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Reha verschieben - Drohung Krankengeld wird gestoppt

Julia_M

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Hallo,
ich bin total verunsichert und aufgelöst. Ich wurde vor 4 Monaten von der Krankenkasse aufgefordert einen Reha-Antrag zu stellen, weil ich schon 10 Monate krankgeschrieben bin. Nach Abschicken des Antrages ging alles sehr schnell. Da ich keinen Arbeitgeber mehr habe, ging das wohl per Eilverfahren. Ich habe einen Bescheid bekommen und 14 Tage später ein Schreiben von einer Rehaklinik mit baldiger Aufnahme (in 2 Wochen). Da ich erst vor ein paar Wochen aus einer Akutklinik gekommen bin und 2x die Woche zur ambulanten Therapie gehe und das gerade sehr brauche - meine Therapeutin ist gerade mein Halt - weil ich nicht stabil bin, muss ich die Reha verschieben. Außerdem muss ich in 2 Wochen aus meinem Zimmer raus und brauche eine neue Bleibe. Meine Ärztin hat mir gesagt, ich soll das mit der Krankenkasse besprechen, dass die den Termin verschieben. Sie bestätigt mir auch, dass ich aus gesundheitlichen Gründen gerade nicht in eine Reha kann und meine ambulante Therapie zur Stabilisierung brauche. Die Sachbearbeiterin von der Krankenkasse war sehr unfreundlich und ging auf nichts ein, was ich geschildert habe. Sie hat gesagt, wenn ich nicht gehe, wird mir das Krankengeld gestrichen. Das macht mir Angst. Ich habe jetzt auch einen Widerspruch eingelegt, um mein Wunsch- u. Wahlrecht zu nutzen, ich wusste vorher nicht, dass es das gibt aber meine Therapeutin und Ärztin meinten, dass die Reha-Klinik nicht passend sei. Ich kenne mich mit alle dem nicht aus.

Meine Fragen:
1. Da die Aufnahme in die nicht von mir ausgesuchte Reha-Klinik schon in 2 Wochen ist, ich aber ein Widerspruch eingelegt habe, weiß ich gar nicht wie sich das jetzt verhält? Da ich ja vielleicht noch in meine Wunschklinik kann, verfällt doch die Aufnahme in 2 Wochen bei der anderen Klinik oder wie läuft das? Ich traue mich das gar nicht bei der Krankenkasse anzusprechen.

2. Kann mir das Krankengeld wirklich gestrichen werden, wenn mir meine Ärztin ein Attest ausstellt, dass die Reha verschoben werden soll?

Vielen Dank für euren Rat! Ich bin so verunsichert und habe schon wieder so Panik.

07.01.2019 01:59 • #1


issabella

issabella

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Hallo,
ich wollte gar nicht antworten, da ich keine Expertin bin.

Krankengeld steht Dir 72 Wochen für eine Krankheit zu. Wie es ist, mit Reha, weiss ich nicht.

Vor Jahren hatte ich auch eine Einladung zum Reha bekommen - direkt vor Weihnachten. Klar, habe ich den Eintritt um 3 Wochen verschoben.

Was mich sehr stutzig macht;
Zitat:
Außerdem muss ich in 2 Wochen aus meinem Zimmer raus und brauche eine neue Bleibe.


Kannst Du mehr darüber schreiben?
Es kann nicht sein, dass Du obdachlos wirst, nur wegen Krankheiten und Rehamassnahmen.

Es gibt in dem Forum etliche Menschen, die Dir helfen können, aber Du musst schon detaillierter schreiben.
Wünsche Dir alles Gutes
LG
i.

08.01.2019 05:21 • #2


julienne

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Hallo Julia,
ich hab grad die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) im Netz entdeckt - vielleicht kann man dir dort besser deine Fragen beantworten ;-)

08.01.2019 13:04 • #3


Julia_M


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Vielen Dank für deine Antwort Issabella.
Das Problem mit meinem WG-Zimmer, was nur befristet gemietet war, ist nicht das Problem. Ich muss zum Februar was anderes finden und kann auch aus diesem Grund nicht am 22.01 zur Reha. Das ist aber nicht der Hauptgrund. Das Problem ist, dass gerade alles zerrüttet ist und ich versuche eine Baustelle in meinem Leben nach der anderen wieder irgendwie zu fixen. Ich bin gerade nicht stabil und brauche gerade akut meine Therapiesitzungen 2x die Woche mit meiner Therapeutin, um mich zu stabilisieren. Aber die Sachbearbeiterin der Krankenkasse will den Termin nicht verschieben, trotz Attest.
Da frage ich mich, ob sie mir dann wirklich das Krankengeld ab den 22.01 streichen kann.

Ich werde jetzt einen Widerspruch bei der Krankenkasse einlegen und mein Attest nochmal mitschicken.

