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Mirtazapin ausschleichen

B
Hallo, ich möchte mich heute nach langer Zeit wieder einmal melden.
Ich habe das Mirtazapin auf 3.75 mg runterdosiert. Mein Arzt sagte nun vor 2 Wochen, ich brauche die niedrige Dosierung nicht mehr, ich sollte aufhören und es gäbe keine Absetzsymptome. Ich habe von mir aus nicht aufgehört, sondern noch weiter runterdosiert. Nun bin ich bei ca. 1 mg angekommen und mir geht es damit schlecht. Von wegen, man merkt es nicht.
Kennt sich jemand mit der Problematik aus?
Ich würde mich über jede Antwort freuen. Liebe Grüße

#16


Dys
@Bärchen-1
kannst Du definieren was Du genau mit „es geht mir schlecht“ meinst? Mental oder körperlich?
Es gibt zwar Ausnahmen, aber üblicherweise sollte beim weglassen der 7,5mg schon keine Absetzbeschwerden mehr auftreten, denn diese Dosis dient eh nur einem Müde machen und hat kaum eine Wirkung auf die Stimmung.

#17


A


Hallo Bärchen-1,

Mirtazapin ausschleichen

x 3#3


B
Mir geht es ganz allgemein nicht gut.
Übel, hoher Puls und der Blutdruck ist auch hoch, obwohl ich sonst keine Probleme damit habe. Ich bin angespannt und unruhig.

#18


O
Hallo!

Leider ist eine solche Absetzsymptimatik bei Antidepressiva bekannt. Das Abdosieren war vielleicht zu schnell. Kannst Du noch mal minimal steigern und dann alles nochmal in längergezogenen Schritten versuchen?

Ich habe beim Abdosieren zum Schluss die minimalste Dosis noch jeden zweiten Tag genommen.

Ich wünsche Dir viel Glück! Es kann klappen. Gib die Hoffnung nicht auf!

x 1 #19


B
Danke, du machst Mut.
Ich bin nur so erschrocken und verunsichert, weil es heftig ist. Ich kenne das so nicht und habe irgendwie Angst, daß es noch schlimmer wird.
Weiß gar nicht richtig, wohin mit mir. Vielleicht kennst du das.
Mir ging es doch einigermaßen gut und nun das.

#20


Dys
Zitat von Bärchen-1:
Mir geht es ganz allgemein nicht gut. Übel, hoher Puls und der Blutdruck ist auch hoch, obwohl ich sonst keine Probleme damit habe. Ich bin angespannt und unruhig.

Okay, Anspannung und Unruhe also. Wäre vielleicht eine Frage wie sehr beispielsweise der Gedanke oder die Erwartung dahinter steckt, dass es beim Ausschleichen zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt. Dann sorgt schon die Erwartungshaltung für Stress und der wiederum sorgt für hohen Puls und Blutdruck, weil das bei Stress so passiert. Aber ich würde das ohnehin mit meinem Arzt besprechen.

#21


B
Da kannst du recht haben. Bin sowieso ein Mensch, der in sich rein
hört , alles hinterfragt und in vielen Dingen sehr sensibel reagiert.
Ich weiß nicht, ob es viel bringt, meinen Arzt zu fragen, da er gesagt hat, einfach absetzen.
Ich glaube, das Absetzen oder Ausschleichen wird unterschätzt oder nicht richtig ernst genommen.
Ich merke ja selber, wenn ich Blutdruck messe und er ist hoch, werde ich noch nervöser und da schaukelt sich alles hoch.
Ich habe noch Tavor als Notfall, bei mir reichen schon 0,25 mg , aber ich habe es noch nicht genommen.
Liebe Grüße

#22


B
Ich habe gerade noch einmal in mich gehorcht. Ich wache jeden morgen ziemlich zeitig auf, gegen 5 halb sechs, und mein erster Gedanke ist, wie wird der Morgen, der Tag werden, und das führt zwangsläufig zu Stress und innerer Unruhe. Ich weiß aber z.Zt. nicht, wie das das unterbrechen kann. denken

#23


bones
Nun wenn du sensible auf reduzieren reagierst, wäre mit dein Arzt das abzuklären, ob ein medi zur Beruhigung, ich meine damit kein benzo, kurzfristig zu nehmen und das andere dann auch da langsam reduziert , anschließend weg lässt. Wie man am besten reduziert, ist immer ein Thema, die ein Arzt eigentlich nicht wirklich beantworten kann. Ist inviduell zu betrachten . Aber ein Arzt sollte da auf den Patienten eingehen. Sollte das nicht passieren, wäre ein Wechsel in Betracht zu ziehen .

Vllt solltest du etwas langsamer reduzieren. Es kommt in erster Linie net an, dass schnell weg zubekommen , sondern stressfrei auszuschleichen.

In sich hineinhorschen, ist typisch, aber nicht sinnvoll. Damit machst du es nur schlimmer.

#24


Dys
Zitat von Bärchen-1:
Ich habe noch Tavor als Notfall, bei mir reichen schon 0,25 mg , aber ich habe es noch nicht genommen.

