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Mirtazapin ausschleichen

Momo58
Hier auch nochmal der Link zur Info "Antidepressiva - Was ist beim Absetzen zu beachten?":

https://register.awmf.org/assets/guidel...022-10.pdf

#31


B
Danke, deine Antwort war sehr hilfreich!

x 1 #32


A


Hallo Bärchen-1,

Mirtazapin ausschleichen

x 3#3


B
Hi, ich möchte mich heute wieder einmal melden. Nehme nun seit einer Woche 3.75 mg Mirtazapin, erst so ca. 1.mg 2 Wochen zum Ausschleichen. Die ganze Woche ist mir komisch im Kopf, wie leicht tütelig. Zum Nachmittag zu wird es besser.
Kennt das jemand von euch und hört das mal auf? Ich bin eigentlich ein Typ, der immer was zum Wuseln hat und braucht und nun bin ich so ausgebremst.
LG 🙋‍♀

#33


Dys
Da unterschiedliche Menschen unterschiedliche Erfahrungen beim Ausschleichen von Medikamenten gemacht haben, können die jeweiligen Erfahrungen eigentlich nur als reine Information gewertet werden. Ich habe damals von 30mg Mirtazapin innerhalb von 3 Wochen auf 0 ausgeschlichen und keine unerträglichen Symptome gehabt. Es ist klar, dass ein fehlender Wirkstoff erstmal zu unangenehmen Symptomen führen kann, aber was wäre die Alternative? Etwas ewig weiter nehmen, dass eigentlich medizinisch betrachtet nicht(mehr) wirkt, um dann was genau damit noch zu bezwecken? In jedem Fall muss natürlich verhindert werden, dass es zu einer lebensbedrohenden Reaktion kommt, aber ob ein etwas tüdelig fühlen, so eine Reaktion wäre, muss man im Zweifelsfall selbst beurteilen, beziehungsweise ärztlich abklären lassen. Beim Auschleichen von Venlafaxin hatte ich ca eine Woche lang sogenannte Brainzaps und die waren wirklich sehr unangenehm, aber da musste ich eben durch, denn das Venlafaxin hat bezüglich der antidepressiven Wirkung, die ich ja haben wollte, leider gar nichts gebracht. Es trotzdem weiter zu nehmen, nur um dem unangenehmen Ausschleichen zu entgehen, wäre aber unsinnig gewesen, und auf Dauer unter Umständen auch nicht unschädlich.

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B
Danke für deine rasche Antwort.
Ich kann mir vorstellen, daß das Hin und Her mich ängstlich macht. Erst fast ausgeschlichen und nun wieder 3.75. Ich hatte angenommen, wenn ich wieder die Dosis nehme, ist mir wieder gut, aber nee.
Das klingt nach Jammer, ist es aber nicht. Ich habe manchmal Angst, daß es nie mehr gut wird und ich mit dem Benommensein leben muss. Dadurch fällt mir konzentrieren und nachdenken schwerer, und das begünstigt noch mehr mein mich Beobachten.
Ich hoffe, es ist irgendwie zu verstehen, wie ich mich fühle.

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Dys
Niemand will sich schlecht fühlen. Und Angst ist ja an sich schon ein schlechtes Gefühl, dass man dementsprechend auch nicht haben will. Aber so ein bisschen muss man auch insofern rational an eine Sache herangehen und auch mal über eine Wahrscheinlichkeit nachdenken, die unter Umständen gering sein könnte. Sich nicht gut fühlen führt nicht automatisch zum Tod, jedenfalls habe ich diese Erfahrung im laufe meines Lebens so gemacht und weshalb sollte ich die dann grundsätzlich in Frage stellen. Und wenn ich mich schlecht fühle, jammere ich auch mal, weil das so sein darf. Das einzige was ich eher nicht erwarten kann ist, dass jammern etwas verbessert, was durch jammern nicht verbessert werden kann. Ich konnte mich jedenfalls noch nie gesund jammern, weder bei körperlichen Beschwerden noch bei psychischen. Und nicht immer konnte ich ohne eine Intervention durch Ärzte oder Medikamente etwas aushalten, das sich tatsächlich auch mal als lebensbedrohend herausstellte. Das waren aber in Relation zu allem was ich aushalten musste und ja am Ende offensichtlich auch konnte, eben die Ausnahme. Der Punkt ist halt, ich alleine musste erkennen, wann ich gefühlt nicht mehr aushalten kann, was auszuhalten wäre, denn das kann ja kein Außenstehender entscheiden. Deswegen sehe ich halt keine Zweckmäßigkeit darin, Andere zu fragen, ob ich das aushalten könnte, oder können sollte und wie diejenigen in einer vielleicht ähnlichen Lage agiert haben, da etwas Ähnliches nunmal nicht das Gleiche sein muss und auch nicht das Selbe sein könnte und dementsprechend eben nicht 100%ig eingeschätzt werden kann.

Pauschal ließe sich also lediglich sagen, dass Ausschleichen von Medikamenten unangenehm sein kann, aber nicht wie genau dies empfunden werden muss. Empfindung ist nunmal was individuelles. Und fürs Einschleichen gilt das ja ebenso.

#36


B
Danke, du hast recht.

#37


B
...mir hilft es , wenn ich weiß, es geht mir nicht alleine so.

#38


A


Hallo Bärchen-1,

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Dys
Zitat von Bärchen-1:
Danke, du hast recht.

Ob ich recht haben könnte oder nicht ist eigentlich unwichtig für Dich und darum geht es auch überhaupt nicht wenn ich meine Sichtweise aufzeige. Ich kann ja auch nur meine persönlichen Erfahrungen als Bezugnahme für meine Ansicht heranziehen und die hat ja auch kein Anderer gemacht. Aber ich denke, ich eröffne halt mal (m)einen Blickwinkel, den jemand vielleicht so nicht kennt und ob der nützlich wäre oder Anwendung fände, entscheidet dann derjenige der ihn zur Kenntnis genommen hat, ganz allein. Und das ist auch gut so.

Ich verstehe auch, dass es jemandem helfen kann, zumindest gefühlt, dass es Anderen ähnlich gehen kann, weil es wäre. Und was hilft, hilft. Gedanklich betrachtet brachte es mir aber bei meinen Herzinfarkten allerdings absolut nichts, zu wissen dass es Anderen auch so geht, die einen Herzinfarkt haben und alleine diese Tatsache, damit nicht alleine zu sein, bewirkte nicht, das ich mich besser fühlte. Deswegen hilft mir auch nicht der Gedanke, dass andere auch psychische Probleme haben, um mich mit meinen besser zu fühlen. Damit weiß ich aber zumindest für mich, was mir nicht hilft und das ist auch gut so.

#39