Arbeitgeber verlangt Auskunft über Feststellungsbescheid

paula

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Hallo,

ich bin seit ca. einem Jahr gleichgestellt - der Bescheid dazu liegt dem Arbeitgeber vor.

Nun hat mein Arbeitgeber schon mal im letzten Jahr von mir eine Kopie des Feststellungs-
bescheides verlangt, die ich ihm (mit Hinweis auf die für ihn notwendigen Informationen
in der Gleichstellung dokumentiert) nicht gegeben habe.

Jetzt habe ich wieder von der Personalabteilung eine Aufforderung erhalten, ihnen das
zuständige Versorgungsamt, das Datum und Aktenzeichen des Feststellungsbescheides
mitzuteilen. - Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, diese Angaben dem Arbeitgeber zu machen.

Wollen bzw. haben die das Recht dann dort nachzufragen?
Muß ich diese Angaben machen???

LG Paula

15.03.2012 13:17 • #1


Albarracin

Albarracin

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Hallo Paula,

der AG hat kein Recht, den Bescheid zu sehen - vor allem nicht die dort aufgeführten Behinderungen.
Das Versorgungsamt darf dem AG hierzu keine Auskünfte geben.

Frage Deine Personalabteilung doch mal, zu welchem Zweck und auf welcher Rechtsgrundlage sie diese Angaben verlangen.

Falls es in Deinem Betrieb eine Schwerbehindertenvertretung oder einen BR/PR gibt, solltest Du diese unbedingt von dem "unsittlichen" Antrag Deines AG unterrichten.

15.03.2012 14:33 • #2


paula


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Hallo Albarracin,

danke für die schnelle Antwort.

Zwischenzeitlich habe ich auch mit der Schwerbehindertenvertretung sprechen können, er hat mir das auch nochmal gesagt.
Zu eine Auseinandersetzung mit der Personalabteilung fühle ich mich nicht in der Lage.
Werde jetzt erstmal ganz nett antworten, dass ich auch diese Daten nicht rausrücken werde. Sollte das wieder nicht verstanden werden,
wird der Schwerbehindertenvertreter in der Personalabteilung aufschlagen und denen den Unterschied zwischen
Feststellungsbescheid/Gleichstellung - für Arbeitgeber nicht bestimmt/bestimmt anhand von Vordrucken erläutern.

LG Paula

15.03.2012 15:46 • #3