin hatte.
Und das hat mein Mann dazu genutzt um zu sagen, sprech' doch einfach mal mit ihr, du bist ja eh schon da.

Naja ich wusste auch nicht was ich ihr sagen sollte - und habe "nur" gesagt, mir geht es irgendwie nicht so gut, ich weiß auch nicht...
Und dann hat sie nachgefragt und auf einmal kamen von mir auch Antworten.

Auch von mir: Bitte geh' hin - verschlepp es nicht - von alleine verschwindet es vermutlich nicht, sondern wird schlimmer.

20.12.2018 00:07 • x 2 #5


Frederick1
liebe Bretz,

ja du bist gerade niedergeschlagen, kannst nicht mehr so aufrecht gehen, dein Leben nicht mehr so frei und eigenständig führen. Du bist gerade mit vielen Dingen zu stark belastet, hast leider keine Freude mehr an deinem Leben. Wenn es anhält, länger dauert, dann ist es meiner Meinung nach eine Depression.

Es muss aber nicht krankhaft sein, es kann auch eine vorübergehende Krise sein. Nicht jedes Leiden im Leben ist gleich eine Depression. Leiden, Schmerzen, Nöte usw. gehören leider zu unserem Leben dazu. Aber so wie es gekommen ist, geht es auch oft ganz leise wieder. Und das würde ich dir jetzt ganz feste wünschen.

Niedergeschlagenheit kann auch von deinem Körper her kommen. Kopfschmerzen, Magenprobleme usw. Weil wir als Menschen eine Einheit von unserem Körper, unserem Geist, unserem Innersten sind, kann sich jede Störung in allem auswirken.

Oder ein Misserfolg im Geschäft, Krach mit dem Partner, Dauerbelastung im Geschäft oder privat bei dir zuhause.

Wenn du merkst, du bist niedergeschlagen, dein ursprüngliches positives Lebensgefühl fehlt, dann solltest du einen Arzt aufsuchen. Dieser kann abklären, was die Ursachen sind.

Ich wünsche dir von Herzen, das es dir bald wieder besser gehen darf.

viele liebe Grüße,


Frederick

21.12.2018 18:49 • #6


Hallo Bretz,
ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen.
Mein Hintergrund ist, dass ich 2002 einen Burn Out und dann noch 2 weitere. Habe ineig Therapien hinter mir usw.
Ich denke wenn du dem Arzt einfach erzählst kommt was in Bewegung. Vielleicht ist es auch köperlich. Erstam ein Blutbild machen usw. Schildrüsen Fehlfunktionen können Symptome auslösen, z.B Überfunktion Unruhe oder unterfunktion Antriebsschwäche, die auch der Fachmann nicht von rein psychischen Unterscheiden kann. Deshalb wird erstmal auf der körperlichen Seite geschaut.

Zum im grundsätzlichen BO Thema habe ich hier
burn-out-oder-depression-unterschied-im-verhalten-t24070.html
mal was geschirben

fG
col

26.12.2018 20:37 • #7


Hallo Bretz,

ich hatte / habe ähnliche Probleme wie du.
Mein Mann ist depressiv (dazu habe ich hier schon was geschrieben) und das ganze Leben hängt quasi an mir. Ich habe nach der Elternzeit unserer Jüngsten dieses Jahr wieder versucht in Teilzeit arbeiten zu gehen und bin kläglich in kürzester Zeit gescheitert. Hatte schon vormittags einen Blähbauch, Bauchschmerzen, das Gefühl zu wenig Luft zu bekommen und kam überhaupt nicht mehr runter, war zittrig. Es ging gar nix mehr. Ich musste dann zum Hausarzt, weil ich es nicht zur Arbeit geschafft habe. Diagnose akute Erschöpfung / Burnout.
Ich würde dir auch raten möglichst bald zum Arzt zu gehen und dann zu versuchen deine Konsequenz daraus zu ziehen. Ich habe den Job direkt wieder aufgegeben - dann muss es jetzt eben mit einem Einkommen reichen. In einem Monat fahre ich mit den Kids auf Mutter-Kind-Kur und um eine Psychotherapie habe ich mich auch gekümmert. Es ist lange noch nicht alles gut; die Umstände sind auch ohne Job belastend, aber wenn man in einer schwierigen Phase ist, dann sollte die Phase nicht zum Dauerzustand werden, sondern etwas dafür getan werden, dass sich die Situation zum Positiven ändert.
Ganz liebe Grüße

26.12.2018 23:50 • #8


27.12.2018 17:55 • #9




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