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Antidepressiva Nebenwirkungen - eure Erfahrungen

EliMeli

EliMeli

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02.12.2018 12:58 • x 1 #1


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Pilsum

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Hallo EliMeli,

willkommen hier im Forum.
Zitat:
Ich war vor zwei Wochen bei meiner Hausärztin, weil ich mich so antriebslos und traurig gefühlt hab. Ich denke ich
leide schon seit längerem unter Depressionen aber ich hab es nicht allzu ernst genommen.


Auch wenn Du Deine Depressionen am Anfang nicht so ernst genommen hast, so
nimmst Du nun ein Medikament welches Dir langfristig helfen soll.

Wenn Du nun nach 14 Tagen noch keine erste Verbesserung spürst, dann gehe bitte morgen nochmal zu Deiner Ärztin.

Wenn es so schlimm bleibt, wie Du es hier schilderst, dann solltest Du mit Deiner Hausärztin auch mal über einen
kurzen Aufenthalt in einem Krankenhaus sprechen.

Bitte erzähle mal etwas über Dich. Wohnst Du alleine?

Weißt Du denn etwas über die Gründe, warum Du so starke Sorgen und Ängste spürst?

Viele Grüße

Bernhard

02.12.2018 13:30 • x 1 #2


EliMeli

EliMeli

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Hallo lieber Bernhard,

vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Ja ich denke ich gehe morgen nochmal zum Arzt aber wenn dann zu einem anderen. Ich hab das Gefühl, meine Hausärztin nimmt mich nicht ernst. Ske hat mir das Antidepressiva verschrieben,ohne überhaupt nachzufragen welche Probleme ich überhaupt habe.

Zu mir: ich bin 24 und wohn bei meinen Eltern. Hab dieses Jahr meine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellte abgeschlossen.

Zu meinen Ängsten und Sorgen: naja das ist schwierig. Ich leide seit meiner Geburt an stottern. Ich hab es mit 13 gzt in den Griff bekommen, so dass niemand davon wusste (Mitschüler, Lehrer usw.). Aber in bestimmten Momenten muss ich so stark stottern dass ich überhaupt kein Wort rausbekommen kann. Ich wurde in meiner Jugendzeit auch schwer gemobbt. Ich hab mich immer mehr von der Außenwelt abgeschnitten. Hab mich auch mit 15/16 selbst verletzt. Das mach ich aber heute Gott sei dank nicht mehr.
Und jetzt seit 1 Monat hab ich das Gefühl, dass ich von meinen Emotionen bombardiert werde. Ich erkenn mich selber garnicht mehr. Ich hab auf nichts Lust , könnte den ganzen Tag nur schlafen. Ich seh einfach keinen Sinn mehr in meinem Leben.
Ich kann mit niemandem darüber reden. Nicht mal mit meinen Eltern. Ehrlich gesagt wissen sie von meinen Problemen nicht. Meine Eltern akzeptieren die Krankheit Depression nicht. Ich muss quasi ständig mit einer Maske rumlaufen. Ich hab auch das Gefühl, dass ich verrückt werde. Einfach in einem falschen Film gefangen bin

02.12.2018 18:23 • x 1 #3


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Pilsum

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@EliMeli

Hallo Elimeli,

vielen Dank für eine Antwort.

Nun wird es viel klarer, warum es Dir nicht gerade gut geht.
Zitat:

Ja ich denke ich gehe morgen nochmal zum Arzt aber wenn dann zu einem anderen.


Mach das.
Zitat:
Sie hat mir das Antidepressiva verschrieben, ohne überhaupt nachzufragen welche Probleme ich überhaupt habe.


Na das ist ja toll. Hattest Du denn sonst Vertrauen zu Deiner Ärztin? Natürlich machen auch Ärzte schon mal Fehler.
Dieser Fehler hört sich aber schlimm an. Oder trittst Du übermäßig schüchtern auf?
Zitat:
Hab dieses Jahr meine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellte abgeschlossen.


Wunderbar, dann wirst Du ja jetzt ins Leben richtig einsteigen können.

Wenn Du hin und wieder stotterst, dann ist das für Dich bestimmt sehr unangenehm.
In Wirklichkeit ist es aber gar nicht so schlimm, wie Du das befürchtest.
Dein Eigenbild und das Fremdbild laufen da sehr weit auseinander.
Nur derjenige, der Dir gegenübersteht, der weiß meistens nicht, wie er sich verhalten soll,
wenn Du mal stotterst. Auch ich habe das bei mir hin und wieder erlebt.
Was würdest Du anderen vorschlagen, wie sie dann reagieren sollten damit Du Dich gut fühlst?

