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Ich habe große Teile meines einzig freien Wochenendes nun (leider) mit dem Studium der ePA, bzw. der App verbracht.
🙄Tut mir leid, aber ich sehe es als eine weitere, digitalisierte bürokratische Apokalypse an und der Kunde / Patient darf nun sehen, wie er das korrigiert bekommt.
Die eingespielten Daten sind unvollständig und teilweise auch komplett falsch. Offensichtlich auch aufgrund einer schlechten Datenbasis: tatsächlich bestätigt sich auch bei mir der Verdacht, dass in der Vergangenheit Ärzte blind falsche Fremddiagnosen übernommen haben, die jetzt in verschiedenen Dokumenten wieder auftauchen.
Nur ein Beispiel: es taucht immer wieder der Befund "Typ-2-Diabetes" bei mir auf. Hatte ich definitiv nie - wird alle paar Wochen mittels Blutbild mit geprüft.
Bei den Psycho-Diagnosen hört es dann komplett auf: übertrieben gesagt, wurde da alles zusammengefasst, was irgendein Arzt in den letzten Jahr(zehnt)en irgendwann mal diagnostizierte und ggf. von anderen übernommen und fortgeführt wurde.
Auch die Datensätze bzgl. der Medikation stimmen bei mir nicht - selbst bei den Standardmedikamenten, die ich bislang in jedem Quartal verordnet bekam. Scheint nicht vollständig hochgeladen worden zu sein.
Nicht mal die wirklich überschaubare Rubrik der Impfungen ist bei mir korrekt, bzw. vollständig. Ich werde z.B. zu Auffrischungen angemahnt, die ich schon lange abgeschlossen hatte.
Natürlich gibt es die Möglichkeit, Daten(-gruppen) selbst nachzutragen und andere zu verbergen, bzw. ganz zu löschen, etc. Aber diese Lebensaufgabe werde ich bestimmt nicht annehmen.
Nach meiner Meinung liegt es nicht an der App (wobei man sich über die Nutzerfreundlichkeit streiten kann).
Es liegt viel mehr an dem, was die Ärzte in der Vergangenheit "geschaffen" haben (oder auch nicht) und welcher Datenmüll nun hochgeladen wurde.
Was die Freigaben betrifft, bin ich jetzt auch schlauer:
Ab dem Einlesen der Gesundheitskarte wird
automatisch eine Datenfreigabe von 90 Tagen gewährt.
Dem kann man zuvorkommen, indem man die Praxis / Apotheke
vorher in die Liste der Gesundheitspartner aufnimmt und dort ggf. sperrt.
Wer Langeweile hat, kann auch sämtliche Datensätze durchgehen und diese selektiv unsichtbar machen (gilt dann für alle Leser pauschal, nicht für ausgewählte Ärzte). Oder einfacher: ganze Datengruppen (z.B. alle Befunde) pauschal sperren.
Mein persönliches Fazit:
Ich habe pauschal alle relevanten Datengruppen bzgl. Freigabe deaktiviert, weil ich nicht will, dass irgendein Behandler auf diesen Datenmüll zugreift und am Ende falsche Diagnosen / Entscheidungen trifft, bzw. blind übernimmt.
Selbst werde ich mich sicherlich nicht hinsetzen und meine überschaubare Lebenszeit mit der manuellen Bearbeitung des Datenbergs verschwenden.
Vielleicht bereinigt sich das über die Jahre irgendwie. Ansonsten mache ich es nicht zu meinem Problem.
Lustig ist nur wieder, dass das wichtigste - die Notfalldaten - nicht hinterlegbar sind.
Diese müssen von einem Arzt - nach persönlicher Einwilligung - hinterlegt werden.
Genug (eigentlich viel zu viel) Lebenszeit mit diesem Thema verschwendet. Punkt.
🤡