Weinen ohne bestimmten Grund

T
hallo!
bin wieder mal hier und möchte fragen ob das wieder beginn einer phase ist oder ob es einfach mein leben ist. ich hab solche angst nochmal eine zu kriegen. ich gehe draussen bei schönem schneewetter auf den leeren weißen felder spazieren und dann von jetzt auf gleich fange ich an zu weinen. oder auch jetzt ich spiele hier am pc und hab eigentlich zu nichts lust und fange wieder zuweinen an.
hab mir auch laute musik aufgedreht aber irgendwie bringst nichts.

kann mir da bitte helfen????
nehme 300 elontril und 100 sero

danke Träne

03.02.2012 13:10 • #1


Sarah
Hallo Träne,

von hier aus zu helfen ist schwer - denn nur du selber kannst einschätzen, ob du gerade eine schlechte Phase hast oder sich ein neuer depressiver Schub ankündigt. Ich kenne diese Ängste, dass man anfängt überbesorgt in sich hinein zu horchen.

Helfen kannst du dir vor allem selber. Du schreibst, dass du derzeit Antidepressivas nimmst. Ich würde dir raten, schnellstmöglich deinen Psychiater/Neurologen zu kontaktieren und ihm von deiner Verschlechterung zu berichten. Vielleich müssen die Medikamente und Dosierungen angepasst werden.

Gibt es ansonsten noch Techniken, mit denen du dir im letzten Schub helfen konntest? Wenn ja versuch dich aufzuraffen und diese anzuwenden. Vielleicht schaffst du es, einen neuen Schub damit gleich im Keim zu ersticken

Liebe Grüße

Sarah

03.02.2012 13:21 • #2


A


Hallo Träne,

Weinen ohne bestimmten Grund

x 3#3


T
die letzten male konnte ich bei musik gut mich ablenken und dsas spazieren gehen - hätte ich für mich gedacht ist ein weg in die richtige richtung. meine ich hab dies als festen tagesplan eingebaut.
und hat dann immmer auch gut getan mir gings dann wieder besser. aber diesmal war das ein reinfalle.

zum putzen kann ich mich nicht aufraffen.. hab schon versucht. geht nicht. mus jetzt dann noch meinen mädels was kkochen haben ja hunger - und wissen nicht wie ich hier rumhäng und mich das plagt.
ich muß raus udn irgendwas machen. aber so richtig hab ich im moment keinen plan mehr. mein neuro krieg ich keinen termin innerhalb ner wohce. ist zu voll.

ich weiß doch ich muss nur meinen schweinehund aufhebn und ihm einen stoß geben - ist .......

danke für die tipp

vielleciht werd ich doch dann wenigstens zum hausarzt fahren - weiß um mich bescheid. wird halt enttäuscht sein weil ich wieder abstürz
kann es nicht lange zurückhatlen

vielleicht geh ich mit meiner kamera noch raus und vielleciht ist das ja auch noch was damit ich dem weglaufen kann

danke für den schnelln rat sarah

03.02.2012 13:29 • #3


T
wie unterscheiden sich denn eigentlich ein schub mit dem einer erneuten episode???

03.02.2012 13:30 • #4


Sarah
Zitat von Träne:
wie unterscheiden sich denn eigentlich ein schub mit dem einer erneuten episode???


Ich weiß das immer erst hinterher. Wenn ich merke, dass Stimmung, Zuversicht und Co. so nach und nach schlechter werden habe ich jedesmal Angst davor, dass ich wieder im Loch hänge. Einen richtigen Rückfall hatte ich aber bisher noch nicht. Meist ging es mir nach 2 oder 3 Wochen wieder besser, manchmal hat es auch etwas länger gedauert.

Aber wie man das am Anfang gleich merkt - keine Ahnung Sorry!

03.02.2012 13:45 • #5


T
wie machst du das mit den ängsten? einfach gehen lassen und warten das sie vergehen oder gegensteuern??
kann schon ab und an gegenarbeitetn aber es ist sehr anstrengend - das wirst du bestimmt besser wissen als ich!

vielleicht kann ich mal da mit dem doc sprechen was das allse soll. ich möchte aber halt endlich ruhe haben oder
zumindest wissen wie ich dagegen arbeiten kann ohne immer wieder auf die schn. zu fallen

hoffe du missverstehst mich nicht.

muß jetz meien maske und meine kräfte mobilisieren meine mädels kommen gleich und ich bin eigentlich kaputt

dir wünsch ich einen schönen tag mti viell sonnenschein
scheint bei uns nämlcih richtig schon warm herein - draussen wahrscheinlich brrrrrrrrrrrrr kalt

danke
glaub bin wieder etwas besser da

03.02.2012 13:54 • #6


Sarah
Wenn die Befürchtung kommen, dass ich tatsächlich mal wieder groß abstürze und nicht nur mal kurz strauchel versuche ich ruhig zu bleiben und mir klar zu machen, dass es schon alles nicht so schlimm kommen wird - zumindest theoretisch. Praktisch funktioniert das natürlich nicht immer

Irgendwann im Sommer letzten Jahres hatte ich zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder so eine Phase, die auch nach 2 Wochen nicht weggehen wollte. Da habe ich mich bei meinem Therapeuten ausgekotzt - das mir das Angst macht, das ich davon genervt bin, dass es nicht weiter geht, warum sich das nicht alles endlich wieder auflöst. Er meinte dann nur ganz trocken Frau H., regen sie sich nicht so auf, sondern gewöhnen sie sich dran. Das wird sie wahrscheinlich noch ein Paar Jahre begleiten. In dem Moment hätte ich ihn am liebsten kräftig vors Schienbein getreten. Aber eigentlich hatte er recht. Was hätte mir in dem Moment Mitleid oder Kopftätscheln gebracht? Wahrscheinlich gar nichts.

Wir müssen die Krankheit so akzeptieren wie sie ist - damit, dass sie nicht von heute auf Morgen weg ist. Damit, dass sie immer mal wieder mehr Raum einnimmt. Aber man muss sich auch im Klaren sein, was man schon geschafft hat. Dir ging es wahrscheinlich auch schon mal besser und du hast es geschafft, die Krankheit ein Stück weit zu besiegen. Dieses Wissen hilft mir persönlich weiter. Daher kann ich mit schlechten Phasen besser umgehen als beim ersten Mal. Ich habe gelernt, dass ich etwas tun kann. Ich weiß, dass ich Hilfe bekomme und wo ich sie mir holen kann. Ich stehe ihr nicht mehr ganz hilflos gegenüber. Ist das bei dir nicht auch so?

Und zu guter letzt: ich bin immer froh, wenn ich eine Verschlechterung bewusst wahr nehme. Denn dann kann ich dagegen arbeiten. Ja, in dem Moment ist die subjektive Angst da, dass es immer schlechter wird. ABER: meien viel größere, viel realere und immer anwesende Angst ist, dass ich es einmal nicht mitbekomme, wenn ich nach und nach abrutsche. Und dann auch nicht rechtzeitig eingreifen kann.

Du hast es gemerkt, du versuchst, Maßnahmen zu ergreifen. Das ist viel wert. Und darum denke ich auch, dass du die Kurve wieder bekommst

04.02.2012 11:44 • #7


C
Ich find die Worte von Sarah sehr bemerkenswert, - zwar auch zum kotzen, wegen der Wiederkehr der Krankheit wovon sie schreibt und dem Raum, den sie einnimmt, - dennoch..........

Es kommt, es geht, es wird besser!

Ich halte daran fest und wünsche Dir Glück,

Chary

05.02.2012 01:20 • #8


T
habe das gefühl ich komme nur wenn ich mein lebenscheisse find und nicht mehr möchte.

es gibt immer wieder so viele momente da möchte ich nur noch kotzen. das versuche ich sie zuverdrängen - manchmal klappts aber momentan wieder mal gar ncith. mach shcon wiedder mist bzw im überlegen ob ich ncith wieder rückwärtsgehen soll - ist doch leichter und ich bruach nciht zu rechtfertiten was lso ist . ist dann halt einfach so . punkt

aber irgendwie dklappt das nicht so. ich kauf mir keine stange und keine flaschen. sollte doch stolz sein - aber es macht mir zum einen angst (soweit bin ich schon wieder - könnte ohne schlechten gewissen dort weitermachen wo ich voller stolz aufgehört hab) anderseits frage ich mich das kann doch nciht wahr sein- das ist die lösung dafür nicht. es schmeißt mich nur merh in die verdammte schei. hinein. aber wielang ich dagegen ankomm weiß ich nicht.

