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Gehöre nirgends dazu

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Jedi

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Hallo Juju !

Zitat von Juju:
gar nicht denken .

Ist eher schlecht !
Zitat von Juju:
anders denken

Mal eine andere Sichtweise einnehmen, den Fokus neu ausrichten, dass könnte Dir neue Perspektiven eröffnen !

Davon bin ich überzeugt u. würde es Dir sooooo wünschen !

LG Jedi

13.08.2019 18:29 • x 3 #61


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Ylvi13

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Hallo Juju,
gar nicht denken ist schwierig, finde ich und ich kann mir nicht vorstellen, dass du damit zurecht kommst.
Vielleicht funktioniert das hier für dich : Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung ! Keine Ahnung , wer das von sich gegeben hat, aber spielt auch keine Rolle, wie ich finde.
Lieben Gruss

13.08.2019 18:34 • x 3 #62



Hallo Juju,

Gehöre nirgends dazu

x 3#3


Juju

Juju

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habt ihr Beispiele für mich?
Wie soll ich, kann ich besser oder anders denken?

13.08.2019 21:38 • #63


Juju

Juju

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.es überfordert mich gerade und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll

13.08.2019 21:39 • #64


Juju

Juju

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ich habe immer das Gefühl, wenn ich anders denke, positiv .das ich mir nur etwas vormachen.
Bei uns heißt es, sich die Säcke Vvollmachten.

13.08.2019 22:06 • x 1 #65


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Jedi

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Hallo Juju !

Zitat von Juju:
habt ihr Beispiele für mich?
Wie soll ich, kann ich besser oder anders denken?


(Juju hat geschrieben)
dennoch werde ich ja nicht von denjenigen gebraucht, oder geliebt und ich gehöre auch nicht dazu
Was lässt Dich da so sicher sein, dass Du nicht irgendwann mal gebraucht werden könntest ?
Villt. besteht zur Zeit eben kein Bedarf bei ihnen ?

"oder geliebt" ?
Zitat von Juju:
Vielleicht werde ich geliebt und spüre es nur nicht.

Deine eigene Antwort u. damit könntest Du recht haben.

"Spüre es nur nicht" ?
Stecken da möglicherweise von Dir Erwartungen dahinter ?
Erwartungen verhindern oft ein reales spüren.

"ich gehöre auch nicht dazu" ?
Sind dies nur deine selbsterschaffenen Gedanken ? oder hat man Dir persönlich gesagt, dass Du für sie nicht dazu gehörst ?
Auch hier könnten Gedanken u. irgendwelche unerfüllten Erwartungen zu einem Störfaktor werden, um in einen guten Kontakt zu kommen.

Juju, was bräuchtest Du von ihnen, dass Du Dich geliebt u. dazugehörig fühlen könntest ?
Wäre es Dir wichtig ihnen zu sagen, dass, wenn sie jemanden bräuchten, sie sich an Dich vertrauensvoll wenden könnten ?
Hast Du mit ihnen schon einmal darüber gesprochen ?

So meine persönlichen Gedanken u. Fragen dazu !

LG Jedi

13.08.2019 22:11 • x 3 #66


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Ylvi13

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Wenn du dich überfordert fühlst, lass es für den Moment gut sein. Versuch dich zu entspannen, tu dir was gutes, lenk dich ab. Wenn du dich unter Druck setzt, oder du dich gestresst oder überfordert fühlst, dann ist das für mein Verständnis eher kontraproduktiv.
Ich glaube nicht, dass man sozusagen auf Komando denken oder den Blickwinkel wechseln kann. Eher denke ich, dass es ein langsamer Prozess ist, dass sich Erlebnisse und Erfahrungen aneinander reihen und das sich dann die Wahrnehmung, der Blickwinkel ändert. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich bewusst nachgedacht habe, wie ich meinen Blickwinkel ändere. Ich habe für mich gesorgt.
Hör mal in dich rein was du möchtest, folge ein stückweit deinem Bauchgefühl, das was du machst oder entscheidest muss für dich richtig sein und sich für dich gut anfühlen. Du darfst Fehler machen und getroffene Entscheidungen neu überdenken. Meine Erfahrung ist, dass ich mich so Stück für Stück besser annehmen konnte, ich bin so, wie ich bin. Alles was gewesen ist hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich bin völlig in Ordnung so.
Wichtig finde ich zu kommunizieren, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht., da hilft es sehr, wenn von aussen einer drauf schaut.
Kannst du mit dem Geschreibsel was anfangen?

