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Mirtazapin ausschleichen

B

Bärchen-1
Mitglied

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Hallo ihr Lieben da draußen!
Vielleicht kann mir jemand antworten.
Ich nehme seit reichlich 6 Monaten 7,5 mg Mirtazapin und 75 mg Pregabalin.
Ich reduziere seit ca. 5 Wochen das Mirtazapin runter und bin jetzt bei einem Krümelchen, vielleicht 1 mg.
Mir geht es seit paar Tagen wieder komisch. Blutdruck ist morgens hoch, ich bin hibbelig und unruhig. Kann das die Dosisreduzierung sein? Hat jemand Erfahrung damit oder ist das meine Erwartungsangst?
Ich freue mich auf jede Antwort!
Liebe Grüße Bärchen daumen hoch

x 1 #1


Aboi
Liebe @Bärchen-1 ,
es ist schon ein paar Jahre her, dass ich Mirtazapin 15 mg nach nur wenigen Wochen Einnahmedauer fast über 1 Jahr wirklich bruchstückweise ausgeschlichen habe. Es dauerte, bis ich gemeinsam mit meinem Arzt herausgefunden hatte, dass das Reduzieren in zu kurzem Abstand erfolgte. Sogar zwischen den letzten Krümeln, die kaum richtig von der Wirkstoffmenge her einzuschätzen waren, gab es Phasen von teils 8-10 Wochen mit der gleichen Dosierung, bis es mit dem Ausschleichen weitergehen konnte. Die langen Phasen waren nervig, aber wichtig.
Ich musste das Mirtazapin absetzen, weil es sich mit einem anderen wichtig gewordenen Medikament nicht vertrug. Pregabalin in Verbindung mit M. habe ich nicht genommen. Ähnliche Absetzsymptome wie deine kannte ich damals auch.
Viele Grüße Aboi

x 1 #2


A


Hallo Bärchen-1,

Mirtazapin ausschleichen

x 3#3


B
Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort!
Das ist ja Wahnsinn, dass du so lange zum Ausschleichen gebraucht hast. Das ist nicht negativ gemeint, ich staune nur. Jetzt ist mir auch klar, warum es mir mit 5 Wochen reduzieren so geht. Ich hatte schon gelesen, daß es schwierig ist.
Deine Zeilen geben mir Mut, dass ich es noch langsamer angehen muss .
Wie hast du gemerkt, daß du weiter runter gehen kannst? Hatte sich dein Körper auf die niedrige Dosis eingependelt und dir ging es wieder gut?
Liebe Grüße 🙂

x 1 #3


mutmacher
@Bärchen-1 @Aboi

Hallo, Ihr Lieben
Ich war neulich beim HA und er wollte mir unbedingt für meine Schlafprobleme Mirtazapin verschreiben.
Jetzt lese ich Eure Probleme bzgl. Ausschleichen dieses Medikamentes.
Würdet Ihr zur Einnahme von M. raten oder eher nicht ?

#4


B
Hallo,
Mirtazapin hilft wirklich gut zum Schlafen, 7,5 mg reichen da völlig aus ( bei mir jedenfalls ).
Mein Arzt meinte, dass ich ausschleichen kann, da ich das Pregabalin noch habe. Man muss dazu sagen, dass ich generell kein Fan von Tabletten bin und garantiert alle Nebenwirkungen die es gibt , bekomme.
Man kann so nicht sagen, ob man es nehmen soll oder nicht, man hat fast keine Alternative. Ich habe wirklich alles probiert, nichts hatte geholfen und da ist Mirta noch das kleinere Übel.
Ich war auch lange bei einer Homöopathin, sie konnte auch nichts machen. Manchmal muss man sich eingestehen, dass es nicht anders geht. LG

x 1 #5


Aboi
Das Ausschleichen mit den letzten Krümeln fiel in die Zeit, wo Neurologe, Psychiater und Internist einstimmig der Meinung waren, dass ich in den Ruhestand gehen sollte. So schnell kam das Begreifen gar nicht hinterher, da hatte ich schon meine Urkunde. Ich habe noch eine organische Krankheit und bin autistisch. Alles zusammen war verantwortlich für meinen schlechten Allgemeinzustand. Arbeiten ging zu Veginn noch mit dem Mirtazapin, aber später nicht mehr. Als der Stress abfiel und ich die Sicherheit meiner häuslichen Umgebung hatte, wurde das Ausschleichen des Medikaments leichter, die Phasen kürzer. Nur das allerletzte Loslassen eines Staubkörnchens von M. war nochmal ein Kampf zwischen Psyche, Nervensystem, Körper und Ärzten.
Zwischen 15 mg und 7,5 mg wurde öfters noch hochdosiert, bis mein Arzt den Entschluss traf, dem Körper mehr Gewöhnungszeit zu geben.