das blöde ist ich nejme meine medi etwas stärker. warum falle ich immer wieder um?? meine thera meint nur ein paar tage urlaub?? oder mit der freundin was schönes machen. ich will nichts schönes machen ich möchte das ich wieder fit bin und nciht immer diese doofe gesicht mit mir rumtrage. ich willnicht mehr krank sein ich bin nur ein bisschen doof im kopf. ich kann das nicht immer meine leben lang mitziehen.

17.02.2012 09:50 • #9


JeanLucca
Hallo Träne.

Zitat von Träne:
mach shcon wiedder mist bzw im überlegen ob ich ncith wieder rückwärtsgehen soll - ist doch leichter und ich bruach nciht zu rechtfertiten was lso ist . ist dann halt einfach so . punkt
Rückwärtsgehen fühlt sich vielleicht deshalb leichter an weil wir das schon so oft gemacht haben. Das ist uns bekannt, wir brauchen nicht zu lernen wie das geht. Du weißt aber auch das dieser Rückwärtsschritt (Rückfall) wieder einen freien Fall bedeutet.

Du brauchst Dich auch nicht Rechtfertigen wenn Du Vorwärts gehst, es anders machst als sonst.

Ich wünsche Dir das Du es schaffst mit jemanden darüber zu sprechen. Manchmal hilft es wenn man mit einem völlig Unbeteiligten spricht der sich aber mit der Sache auskennt (eine Selbsthilfegruppe anrufen, ein Arzt, eine Klinik....). Sicher ist der erste Schritt schwer, aber Du hast es jetzt schon soweit geschafft, das schaffst Du auch.

Lieben Gruß, JeanLucca

20.02.2012 09:13 • #10


T
danke!
aber es ist schwer verdammt schwer - das brauch ich dir auch nicht zu sagen.
wenn man den Wald vor lauter Bäume nicht merh sieht ist der ausweg auch weg.
hab mit meiner thera am montag schn geredet aber irgendwie bin ich wieder raus wie ich rein bin
oder ich hab wieder zugemacht.

23.02.2012 09:23 • #11


JeanLucca
Hallo Träne.

Zitat von Träne:
oder ich hab wieder zugemacht.
und wenn? Dann ist das eben so. Ich finde es wichtig die wirklichen Gefühle anzunehmen und nicht abzulehnen weil wir wissen das uns das auch nicht weiterbringt. Vom Verstand her weißt Du sicher ganz genau was Du tun möchtest - wenn da nicht all die ganzen Gefühle sind die uns davon abhalten.

Ich schmeiß hier mal einen Gedanken ins Rennen den ich habe weil ich glaube das er vielleicht Sinn macht in Deiner aktuellen Situation. Aber, ich bestehe nicht darauf das Du das auch tust

Wie ist es denn wenn Du die Situation für einen Moment verlässt um Dich zu sammeln. Um die Gedanken zu sortieren, um alles aus einem Abstand zu sehen, um einem Rückfall vorzubeugen, um Dir beim Nachdenken helfen zu lassen? Also ich meine eine Klinik/Therapie.
In erster Linie geht es ja um Dich, das Du wieder auf die Beine kommst und klar denken kannst. Das Du mal ohne den ganzen Druck nachdenken kannst. Ich kann mich erinnern das das hier schon öfter besprochen wurde, aber vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt?

Lieben Gruß, JeanLucca

23.02.2012 11:21 • #12


C
Hallo zusammen,
ich bin auch wieder mal hier, da ich auch seit einigen Wochen am Rande der Depression kratze (zur Inof: habe seit ca. 12 Jahren rezidivierende Depressionen und die letzte war 2008/2009).

Ich bin seit über einem Jahr Single, ein Großteil meines Freundeskreises kann man, wie ich feststelle, in der Pfeife rauchen - immerhin geht es aber nicht nur mir so, ich habe mit einer Freundin sehr viel Kontakt, sie empfindet das genauso. Also das ganze fällt einfach auseinander. Als 42jähriger Single unter Pärchen ist es verdammt schwer. Ich muss ja auch nicht ständig bespasst werden, bin ja keine 20 mehr, und brauche auch mal meine Ruhe.