13.08.2019 22:28 • x 4 #67


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Alexandra2

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Liebe Juju,
Unser Fühlen und Denken ist sehr von der Depression beeinträchtigt, d.h sosehr daß ich mich zeitweise gar nicht wieder finde. Dann macht es überhaupt keinen Sinn, über solche Fragen nachzudenken.
Je schlechter es mir geht, desto größer ist die Distanz zu anderen und zur Welt. Aber wenn dieser Zustand besser wird, ändert sich alles. Ich warte ab, ruhe aus, versuche meine Gedanken zu stoppen, bis ich wieder auf andere zugehen kann. Aber vielleicht ist das für Dich kein Problem und Du bleibst in regelmäßigen Kontakt zu Freunden/Familie. Das finde ich sehr wichtig für die Zugehörigkeit und das Gefühl von Nähe. Und schon gehörst Du dazu. Zu manchen hast Du das Gefühl von Wärme, evtl Geborgenheit, verstanden werden und wenn es 2 Menschen sind, ist das ein Anfang.
Zwei Freundschaften sind von einem 4 wöchentlichen Spieleabend in der Nachbarschaft entstanden. Eine Frau hatte Flyer in Briefkästen geworfen und zum Spieleabend eingeladen. Das gefiel mir, unkonventionell und offen. Da bin ich hin und hätte nie gedacht, was daraus erwächst. Rückblickend steht für mich fest, Kontinuität ist sehr wichtig. Dann gehöre ich dazu.
Ich denke wieder knotig um die Ecke, frag einfach, wenn ich mich kompliziert ausgedrückt habe.
Liebe Grüße Alexandra

13.08.2019 22:37 • x 3 #68


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Pilsum

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Zitat von Juju:
habt ihr Beispiele für mich?
Wie soll ich, kann ich besser oder anders denken?


Das ist schwierig, Dir zu sagen wie und was Du denken sollst. Vermutlich möchtest Du
nicht demnächst meine Gedanken vertreten.
Wir können Dir nicht sagen, wie und was Du denken sollst.
Aber:
Wir können Dir sagen, welche Gedanken und Sichtweisen Dich unglücklich machen werden.

Das bedeutet, Du musst Beispiele bringen und Deine Ansichten und Meinungen hier zur
Diskussion stellen.

13.08.2019 22:40 • x 4 #69


Juju

Juju

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Mittlerweile gehöre ich zu mir

04.12.2019 19:22 • x 3 #70


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Saskiaantje

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Meine Liebe,

Ich hab nicht alles gelesen, ich fühl mich auch so. Ich stell fest wo mein Partnerin nicht mehr da sein kann für mich, das ich bin alleine. Wenig Freunde und sie sind übermächtigt von mir. Nur mein Hund noch und meine Nagerchen. Die Pflege kommt auf zu mich vielleicht jetzt. Es ist fordernd und du hast grosses Werk getan. Ich bewundere sehr. Pflege ist wertvoller Dienst. In mein Muttersprache man sagt care dazu, somebody who cares. Das ist viel mehr für mich wie Pflege und das ist was du vielleicht brauchst. And me too.

All the best and someone who cares

10.12.2019 18:47 • x 1 #71


Juju

Juju

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Und auch hier habe ich mich gefunden und gehöre zu mir.

04.08.2020 11:49 • x 1 #72


Juju

Juju

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Und so sehr ich mich auch einmal gefunden hatte, so habe ich mich wieder verloren...

Ich stehe an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich überhaupt nicht weiß, was ich hier soll und wie es weitergehen soll.
Dieses Gefühl wirklich nirgends dazuzugehören hat sich wieder in mich eingenistet. Durch die Geschehnisse der letzten Monate hat sich meine Seele wohl an die alten Plagen erinnert und sich damit gleich arrangiert.

Was ist so alles in den letzten beiden Jahren passiert...

Die Geschichte mit meinem Knie, die es leider unmöglich macht, meinen bisherigen Sport auszuüben. Ich kann keinem Verein mehr beitreten und auch keinen Kurs mehr leiten.
Ich gehöre also dort nicht mehr dazu.