Jedenfalls brauchst Du Dich deswegen nicht so schlecht fühlen. Damit kommst Du langfristig gut zurecht.
Zitat:
Ich hab mich immer mehr von der Außenwelt abgeschnitten.


Ich verstehe Dich gut. Jedoch frage ich Dich. Kannst Du einsehen, dass dies ein großer Fehler war?

Zitat:
Und jetzt seit 1 Monat hab ich das Gefühl, dass ich von meinen Emotionen bombardiert werde


Dann sage mal, was ist vorgefallen, dass Dich Deine Emotionen bombardieren.
Fast glaube ich die Richtung schon zu ahnen.

Zitat:
Ich seh einfach keinen Sinn mehr in meinem Leben.


Eine Zeitlang darf das mal sein. Das wird bestimmt wieder besser.
Gib Deine Hoffnung und den Glauben an Dein Glück nicht auf.

Zitat:
Ich kann mit niemandem darüber reden. Nicht mal mit meinen Eltern.


Na, immerhin doch schon mal mit uns.
Und Eltern sind auch selten gute Gesprächspartner für soetwas.
Die glauben sie müssen Dir das so schonend spiegeln, dass Du das Ergebnis kaum gebrauchen kannst.
Zitat:
Ehrlich gesagt wissen sie von meinen Problemen nicht.


So ist es fast immer. Dann lasse sie in dem Glauben.
Zitat:
Meine Eltern akzeptieren die Krankheit Depression nicht.


Das finde ich nicht gerade lustig. Obwohl ich es irgendwie verstehen kann.
Du bist doch vermutlich ihr Sonnenstern, oder nicht?
Zitat:
Ich muss quasi ständig mit einer Maske rumlaufen.


Vermutlich nicht. Jedoch solltest Du das erst mal langsam lernen, hin und wieder
kurzzeitig ohne Maske herumzulaufen.
Wie ich hier lese, bist Du doch eine tolle, intelligente Frau.
Also lass Dir dafür etwas Zeit.

Ich glaube Du bekommst das schon hin. Du wirst es sehn.

Viele Grüße

Bernhard

02.12.2018 21:55 • x 2 #4


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Irgendeine

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17.05.2020 20:48 • x 1 #5


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Dani82a

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Hey,

es gibt sicherlich ein paar "hier", die auch Nebenwirkungen erleben, bzw erlebt haben.

Bei mir war das zb bei Sertralin und Perazin ganz extrem.

LG

18.05.2020 10:15 • x 1 #6


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Novalis123

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Medikamente können auch sehr gefährlich sein deswegen wird man oft im Krankenhaus angepasst.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Selbstmordgedanken <---

Medikamente ist keine lösung ! ! ! Sie sollen nur helfen eine therapie zu durchlaufen.

Was wirklich dir helfen würde ist etwas zu ändern.

Umgebung, Wohnort, Arbeit oder alles.

Und wenn dir ganz schlimm gehen sollte ruf eine Krankenhaus an und lass dich beraten.

Sie werden dich in paar monaten wieder auf die beine bekommen. Ich will damit nur sagen es gibt immer ein weg.

Ich wünsche dir eine baldige genesung.

18.05.2020 17:49 • #7


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Novalis123

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Jetzt Erfahrung zu Medikamenten:

Ich wurde imme im Krankenhaus angepasst unter 24 Stunden beobachtung.

Selbstmordgedanken
Mordgedanken
Aggressionen
Gedächtnisverlust (Toll um alle Filme neu zu gucken)
Manchmal intensivstation wegen nebenwirkungen.

Wirkung kam manchmal nach 1 Monat mit vielen nebenwirkungen.

Medikamenten hätten auf mich 5% wirkung ohne Stimulation der umgebung.
Therapien. Sport. Kunst. 30%
Freundliche Menschen mit Selben problemen 60%

Kann die Depression geheilt werden? Versteht man unter Heilung Wiederherstellung des Gesundheitszustandes unter Erreichen des Ausgangszustandes, dann können wir mit Sicherheit sagen, dass nach einer Behandlung von etwa sechs Wochen zwischen 50 und 60 % der Patienten wieder geheilt sind.