Da ist natürlich erstmal die Frage, was ist denn ein Notfall? Subjektiv kann das ja unterschiedlicher kaum sein. Unruhe als solche ist eigentlich nicht tödlich auch wenn sie unangenehm empfunden wird. Der Trend scheint aber tatsächlich dahin zu gehen, als wäre es verboten etwas unangenehmes oder schwer auszuhaltendes auch mal auszuhalten, wenn man sich diesem nicht sofort entziehen kann.

Das ist ja schon bei Gedanken oft so, dass man die nicht haben will, obwohl sie ja erstmal keine Aktion erfordern. Damit kann man aber auch umzugehen lernen, statt sie mit Substanzen zu unterdrücken oder zu dämpfen, denn es ist anzunehmen, dass sie wiederkommen, wenn die Substanz nicht mehr wirkt. Zumindest Das sollte auch nicht außer Acht gelassen werden, wenn man sich dafür entscheidet, sich lieber mit Substanzen ruhig zu stellen.

Zweckmäßig wäre es vermutlich, andere Techniken zu erlernen, die einen beruhigen können um der Unruhe die eben immer wieder auftreten dürfte, zu begegnen. Was das im einzelnen sein kann, entscheidet der Einzelne sowieso rein subjektiv.

#25


B
Vielen lieben Dank für eure ausführlichen Antworten!
Mir hilft es schon ungemein, wenn ich das Gefühl habe, ich bin nicht allein mit diesen Themen. Heute kann ich sagen, dass meine Unruhe verstärkt wurde, neben dem Ausschleichen, weil unser Enkel das Wochenende bei uns war, und ich im Vorfeld Angst hatte, das es mir schlecht und schwindelig wird.
Natürlich ist es auch so gekommen, weil ich so angespannt war, aber ich habe es überstanden. Er ist ein ganz Lieber, trotzdem ist er ein 7jähriges lebhaftes Kerlchen.

Ich habe nun meine 3,75 Mirta wieder genommen, mal sehen, wie es weiter geht.

#26


B
Ich sage ja, ich bin ein unheimliches Sensibilchen. Nehme nun seit 2 Abenden Mirta, und seit dem ist mir morgens schwindelig und ein bissel wie neben der Spur. Kann das nun wieder die Erhöhung sein?
So ein Mist, ich hatte schon ein ungutes Gefühl, als der Arzt sagte, einfach alles absetzen. Ich behalte die Dosis, 25 Pregabalin und 3.75 Mirta.
Kennt jemand das Gefühl, von Schwindel und Benommenheit?
Danke, wenn mir jemand antworten sollte grinsen

#27


Dys
Mirtazapin kann natürlich für einen Überhang sorgen und im Beipackzettel sind ja auch die anderen Nebenwirkungen aufgeführt inklusive Gewichtszunahme. Im Grunde wirst Du aber unter Umständen um Absetz- beziehungsweise Ausschleichnebenwirkungen nicht herum kommen, außer Du schleichst nicht aus. Ebenso wäre das beim Erhöhen der Dosis wahrscheinlich so. Nun ist es aber auch wahrscheinlich, dass Nebenwirkungen ja auch mal verschwinden und sollte dies nicht geschehen, so ist das ja erstrecht ein Grund, ein Medikament welches nicht absolut zum Überleben notwendig ist, auch nicht mehr zu nehmen.

Wichtig wäre halt, dass wirklich mit dem Arzt ausführlich zu besprechen. Bei Schwindel mit oder ohne einhergehende Übelkeit, gäbe es natürlich auch dagegen ein Medikament, dass man dann tatsächlich weglassen kann, wenn einem nicht mehr Schwindlig und oder übel wird und dass auch keine Absetz Nebenwirkungen hat.

#28


B
Danke für deine Antwort, ich werde noch ein paar Tage beobachten und sollte es nicht anders werden, meinen Arzt fragen. Habe jetzt schon Bedenken, daß er nicht verstehen wird, wieso man solche Symptome haben kann. LG

#29


A


Hallo Bärchen-1,

x 4#15


Momo58
Ich schleiche gerade Escitalopram aus und bin seit Mai von 5 mg auf 2,5 mg. Deshalb beschäftige ich mich auch mit dem Thema "Ausschleichen". Ich habe Escitalopram seit ca. 2 Jahren genommen. Im Internet fand ich eine interessante Info zum Ausschleichen (siehe Anhang), in der auch die Absetzsymptome aufgeführt werden. Darin steht:
Zitat:
Am Behandlungsende: Wenn Ihre Depression seit mindestens mehreren Monaten vorbei ist und eine längere Behandlung mit dem Antidepressivum beendet wird, sollte das Ausschleichen mindestens 8 bis 12 Wochen dauern. Voraussetzung dafür ist, dass medizinische Gründe nicht dagegen sprechen.

Ich hatte Grippe-ähnliche Symptome, als ich im April die 5 mg nur noch jeden 2. Tag einnahm. Darauf habe ich sie wieder jeden Tag genommen und die Symptome verschwanden. Ich habe seit ca. 2 Jahren ES genommen. Durch das Antidepressiva verändert sich das Gehirn, klar muss sich der Körper jetzt wieder an die neue Situation gewöhnen. Mir geht es mit 2,5 mg aber nicht wirklich schlechter als es mir mit 10 mg ging.

x 1 #30

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