Meinen Kater musste ich Anfang des Jahres über den Regenbogenbrücke ziehen lassen. Er war immer da, wenn ich nachhause kam, er hatte sich seine Liebe eingefordert und ich hab ihn sehr geliebt. Nun ist er nicht mehr da... habe nichts mehr zu erzählen.

Ich habe keine Partnerschaft, kein Mensch, der mich liebt, der mit mir Zusammensein möchte, mit mir Leben möchte...
Ich habe es verpasst eine Familie zu gründen, Kinder zu bekommen....
Auch hier gehöre ich nirgends dazu.... habe nichts zu erzählen.

Da ich nicht mehr so Mobil und beweglich bin, ist mein altes Leben dahin....
Ich kann das nicht begreifen, ich kann es nicht fassen und auch nicht verkraften.

Deshalb bin ich so still.... ich habe einfach keinen Sinn, keinen Grund hier auf dieser Welt zu sein. Das Leiden ist so arg, ich möchte es nicht mehr. Ich verstehe auch nicht warum.
Ich fühle mich wie ein Mensch zweiter Klasse, niemand will mich...
Ich will mich selbst nicht mehr...

Nun wurde mir auch noch gekündigt..... in 7 Monaten bin ich meinen 30-jährigen Job los...
Welcher Arbeitgeber nimmt einen Krüppel.... so fühle ich mich jedenfalls...


Auch dort gehöre ich nicht mehr dazu, das lassen mich die Kolleginnen täglich spüren.

Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich das alles verkraften soll.

Ich bin nur noch am Weinen ....
Mir fehlt Liebe, Dazugehörigkeit...Geborgenheit..Mut, Vertrauen,.... Glaube....

03.10.2021 13:55 • x 6 #73


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Pilsum

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Liebe Juju,

im Moment geht es Dir offensichtlich ziemlich schlecht. Ich kann Dich verstehen.
Manchmal kommt einiges Negatives im Leben zusammen.
Und dennoch lasse Deinen Mut nicht sinken und schaue nach von. Für Dich kommen sicher
bald auch wieder bessere Zeiten.
Versuche privat neue Kontakte zu schließen. Das wird Dir Abwechlung bringen und Dich
auf andere Gedanken lenken.

Viele Grüße

Bernhard

03.10.2021 14:28 • x 5 #74


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Alexandra2

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Liebe @Juju,
Es tut mir sehr leid, daß es Dir so schlecht geht. Das auszuhalten, gehört zu den schwierigen Aufgaben. Ich kenne selbst die von Dir beschriebenen Gefühle. Durchhalten, ohne zu wissen, ob es anders kommt, jeden Tag einen Neustart hinlegen, das kostet viel Kraft. Und dabei wächst man jeden Tag über sich hinaus, bis der Wendepunkt da ist. Sei gut zu Dir, jeden Tag ein bisschen. Das ist wenigstens etwas Positives, damit Du diese Phase durchleben kannst. Niemand weiß, welchen Sinn es macht, so aus der Spur zu kommen. Es macht Sinn, fest an sich zu glauben, zwar nicht wissend wie, aber halsstarrig dass, dass Du da wieder raus kommst.
Liebe Grüße Alexandra

03.10.2021 19:21 • x 3 #75


MarieLund

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Hallo Juju, genauso geht es mir auch: ich habe keine Familie und beneide so sehr die Leute, die regelmäßigen Kontakt zur Familie haben. Wenn man an diesen schrecklichen einsamen Sonntagnachmittagen einen lieben Verwandten besuchen könnte....das wäre so schön. Aber leider muss auch ich damit leben, diesen Halt im Leben nicht zu haben. "Freunde" sind bei mir eher Kontakte mit denen keine besondere Nähe und Tiefe da ist, mit denen ich mich oft einsamer fühle als allein. Die Einsamkeit zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Habe auch keinen Partner. Es ist schon sehr schmerzhaft beziehungsmäßig so ein armes Leben zu fühlen, ich könnte auch permanent heulen, es ist ein Riesenschmerz! Ein bisschen hilft mir zu wissen, dass es mir nicht nur allein so geht. Liebe Grüße

03.10.2021 23:07 • x 5 #76


Excellent66

Weißt du ,mit Familie ist auch nicht immer so toll

03.10.2021 23:39 • x 4 #77


Juju

Juju

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Zitat von Excellent66:
Weißt du ,mit Familie ist auch nicht immer so toll


Da sagst Du etwas Wahres

04.10.2021 17:55 • x 3 #78


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Kate

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Liebe Juju, DU gehörst zu uns, in unser Forum, in unseren Kalender, in unsere Gedanken

04.10.2021 18:23 • x 8 #79


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Frederick

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oh, unsere Beziehungen zu uns selbst und anderen sind nicht immer einfach...............................................................

