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Angst, Depressionen und Panikatacken

Joachim-68

Hallo,

bin kein Arzt, aber ich denke Eure Probleme sind Luft (bestimmt teilweise), wenn Ihr einen netten Partner(in) findet.
Das ist einfacher wie einen guten Psychologen oder Psychiater zu finden.

Ich möchte Euch nicht vor den Kopft stoßen, denn ich habe es auch noch nicht geschafft.
Aber ich glaube, dass ist die Lösung. Ok, ich kann mich irren.

Gruß
Joachim

21.05.2020 02:22 • x 1 #1


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Mayke1

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Guten Morgen!
Was das Alleinesein betrifft, hast du vielleicht Recht, Joachim.
Ich selber bin depressiv und habe eine Angststörung. Dass ich einen Partner habe, macht mein Leben bezüglich meiner Krankheit nicht einfacher. Meinen Mann nun auch noch als Psychologen einzuspannen, würde gar nicht funktionieren. Er kann sich selten in mich einfühlen, einfach deshalb, weil er keine Depressionen hat und auch mit Angst und Panik gesund umgeht.
Meine Möglichkeiten der Lebensgestaltung und seine passen nicht mehr aufeinander. Das führt oft zu Problemen, fordert ständig die Kompromissbereitschaft von F. heraus, was mich wiederum überfordert.
Viele Grüße von Mayke

21.05.2020 08:06 • x 1 #2


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Kate

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Zitat von Joachim-68:
Hallo,

bin kein Arzt, aber ich denke Eure Probleme sind Luft (bestimmt teilweise), wenn Ihr einen netten Partner(in) findet.


Eine recht fragwürdige Aussage. Ich bin der Meinung, wenn man seelisch gesund ist, gern Zeit mit sich verbringt, die eigene Stille und Einsamkeit nicht nur erträgt sondern auch genießen kann, dann ist es Zeit für einen Partner. Dann ist dieser eine Wahl und keine Notwendigkeit mehr, der einen aus dem Sumpf aus Elend und Verzweiflung ziehen muss.

In einer bestehenden Beziehung ist das selbstverständlich anders, dort sollte man unterstützend da sein. Aber für einen Neubeginn ist ein Seelenleiden immer eine enorme Hürde.

Mein Elend löst sich ganz bestimmt nicht in Luft auf, sobald ich einen neuen Partner habe. Ich wurde nach 21jähriger Beziehung aus diesem Grund verlassen.

Kate

21.05.2020 09:02 • x 3 #3


Joachim-68

Hallo Kate,

du hast Recht ist halt alles sehr kompliziert und nicht einfach zu lösen.

Gruß
Joachim

21.05.2020 13:26 • #4


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Marie49

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Hallo Mayke1

ich kann mir gut vorstellen, wie es Dir geht. Mein Mann begreift es auch nicht, wie es mir geht
und daß ich oft Panikatacken habe. Im Grunde ist mein Mann Schuld an meiner Krankheit. Mein
Mann ist sehr, sehr egoistisch . Ihm ist es egal, wie es mir geht.

Ich hatte als Jugendliche schon Depressionen, weil meine Eltern sehr streng waren. Als ich dann
ausgezogen war, ging es mir besser. Vor etwa 16 Jahren habe ich meinen Mann kennengelernt.
10 Monate später haben wir geheiratet. Leider hat sich mein Mann gleich nach der Hochzeit extrem negativ verändert.

Ich wünsche Dir viel Kraft, für ein halbwegs ruhiges Leben.

Herzliche Grüße Marie49

26.06.2020 21:00 • x 1 #5


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SommerSonne

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@Marie49 und wie schaffst du damit umzugehen? Mein Ex Mann hat mich sehr von oben herab behandelt als damals die erste schwere depressive Episode kam, ich auf Medikamente eingestellt wurde und mein Körper dementsprechend auch mal Dinge gemacht, die ich selbst gar nicht mitbekommen habe. Wie bestimmte Zuckungen etc.
Dazu habe ich unheimlich viel in meinem Gesicht geknibbelt. Jeder Hautfetzen musste weg, habe ich es nicht mit den Fingern geschafft habe ich eine Pinzette zur Hilfe genommen. Skin Picking schimpft sich das.
Ich war dann nur noch der Psycho und wenn er mein Gesicht sah,( habe selbst vor dem schlafen gehen versucht alles abzudecken ) oh mein Gott schon mal in den Spiegel geschaut? Und wir waren zu dem Zeitpunkt 20 Jahre verheiratet.

Wenn dein Mann so egoistisch ist und du schreibst das er im Grunde schuld ist. Bleibst du bei ihm, weil du die Kraft nicht hast? Weil du Angst vor dem was kommen kann hast?

Lg Annette

30.06.2020 21:21 • x 1 #6


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Marie49

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Liebe Annette,

ich bin trotz allem eine Kämpfernatur. Ich habe in jungen Jahren schon gelernt zu kämpfen. Meine Kindheit und Jugend war von Gewalt geprägt. Bei meiner Mutter mußte alles was ich tat 100%ig sein. Wenn nicht, bekam ich Prügel. Mein Vater hat mich seit meinem 9. Lebensjahr mißbraucht. Also sage ich mir, das Verhalten meines Mannes ist wohl nicht so schlimm. Außerdem habe ich auch Angst mich zu trennen. Ich weiß nicht, wozu mein Mann fähig ist.
Seit einem Jahr nehme ich Antidepressiva, die mir sehr gut tun.
Eine ähnliche Angewohnheit wie Du mit dem Knibbeln habe ich auch. Ich kratze mir immer die Kopfhaut wund wenn ich nervös bin.

Tja, das Leben meint es mit manchen Menschen einfach nicht gut.

Paß gut auf Dich auf und sei lieb gegrüßt von Marie

30.06.2020 21:46 • #7


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mrsrobot

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Mein Mann ist nicht die Ursache meiner Agoraphobie, das beruht auf Umständen in der Kindheit, die kann er nicht lösen. Die soll er auch nicht lösen. Das kann ich nur alleine. Was er kann, ist mir eine Unterstützung sein, mich antreiben oder auch ausbremsen. Aber neverever ist er mein Problemlöser, dafür gibt es professionelle Menschen.

Vor 12 Minuten • #8

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