Aber ich bin oft alleine, und stelle fest, dass ich, wenn ich nichts zu tun habe (also arbeiten tue ich schon von Mo-Fr), lasse ich alles schleifen, wirklich alles. Ich liege ganze Samstage und Sonntage auf der Couch und mache nichts. Um 20 Uhr zwinge ich mich schnell zum Supermarkt, dass ich noch kurz den Kühlschrank auffülle. Natürlich mit FastFood, denn für mich alleine Kochen macht keinen Spaß.

Ich werde derzeit immer müder und lustloser. Aufraffen, egal zu was, fällt mir soo schwer. Ich stehe auf und nehme mir vor, jetzt machst du was: dann räume ich ne Stunde in der Wohnung rum und bin danach so müde und leg mich wieder hin. Natürlich weiß ich, dass das kontraproduktiv ist, aber die Couch zieht mich magisch an. Ich liege dann auch nur rum und lese nicht oder gucke TV weil mich jeder Input einfach nur nervt. Wie die 3 Affen, nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.

Spazieren gehen oder Nordic Walking hilft mir quasi nicht. Nach dem letzten Mal Walking ging es mir letzte Woche schlechter, weil ich mich so alleine gefühlt habe, denn ich war alleine Walken....

Und jetzt fängt es an, dass ich auch auf der ARbeit merke, dass nichts mehr geht. Ich kann mich nicht mehr konzentrieren, die einfachsten Sachen fallen mir schwer, ich fange das eine andere, lass mich durch was anderes ablenken, bringe nichts zu Ende. Es ist zum Heulen! Man will und schafft es nicht. Ich fühle mich dann immer wie gelähmt. Bin heute zu Hause geblieben und habe Mo. Termin bei meiner Ärztin.

Wie gesagt: ich habe das schon lange, war in Therapien, Reha, nehme immer Medikamente und ich weiß eigentlich was zu tun ist, aber ich krieg es wieder mal nicht hin, dagegen zu steuern.

Liege auch heute wieder nur den ganzen Tag rum und jetzt ist es inzwischen fast 16 Uhr.

Insofern denke ich auch.... nicht schon wieder!

23.02.2012 16:50 • #13


T
liebe clarice!
das ist ja enorm an einer zeit was du schon hintert dir hast. und du hast dich immer wieder aufrappeln können und es ging dann wieder eine weile beser??
das weiß mein gehirn zwar schon - aber im moment glaub ich wieder ncith dran. wenn ich nur lese du hast schon seit zwölf jahren immer wieder einen tiefschlag!!
ich muß dir da meinen ganz großen Respekt geben.ich weiß nciht wie ich das so lange wuchten könnte. hänge auch schon eine weile in diesen mist fest aber es waren wirklich immer wieder mal punkte wo es mir gut gegangen ist. aber momentan häng ich hääng ich und häng eifnach. mal wesentlich merh und dann auch wider etwas besser. aber nie so das ich mir sagen konnte - ist vorbei ich kann mich freuen und weiter mach ich so das es mir weieter gut geht,.das blieb aus

da kann ich nur dir beipflichten es geht einfach nicht s merh - der koopf sagt dies und das ist ncoh gut für diech. aber das umsetzten ist eine ganz ganz andere seite. ich kann dich da so verstehen udn gleichzeitig versthe ich ncith wie wir das nciht umsetztn können. du hast ja auch einiges an vesuchen schon gemacht. kannst du mir vielleciht sagen was du so dagegen machst?? könnten uns ja mal gegnseitig ewas mut zuschreiben. schadet doch nicht oder

manchmal denke ich einfach ich mach einfach alles an der falschen stelle zur falschen zeit den falschen ansatz. aber irgendwann wird die reihenfolge sich schon mal richten und dann bleiben.hoffnung stirbt zuletzt??? daran glaub ich nicht so stark aber einwinzigkleiens teilchen in mir dcoh

mmit dem gedanken in die klinik habe ich hier schon öfter für m ich gelesen. aber irgendwie immer weggeschonben. gibt schlimmere als mich. soweit bin ich nicht.
eigentlcih denke ich immer noch so. aber am wochenende wolltne meine kidis mit mir zu meienen eltern und spazeieren gehen und ratschen. meine große war schon lange nich tmehr dort. ich hab mich einfach geweigert. ich weiß ich muß nicht imme ralles mitmachen. aber ich rutschte immer noch tiefer. dürfen meine mädels nicht mit mir zu meienn eltern und sich freuen?? reicht ja wenn ich dabei wär. aber es ging nicht,.