Wünsche dir besserung

18.05.2020 17:58 • #8


Sothesoul

EliMeli hat das letzte mal Dezember 2018 hier geschrieben , nur zur Info

18.05.2020 20:29 • #9


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Irgendeine

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Hallo,
du hast zwar nicht mir geantwortet, aber da mein Thema angeheftet wurde, antworte ich trotzdem mal.
Zitat von Novalis123:
Medikamente können auch sehr gefährlich sein deswegen wird man oft im Krankenhaus angepasst.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Selbstmordgedanken <---

Mein ersten 2 Antidepressiva wurden ambulant verschrieben. Das 2. hat mich dann fast in den Suizid getrieben und für meinen ersten Klinikaufenthalt gesorgt.
Zitat von Novalis123:
Medikamente ist keine lösung ! ! ! Sie sollen nur helfen eine therapie zu durchlaufen.

Ich mache seit ca. 7 Jahren Therapie. So lange nehme ich auch Medikamente.
Zitat von Novalis123:
Sie werden dich in paar monaten wieder auf die beine bekommen. Ich will damit nur sagen es gibt immer ein weg.

Wie oben schon beschrieben, bin ich seit 7 Jahren "dabei". 4 Mal stationär, 1 Mal tagesklinisch, 2 Mal eine Nacht stationär qegen akuter Krise, aktuell die 2. ambulante Therapie. Insgesamt also ca. 9 Monate Psychiatrie, davon ca. 6 Wochen Geschlossene.
Ich habe über 15 Psychopharmaka durch, aktuell nehme ich 6 verschiedene Medikamente. Leider mehr Nebenwirkungen, als Wirkung.
Wirklich gut geht's mir trotzdem nicht.
Zitat von Novalis123:
Ich wurde imme im Krankenhaus angepasst unter 24 Stunden beobachtung.

Ich leider nicht immer.
Zitat von Novalis123:
Kann die Depression geheilt werden? Versteht man unter Heilung Wiederherstellung des Gesundheitszustandes unter Erreichen des Ausgangszustandes, dann können wir mit Sicherheit sagen, dass nach einer Behandlung von etwa sechs Wochen zwischen 50 und 60 % der Patienten wieder geheilt sind.

Dann gehöre ich wohl leider zu den anderen 40-50%. Ich wüsste aber auch gar nicht, welchen Ausgangszustand ich erreichen wollen würde. Ich bin 27 und hab seit 17 Jahren Depressionen. Ich weiß nicht, wie es ist, sich länger als ein paar Wochen "gut" zu fühlen.

21.05.2020 19:29 • #10


Alexk78

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25.09.2020 10:04 • #11


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Heideblümchen

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Hallo @Alexk78 ...ich vermute, da reagiert jeder anders drauf. Ich habe erste Erfahrungen in der Klinik mit Antidepressiva gemacht, konnte die Nebenwirkungen, die sehr schnell eintrafen, aber in der Ruhe der Klinik auf mich wirken lassen (nicht zuhause) und ich konnte jederzeit über alles, was ich bemerkt hatte, reden und mich quasi beruhigen lassen.

Die Nebenwirkungen haben - bei mir ! - nach etwa einer Woche schon nicht mehr so zu Buche geschlagen . Heute, nach einem Jahr, hab ich immer noch welche, hab mir aber angewöhnt, nicht mehr so intensiv darauf zu machen. Die Medikamente helfen, die Alternative wäre......nicht so doll. Somit kann ich sie akzeptieren!

Und ich persönlich möchte nicht mehr ohne die Medis leben. Bzw. mir vorstellen, dass mein Neurologen irgendwann sagt: Frau XY, jetzt fangen wir mal an, auszuschleichen. Mal sehen, ob es auch ohne geht...." Horrorvorstellung für mich, jetzt, wo alles so relativ gut MIT Medikamenten läuft. Und des weiteren kann ICH von MIR sagen, dass pflanzliche oder alternative Heilmethoden für mich nie Thema waren. Mein Kopf musste und muss wissen, dass die Pillen, die ich einwerfe, helfen. Sonst bekomme ich das psychisch nicht hin. Ich selber bin von alternativen Heilmethoden nicht überzeugt, dann helfen sie mir auch nicht (sagt mein Kopf). Ich weiß nicht, ob dir das jetzt weiter hilft, aber ich hoffe, dass dir alles, was du jetzt tust und nimmst hilft, dass du dich bald wieder besser fühlst. Ich habe hier schon gelesen, dass einige ein bisschen experimentieren mussten, um das für sie jeweils richtige zu finden. Bei mir hat alles sehr schnell angeschlagen! Alles Gute für dich

