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Fühle mich unverstanden / tiefes Loch - Depression

Traumwelt

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Hallo, hat sich ja einiges getan im Forum.
Bin positiv überrascht. Ich hatte mich ja eigentlich mal gelöscht, aber nun bin ich wieder da, denn ganz ehrlich, wohin mit seinen Gedanken?

Da draußen all die Menschen, die vor Lebensfreude nur so sprudeln, sind nicht die richtigen Ansprechpartner.
Selbst hier zu Coronazeiten sagen sie, wir sitzen alle im gleichen Boot.
Aber das tun wir nicht. Ich ertrage es einfach nicht mehr, nicht verstanden zu werden. Ich bin zu fremd für diese Welt. Und allein. Und da ich zu fremd bin, wird sich das auch nie ändern.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass je mehr ich mich anstrenge, mein Leben zu verändern, desto mehr wehrt sich das Leben dagegen. Ich verstehe nicht, wieso andere immer irgendwie weiterkommen, nur ich nicht.

Ja, im Groben ist das das, was mich gerade beschäftigt. Lockdown, Unverständnis, alleine sein und alleine fühlen und Macht- und Hoffnungslosigkeit.

Guten Abend zusammen und trotz allem jeden einen guten Einstieg in den Lockdown.

15.12.2020 20:42 • x 4 #1


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Kate

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Hi Traumwelt
Zitat von Traumwelt:
Ich hatte mich ja eigentlich mal gelöscht

gab es einen bestimmten Grund?
Zitat:
Außerdem habe ich das Gefühl, dass je mehr ich mich anstrenge, mein Leben zu verändern, desto mehr wehrt sich das Leben dagege

Das Leben wehrt sich nicht gegen Dich, ich denke, wir sind dem Leben sogar ziemlich egal.
Das Leben, Dein Leben, macht genau das was Du möchtest und dafür tust. Nur Du kannst das, kein Anderer.
Zitat:
Guten Abend zusammen und trotz allem jeden einen guten Einstieg in den Lockdown.

Ich denke, da wir die Maske permanent tragen müssen, befinden wir uns bereits seit 9 Monaten im Lockdown.
Zitat:
Da draußen all die Menschen, die vor Lebensfreude nur so sprudeln,

Nachdem mittlerweile fast jeder zweite existenzbedrohend damit umgehen muss, gibt es nicht mehr so viele lebensfreudige Menschen.
Unter der Maske kann man leider Gottes eh kein Lächeln mehr erkennen und zufrieden wirken nur noch die wenigsten.

Sicherlich leidet der eine mehr als der andere, leid lässt sich halt nur schwer vergleichen. Was für den einen noch vollkommen in Ordnung ist, ist für den anderen ein Grund vor den Bus zu laufen.

Fakt ist, die psychischen Nachwirkungen des Ganzen lassen sich durch unser Gesundheitssystem mit Sicherheit nicht auffangen.
LG Kate

17.12.2020 18:06 • x 2 #2


Traumwelt

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Zitat:
gab es einen bestimmten Grund?

Ja, den gab es. Verlassen hab ich das Forum glaub ich noch während dem ersten Lockdown.
Zitat:
Das Leben wehrt sich nicht gegen Dich, ich denke, wir sind dem Leben sogar ziemlich egal.

Naja, doch, es wehrt sich, weil sich das hier
Zitat:
Das Leben, Dein Leben, macht genau das was Du möchtest und dafür tust. Nur Du kannst das, kein Anderer.

nie bewahrheitet hat.

Zitat:
Nachdem mittlerweile fast jeder zweite existenzbedrohend damit umgehen muss, gibt es nicht mehr so viele lebensfreudige Menschen.

Das stimmt, die Menschen, die ihre Firma verlieren, Insolvenz anmelden müssen und Menschen, die ihren Job verlieren, sind ganz und gar nicht amused.

Zitat:
Unter der Maske kann man leider Gottes eh kein Lächeln mehr erkennen und zufrieden wirken nur noch die wenigsten.


Klar, das normale Leben existiert seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr, aber neulich saß ich beim Friseur und dort sagte man mir: "es betrifft uns alle, aber man kann ja telefonieren, skypen und in einer gewissen Anzahl trotzdem beieinander sitzen."

Wie sich das wohl anfühlen muss?
Und je länger sich der Lockdown zieht oder das Virus hält, desto frustrierter werde ich. Ich verliere zwar keine Firma, aber wertvolle Zeit, in der ich wenigstens probieren kann, nicht mehr allein zu sein und wertvolle Zeit, mal anzufangen, mir Gutes zu tun, anderweitig voran zu kommen und mal was zu bewegen.

Das wird aber gerne vergessen. Es gibt nicht nur jene, die konkurs gehen, manche haben einfach vornherein gar nichts gehabt und dabei mit psychischen Druck und Leid zu kämpfen, die paar Skills erfordern, die man seit Monaten, fast einem Jahr, nicht mehr machen kann.

Wie ironisch, dass gerade dann, wenn man fest entschlossen ist, sich was Gutes zu tun und Ziele zu verfolgen, wieder etwas von außen kommt und alles vernichtet.
Ja, richtig, dieses Mal betrifft es nicht nur mich, aber wir werden wieder vergessen.

Zitat:
Fakt ist, die psychischen Nachwirkungen des Ganzen lassen sich durch unser Gesundheitssystem mit Sicherheit nicht auffangen.

Wenn es endlich zu ner totalen Enttabuisierung führt, hat es dann letztendlich doch noch was Gutes.

17.12.2020 18:59 • x 3 #3

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