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Stimmungstief - wie rauskommen / welche Wege gibt es?

Mo1901

Mo1901

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Hallo, liebe Leidensgenossen!

Ich bin jetzt ein paar Tage hier und merke, das kaum über gezielte Aktivität gegen das Stimmungstief geschrieben wird.
Das finde ich sehr schade, denn ich bin davon überzeugt, daß eine Linderung der Beschwerden einer Depression erreicht werden kann!

Ich selbst bin (bewusst seit 15 Jahren) an einer chronischen Depression erkrankt. Verursacht durch Kindheitstraumatas. .
War deswegen 2 mal im Krankenhaus und Reha. Verhaltenstherapie und 80 Stunden Tiefentherapeutische Begleitung inclusive.
Meine Symptome kommen ab und an hoch, aber:
Durch mentale "Werkzeuge" die ich in der Therapie kenngelernt habe, ist es mir gelungen, eine Linderung herbeizuführen!
Es ist zwar mühselig und langwierig, aber es lohnt sich für mich. Ich sehe es nicht ein, warum ich ein Leben in Wut und Verzweiflung leben soll. .!

Deshalb möchte ich Euch aufmuntern und schreiben:
Kämpft für Euch und eure Bedürfnisse!
Ihr seid gut so, wie Ihr seid!
Wenn es euch mal wieder sch. e geht, tut Euch was gutes und ruht Euch aus!
Egal was andere von Euch denken, macht Eurer eigenes Ding!

So, das musste ich mal loswerden.
Huh, ich hoffe es ist ein guter Denkanstoß für alle . .

Habt einen schönen Tag und geniesst ihn, auch wenn es schwer fällt!

Mo1901

12.02.2020 09:27 • x 5 #1


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ZeroOne

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Toller Thread, @Mo1901 !

Ich bin schon sehr gespannt, ob bei den vorgeschlagen Aktivitäten und Skills etwas Neues für mich dabei sein wird, was meinen Alltag, bzw. die Stimmungstiefs verbessern kann!

LG
ZeroOne

12.02.2020 10:02 • x 4 #2


Annaleen

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Hallo Mo,

vielen Dank für Deinen positiven Thread und die ermutigenden Worte!

Magst du erzählen, welche Werkzeuge dir genau helfen? Ich habe auch schon ein paar Sachen kennen gelernt, aber im Alltag geht so einiges wieder unter oder in Vergessenheit. So richtig hat mir bisher keines geholfen aber vielleicht war es das noch nicht oder ich muss der einen oder anderen Sache noch eine Chance geben

12.02.2020 10:31 • x 5 #3


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Mayke1

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Liebe Mo1901,
in diesen Thread würde ich mich auch gern einklinken!
Im Tief bin ich so festgebacken. dass es kaum möglich ist, aktiv zu werden.
Mich interessieren kleine, machbare Schritte.
LG von Mayke

12.02.2020 10:43 • x 4 #4


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mutmacher

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Genau was ich immer sage: Mach was ! Ich peitsche mich 3x/W. ins Fitness-Studio. Wenn ich zuhause die Turnschuhe anziehe, könnte ich erbrechen vor Unlust, aber nach dem Sport u. wieder zuhause, fühlt sich alles viel besser an. Das Lümmeln auf der Couch hab ich mir jetzt "verdient"
Ich glaube auch, dass unsere "Altvorderen" das wussten ("Arbeit macht das Leben süß"), die viel mehr hinlangen mussten wie wir heutzutage.

12.02.2020 12:59 • x 3 #5


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Mayke1

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Ein kleines bisschen Zwang im Sinne von Selbstmotivation zur Bewegung kann ich nachvollziehen. Da hilft mir oft mein ABC.
A wie aufstehen, woher auch immer. Bett, Sessel, Sofa. Wenigstens sich erheben.
B wie bewegen und wenn es nur ein paar Schritte anfangs sind. Danach kann man immer noch entscheiden, was geht oder nicht.
C wie Cleverness walten lassen. Musik an, tanzen. Dem Spiegelbild zulächeln. Sich selber sagen, "los jetzt".

Ich habe mich mein ganzes Berufsleben zu meiner Dienststelle gezwungen. Freilich ging es mir nach dem Arbeitstag besser, denn ich hatte gar keine Zeit, über meine Stimmung nachzudenken. Und dennoch, es war Zwang und ich erkenne heutzutage auch meine heftige Reaktion darauf während meiner Arbeitsstunden.

Mit meinem kleinen ABC kann ich meine Angst oder dem Stimmungstief aus einem anderen Blickwinkel betrachten und dem Gedankenkreisel die Geschwindigkeit nehmen.

12.02.2020 15:49 • x 2 #6


Mo1901

Mo1901

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Hallo , hier bin ich wieder!

Schön, das Ihr Euch für meine Aktivitäten gegen die Depressionen interessiert.
Da sich bei mir innerlich eine Wut (gegen meine Peiniger) über all die Jahre angesammelt hatte, brauchte ich ein Ventil um den Schrott abzulassen :

SPORT!
2 x pro Woche je 30 min auf den Stepper, sit ups, Handeltraining und Dehnübungen.
Wer keine Trainingsbank ect hat kann alternativ stramm spazieren gehen.
Das erwegt die Lebensgeister und die angestaute Wut löst sich.

Kreative Zeit:
Je nach Gemütszustand verbringe ich BEWUSST Zeit mit Handarbeiten, Malerei, oder handwerkliche Tätigkeiten.
Da bei mir meine Kraft schwankt, fühle ich nach, wieviel Zeit ich mit meinen Hobbys verbringe.
Somit vermeide ich ein klägliches Scheitern wegen Überforderung! (Wäre kontaproduktiv und führt zur miesen Stimmung)

Seelische Muse:
Das heisst MUSIK hören. Je nach Stimmungslage tendiert meine Wahl auf Klassik ( Mozart) bis hin zu Pop Rock (Depeche Mode).
Bei ganz schlechter Laune helfen mir Entspannungs CD's.

Wenn mein Schneckenhaus bewohnt werden möchte:
Gibt es eine Tasse Cappuccino mit Keksen. Damit gut ausgestattet geht es ganz alleine unter die Kuscheldecke!
Das ist nur für mich und wird NICHT GETEILT!

Egal was ich täglich mache, lebe ich BEWUSST UND FÜHLE den Gemütszustand davor und danach, das ist ganz wichtig!
Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie dankbar ich für diese Skills bin. Und rückblickend sehe ich, das ich sehr viel an mir gearbeitet habe und es mir besser geht.

Mo1901

12.02.2020 17:06 • x 2 #7

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