25.09.2020 10:19 • x 2 #12


Alexk78

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Zitat von Heideblümchen:
Hallo @Alexk78 ...ich vermute, da reagiert jeder anders drauf. Ich habe erste Erfahrungen in der Klinik mit Antidepressiva gemacht, konnte die Nebenwirkungen, die sehr schnell eintrafen, aber in der Ruhe der Klinik auf mich wirken lassen (nicht zuhause) und ich konnte jederzeit über alles, was ich bemerkt hatte, reden und mich quasi beruhigen lassen.


Vielen Dank für deine Antwort
Es ist schon besser, wenn man in der Klinik an das Antidepressiva herangeführt wird, daheim fühlt man sich durch die Nebenwirkungen doch etwas unsicher.
Ich bin auch kein Mensch, der gerne Tapletten nimmt.

25.09.2020 15:31 • #13


Alexk78

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Zitat von Heideblümchen:
Die Nebenwirkungen haben - bei mir ! - nach etwa einer Woche schon nicht mehr so zu Buche geschlagen . Heute, nach einem Jahr, hab ich immer noch welche, hab mir aber angewöhnt, nicht mehr so intensiv darauf zu machen. Die Medikamente helfen, die Alternative wäre......nicht so doll. Somit kann ich sie akzeptieren!


Was für Nebenwirkungen hattest du?
Und welche ist geblieben?
Es freut mich, dass du so positive Erfahrungen damit machst.

25.09.2020 15:34 • #14


Alexk78

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Zitat von Heideblümchen:
Und ich persönlich möchte nicht mehr ohne die Medis leben. Bzw. mir vorstellen, dass mein Neurologen irgendwann sagt: Frau XY, jetzt fangen wir mal an, auszuschleichen. Mal sehen, ob es auch ohne geht...." Horrorvorstellung für mich, jetzt, wo alles so relativ gut MIT Medikamenten läuft. Und des weiteren kann ICH von MIR sagen, dass pflanzliche oder alternative Heilmethoden für mich nie Thema waren. Mein Kopf musste und muss wissen, dass die Pillen, die ich einwerfe, helfen. Sonst bekomme ich das psychisch nicht hin. Ich selber bin von alternativen Heilmethoden nicht überzeugt, dann helfen sie mir auch nicht (sagt mein Kopf). Ich weiß nicht, ob dir das jetzt weiter hilft, aber ich hoffe, dass dir alles, was du jetzt tust und nimmst hilft, dass du dich bald wieder besser fühlst. Ich habe hier schon gelesen, dass einige ein bisschen experimentieren mussten, um das für sie jeweils richtige zu finden. Bei mir hat alles sehr schnell angeschlagen! Alles Gute für dich


Wenn man gut eingestellt ist, sind die Medikamente bestimmt eine Bereicherung.
Durch die Nebenwirkungen kann ich es mir nur im Moment nicht vorstellen, die Anfangszeit ist schon hart.
Das hab ich auch schon gelesen, dass viele schon einige Medikamente versuchen müssen, bis das passende gefunden wird.
Gut, dass es bei dir von Anfang an geklappt hat.

Ich wünsche dir auch alles Gute

25.09.2020 15:46 • #15


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Eis

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Hallo Alexk,

Es kann oft lange dauern, bis man das richtige Antidepressiva gefunden hat. Ich hab Sertralin auch nicht vertragen und nach wenigen Tagen abgebrochen.

Ich musste einiges durchprobieren, bis ich mein jetziges Antidepressiva gefunden habe. Du musst es ja nicht nur vertragen, es soll ja auch noch wirken.

Also Geduld, und wenn du es nicht aushältst, dann geh zum Arzt und sag ihm das. Mein erstes Antidepressiva hab ich genau ein einziges Mal genommen, das war so schlimm, dass ich mich geweigert hab, auch nur eine einzige weitere Tablette einzunehmen.

Nicht aufgeben!

VG Eis

25.09.2020 21:53 • #16


Alexk78

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Hallo Eis,
Vielen lieben Dank für deinen Tipp
Ich möchte das sertralin auch nicht mehr weiter nehmen.

Habe morgen wieder einen Termin bei meinem Psychologen, werde es auf jeden Fall ansprechen.