08.01.2019 14:42 • x 1 #4


Julia_M


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Zitat von julienne:
Hallo Julia,
ich hab grad die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) im Netz entdeckt - vielleicht kann man dir dort besser deine Fragen beantworten ;-)


Wow! Danke für deinen Tipp. Ich habe gleich angerufen und habe einen Telefontermin zur sozialen Rechtsberatung bei der UPD bekommen.

08.01.2019 14:46 • x 1 #5


julienne

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na, das is doch mal ein Lichtblick :-)
Ich drück dir beide Daumen, dass du danach mehr Klarheit und Sicherheit haben wirst.

08.01.2019 15:06 • #6


issabella

issabella

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Julia, ich freue mich für Dich.
Ich hätte den Tip nicht geben können - ich wusste es einfach nicht.
Aber ich freue mich, dass Du eine Perspektive hast.
Jetzt ist es wichtig, dass Du eine Bleibe findest,
Ichmelde mich wieder.
LG
i.

08.01.2019 15:08 • #7


Ex-Mitglied

Ansonsten ist auch der Sozialverband immer eine gute Anlaufstelle - war es zumindest bei mir - als es um meine Krankenkassenbeiträge ging.
Ich war einmal dort, habe alles geschildert und die haben der Krankenkasse geschrieben und es wurde alles geregelt.
Ich hatte vorher einige Monate mit der Krankenkasse hin- und her geschrieben und nichts erreicht.

08.01.2019 15:13 • #8


Julia_M


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Danke, dass ich nicht ganz alleine und hilflos mit allem bin - vielen Dank für eure Antworten.

@julienne: Das ist wirklich ein Lichtblick, ich bin so verunsichert und ängstlich, weil ich nicht noch weitere Probleme (Stopp Krankengeld) brauche. Daher hoffe ich sehr auf das Telefongespräch zur Rechtsberatung.

@issabella: Danke für deine Mühe und jetzt wissen wir beide, dass es so eine Hotline gibt.

@florica: Der VDK hat erst wieder am 14.01 Sprechzeit und da ich noch kein Mitglied bin, kann ich erst ab den 14.01 um einen Termin fragen. Aber Danke für den Tipp!

08.01.2019 15:33 • #9


Ex-Mitglied

Also ich meine den SoVD nicht den VDK :-)

08.01.2019 15:43 • #10


issabella

issabella

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Gibt es große Unterschied?
LG

08.01.2019 15:49 • #11


Ex-Mitglied

Kann ich dir gar nicht so genau sagen - ich habe eben erst mal gegoogelt - ob das wirklich zwei Sachen sind, wie ich dachte.
Der Unterschied scheinen nur das Gründungsalter und das sich der SoVD wohl moderner gibt.

Aber letztendlich denke ich auch - das ist einfach Glücks- oder Pechsache - je nachdem wer dort für dich zuständig ist.
Ich hatte auf jeden Fall Glück, der Typ war kompetent und hat das erreicht was ich wollte.
Man hätte natürlich auch eine Schnarchnase bekommen können :roll:

08.01.2019 15:53 • x 1 #12


issabella

issabella

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Ich hatte eher Pech.
Da war ein unfähiger Anwalt und eine Mitarbeiterin.
Es ging nur um Behinderungsgrad.
30 - hätte ich auch ohne VDK erreicht und zwar, ohne zusätzliche Kosten.
Dann hatte ich auf die Dienste und Bezahlung von mir
LGverzichtet.

08.01.2019 16:03 • #13


Albarracin

Albarracin

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Hallo,

Sozialverbände wie VdK oder SoVD arbeiten sehr stark in der Erstberatung mit Ehrenamtlichen sowie bei der Rechtsvertretung mit relativ unerfahrenen juristischen Berufsanfängern - deswegen sind Beratungs- und Rechtsvertretungsqualität sehr stark schwankend.
Solltest Du eine private Rechtsschutzversicherung haben, solltest du im Vertrag nachsehen, ob sie auch "Sozialrecht" beinhaltet.
Wärst du noch Gewerkschaftsmitglied, wäre Sozialrecht im Rechtsschutz inbegriffen.

Falls dir jetzt das ganze droht, über den kKopf zu wachsen - vor allem, weil u. U. Fristenuhren ticken - hast Du die Möglichkeit, Hilfe bei diesen und anderen Problemen der Alltagsbewältigung zu bekommen beim "Sozialpsychiatrischen Dienst", den es in jedem Stadt- und Landkreis gibt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialpsy...her_Dienst

15.01.2019 11:07 • x 3 #14


Alexandra2

Alexandra2

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Hallo Julia,
ich bin auch kein Experte. Aber mir ging es genauso wie Dir, nur daß ich nicht wusste, daß vor Antritt die Rehafähigkeit bestehen muss. Ich bin abgestürzt in der Reha...
Jedenfalls ist die Rehafähigkeit nicht gegeben und DAS ausschlaggebende Argument m.E.
Toi toi toi, daß Du gut vertreten wirst. Und ich finde es toll, daß Du auf Dich achtest!
Liebe Grüße

15.01.2019 12:22 • #15




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