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Schuldgefühle und Gewissensbisse wegen Krankheit!

Pessimist

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Hallo Leute!

Bei mir dreht sich mal wieder alles im Kopf! Ich versuche auch mich möglichst kurz zu fassen!

Nachdem ich nun inzwischen über 42 Jahre OHNE Krankenscheine quasi durchgearbeitet habe, bin ich jetzt das erste Mal im Leben doch tatsächlich mal für eine länger Zeit krank geschrieben. Vor einigen Wochen bin ich ja arbeitsunfähig aus der Reha entlassen worden.

Nun beziehe ich seitdem Krankengeld, da die 5 Wochen der Reha mit einbezogen werden. Ich bin am 28. Februar 2020 trotz 100% Loyalität gegenüber dem Unternehmen unter einem erlogenen Vorwand fristlos entlassen worden! Die Hintergründe hatte ich ja seinerzeit hier schon an anderer Stelle erläutert. Mit Hilfe des Arbeitsgerichts hat sich alles zu meinen Gunsten erledigt, das schon im Mai 2020.

Um jetzt aber auf den Punkt zu kommen, vor dem Hintergrund, dass ich nun längere Zeit krank geschrieben bin, habe ich doch schon ein bisschen Schuldgefühle und Gewissensbisse, da ich jetzt der Krankenversicherung finanziell zur Last falle!

Ich bin seit fast 35 Jahren wegen Depressionen in Behandlung, bekomme seitdem Medikamente verschrieben, auch wegen anderer gesundheitlicher Probleme, ja, und jetzt auch noch sowas. jetzt auch noch Krankengeld beziehen, ach ja, und seit November 2020 in einer Langzeittherapie. Das kostet alles verdammt viel Geld denke ich mal. Und darüber mache ich mir doch tatsächlich einen Kopf! Deshalb habe ich dieses Thema der Kategorie Persönlichkeitsstörung zugeordnet. Die stand auch u.a. so auf meinem letzten Krankenschein (F60.6)

Das ist alles total verrückt! Auf der anderen Seite jedoch, so sagte man mir, bin ich aber nun mal ein Opfer dieser inzwischen meist rücksichtslosen Arbeitswelt geworden. Jahrelanges Mobbing und Diffamierungen waren da an der Tagesordnung!
Seinerzeit hatte ich hier schon oft drüber geschrieben.

Tja Leute, wie bekommt man derartige Gefühle nur aus dem Kopf ?

Mein Nachbar sagte mir die Tage, dass ich SOFORT den Schalter umlegen und zusehen müsse, dass ich mit meinem Popo an die Wand komme! Da sind solche Schuldgefühle und Gewissensbisse total fehl am Platz!

Aber diesen Schalter erstmal umlegen KÖNNEN!

Beste Grüße, Euer Pessimist

02.05.2021 12:50 • x 1 #1


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Greta

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Lieber Pessimist,

das mit dem schlechten Gewissen kenne ich auch.
Allerdings habe ich das eher gegenüber den Kollegen, die nun für mich mitarbeiten müssen und gegenüber Familie und Freunden, weil ich mich oft ohne große Erklärung zurückziehe.
Zitat von Pessimist:
da ich jetzt der Krankenversicherung finanziell zur Last falle

Was die Krankenkasse angeht, da mache ich mir keine Gedanken.
Es handelt sich sowohl bei der Übernahme der Behandlungskosten als auch beim Krankengeld um eine Versicherungsleistung.
Du hast 42 Jahre in diese Versicherung eingezahlt und mit deinen Beiträgen die Behandlung anderer Versicherter ermöglicht.
Nun bist du halt mal dran, und das steht dir auch zu. Denn dafür ist doch eine Versicherung da. Für den Fall, dass mal was passiert.
Oder hast du auch ein schlechtes Gewissen, wenn du einen Unfall verursachst und deine KFZ-Versicherung übernimmt den Schaden? Oder dein Haus brennt ab und die Gebäudeversicherung ersetzt dir den Wert.

Vielleicht kannst du dir ja mal ausrechnen, wieviel Geld du um Laufe der 42 Jahre in die Krankenversicherung einbezahlt hast.
Da kommt sicher ein stattliches Sümmchen zusammen.

Liebe Grüße
Greta

03.05.2021 12:19 • x 2 #2


Pessimist

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Da stimme ich Dir voll und ganz zu! Klingt ja auch durch und durch logisch!
Solche Gedanken gehören leider auch zu meinem Krankheitsbild! Aber das erstmal aus dem Kopf bekommen!
Bin Weltmeister im Grübeln!

Und, obwohl ich vor Wochen schon eine detaillierte, schriftliche Bestätigung von der Krankenversicherung bekommen habe, wurde mir bisher noch kein Krankengeld überwiesen! Macht mich auch ganz doof im Kopf!

Dennoch, vielen lieben Dank an dieser Stelle!

03.05.2021 12:28 • x 2 #3

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