Partner hat Burnout

V
Hallo!
Ich bin auf der Suche nach Menschen die das gleiche erlebt haben oder erleben wie ich gerade.
Ich bin seit 7 Jahren in einer Beziehung die bis vor einem Jahr sehr stabil und zukunftsorientiert war. Er meinte öfters dass er mich liebt und auch für meine Zielstrebigkeit bewundert. Ich bin seine absolute Traumfrau.
Nach einer beruflichen Veränderung bei ihm kam dann der große Wandel. Nichts hat funktioniert. Er war frustriert. Wurde immer launischer und auch öfter aggressiv. Teilweise dachte ich dass ich es mit 2 unterschiedlichen Menschen zutun habe.
Jede Hilfeleistung von mir wurde abgelehnt.
Vor 5 Monaten war dann sein Zusammenbruch. Seit dem Zeitpunkt komme ich nicht mehr an ihn ran. Nach 6 Therapiestunden ist er der Meinung dass er das selbst in den Griff bekommt. Tut er aber nicht.
Was soll ich tun? Bin komplett überfordert und verzweifelt.

16.11.2025 12:21 • #1


Dys
Hallo @Verzweifelt2025,

ein Burnout resultiert meist aus einer Überforderung und so wie Du es jetzt hier geschildert hast, scheint es naheliegend, dass Dein Partner diese im Job erfahren hat. Dass sich das im Privatleben nicht einfach „ausknipsen“ lässt, ist leider so. Seine Stimmung (Gedanken und Gefühle) sind nunmal in Ihm vorhanden.
Zitat von Verzweifelt2025:
Nach 6 Therapiestunden ist er der Meinung dass er das selbst in den Griff bekommt. Tut er aber nicht.

Immerhin hat er sich professionelle Unterstützung gesucht und ja, Er kann das auch nur selbst in den Griff bekommen. Therapie ist Sein Mittel der Wahl. Vielleicht wäre medikamentös auch was zu machen, aber letztendlich ist es Seine Entscheidung, ob Er dass machen möchte. Die Behandlung von psychischen Erkrankungen ist ein Prozess, der auch über Therapiestunden hinaus durchaus eine längere Zeit dauern dürfte. Darauf könnte man sich nur einstellen, wenn man es kann und das gilt es individuell einzuschätzen.
Zitat von Verzweifelt2025:
Was soll ich tun? Bin komplett überfordert und verzweifelt.

Deine Verzweiflung ist absolut nachvollziehbar und der Wunsch, dass es Etwas geben muss, dass Du tun sollst, damit es Euch beiden wieder besser geht, ist ebenso verständlich.
Es gibt nur leider kein Patentrezept. Es geht also eher nicht darum was Du tun sollst. Was Du tun könntest wäre, dich mit der Problematik auseinanderzusetzen um dann für Dich zu entscheiden, wie Du selbst damit umgehen kannst und möchtest. Aber im Grunde kann Dein Partner nur äußern was er möchte und Du kannst Seinem Wunsch gemäß reagieren oder eben auch nicht. Das für mich persönlich sinnvollste wäre, Ihm mitzuteilen das Du für Ihn da bist und Er sich an Dich wenden kann, wenn er Unterstützung braucht. Ob Du die dann leisten kannst, bleibt natürlich offen. Denn dass kannst Du nur selbst beurteilen.

16.11.2025 12:48 • #2


A


Hallo Verzweifelt2025,

Partner hat Burnout

x 3#3


Fritz
Hi Verzweifelt2025
Ich denke, dass eine professionelle Hilfe nötig ist.
Der Partner kann nichts mehr lösen und er kann nur vermitteln.
Ob das dein Partner möchte.
Und vor vor allem, ob du über seinen Kopf Entscheidungen treffen solltest.
Das ist Vorsicht angesagt.
Mehr weiss ich nicht.
Servus, einen schönen Sonntag und den kopf nicht hängen lassen.

16.11.2025 15:29 • #3


Nuance
Es sind sehr wenig Infos. Ich traue mir keinen Rat zu.

Immer richtig ist in jedem Fall der Rat, dass Du auf Dich aufpassen solltest.
Das Ganze wird natürlich auch zur Belastung für Dich.

Ihm die Pistole auf die Brust setzen im Sinne von: Entweder Du machst eine Therapie oder ich gehe?
Und er macht anscheinend ja eine. 6 Therapiestunden sind nicht viel. Berichtet er inhaltliches?
Würdest Du gerne mit zur Therapie? Auch wenn die Arbeit der Auslöser für seine Krise zu sein scheint - letztlich wird sicherlich auch die Partnerschaft besprochen.

Melde Dich, wenn's Dir wieder besser geht. Auch grausam... Sinn und Zweck von Partnerschaften sollte doch eigentlich sein, den anderen bei Problemen nicht gleich zu verlassen.

Nichtsdestotrotz - man könnte (vorübergehend?) zu einer tiefen Freundschaft werden.
Und automatisch frage ich mich - ob ihr in Eurer Partnerschaft dieses Level überhaupt noch habt.
Man ist natürlich nicht gezwungen, sich jemandem (in jeder Hinsicht) zu öffnen. Die Frage ist, ob man das durchhält, war dies in der Vergangenheit anders.

Kann er den Job wechseln?
Wie wäre es mit Urlaub?

Einerseits sollte man auf sich aufpassen - andererseits Menschen mit Problemen nicht im Stich lassen.
Ideal wären vertrauensvolle, intensive Gespräche miteinander. Es kann nicht falsch sein, wenn Du Dich ihm öffnest.
Mit Worten kann man extrem verletzen. Ich würde mir jeden - auch nur minimal verletzenden, verunsichernden - Satz ganz genau überlegen.

Ich kann die Lage, Dich nicht ausreichend einschätzen.
Vlt. hattet ihr früher viel Spaß und es ist für Dich schwierig, dass diese Zeiten jedenfalls momentan vorbei zu sein scheinen.
Doch es könnte auch mit weniger Spaß funktionieren.

Es kann auch nicht schaden, sich in seine Lage zu versetzen.
Wie würde es Dir zB mit einer Krebs-Diagnose gehen? Monatelangem, jahrelangem Bangen, endlosen Auf und Abs.
Haarausfall, Übelkeit, OPs etc...

17.11.2025 03:15 • #4

Pfeil rechts




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag