✔ Empfohlene Antwort
Niemand will sich schlecht fühlen. Und Angst ist ja an sich schon ein schlechtes Gefühl, dass man dementsprechend auch nicht haben will. Aber so ein bisschen muss man auch insofern rational an eine Sache herangehen und auch mal über eine Wahrscheinlichkeit nachdenken, die unter Umständen gering sein könnte. Sich nicht gut fühlen führt nicht automatisch zum Tod, jedenfalls habe ich diese Erfahrung im laufe meines Lebens so gemacht und weshalb sollte ich die dann grundsätzlich in Frage stellen. Und wenn ich mich schlecht fühle, jammere ich auch mal, weil das so sein darf. Das einzige was ich eher nicht erwarten kann ist, dass jammern etwas verbessert, was durch jammern nicht verbessert werden kann. Ich konnte mich jedenfalls noch nie gesund jammern, weder bei körperlichen Beschwerden noch bei psychischen. Und nicht immer konnte ich ohne eine Intervention durch Ärzte oder Medikamente etwas aushalten, das sich tatsächlich auch mal als lebensbedrohend herausstellte. Das waren aber in Relation zu allem was ich aushalten musste und ja am Ende offensichtlich auch konnte, eben die Ausnahme. Der Punkt ist halt, ich alleine musste erkennen, wann ich gefühlt nicht mehr aushalten kann, was auszuhalten wäre, denn das kann ja kein Außenstehender entscheiden. Deswegen sehe ich halt keine Zweckmäßigkeit darin, Andere zu fragen, ob ich das aushalten könnte, oder können sollte und wie diejenigen in einer vielleicht ähnlichen Lage agiert haben, da etwas Ähnliches nunmal nicht das Gleiche sein muss und auch nicht das Selbe sein könnte und dementsprechend eben nicht 100%ig eingeschätzt werden kann.
Pauschal ließe sich also lediglich sagen, dass Ausschleichen von Medikamenten unangenehm sein kann, aber nicht wie genau dies empfunden werden muss. Empfindung ist nunmal was individuelles. Und fürs Einschleichen gilt das ja ebenso.
23.05.2026 15:04 •
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