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Die Angst vor meinen Beschwerden lähmt mich

Niels

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Hallo liebes Forum,

ich bin Niels und habe seit ca. 4 Jahren Probleme mit somatoformen Beschwerden wie Engegefühl im Hals, Nackenschmerzen, Verspannungen in der Kehlkopfgegend, aber oft mit der Angst keine Luft zu bekommen, was sich daher dann auch oft so anfühlt. Seit ein paar Wochen ist die Angst aber stärker geworden. Wenn ich morgens aufwache habe ich schon Angst vor dem Tag und den Symptomen weshalb sie dann auch immer wieder auftauchen. Die Angst lähmt mich total und führt dazu, dass ich bei alltäglichen Aktivitäten z.B. Einkaufen oder Sport im Fitnessstudio wirkliche Probleme habe und dann oft kurz vor der Panik stehe. Aufgrund dieser Symptomatik habe ich mittlerweile auch das Gefühl eine leichte Depression zu haben. Ich habe dabei das Gefühl, dass sich beide Arten von Beschwerden, sowohl somatoforme Beschwerden als auch die Depressionssymptome gegenseitig daran hindern, dass es besser wird. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht und erlebt ihr vielleicht etwas ähnliches? Was kann ich dagegen machen? Ich versuche es jetzt mit Hypnose, weil ich bei allen Psychologen die ich kontaktiert habe immer nur höre, dass sie keine Plätze mehr frei haben. Habt ihr damit positive Erfahrungen gemacht, also mit Hypnose?

LG Niels

28.02.2022 19:17 • x 3 #1


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ZeroOne

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Hi @Niels ,

wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gibt es hier im Forum bislang keine Mitglieder, die Erfahrungen mit Hypnose gemacht, bzw. diese geteilt haben. Insofern wäre es sehr interessant, von dir dann zu erfahren, wie du diese Sitzungen erlebt hast.

Die monatelangen Wartezeiten bei den Therapeuten sind tatsächlich übel - schon vor Corona.

Ich würde mich dennoch auf die Wartelisten setzen lassen. Am besten bei mehreren Therapeuten parallel. Das ist effektiver und man hat dann noch halbwegs zeitnah die Wahlmöglichkeit, falls einem nicht gleich der erste Therapeut zusagt, ohne wieder monatelang warten zu müssen.

Bei den von dir beschriebenen Symptomen (Angststörung, Depression) ist eine Verhaltenstherapie oft die erste Wahl, weil sich bei dieser Therapieart häufig schon in einem überschaubaren Zeitrahmen gute Ergebnisse erzielen lassen. Wahrscheinlich hast du dich mit dem Thema aber selbst schon intensiv beschäftigt.

Bis zu einer Behandlung wäre meine persönliche Vorgehensweise, trotz Angst zu versuchen, den Alltag (Einkaufen, Fitnessstudio, etc.) wie früher auch zu erleben und nichts zu meiden, auch wenn es sehr schwer fällt. Je mehr Vermeidungsverhalten man zulässt, desto schwieriger wird es später, aus dieser Position wieder heraus zu finden.

Hoffe, das hilft dir etwas weiter. Falls nicht: in die Tonne damit.

01.03.2022 11:52 • x 1 #2



Hallo Niels,

Die Angst vor meinen Beschwerden lähmt mich

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Alma

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Lieber Niels,

ich sehe es ähnlich wie meine Vorrednerin, möglichst viele Therapeuten anrufen (10-20 wenn möglich) und auf die Warteliste setzen lassen. Ansonsten kann man sich auch über die Kassenärztliche Vereinigung jemand für ein Vorgespräch zuteilen lassen.

Ansonsten kann ich dir noch einen MBSR oder MBCT Kurs empfehlen.

Liebe Grüße
Alma

01.03.2022 20:57 • #3


René

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Hallo Niels,

ich habe ganz ähnlich Symptome seit 1,5 Jahren vor allem Schwindel, gefühlte Atemnot, Schluckbeschwerden(Kloß im Hals) . Bei mir ist es durch jahrelange Einsamkeit gekommen und damit zu einer Depression. Ich war letztes Jahr für 3 Monate zur stationären Behandlung in einer Klinik für Psychosomatik und habe anschließen eine Verhaltenstherapie bei einer ambulanten psychotherapeutischen Psychologin gemacht.
Mir haben diese Therapieformen geholfen zu verstehen warum die Symptome auftreten und wie die Prozesse im Körper ablaufen. Bei mir ist es die Angstörung vor allem soziale Phobie und Hypochondrie die immer wieder zu depressiven Phasen führen. Ich habe durch die Therapie verstanden das ich die Symptome nicht wegmachen kann sondern lernen muss damit zu leben aus dem Verständnis heraus woher sie kommen und bei Auftreten die Symptome nicht sofort Angst und Panick zu bekommen.

Ich versuche im Moment auch mir neue Ziele, Hobby und Interessen zu suchen um den Fokus von der Angst abzulenken und mache auch Dinge die mir Angst machen und vor den ich Angst habe so z.b. mit Menschen sich treffen. Denn nur wenn man sich der Angst stellt und die Dinge angeht wovor man Angst hat kann man die Angst entmachten und so die depressiven Phasen und Symptome lindern.

Ich wünsche dir das du nicht zu streng mit dir bist da diese Prozesse nicht von heute auf morgen passieren ...das braucht seine Zeit ...nimm dir die Zeit für dich ....und ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen um mit gleichen Betroffenen in Austausch zu kommen.

Mit Hypnose habe ich leider keine Erfahrungen....ich mache nur Meditation für mich um etwas zur innernen Ruhe zu kommen

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für deinen Weg.

Liebe Grüße
René

14.03.2022 17:14 • #4

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