Ohne Beziehungen leben zu müssen, oder mit Beziehungen.......

Beziehungen, so einmalig und einzigartig, wie wir Menschen sie sehen, oder sehen wollen.........

Am Wichtigsten finde ich immer wieder, ist die Beziehung zu mir selbst. Daraus ergeben sich unsere anderen Beziehungen.

So wünsche ich uns eine gute Beziehung zu uns selbst, mit unseren ganzen Macken. Damit wir auch andere Menschen

mit ihren Macken annehmen können.

Trotz allen Macken, sind Beziehungen etwas sehr Wertvolles........wo die paar Macken nicht so stören.


liebe, leise Grüße,

Frederick

04.10.2021 18:49 • x 3 #80


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Ziva

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Liebe Juju, das macht mich ja ganz trautrig, was du schreibst.
Ich denke wie Kate, du gehörst hierher.

04.10.2021 18:57 • x 3 #81


Marylu

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Liebe Juju, es tut mir sehr leid, wie es dir geht und gerade jetzt ist es sicher schwer, neue Kontakte zu schließen. Aber bestimmt möchte ein neues Kätzchen zu dir, spätestens wenn du den Job los ist. Ganz liebe Grüße.

04.10.2021 19:24 • x 4 #82


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Melodie

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Hallo liebe @Juju ,
deine tiefe Traurigkeit und Verzweiflung spüre ich förmlich beim lesen deines Beitrags.
Deine Worte ,sie berrühren mich. Weist du, es ist immer alles leichter gesagt wie getan.
Hinaus gehen um Kontakte zu schließen - nur wie wenn man sich selbst nicht mag,sich selbst nicht vertraut und vielleicht auch noch Ängste vor Enttäuschungen hat. Es geht mir in diesem Punkt ganz genau wie dir.

Ich weiß gar nicht ob ich dir überhaupt schreiben sollte, vielleicht fühlst du dich auch genervt .
Aber ich möchte dir dennoch ein paar Worte schreiben. Das Gefühl nirgends dazu zu gehören, das kenne ich so gut.
Zwar bin ich verheiratet, bin in einem Chor, aber dennoch fühle ich mich einsam und nicht zugehörig in dieser Welt.
Den Chor besuche ich um mit meinen Gesang mir selbst zu helfen, ein wenig Freude zu haben und unter Menschen zu sein.
Aber private Kontakte zu einem der Mitglieder habe ich nicht. Anderen Menschen gegenüber komme ich mir immer wertlos vor.
Ich habe immer das Gefühl das sie schlauer sind als ich, gebildeter und ich bin nur die "dumme" Melodie.Die anderen haben soviel zu erzählen .Z.B. von ihren Kindern, ich habe keine Kinder, kann da also nicht mitreden. Es gibt soviele Themen und Bereiche wo ich einfach nicht mitreden kann und daher bleibts bei mir auch nur beim singen und anschließend gehe ich allein nach Hause.

Und auch in der Ehe kann man sich alleine fühlen. Mein Mann ist zwar immer für mich da, doch das was ich neben der Ehe
bräuchte, das wären mehr soziale Kontakte. Das das nicht so ist macht mich teilweise richtig kaputt. Man hört immer wieder davon, das es soviele einsame Menschen gibt die auch Kontakte suchen,aber wo bitte sind diese Menschen,wo findet man
sie ? Wie kann ich ohne Angst und Selbstzweifel auf andere Menschen zugehen ?

Familie habe ich auch nicht. Meine Eltern sind tot.Zu einem meiner Brüder habe ich seit Jahren kein Kontakt und meinen
ältesten Bruder treffe ich mal in der Stadt. Dann wird ein bisschen geredet, aber wir haben keine Telefonummern so das wir
uns anrufen könnten und quatschen. Wir halten den Kontakt auf Abstand.

