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Problem in LTA Maßnahme

Mici0815

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Hallo,

ich selber habe seit 2 jähren leichte bis mittelschwere depressive Episoden.
Aus diesem Grund kann ich meinen bisherigen Beruf nicht mehr ausführen. Deshalb wurde mir von der Rentenversicherung eine L.T.A-Maßnahme (Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben) genehmigt.
Diese Maßnahme beinhaltet 2 bis 3 Monate Theorie, in dem diverse Themen wie Kommunikation, Stress usw aber auch Bewerbungstrainings gemacht werden, aber auch herausgearbeitet wird, in welchem anderen Beruf man aufgrund diverser Qualifikationen reinpasst.

Im Anschluß hat man dann nochmal 6 Monate, in denen man Praktikas machen soll, um die man sich zuvor beworben hat.
Bis hierhin eine klasse Sache!

Jetzt kommt das ABER:
Ich habe mich in einer Einrichtung wieder gefunden, wo von 5 Dozenten gerade mal eine dabei ist, die Psychologische Psychotherapeutin ist. Der Rest besteht "nur" aus Sozial-Pädagogen, die offenbar recht wenig Erfahrungen mit depressions Erkrankten haben.

Mein Kurs besteht aus 5 Mitstreitern - alle mit psychischem Handicap, aber auch zum Teil mit Physischen.
Nur einer mit mir hat einen Therapeuten außerhalb - der Rest nicht!
Das Ergebnis ist:
Das mehrere Teilnehmer die Morgenrunde dafür nutzen, um gut und gerne 1 Stunde über sich zu erzählen. besser gesagt über ihre Probleme - mit dem Ergebnis, dass es den anderen Teilnehmern zuviel wird.
Die Dozenten scheinen das aber nicht zu erkennen. jedenfalls wird derjenigen dann nicht zu einem Einzelgespräch "umgeleitet".
Ich bemühe mich zwar irgendwie abzugrenzen, aber ich schaff das nicht immer.
Mit dem Ergebnis, dass es mich um einiges zurückgeworfen hat.
Auch eine Dozentin ist dabei, die "fröhlich" mit Ihrem Unterrichtsstoff "getriggert" hat - nicht nur bei mir, auch bei einer Mitstreiterin, die mit starken, chronischen Depressionen zu kämpfen hat - die wiederum auch OHNE Therapeut da steht.
Und ja, ich habe mich gewehrt.
Das Ergebnis ist inzwischen, dass ich von dieser Dozentin als völligst Minderbemittelt behandelt werde, igoniert werde und zudem noch vor allen anderen lächerlich gemacht werde.
Bei den anderen Dozenten ist es nicht ganz so mies.
Dennoch - ich muß ja da auch Bewerbungen schreiben, die ich für meine Praktikas brauche.
Allerdings ist genau diese Dozentin quasi die Oberaufsicht - und ihre Art wie sie damit umgeht, macht nicht nur mir das Leben schwer.
Zudem ist es so, dass sie dann rausgeht um zig Kopien für unsere Unterlagen zu machen.
In der Zeit fangen die Kursteilnehmer z.T. an, sich wie 6. Klässler zu benehmen - so mit Musikhören, Quatschen u.s.w.
Sprich ich selber kann mich dann kaum auf ein Bewerbungstext konzentrieren.

Dann ist es so, dass die Dame ihren Lehrstoff 8 Stunden lang durchprügelt - zwar haben wir Pausen, aber auch die hält sie nicht immer ein.

Nicht nur ich habe mit dieser Dame ein Problem - die anderen auch - mit dem Ergebnis, dass mir meine Mitstreiterin (die mit den Depressionen) vor 2 Tagen erzählte, dass sie schon wieder dieses starke Gefühl der Entfremdung hat.
Zudem hatte sie mir am Samstag Nachts um 22.30 Uhr eine WhatsApp geschickt, wo es nur um die Einrichtung und um Bewerbungen ging.
Noch Fragen?

Ich selber merke zunehmend auch, dass mir diese Maßnahme nicht gut tut und meine Schlafstörungen wieder zunehmen.

Abbrechen möchte ich nicht, denn ich möchte auch wieder eines Tages im Arbeitsleben sein.

Es gibt noch eine Menge mehr merkwürdiges über diese Einrichtung zu berichten, aber das würde jetzt zulange dauern.

Vielleicht hat hier ja jemand den einen oder anderen guten Tipp, wie ich da durch komme?

Liebe Grüße
Mici0815

17.12.2020 00:53 • #1


Robbe

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Hallo Mici0815,
das ist echt schräg was du da erzählst von der Einrichtung. Vor allem, dass sie dich als minderbemittelt abstempelt, ignoriert und vor den anderen lächerlich macht.
Du sagst dass sie die Oberaufsicht über das Ganze hat, aber auch sie kann nur über gewisse Grenzen gehen und dann sind auch ihr die Hände gebunden. Und so wie sich das für mich anhört ist sie schon ziemlich an der Grenze ihrer Möglichkeiten angelangt.
Ich kann verstehen, dass dir das total schwer fällt, bzw. nervt mit dieser Dozentin, aber versuch dich nicht so sehr von ihr einschüchtern zu lassen. Versuch deine Bewerbungen zu schreiben, das ist glaube ich im Moment das wichtigste, auch wenn es dir schwer fällt.
Ich finde es gut und wichtig, dass du die unmögliche Situation mit der Dozentin besprochen hast. Du bist für dich eingetreten und gleichtzeitig auch dadurch für die Anderen - super!
Ich wünsche dir viel Kraft für die Bewebungen und dass du es schaffst trotz aller Wiederstände!
Liebe Grüße, Robbe

17.12.2020 17:15 • x 1 #2


Mici0815

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Lieber Robbe,

danke!
Inzwischen hat mich zum Glück mein Therapeut wieder etwas auf die Spur gebracht - und ja, ich will!

17.12.2020 18:47 • #3


Robbe

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Das freut mich sehr für dich

17.12.2020 18:53 • #4

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