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Lithium absetzen

Tim2207

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Hallo zusammen,

Ich habe eine Frage zu Lithium. Ich nehme es seit 6 Wochen, insgesamt 1125mg,und möchte wissen, wie schnell ich es ausschleichen kann.

Ich hatte mich überreden lassen, es wieder zu nehmen. Ich hatte es schon einmal 5 Jahre gehabt bis 2015. Ich nehme zudem momentan noch Lamotrigin und Bupropion. Bei mir überwiegen ganz klar die depressiven Phasen. Ich hatte einmal eine manische Phase.

Viele Grüße
Tim

03.11.2018 14:46 • #1


robbi

robbi

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Hallo,

ich kenne Menschen, die nehmen Lithium bereits seit vielen Jahren. Es greift zwar wie einige andere Antidepressiva auch in den Hirnstoffwechsel ein aber bei "nur" 6 Wochen sollte das Absetzen noch nicht zum Problem geworden sein. Bei denen welche ich kenne, war es auch nach Jahren kein Problem. Was sagt denn dein Arzt zu einem möglichen Ersatzmedikament?

Wie lange hast du es denn das letzte mal genommen?

Ich habe schon einmal gelesen, dass es Studien gab, welche herausfanden, dass Lithium bei nochmaliger Einnahme nicht mehr richtig wirkt. Das Ansprechverhalten auf Lithium wird auch vererbt.

Quellen:

https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr...etten.html

https://dgbs.de/fileadmin/user_upload/P...ithium.pdf

https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pr...cle/31053/

04.11.2018 13:04 • x 1 #2


Tim2207


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Hallo Robbi,

Ich habe es damals 5 Jahre genommen, aber wegen 50kg Gewichtszunahme, Schilddrüsenunterfunktion und Tremor ausgeschlichen. Es hat mir damals sonst recht gut geholfen.
Ich habe mich in einer Klinik überreden lassen, es wieder zu nehmen... Ich verspüre aber jetzt nach erneutem Ansetzen keine Wirkung mehr.

Ich habe seit diesem Jahr die Diagnose bipolare Störung. Ich nehme seit April Lamotrigin.

Ich muss das mit meinem Psychiater besprechen, mal schauen, was er meint...

Danke für die Links

04.11.2018 13:23 • x 1 #3


robbi

robbi

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Hallo Tim,

dann könntest du vielleicht zu denen zählen, bei denen Lithium nach erneuter Einnahme nicht mehr oder nicht ausreichend wirkt. Hatten die in der Klinik gewusst, dass du es schon einmal genommen hast?

Verstehe ich das richtig, Du führt die 50kg Gewichtszunahme auf das Lithium zurück?

04.11.2018 13:58 • x 1 #4


Tim2207


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Hallo Robbi,

Ich habe große Probleme, meine Bedürfnisse zu äußern. Ich habe mich mehr oder weniger überreden lassen, das Lithium wieder zu nehmen, als zusätzlicher Stimmungsstabilisator zum Lamotrigin. Die Ärzte in der Klinik wussten über meine Lithium-Vergangenheit Bescheid.

Ich war damals schon etwas übergewichtig, und durch das Lithium habe ich wegen Wassereinlagerungen und einer Schilddrüsenproblematik vor allem in den ersten beiden Jahren stark zugenommen. Ich habe auch durch Sport kaum abnehmen können (Laufband Fitnessstudio, schnelle Spaziergänge). Nach dem Absetzen habe ich sehr schnell wieder abgenommen. Auch mit weniger Sport als während der Lithium - Behandlung... Ich führe es zum Großteil schon auf das Lithium zurück.

04.11.2018 14:06 • #5


robbi

robbi

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Ok, dann hört sich schon recht eindeutig an. Gab es denn keine Alternative seitens der Ärzte zum Lithium? Schau dir mal die 5 ähnlichen Themen bei Lithium an, vielleicht findest Du dort noch ein paar Tipps.
Ich persönlich würde es wohl wieder absetzen, wenn eine so starke Gewichtszunahme damit verbunden ist, zumindest bei Dir. Weil durch diese Nebenwirkung wirst Du wohl kaum zufriedener, unabhängig davon wie es in deinem Körper wirkt.

04.11.2018 15:07 • x 1 #6


Alexandra2

Alexandra2

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Lithium Erfahrungen, Ersatz und Rückfall

Ich bin gerade beunruhigt und frage mich, welche Folgen es hat, wenn Lithium abgesetzt werden muss (Nieren)? Es ist nur die Augmentation, also Verstärker für das Antidepressiva. Gibt es Ersatz für Lithium, hat jemand Erfahrungen damit?
Früher oder später muss es abgesetzt werden. Das steht fest.
Mit der Medikation bin ich von der schweren in die mittelschwere Depression gekommen. Wie groß ist das Risiko eines Rückfalls? Hat jemand damit Erfahrungen gemacht?