Es freut mich, dass du das passende für dich gefunden hast.

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag

Grüße Alex

26.09.2020 10:50 • #17


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Irgendeine

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Mein erstes Antidepressivum war auch Sertralin. Ich hab mich 6 Wochen (so lange musste ich es nehmen, bis mein damaliger Doc einem Wechsel zugestimmt hat) durchgehend high gefühlt. Danach hab ich dann Citalopram, Valdoxan und Venlafaxin ausprobiert. Ich bin mit allen nicht klar gekommen.
Entweder waren die NW zu stark oder es hat gar nichts gebracht.

Jetzt habe ich Elontril und Mirtazapin. Vom Elontril habe ich zwar eine sehr nervige Nebenwirkung (Tremor), aber es sind die ersten Antidepressiva, mit denen ich auf längere Dauer halbwegs parat komme.

26.09.2020 15:13 • x 1 #18


Martl

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Ich nehme seit ca. 8 Jahren Antidepressivum. Anfang hat es bei mir auch lange gedauert, bis ich das passende Medikament hatte. Bin bei Venlafaxin gelandet. Keine Nebenwirkungen wirds nicht geben, damit muss man sich abfinden. Hängt natürlich auch von der Dosis ab. Habs auch schon mehrmals probiert, die Medikamente abzusetzen, leider wurde dann die Depression wieder schlimmer.

26.09.2020 15:42 • #19


Alexk78

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Zitat von Irgendeine:
Mein erstes Antidepressivum war auch Sertralin. Ich hab mich 6 Wochen (so lange musste ich es nehmen, bis mein damaliger Doc einem Wechsel zugestimmt hat) durchgehend high gefühlt. Danach hab ich dann Citalopram, Valdoxan und Venlafaxin ausprobiert. Ich bin mit allen nicht klar gekommen.
Entweder waren die NW zu stark oder es hat gar nichts gebracht.

Jetzt habe ich Elontril und Mirtazapin. Vom Elontril habe ich zwar eine sehr nervige Nebenwirkung (Tremor), aber es sind die ersten Antidepressiva, mit denen ich auf längere Dauer halbwegs parat komme.


Sechs Wochen ein Medikament zu nehmen, dass man nicht verträgt, ist schon hart.

Man bekommt es schon öfter mit, dass Leute Antidepressiva nehmen, aber es ist einem nicht klar, was dieses Medikament an Nebenwirkungen hat, bis man dann selber betroffen ist.

Das mit dem Tremor tut mir leid, würdest du aber trotzdem sagen, dass es dir mit Antidepressiva besser geht?

Wünsche dir einen schönen Abend
LG Alex

26.09.2020 21:44 • #20


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Irgendeine

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Zitat von Alexk78:
Sechs Wochen ein Medikament zu nehmen, dass man nicht verträgt, ist schon hart.

Ich war verzweifelt. Ich musste sehr lange um medikamentöse Hilfe kämpfen. Aussage der Ärzte: "Sie sind zu jung für Medikamente, Sie müssen das alleine schaffen!"
Also hab ich mich an dieses Medi geklammert. Und ganz ehrlich, das High-Gefühl war immer noch besser, als die Leere, die ich zuvor gefühlt habe.
Zitat von Alexk78:
Das mit dem Tremor tut mir leid, würdest du aber trotzdem sagen, dass es dir mit Antidepressiva besser geht?

Der Tremor ist so belastend, dass ich 2 Medis gegen diese NW nehmen muss. Ich brauche meine Feinmotorik bei der Arbeit.
Auch mit der aktuellen Medikation geht es mir nicht besonders gut. Aber von den 15 Medis, die ich durch habe, ist es noch die beste Kombi. Ich bin medikamentös ziemlich austherapiert. MAO-Hemmer wären die einzige verbleibende Möglichkeit. Aber die vertragen sich nicht mit meinem ADHS-Medi.
Also muss ich irgendwie lernen, mit der aktuellen Medikation zu leben.

lg

26.09.2020 22:19 • x 2 #21


Alexk78

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Zitat von Martl:
Ich nehme seit ca. 8 Jahren Antidepressivum. Anfang hat es bei mir auch lange gedauert, bis ich das passende Medikament hatte. Bin bei Venlafaxin gelandet. Keine Nebenwirkungen wirds nicht geben, damit muss man sich abfinden. Hängt natürlich auch von der Dosis ab. Habs auch schon mehrmals probiert, die Medikamente abzusetzen, leider wurde dann die Depression wieder schlimmer.