Es tut mir aufrichtig Leid, das man dir zu allem Übel was dir schon geschehen ist nun auch noch nach dreizig Jahren deinen
Job gekündigt hat. Es tut mir weh zu lesen, wenn du über dich schreibst " Wer will denn schon einen Krüppel haben " ?
Bitte rede und denke nicht so schlecht über dich, gleich wenn du noch so verzweifelt über dich und deine körperliche Situation bist. Es gibt doch auch Intitutionen, die Menschen mit körperlichen Einschränkungen fördern und einstellen.

Ich werde jetzt meinen Beitrag beenden, er wird sonst noch länger wie er eigentlich werden sollte.
Möchte dir aber ganz viel Kraft senden.

Lg. Melodie

04.10.2021 20:32 • x 4 #83


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Silentium

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Liebe Juju

ich kann dich so gut verstehen. Dieses Gefühl, nirgendwo einen Platz zu haben. Ich hoffe, dass du ganz bald deinen Platz im Reallife findest. Hier im Forum hast du immer einen Platz und gehörst dazu

04.10.2021 23:48 • x 6 #84


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hlena

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Zitat von Silentium:
Hier im Forum hast du immer einen Platz und gehörst dazu

05.10.2021 00:10 • x 2 #85


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Senca

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Zitat von Juju:
Mir fehlt Liebe, Dazugehörigkeit...Geborgenheit..Mut, Vertrauen,.... Glaube....

Hallo @Juju
schau mal wie viele Mitglieder dir geantwortet haben und dir damit zeigen, dass du gemocht wirst, dass man dich wertschätzt, dass du wertvoll bist und Teil des Forums.
Dass du dich dazugehörig fühlen kannst weil du dazugehörst, dass du dich von den Worten geborgen fühlen kannst, auch wenn die virtuelle Geborgenheit sicherlich nicht ganz so umhüllend zu spüren ist, wie im RL. Menschen zu sehen ist nochmal was anderes.
Auch ich lese dich gerne auch wenn ich sehr still bin.
Ich wünsche dir Vertrauen, dass du den Worten glauben schenken kannst und den Mut die Schwere der Einsamkeit auszuhalten und die Hoffnung niemals zu verlieren.
Viele Grüße Senca

05.10.2021 07:50 • x 11 #86


Juju

Juju

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Ich möchte Euch allen für Eure lieben Worte danken .

05.10.2021 16:53 • x 4 #87


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Pilsum

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Liebe Juju,

mir tut es leid, weil Du sehr oft in eine Art "Loch" hineinfällst.

Zitat von Juju:
Dieses Gefühl wirklich nirgends dazuzugehören hat sich wieder in mich eingenistet.

Nimm es mal bitte so, wie Du es geschrieben hast. Es ist ein Gefühl von Dir, welches Du seit
längerer Zeit pflegst und fütterst.
In der täglichen Realität wird es sicher völlig anders sein. Die User hier im Forum haben das schon mit
kraftigen Worten gesagt.
Wenn es also nur ein Gefühl in Dir ist, dann ist es Deine Aufgabe, anderen, positiven Gefühlen mehr
Raum und Zeit zu geben.

Zitat von Juju:
Ich habe keine Partnerschaft, kein Mensch, der mich liebt, der mit mir Zusammensein möchte, mit mir Leben möchte...

Was tust Du denn dafür, dass Dich jemand lieben kann? Wer bekommt von Dir dazu eine Chance?

Zitat von Juju:
Ich fühle mich wie ein Mensch zweiter Klasse, niemand will mich...
Ich will mich selbst nicht mehr...

Wieder sprichst Du von einem Gefühl. Die Wirklichkeit scheint anders zu sein.
Wenn Du Dich selbst nicht magst, dann wirst Du dies auch ausstrahlen. Wer soll auf Dich zukommen
und Dir Komplimente machen, wenn Du selbst sagst, ich mag mich nicht?
Suchst Du Sozialarbeiter oder echte Freunde?

Zitat von Juju:
Nun wurde mir auch noch gekündigt..... in 7 Monaten bin ich meinen 30-jährigen Job los...