das war ein ereignis wo ich mir dachte- jetzt schmeiß ich mi r was ein und ich denk nicht merh dran. aber ich kam zum entschluß das dies der falwche weg ist. ich machte auch nichts. war über mich serhr traurig und ich merkte auch das es so ncith weitergehen kann. nciht des Kinders wegen. sie müssen schon genug unter der miesigen stimmung von mir leiden. ich möchte einen ausweg.
wisst ihr was ich machte?? ich hab mir ein paar zeilen von hier und ein paar zeilen von meienm tagebuch ausgedruckt und es heute zur thera mitgenommen. sie möchte mir helfen eine klinik zu finden und spricht auch mit meinen hausarzt. wir werden eine lösung finden.
aber ich hab so unendlcih große angst meiner familie - kids und mann und meinen eltern - zu sagen ich habe versagt. ich aknn nicht mehr so weitremachen. ich gehe schon wieder in eine klinik. ich weiß nicht wie ich das sagen soll ohne im boden zu versinken. alle wollen mir helfen aber ich schaff es ncith aus dem hamsterradd auszusteigen.
wollte sagen das ich euer zeilen nach meinen entschluß/als ich heir kopierte schon gefasst hatte eine klinik in angriff zu nehemn.
ich glaub es wird weider ein neuer weg in eine neue richtung sein. hoffe abaer nur das es nicht schon wieder der falsche zeitpunkt ist.

danke das ich hier bei euch immer gehör finde auch wenn ich nur komme wenn es mir anscheindend schei. geht

vielen dank an alles leser und schreiber

mit einem funken hoffnung träne

27.02.2012 13:19 • #14


C
Zitat von Träne:
liebe clarice!
das ist ja enorm an einer zeit was du schon hintert dir hast. und du hast dich immer wieder aufrappeln können und es ging dann wieder eine weile beser??


Soll ich dir was sagen? Diese Aussage von dir hat es mir auch erst bewusst gemacht
Ich kann das aber natürlich auch erst aus dem Nachhinein sagen, dass ich solange Depressionen habe. Die ersten 'Phasen' waren alle eher pille-palle sag ich mal.
Die erste wirklich schlimme Phase war 2006 als erst mein Dad starb und mich kurz darauf mein Freund verließ. Da bin ich zusammengeklappt und das wurde noch als Anpassungsstörung diagnostiziert.

Ich war dann Anfang 2008 in Reha, hab mich unendlich stark gefühlt danach, Tabletten abgesetzt und halbes Jahr später war sie wieder da
Und zwar schlimmer als je zuvor. Die Phase 2008 - 2009 war wirklich das heftigste was ich bisher durchgemacht habe.

Aber sie ging vorbei, ja! Sie ging vorbei wie alle depressiven Phasen bisher. ich habe auch noch keinen Suizid-Versuch hinter mir und auch noch nie ernsthaft daran gedacht.

Nichtsdestotrotz bin ich inzwischen dauerhaft auf Tabletten; in den guten Phasen natürlich geringe Dosen. Und ich habe meinen Frieden damit gemacht.
Lieber Antidepressivas schlucken, als wieder richtig, richtig depressiv sein, wochenlang.

Zitat:
ich muß dir da meinen ganz großen Respekt geben.ich weiß nciht wie ich das so lange wuchten könnte. hänge auch schon eine weile in diesen mist fest aber es waren wirklich immer wieder mal punkte wo es mir gut gegangen ist.


wie gesagt: es sind auch bei mir Phasen. Ich habe immer wieder auch gute Phasen. Immerhin ging es mir jetzt fast 3 Jahre gut. Wobei ich schon sagen muss, dass mich die Krankheit natürlich immer begleitet. So ne gewisse Grundtraurigkeit hab ich wohl meistens und brauche immer mal Auszeiten und muss aufpassen, dass ich mich nicht überfordere oder Dinge tue, die mir nicht gut tun.

