Therapeutenwechsel bei laufender Therapie notwendig?

huxx

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Hallo, ich frage mich nach meiner letzten Sitzung, ob bei mir eine Therapeutenwechsel ansteht. Kurze Vorgeschichte: Bin zur Zeit (seit 2010) bei einer Fachärztin (Psychaterin mit Zusatz Psychotherapeutin) in Behandlung. Damals war der Anlass, dass ich auf meiner Arbeit gar nicht klarkam und eine Art Burnout aber eben auch starke Depressionen hatte. Vorher (2002-2007) war ich 5 Jahre bei einem Psychotherapeuten in Benhandlung. Die Therapie dort, bei dem ersten, endete geplant. Beide arbeiten mit Gesprächs/Verhaltenstherapie, obwohl es natürlich Unterschiede gibt / gab. Ein Unterschied ist, dass die Ärztin mit Psychopharmake (Citalopram) arbeitet. Bin also schein eine Weile in Behandlung und meine manchmal, dass ich meine Depressionen nie mehr loswerde. Aber nun weiter zum aktuellen Anlass:

Anlass:
Es war bei der Ärztin immer mal so, dass ich mich nicht so am richtigen PLatze fühlte, da Sie sehr viel spricht und ich viel zuhöre. So kommt es mir auf jeden Fall vor. Aber es gab auch viele termine, die mir wirklich gut getan haben und ich einiges mitgenommen habe. Jetzt war es so, dass ich bei einem Termin über meinen Sorgen bzgl. der Selbstständigkeit meiner Frau sprach (mal wieder) und meinen Verarmungsgedanken. Ich arbeite seit meinem Burn-out (seit Ende 2010) nur noch 2-3 Tage die Woche (Teilzeit). Nach einigen Tipps und der ganz hilfreichen Aussagen kam der Hammer. Sie meinte, dass ich meine Frau nicht so viel fragen solle, wie es so läuft, da ich meiner Frau dann ja wie ein Zuhälter vorkommen könnte. (Na. läuft das Mädchen den gut??). Das Ganze auch noch in einer aktuellen Phase, wo ich auf meine andauernde miese Stimmung seit ein paar Wochen dagegen kämpfe mal wieder weiter abzurutschen. Nach der Aussage war der Termin vorbei, ich war in dann wie vor den Kopf gestossen. Habe mir immer wieder gesagt, dass die Therapeutin mir wohl klar machen wollte, wie ungünstig mein Verhalten gegenüber meiner Frau (ständiges nachfragen) rüberkommen könnte und eben NICHT das ich wie ein Zuhälter lebe...

Aber die Aussage bohrt weiter in mir rum und ich zweifle, ob es nicht doch genauso gemeint war: Huxx ist ein Zuhälter und lässt seine Frau arbeiten gehen.

Kann / Sollte ich überhaupt wieder den Therapeuten wechseln? Nachteil wäre, dass ich ersteinmal einen finden müsste (incl. Wartezeit etc.) und dann nachvollziehbarerweise mehrere Monate ins Land gehen, bis der/die Neue sich "eingearbeitet" hat.

Vielleicht habt Ihr einen Tipp

danke
Huxx

23.01.2014 08:58 • #1


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achtsamkeit

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Hallo Huxx,

die Formulierung deiner Therapeutin empfinde ich auch als recht krass. Obwohl ich denke, dass sie dich bestimmt nicht als "Zuhälter" deiner Frau sieht.
Auch Therapeutin sind nur Menschen und auch sie können mal mit ihrer Wortwahl daneben liegen.
Jetzt einfach zu wechseln halte ich nicht für richtig. Dich beschäftigt diese Aussage und von daher solltest du ibeim nächsten Termin auch sagen wie du dadurch betroffen bist. So kann deine Thera auch selbst evtl. sagen, dass dies nicht korrekt war und ihr könnt darüber sprechen was der eigentliche Grund für diese Aussage war.
Vielleicht möchte sie, dass du dich stärker auf dich konzentrierst und daran arbeitest aus dem Loch heraus zu kommen.
Mein Tipp wäre also : spreche das an. Und als Hilfe mach dir Stichpunkte, also einen Zettel auf dem du deine Gedanken Gefühle dazu notiert hast.

LG Achtsamkeit

23.01.2014 09:30 • #2


huxx

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Hallo achtsamkeit,

vielen lieben Dank für Deinen Tipp. Genauso werde ich das machen.
Wichtig ist mir vor allem Deine Aussage: Auch Theras sind nur Menschen..... Ich werde nachfragen..
Huxx

23.01.2014 09:57 • #3


huxx

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Hallo,

will das Thema zu Ende bringen:

Habe das Thema Zuhälter heute angesprochen. Ergebnis war, dass Sie mir auch durch die drastische Wortwahl ihrerseits klarmachen wollte, wie so ein ständiges nachbohren ankommen kann und nicht dass ich wie einer lebe. Das wäre also geklärt. Toll finde ich das immer noch nicht, aber es geht. Theras sind eben auch nur Menschen....

05.02.2014 14:09 • #4


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achtsamkeit

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Hallo,
wichtig für dich ist, dass du es angesprochen hast und somit dch damit nicht weiter gedanklich quälen musst.
Die Formulierung deiner Thera finde ich von hier aus auch nicht sensibel, aber sie kennt dich ja nun und vielleicht war es dann okay.

LG Achtsamkeit

06.02.2014 09:50 • #5

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