Hier im Garten gibt es einen nach drei Seiten geschlossenen Pavillon, aus massivem Holz gebaut. Das Dach spitzt sich zur Mitte zu. Eigentlich ist dieses Hüttchen wie ein Unterstand, doch es hat etwas Besonderes:
An der hinteren Seite ist von rechter zu linker Wand eine "Etage" auf Tischhöhe eingezogen. Nicht einmal schmal, sondern recht breit. An der vorderen Kante ein Wulst, damit das, was dort liegt, nicht hinunterrutscht.
Keiner weiß, wozu diese gesamte Vorrichtung dienen soll. Als ich den Pavillon zum ersten Mal sah, war für mich klar, dass ich diese zweite Ebene meine Schlaf- Etage wird.
Die Nächte sind hier warm,

Stechmücken gibt es nur vereinzelt momentan und in der Gegend ist es friedlich. Deshalb zog ich schon bald nach unserem Einzug in das Häusel unserer Bekannten zum Übernachten in die Gartenhütte um. Eine gemütliche und ausreichend gepolsterte Koje hatte ich mir aus Decken und Luftmatratze gebaut. Der Korb für die Nacht mit allerlei nützlichen Dingen war schnell gepackt. Das Abenteuer konnte beginnen.
Nach Einbruch der Dunkelheit wurde es, wie an jedem Abend, es still in der Siedlung. Die kaum wahrgenommenen Geräusche des Tages waren nun ziemlich deutlich: Das Aufbäumen und das donnernde Zusammenfallen der Meeresbrandung, das Tuckern der Fischerboote, das Rascheln und Fächeln der Palmenwedel im rauen Wind, das Hupen der Fähre und das Geraschel der Tiere, die nachts in den Garten kamen. Atlashörnchen huschen heran und suchen nach Krümeln. Meine treuen Besucher, zwei Esel, traben über den knirschenden Erdboden aus Lavaschotter eilig heran. Für je einen Apfel halten sie ganz still und lassen sich zwischen den Ohren kraulen und trollen such danach wieder.
In den ersten Nächten war mir manchmal noch etwas unheimlich zumute, doch nun, Wochen später, nicht mehr. Der Wind erfrischt die Luft so schön. Sie duftet aromatisch nach Salz und Meer.
Oft habe ich inzwischen schon im Hüttchen übernachtet.
Wenn ich Sorgen habe und wegen Grübelei nicht schlafen kann, ziehe ich mit ein paar Handgriffen nach draußen um. Der Gartenkorb wird jeden Tag neu gepackt bzw. ergänzt.