Zitat:
da kann ich nur dir beipflichten es geht einfach nicht s merh - der koopf sagt dies und das ist ncoh gut für diech. aber das umsetzten ist eine ganz ganz andere seite. ich kann dich da so verstehen udn gleichzeitig versthe ich ncith wie wir das nciht umsetztn können. du hast ja auch einiges an vesuchen schon gemacht. kannst du mir vielleciht sagen was du so dagegen machst?? könnten uns ja mal gegnseitig ewas mut zuschreiben. schadet doch nicht oder


Diese jetzige Phase, die ja noch am Anfang ist, ist die erste, wo ich die Anzeichen frühzeitig merke und was dagegen tue, soweit es geht.
Bei der letzten Phase habe ich sämtliche Symptome ignoriert bis ich zusammengeklappt bin. Und damals habe ich erst kapiert: du hast Depressionen! Akzeptiere es!

Nichtsdestotrotz lebe ich wirklich mit der Angst, wieder eine ganz schlimme Phase zu haben.

Und das echt ätzende ist: die Symptome sind dies mal andere als bei der letzten Depressions-Phase. Dieses Biest schleicht sich immer anders an *g*
Aber ich habe es gemerkt, ha!

Also was tue ich? Tabletten erhöhen! Meinen Freunden sagen, dass es mir nicht gut geht (wissen alle Bescheid).
Mich zwingen raus zu gehen und soziale Kontakt zu pflegen, auch wenn es schwer fällt. Ich fühle mich danach IMMER besser!

Sport hilft mir allerdings nicht. behaupte ich jetzt mal!
WEnn ich alleine Walken gehe und sonntags mittags nur Pärchen und Familien, Freunde unterwegs sind, bin ich danach frustriert.

Und vor meiner schlimmen Phase 2008/2009 war ich 4 Wochen im Oktober in Canada in Urlaub und war jeden Tag a) draußen und b) jeden 2 Tag walken.
von wegen wirkt wie ein leichtes Antidepressiva.

Was noch? Ich treffe keine schwerwiegenden Entscheidungen: keinen Urlaub buchen (auch wenn es mich reizt), Umzugs/Renovierungsgedanken aufschieben, etc.etc.

Okay, trotzdem hilft natürlich nicht alles ;)
Und ich habe heftige Hänger, aber ich bin merke, dass es gut ist, dass ich es so früh gemerkt habe. Meine Ärztin war sehr zufrieden mit mir gestern. Sie sagte auch, je früher man es merkt und was dagegen tut, umso besser. Man kann die Länge und Heftigkeit der Phase durch frühe Reaktion beeinflussen.


Zitat:
wisst ihr was ich machte?? ich hab mir ein paar zeilen von hier und ein paar zeilen von meienm tagebuch ausgedruckt und es heute zur thera mitgenommen. sie möchte mir helfen eine klinik zu finden und spricht auch mit meinen hausarzt. wir werden eine lösung finden.


Gut so! Hab nicht soviel Angst vor einer Reha! DAs war so ziemlich das Beste was ich bisher gemacht habe! Es gibt immer Leute, denen es noch schlechter geht. Nichtsdestotrotz musst du auch egoistisch sein. Es geht um dich!


Zitat:
aber ich hab so unendlcih große angst meiner familie - kids und mann und meinen eltern - zu sagen ich habe versagt. ich aknn nicht mehr so weitremachen. ich gehe schon wieder in eine klinik. ich weiß nicht wie ich das sagen soll ohne im boden zu versinken. alle wollen mir helfen aber ich schaff es ncith aus dem hamsterradd auszusteigen.


Du hast nicht versagt!!!!
Ich weiß, dass nicht alle verstehen können, warum man eine Depression hat (obwohl man doch eigentlich so ein toller, lebenslustiger Mensch ist, der alles hat). Es gibt immer Leute, die damit gar nicht umgehen können. Meiner Mutter fällt das auch schwer, obwohl sie es inzwischen auch besser verstehen kann, weil sie natürlich auch in einem Loch war, als mein Vater gestorben ist. Und gerade Eltern machen sich ja immer sehr viele Sorgen um die Kinder (denke ich mir mal - ich habe ja keine).