Guten Morgen,

Acht Jahre ist schon eine lange Zeit, darf ich fragen wie alt du bist?
Es ist schon sehr hart gegen die Depression anzukämpfen.

Mir geht es im Moment auch gar nicht gut, hoffe die Medikamente helfen mir aus dem tief wieder raus zu kommen.

Bei mir sind es die Lebensumstände die mich in die Depression gebracht haben.

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag
LG Alex

27.09.2020 08:32 • #22


Alexk78

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Zitat von Irgendeine:
Ich war verzweifelt. Ich musste sehr lange um medikamentöse Hilfe kämpfen. Aussage der Ärzte: "Sie sind zu jung für Medikamente, Sie müssen das alleine schaffen!"
Also hab ich mich an dieses Medi geklammert. Und ganz ehrlich, das High-Gefühl war immer noch besser, als die Leere, die ich zuvor gefühlt habe.


Guten Morgen,
Das tut mir sehr leid für dich
Wie alt warst du denn?
Depressionen können einen in jedem Alter treffen, find ich traurig, dass man dich damit einfach sitzen lassen wollte.
Schön, dass es dir mit den Medis besser geht.

27.09.2020 08:39 • #23


Alexk78

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Zitat von Irgendeine:
Der Tremor ist so belastend, dass ich 2 Medis gegen diese NW nehmen muss. Ich brauche meine Feinmotorik bei der Arbeit.
Auch mit der aktuellen Medikation geht es mir nicht besonders gut. Aber von den 15 Medis, die ich durch habe, ist es noch die beste Kombi. Ich bin medikamentös ziemlich austherapiert. MAO-Hemmer wären die einzige verbleibende Möglichkeit. Aber die vertragen sich nicht mit meinem ADHS-Medi.
Also muss ich irgendwie lernen, mit der aktuellen Medikation zu leben.


Da hast du schon einiges durch in deinem Leben.
Mein Sohn hat auch ADHS, das ist nicht einfach.
Ich wünsche dir alles Gute weiterhin auf deinem Weg

LG Alex

27.09.2020 10:08 • #24


bones

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Nun ich denke auch, dass man die Nebenwirkungen nicht vermeiden kann. Kommt immer drauf an welch Art von nw man redet.

Ich habe selber Bis auf leichter Schwindel was antidepressiva betrifft, nix gehabt. Ich habe so gut wie fast alle Antidepressiva durch. Sogar mao-Hemmer, außer dass jatrosom, hatte ich. Nun bin ich wieder bei venlafaxin gelandet. Schleiche es gerade ein. Ist für mich das geeignete Antidepressiva.
Ich nehme aber noch ein stimmungsstabilisator ein, davon habe ich jedoch tremor. Nervig aber hilft gut. Daher nimm ich es in Kauf.

27.09.2020 10:09 • #25


Alexk78

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Hallo bones,
Ja, man probiert viel, damit es einem besser geht. Mit Depressionen ist das Leben nicht mehr so schön, da nimmt man lieber die Nebenwirkungen von Tabletten in Kauf.

Wünsche dir alles Gute und einen schönen Sonntag

LG Alex

27.09.2020 12:07 • #26


bones

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Naja, bei mir ist es mittlerweile chronisch. Damit hab ich mich abgefunden. Es gibt zwar wenig Tage, wo halbwegs gut sind, aber ich versuche das beste draus zu machen. Auch was die nw betrifft, ich beachte sie nicht oder mach mich verrückt. Wenn ich zurück blicke, was ich alles schon erlebt hab leider, ist es für mich positiv nun. Aber sowas kommt nicht von heut auf morgen. Das braucht seine Zeit.

27.09.2020 13:41 • #27


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Irgendeine

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Zitat von Alexk78:
Das tut mir sehr leid für dich
Wie alt warst du denn?

Ich war damals 19. Und seit Jahren depressiv und essgestört.
Zitat von Alexk78:
Da hast du schon einiges durch in deinem Leben.
Mein Sohn hat auch ADHS, das ist nicht einfach.
Ich wünsche dir alles Gute weiterhin auf deinem Weg

Joa, das ist wohl wahr. Aber immerhin glaubt man mir mittlerweile.

lg

27.09.2020 20:51 • #28

Pfeil rechts




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