#6


bones
Zitat von Bärchen-1:
Hallo, Mirtazapin hilft wirklich gut zum Schlafen, 7,5 mg reichen da völlig aus ( bei mir jedenfalls ). Mein Arzt meinte, dass ich ausschleichen ...

Nun Pregabalin wird aber nicht als Schlafmittel genommen . Wirst du davon müde? Höchstens hat das ein angstlösende Effekt. Daher versteh ich nicht so ganz warum man bei dir Mirtazapin absetzen möchte .

Ich hatte damals nicht das Problem. Hab in der Regel 15mg am Anfang und zum Schluss 7,5mg reduziert. War auch so ganz gut .

#7


B
Danke!
Der Arzt meinte, ich bräuchte es nicht mehr. Es ist klar, daß ich durch das Reduzieren nicht mehr so gut schlafen kann. Bin jeden morgen nach fünf hellwach und mach mir einen Kopp.
Ich weiß, das Pregabalin nicht direkt zum Schlafen ist. Ich kann aber nicht sagen, was welches der beiden Medikamente bei mir bewirkt, da ich beide zeitgleich das erste mal bekommen habe.
Habe mir auch schon überlegt, ob das Ausschleichen so optimal ist. Das gute Schlafen ist eigentlich ganz wichtig und das konnte ich mit Mirta.
Ich sollte vielleicht eher versuchen, das Pregabalin zu senken, keine Ahnung.
Das ganze ist für mich nicht einfach , weil ich nicht weiß, was richtig ist. 😳

#8


bones
Solange du nicht stabil bist, würde ich gar nix reduzieren. Pregabalin ist nochmal ne andere Hausnummer was ausschleichen betrifft. Da muss man schon sehr langsam machen. Mein Tipp wäre nun, nochmal mit dein Arzt reden und ihm deine Lage schildern.

Wegen was genau hast du Pregabalin bekommen? Unruhe etwa? Wenn ja, kann man Pregabalin noch an der Dosierung optimieren. Oder in Kombi mit bspl Quetiapin.

#9


B
Danke für deine Antwort!
Ich habe seit vorigen Juli mit einer Angststörung zu tun. Mein Mann hatte das erste mal einen epileptischen Anfall und das hat bei mir irgendwas ausgelöst, was ich nicht mehr geregelt bekomme.
Mein Arzt sagte, daß Pregabalin könnte man leicht innerhalb von wenigen Wochen absetzen und deshalb soll ich erst mal mit Mirta beginnen.
Deswegen bin ich ganz durcheinander. Mit beiden Medis ging es gut und jetzt ist mir jeden Tag komisch. 😟

x 1 #10


bones
Nun das versteh ich. vielleicht solltest du neben Medis auch eine Therapie in Erwägung ziehen.

Ich selber nehme Pregabalin in einer Dosis von 225mg. Denk dass mehrmalige Einnahmen auf den ganz Tag verteilt Sinn macht. Das dir Net gut geht, kann schon damit zusammen hängen vom ausschleichen. Es gibt verschied Möglichkeiten deine Angst/Unruhe zu behandeln. Antidepressiva wird oft verwendet, dauert nur bis ein Erfolg entsteht, wenn einer das hinbekommt . Neuroleptika wäre mmn die erste Wahl. Aber am bestens fragst du mal dein Arzt. Schließlich kennt er dich am bestens.

#11


B
Hey, ich hatte heute einen Termin bei der Hausärztin. Es ist eine ganz Nette, die sich viel Zeit nimmt.
Sie fragte mich, warum ich reduzieren will, wenn's mir damit gut geht. Beide Medis wären ganz niedrig dosiert und wenn sie helfen, wäre doch gut.

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bones
Was heißt das jetzt bei dir? Wie wird nun vorgegangen? Grundsätzlich hat deine Ärztin Recht.

x 1 #13


B
Die Entscheidung liegt sozusagen bei mir. Sie sagte, ich solle die 7,5 mirta nehmen und wenn ich in einer Phase wäre, wo alles optimal ist, könnte ich nochmal versuchen, zu reduzieren.
Sie weiß, dass ich ein Problem damit habe, dass ich diese Medis brauche.
Ich komme mir damit irgendwie nicht richtig vor, ich zweifle an mir, ob ich dann ein minderwertiger Mensch bin. Das klingt komisch, ich kann es aber nicht anders beschreiben. 😞

#14


A


Hallo Bärchen-1,

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bones
Nun minderwertig bist du nicht. Warum? Es ist doch vollkommen ok, wenn man Hilfe benötigt, sei es durch medi damit es dir besser geht. Du kümmerst dich ja um dich.

Wenn deine Ärztin das befürwortet, dann dosier auf 7,5mg hoch und Guck ob es besser geworden ist.

#15