Zitat:
danke das ich hier bei euch immer gehör finde auch wenn ich nur komme wenn es mir anscheindend schei. geht


völlig normal - geht mir doch genauso... ich bin ja auch jetzt seit langem erstmal wieder hier!

So, und jetzt muss ich mal zur Apotheke, meine neuen Antidepressivas holen.

Liebe Grüße
Clarice

28.02.2012 12:37 • #15


JeanLucca
Hallo Träne.

Zitat von Träne:
das war ein ereignis wo ich mir dachte- jetzt schmeiß ich mi r was ein und ich denk nicht merh dran. aber ich kam zum entschluß das dies der falwche weg ist.
Toll. Ganz starke Leistung

Zitat von Träne:
... zu sagen ich habe versagt.
Auch wenn es sich so anfühlt - Du hast nicht versagt. Überhaupt nicht. Vielleicht ist es jetzt sogar genau das Gegenteil. Ich finde Du kannst stolz sein das Du Dir Hilfe holst - ich finde Du kannst stolz sein das Du Verantwortung für Dich übernimmst.
Ich drück Dir ganz fest die Daumen Träne und glaube es ist Deine Zeit. Du darfst in Deinem eigenen Tempo gehen, lass Dich nicht drängeln.

Zitat von Träne:
mit einem funken hoffnung

28.02.2012 15:38 • #16


T
ich hab einen termin bei meinem ha für freitag gemacht. hab angst was er sagt. meine thera wird ihn bis dahin schon kkontaktiert habne was man noch machen kann- welche klinik oder weiß der geier was sonst noch.
eigentlich will ich gar nciht merh so lang warten aber es geht einfachnicht. ich kann ncoh nicht.
danke - das seh e ich aber nicht als leistung an. hab nur an meine kids gedacht - ncith schon wieder zwei tage wegpennen

29.02.2012 09:46 • #17


T
könnte eigetnlich mich gegen.............klatschen hock wieder hier und mach nichts ausser
wie soll das denn nru alles enden. so positiv kann ich einfahc nciht merh sehen das es mal wider besser geht..
hab dasas gefühl ich hab mich aufgegeben das mir jemals geholfen werden kann. irgendwie hab ich das gefühl ich spiel mit den ganzen ärzten
mit meinen gefühlen und mit allem . ich kann doch nicht alles wegwerfen. oder doch???
Werde nun bibs freitag irgendwie rumkriechen und dann mal sehen was dabei rauskommt
vielleeicht bruach ich nur ein paar tage und ich bin weider fit und brauch die klinik gar nciht merh.
geht mir bis dahin doch bestimmt wiwder besser

29.02.2012 09:51 • #18


C
Hey Träne, mach dich nicht selbst so fertig, ja? Und mach dir nicht so einen Kopf wegen Klinik oder nicht - das wichtigste ist erstmal, dass dir geholfen wird, egal wie. Ich weiß jetzt gar nicht wie es bei dir mit der Familie ist, du bist doch auch verheiratet, richtig? wie geht dein Mann denn damit um? Oder kann er nicht helfen? Also fühlt er sich selbst hilflos? Ich hatte bisher das Glück, dass meine beiden letzten Freunde sich sehr gut damit auseinander gesetzt haben und der letzte, auch wenn er sonst einen Haufen Macken hatte und Mist gebaut hat, das Beste war, dass mir passieren konnte während meiner depressiven Phasen. Mein jetziger, äh - Typ (Freundschaft plus neudeutsch ) kann gar nix. . . . herrjeh, ich muss morgen wieder arbeiten und hab ihm heute gesmst: wie komme ich morgen früh nur raus. . . . Antwort: Wecker. . Also er weiß schon von meinen Problemen. . . . So, und ich gehe nun ins Bett, damit ich morgen zeitig wach bin und genügend Anlauf habe, muss um neun bei unserem Workshop sein. Ich bin auch immer noch so müde und weiß gar nicht, wie ich morgen 9-17 Uhr schaffen soll.

