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Angst vor Auszug der Kinder

Julmar

Julmar

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Hallo,
ich möchte auch hier gerne etwas zu meiner Angst sagen. Ich weiß nun durch einer langen Behandlung und Auseinandersetzung meiner Problemen was ich habe. Allerdings hilf es mir dennoch nicht weiter, da ich die Strategien nicht Umsetzen kannst. Nun

zu meinem Krankheitsbild:
Ich habe eine generellesierte Angststörung, das heißt ich habe vor fast alles Angst was um mich passiert oder passieren könnte.
Ich habe Verlustängste, Einsamkeitsängste, Angst vor dem alleine sein, Angst vor Veränderungen, Autophobie, Angst davor das meine Kinder irgendwann ausziehen und ich dann allein im Haus bin, ich habe Angst davor alles alleine zu stemmen, unselbständig,von klein auf würde für mich alles erledigt vor was ich Angst hatte es nicht zu schaffen. Das ist noch Heute so. Das doofe ist ich traue mich noch immer nicht an die Dinge Ran vor den ich Angst habe und dann vermeide ich es halt, wenn es geht. Ich halte so gut wie keinen Druck aus.

Also, im Moment gehe ich zur Hypnose, ich würde sagen,das ich jedes Mal in Trance war. Ich hatte auch gelesen das bei einer generalisierte Angststörung die Hypnose nicht so schnell anspringt, da mehrere verschiedene Vorkommnisse in der Kindheit im Unterbewusstsein verborgen sein könnten. Die müssen natürlich auch alle aufgedeckt werden.

Vielleicht kennt einer das auch, wie kämpft ihr dagegen an, welche Strategien habt ihr?
Ich freue mich über einige Nachrichten.

Liebe Grüße

24.02.2019 13:49 • #1


mutmacher

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Hallo, Julmar
Erst mal herzlich willkommen hier im Forum. Vermutlich bist Du hier schon im richtigen Umfeld gelandet was Deine Ängste betrifft.
Ich glaube, dass es wohl keinen Menschen gibt, der angstfrei ist. Nur die Ausprägung und was nun konkret betroffen ist, macht wohl den Unterschied. Aber schon allein die Tatsache, dass Du Kinder erzogen hast, zeigt doch, dass Potential u. Erfahrung in Dir steckt, auf das Du zurückgreifen und stolz sein kannst. Bist Du allein erziehend od. hast Du einen Partner an Deiner Seite ? Wie alt sind denn Deine Kinder ?
Du fragst nach Strategien gegen die Angst. Nun da geht wohl jeder Mensch anders damit um. Vielen sieht man die Lebensängste auch nicht an, sie gehen selbstbewusst und strukturiert durch ihren oft schwierigen Alltag, nur hin und wieder öffnen sie sich etwas und auch dann werden Unsicherheiten, Niedergeschlagenheit und andere Defizite sichtbar. Also Resumee: Fast jeder trägt irgendwo ein Päckchen mit sich herum oder ist immer nur glücklich.
Sicher wirst Du hier noch mehr Tipps für den Alltag bekommen.
Dir erst mal einen schönen Sonntag mit Deinen Kids.
Lb.Grüße
Mutmacher

24.02.2019 15:19 • #2


julienne

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Hallo Julmar,
willkommen im Forum. Mein Tag besteht auch nur aus Angst. Es freut mich zu lesen, dass es etwas gibt, dass dir keine Angst macht: die Hypnose. :daumen: Ich hätte diesen Mut nicht, weil ich dafür zu sehr Kopfmensch bin.

Liebe Grüße
Julienne

24.02.2019 16:11 • x 2 #3


Alexandra2

Alexandra2

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Liebe julmar,
Herzlich willkommen. Meine Ängste sind sehr weit weg, daher kann ich Dir nur minimal helfen.
Als ich mal verfolgt wurde, machte ich einen Selbstverteidigungskurs für Frauen. Ich wollte meine Stärke entdecken und etwas gegen die Hilflosigkeit tun. Das hat ganz gut funktioniert. Vielleicht geht eine Freundin mit Dir gemeinsam?
Vielleicht funktioniert der Grübelstopp auch als Angststopp? D.h. immer wenn Du merkst, die Angst wächst, sagst Du Dir immer wieder Stopp leise oder laut. So oft, bis es Dir zur Gewohnheit wird und nach Möglichkeit, bevor die Angst groß ist.
Ich wandle meine Angst in Aktion um, vermeiden oder raus aus der Starre. Quasi bevor etwas schlimm wird.
Liebe Grüße

24.02.2019 17:45 • x 3 #4


Frederick1

Frederick1

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liebe Julmar,

früher hatte ich auch sehr viele Ängste, aber schlauerweise, je älter ich werde, um so weniger werden auch meine Ängste.

Oh ja es stimmt, Ängste können uns total blockieren. Und dann können wir leider auch nicht mehr richtig denken. Wir sind so was von verstrickt, wir sind in der Angst, und entwickeln immer mehr angstvolle Gedanken.

Das können schon älter Ängste noch von früher sein, aber auch ganz neue Ängste.

Aber Ängste sind einfach da, weil wir Menschen immer Angst haben, etwas Wichtiges für uns zu verlieren. Sei es meine Existenz, mein Beruf, Angst meinen persönliche Wertschätzung zu verlieren, Angst vor Trennung. Meine beiden Kinder sind schon beide aus dem Haus, und da musste ich mich echt zusammen nehmen, das sie meine Ängste nicht so spüren, denn ich wollte sie damit nicht auch noch belasten. Die Kinder müssen ihr eigenes Leben aufbauen, können nicht für alle Zeiten hier bleiben.

Letztlich will uns die Angst etwas zeigen. Sie will uns aus vergangenen Zeiten warnen, Angst will uns beschützen und behüten. Damit wir für uns negative Dinge nicht wieder erfahren und erleiden müssen.

Mir hilft es, das ich immer wieder versuche, mich meinen Ängsten zu stellen. Dabei kommt es auf mein Denken an.

Wie habe ich früher gedacht, und wie denke ich heute.

Wenn ich meine Ängste fühle, habe ich vorher falsch gedacht. Denn meine Gedanken bestimmen meine Gefühle.

Deshalb muss ich es lernen, mein Denken klar anzuschauen, damit ich meine Gefühle mehr verstehe.

Und warum denke ich so negativ, welche Erfahrungen in meinem Leben lassen mich so negativ denken? Welche Ängste hatte ich als Kind.?

Vielleicht hilft es dir, deine Ängste anzuschauen, aufzuschreiben, eine gute Antwort für deine Ängste zu finden .


viele liebe Grüße an dich,

Frederick

25.02.2019 16:35 • x 2 #5




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