07.03.2019 12:31 • #7


Zwischenwelt

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Hallo Alexandra
Ich habe vor etwa drei Jahren zu einem Antidepressivum Lithium bekommen. Ein Depotmedikament.
Habe dieses nicht vertragen, sprich Belastung mit dauender Übelkeit, leichtes Zittern in den Händen
und kreative Fähigkeiten werden sehr gedämpft. Eine Überdosis ergab sich, da mein Psychiater unachtsam
mit der Einstellung war. Ich entschied sofort auf Null abzusetzen. Mir war bewusst, das es eine Gefahr mit-
sich bringt, aber es verlief ohne Qualen. Habe danach etwa sechs Wochen später meinen Lithiumspiegel
messen lassen. Der war im Normalbereich.
Also gehe ich mal davon aus, wenn aus gesundheitlichen Gründen, Lithium sofort aus dem Körper muss,
bleibt es erträglich. Sicher können wir uns biochemisch schlecht vergleichen.
Sonst ist das Ausschleichen ähnlich wie Antidepressiva, über viele Monate in ganz geringen Dosisreduzierungen.
Über Rückfälle kann ich nicht berichten, denn bei mir ist eine Dystymie festgestellt.

Hier einen link für dich: http://www.psychosoziale-gesundheit.net.salze.html

lieben Gruß
Martin
p.s. wenn man bedenkt das was wir hier einnehmen findet man in Batterien, oh je

07.03.2019 15:24 • #8


Alexandra2

Alexandra2

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Lieber Martin,
Danke für Deine Antwort.
Der Nephrologe meinte was vom Absetzen des Lithiums, das war aber meine Rettung. Als ich begann mit Lithium war ich trotz Antidepressiva schwer depressiv, das in der Klinik neu eingeschlichene wurde zu Hause sofort verdoppelt. Erst das Lithium zusätzlich brachte den Durchbruch und verhinderte die Suizidneigungen. Die bekam ich auch von Medikamenten.
Wenn Lithium wegfällt, gibt es eine Alternative, die genauso unterstützend wirkt? Und wenn ja, wie hat sich das ausgewirkt? Da hast Du keine Erfahrungen gemacht, die Dystymie ist gleich geblieben?
Dir Lithiumvergiftung wurde bei Dir ja schnell behoben. Gottseidank. Das Zittern habe ich auch, meist komme ich damit klar.
Liebe Grüße

07.03.2019 18:28 • x 2 #9


Zwischenwelt

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Ja dafür ist Lithium bekannt, das suizidale Gedanken schwinden oder kaum spürbar sind. Mir wurde in der Klinik
Aripiprazol ( Psychotika ) und Antidepressiva als Kombi empfohlen. Die Ärzte berufen sich auf eine Studie hierüber.
Allerdings gab es keine Info-s für mich über diese angebliche Studie. Ich lehnte diese Therapie sowieso ab.
Meine Chronifizierung ist geblieben. Depression wurde schon in der Kindheit gefunden. Ich kann nur Verbesserungen
erreichen, heilbar eher nicht. Schwanke oft zwischen Mittel- und Schwerdepressiv.
Ich wüsste allerdings keine weitere Alternative. Früher wechselte man bei keine Wirksamkeit gängiger SSRI oder SNRI,s
auf Maohemmer. Dieses wurde mir auch angeboten. Wäre mir zu gefährlich.
Ich bin auf dem Weg ohne rein chemische Substanzen, und dieses soll auch so bleiben, obwohl Entzug gerade
die Hölle ist.
Ich halte durch

liebe Alexandra, hoffe das hier im Forum dir jemand weiter helfen kann

in lieben abendlichen Gruße
Martin

07.03.2019 21:14 • x 1 #10


Alexandra2

Alexandra2

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Ohgottohgott, Martin Du hast ja auch viel mitgemacht. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft beim Entzug. Hoffentlich hast Du Unterstützung.
Ohne Medikamente könnte ich nicht klar kommen. Die Krankheitskombi ist zu wild.
Ich wünsche Dir einen gemütlichen Abend, liebe Grüße
Alexandra

07.03.2019 22:17 • x 1 #11


Forenleitung

Forenleitung

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10.03.2019 11:13 • x 1 #12


Eis

Eis

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Hallo Alexandra
Ich hab Lithium ca 6 Monate zusätzlich zu Elontril genommen. Ich musste es absetzen wegen ständiger Kopf- und Magenschmerzen. Ich hab es von heute auf morgen komplett abgesetzt OHNE Absetzerscheinungen.
LG
Eis

25.04.2019 15:27 • #13




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