29.02.2012 21:28 • #19


C
Suuuuuper - ich war heute morgen wie gelähmt und bin nicht auf die Arbeit.
Ich stehe auf und bin müde,müde, müde. ich kann die Augen kaum aufhalten. Mir drückt eine bleierne Schwere auf die Lieder.
das macht mir dann Angst vor dem (Arbeitstag).
Also melde ich mich krank und gehe wieder zum Arzt. DAnach habe ich wieder 3 Stunden (!!) geschlafen - tief und fest!

Und der Arzt heute hat mich zusätzlich verwirrt. War ein Vertretungsarzt, weil meine Ärztin immer nur Mo/Di in der PIA ist.

Ich hätte keine Antriebsstörung, sondern eine Erschöpfung. DAs würde er mir an meiner Haltung und am Reden an sehen, dass ich nicht antriebsgeschwächt bin. Ja, gut... meine ständige Müdigkeit kommt sicher daher, dass ich erschöpft bin. Aber von was? Ich habe einen Job, dessen Belastung völlig okay ist. Mal mehr mal weniger, immer im Ausgleich, wenige Überstunden. Ich mag meine Kolleginnen, mein Chef ist soweit auch okay, die ARbeit macht mir Spaß.

Familie und Kinder habe ich nicht, also auch hier keine (Doppelbelastung).

Ich verstehe es nicht.... was hab ich denn nun?
meine Freundin meinte, ich solle auf meine Ärztin hören, sie kenn mich schließlich am besten!

Verwirrte, müde Grüße
Clarice

01.03.2012 15:21 • #20


C
Hallo Träne,
lange nichts gehört.... bist du vielleicht in der Klinik oder Reha?
Hoffe es geht dir besser?!

LG
Clarice

29.04.2012 09:03 • #21


T
Hallo zusammen!
ich bin am 2.März in die Klinik gegangen - bekamdort sehr rasch einen freien Platz. war bis Ende Juni da und mach
seitdem eine Tagklinik. Die Klinik war sehr gut und ich hab dort diesmal wieder was mitnehmen können, hoffe ich kann
dies dann auch anwenden .mich wundert immer mehr was man doch alles mitnehmen und ändern und auch
ausschöpfen kann. die ärtze und schwestern waren sehr hilfbereit und einfühlsam. habe sie bestimmt oft soweit gebracht
das ihnen der kkopf rauchte. aber so war es und es hat sich keiner beschwert
die tagklinik läuft bestimmt auch bald aus und ich bin langsam auch froh darüber. nach solanger therapie und ewigen
gesprächen bin ich mal froh nicht merh so viel nachzudenken zu müssen.
ich wünsche mir nur das ich nicht ncohmal so früh in eine klinik gehen muß. da liegt noch meine größte angst!!!
es gibt ja keine regel wann die nächste phase wieder auftritt, oder?? ich muß noch so fesste auf mich aufpassen dass
ich nicht wieder ins hamsterrad falle - mich wieder vernachlässige.
also ich bin ich wieder hier und werde wieder etwas vermehrt mitlesen.
Träne
hoffe bei euch ist auch so ein schöner und heißer Tag wie hier
ein schönes wochenende

18.08.2012 13:42 • #22


Ishe

04.07.2019 08:20 • #23


A


Hallo Träne,

x 4#24


Rowi
Hallo liebe Ishe,
das waren warscheinlich einfach unbewusste Gefühle die sich da mal Bahn gebrochen haben. Das ist nicht schlimm. Es liegt jetzt an dir ob du das einfach erst Mal so annehmen willst und dir sagst, da ist wohl ein tiefes Gefühl aber ich habe jetzt nicht die Muse nachzuhaken wo es herkommt. Oder du gehst der Sache mal in Ruhe auf den Grund: Was genau hat dich da berührt, Wo fingen die Tränen an, Waren es Freudenränen oder andere?
Spür einfach mal in dich rein in wieweit du damit umgehen willst.
Ich weiß aus Erfahrung solche überraschenden Tränen sind überweltigend, verwirrend, manchmal sogar beängstigend oder sorgen für Scham aber ich kann auch aus Erfahrung sagen, sie anzunehmen ist besser als sie verdrängen zu wollen und zu unterdrücken.

LG
Rowi

04.07.2019 10:52 • x 2 #24

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