Dies tut mir leid. So etwas kann Dich schon mal ein paar Wochen oder Monate runterziehen.
Allerdings sage ich Dir. Auch Du kannst wieder eine neue Arbeitsstelle finden, die Dich ausfüllt und
zufriedenstellt. An einer Arbeitsstelle eine Kündigung zu bekommen ist selten eine Katastrophe.
Eher ist es eine Chance, nach 30 Jahren noch einmal etwas Neues zu beginnen und andere
Menschen kennenzulernen und mit einer neuen Tätigkeit eine neue Motivation zu bekommen.

Dir wünsche ich eine erfolgreiche Entwicklung und Verbesserung Deiner Situation.

Viele Grüße

Bernhard

05.10.2021 18:17 • x 5 #88


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Schlüsselkind

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Zitat von Juju:
Ich war wütend, hab vor Wut geweint, weil ich doch so gerne mit mir selbst alleine auch zufrieden sein möchte.
Ich bin es aber nicht.

Ist sicher schwer zu verstehen


Liebe Juju,

das ist gar nicht schwer zu verstehen und ich kann Dir zumindest bestätigen, dass Du mit Deinen Gedanken und Gefühlen nicht alleine bist!

Auch in meinem - weiblichen - Freundeskreis (Frauen ohne Partner, ohne Kinder) ist das tatsächlich gerade ein sehr viel besprochenes und brisantes Thema zwischen uns (das mag an unserem Jahrgang liegen, wo man reflektiert - zurück- und auch nach vorne schaut, was hat man erreicht, wo steht man, was wünscht man sich noch vom Leben) und der gemeinsame Austausch darüber ist so wichtig!

Leider, leider hat uns der mainstream Feminismus da teilweise in einen Zwiespalt gedrängt. Uns wird zu verstehen gegeben, wir haben entweder eine erfüllende Partnerschaft zu leben ODER sind halt als Frauen super glücklich alleine. Die Frauen, die aber ungewollt/unfreiwillig ohne Partnerschaft und/oder Familie leben und dabei nicht glücklich sind, treten leider in der öffentlichen Wahrnehmung überhaupt nicht auf - sind fast gesellschaftlich ausradiert - haben keine Stimme - weil diese Art von Mangel dem Feminismus angeblich nichts empowerndes zu geben hat. Deshalb fühlt man sich alleine. Das darf so aber nicht sein, alle Stimmen müssen gehört werden, im Leben gibt es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern zum Glück ganz ganz viele Grautöne und ich finde es gut, dass Du deine Stimme nutzt, um es so offen auszusprechen - vielen Dank dafür!

Toxisches positives Denken hilft nicht weiter, ABER ich bin fest davon überzeugt, dass man im Austausch miteinander zu Lösungen finden kann, die einen in kleinen Schritte nach vorne bringen und sich dabei etwas weniger alleine fühlt.

Ich habe in den letzten Monaten zwei sehr interessante Bücher zu diesem Thema gelesen - Bücher, die sich mit anderen Lebensrealitäten beschäftigen:
- Wunderland von Claire Messud
- Ungebunden von Malin Lindroth

Alles Liebe!

09.10.2021 21:16 • x 2 #89



Hallo Juju,

x 4#30


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Schlüsselkind

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PS: Hier fehlte noch ein Absatz, konnte leider nicht mehr editieren:

Viele Menschen, die in Familien und langjährigen Partnerschaften leben, können auch oft gar nicht (mehr) nachempfinden, wie anstrengend es ist und wie viel Energie es kostet, sich auf längere Zeit mit sich selbst auseinanderzusetzen, weil diese Realität in ihrem Leben so nie stattfand oder sie es einfach vergessen haben, wie es sich anfühlte. Das führt oft dazu, dass man sich unverstanden fühlt und von anderen entfremdet ist. Man muss sich ja ständig Anreize und Motivationen, aber auch sinnstiftende Beschäftigungen im Leben suchen, um so einen Ausgleich für sich zu schaffen. Das ist oft Thema zwischen meinen Freund:innen und mir.

Diese Motivation ist manchmal schwer dauerhaft zu halten, aber man kann sie wiederfinden und dann kann sich wieder etwas bewegen, es ist nie zu spät!

09.10.2021 21:35 • x 2 #90

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