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Depressionen nach Trennung - war er ein Narzisst?

Soulmate22

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Hallo ihr Lieben,

ich bin 23 und leide seit Jahren an immer wiederkehrenden depressiven Episoden.
Es ist meistens so, dass ich erst Wochen lange weine, irgendwann versiegen meine Tränen und es legt sich ein dunkler Schleier über mich (ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll).

Ich hatte keine einfache Kindheit wurde gemobbt, ausgegrenzt, gedemütigt und von anderen Kindern/ Jugendlichen verfolgt. Es wurde immer ein Grund gefunden auf mir rumzuhacken. ich glaube das hat mich schon sehr früh gebrochen. Stabile Freundschaften oder Liebesbeziehungen sind für mich ein Fremdwort. Ich habe mein ganzes Leben versucht mich für andere aufzuopfern, versucht gemocht oder zumindest akzeptiert zu werden.
Ich habe durch das Verhalten der Mobber immer signalisiert bekomme wie wenig ich wert bin. sodass ich es irgendwann verinnerlicht habe. Ich bin nach außen immer taff gewesen. innerlich gehe ich kaputt.

Akuter Auslöser meines jetzigen Tiefs ist die Trennung von meinem EX (ich will keine Diagnose stellen, aber vermute an ein NSPler geraten zu sein. Am Anfang in den Himmel gelobt worden, am Ende genauso Tief gefallen. Er hat sich ne Neue gesucht und ist anscheinend schon vor der Trennung parallel mit ihr beschäftigt gewesen. Mein ganzes Vertrauen in das Gute und die Welt ist zerstört.

Ich fühle mich so unglaublich alleine. Ich hab so viel geweint, das ich mich wieder leer fühle. Habe 6-7 Kilo Gewicht verloren und fühle mich kaputt und verloren.

Danke fürs Lesen und evtl. ein paar aufbauende Worte.

05.01.2019 14:16 • x 1 #1


Juju

Juju

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Hallo, meine Liebe.
Das tut mir sehr leid für Dich.
Jetzt bist Du ja noch sehr jung und hast Dein Leben noch vor Dir.
Ich möchte Dich bisschen trösten. Schau, er war dann nicht der Richtige für Dich.
Verschwendete Zeit ihm nachzutrauern.
Benutze die Zeit dafür, an etwas Schönes zu denken. Deinen schönsten Traum, mal ihn Dir aus, genau so, wie er Dir gefällt.
Mach das immer wieder.
Wiederhole ihn so oft es geht, die schönsten Momente, die schönsten Wünsche.
Glaube ganz fest an Dich und die Erfüllung Deiner Träume.

Fühl Dich gedrückt.

05.01.2019 15:57 • x 2 #2


Acon

Acon

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Hallo Soulmate22,

Das Helfersyndrom hatte ich auch. Habe immer gedacht du hilfst anderen, dann geht es Dir besser. Denkste, leider lassen sich immer die am schnellsten helfen, die Hilfe gar nicht benötigen und die Dich ausnutzen. Hab ich schmerzhaft lernen müssen. Jetzt bin ich geheilt, d.h. wenn ich merke da kommt nichts zurück, dann kommt von mir auch nichts mehr ausser ne klare Ansage.

Liebe Grüße
Andrea

05.01.2019 16:34 • x 1 #3


Riu13

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Hallo soulmate,
Es tut mir unendlich leid für dich und ich weiß,dass im Moment nichts den Schmerz lindert. Du wirst ihm tief in dir spüren, wahrscheinlich noch eine gewisse Zeit.
Es geht für dich, glaube ich ums Überleben.
Du kannst dir nur Tagesziele setzen, durchzukommen.
Wenn möglich,vetsuche einen Plan B zu haben,wo du dir ggf. Hilfe holen kannst. Arzt, Klinik etc. Du musst da nicht ganz alleine durch.
Nimmst du Medikamente und bist in Betreuung? Seid ihr noch in Kontakt? Falls es dir gelingt,versuche ihn abzubrechen.
Und schreib uns, wie es dir geht...
Liebe Grüße

05.01.2019 16:44 • x 2 #4


Soulmate22


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Zitat von Juju:
Hallo, meine Liebe.
Das tut mir sehr leid für Dich.
Jetzt bist Du ja noch sehr jung und hast Dein Leben noch vor Dir.
Ich möchte Dich bisschen trösten. Schau, er war dann nicht der Richtige für Dich.
Verschwendete Zeit ihm nachzutrauern.
Benutze die Zeit dafür, an etwas Schönes zu denken. Deinen schönsten Traum, mal ihn Dir aus, genau so, wie er Dir gefällt.
Mach das immer wieder.
Wiederhole ihn so oft es geht, die schönsten Momente, die schönsten Wünsche.
Glaube ganz fest an Dich und die Erfüllung Deiner Träume.
G
Fühl Dich gedrückt.


Danke für die lieben Worte...
Ich denke mir auch, dass es das nicht gewesen sein kann, mit 23. Aber im Moment kann ich mich nicht mal mehr an den schönen Kleinigkeiten des Lebens erfreuen.
Mein Traum war es immer ein glückliches Leben mit meinem Partner, Familie und anderen lieben Menschen zu führen und auch gesellschaftlich anzukommen. Und mit diesen Wünschen stürze ich mich wohl nur ins nächste Tief. Neue Ziele sind nicht in Sicht ... Ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder.
Irgendwann hat man keine Kraft mehr für sich zu kämpfen. Ich hab das Gefühl, die besten Jahre meines Lebens zu verpassen.

05.01.2019 19:41 • #5


Juju

Juju

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die besten Jahre des Lebens kannst Du immer haben.
Ich sah kürzlich eine Sendung. Eine Dame von über 80 erfüllte sich alle Herzens-Wünsche.
Sie sagte selbst, sie wäre noch nie so glücklich gewesen.

denke diese Gedanken nicht.

Ich hatte meine beste Zeit mit 30....

05.01.2019 19:47 • #6


Soulmate22


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Zitat von Acon:
Hallo Soulmate22,

Das Helfersyndrom hatte ich auch. Habe immer gedacht du hilfst anderen, dann geht es Dir besser.


Hallo Acon,

ich habe halt das Wohl anderer Menschen immer über mein eigenes gestellt. Mich da abzugrenzen fällt mir schwer, weil ich weiß wie es ist, seine Probleme ganz allein und im Stillen Kämmerchen für sich ausmachen zu müssen. Mir blutet das Herz, wenn es anderen Menschen schlecht geht und ich vergesse, dass ich auch für mich sorgen muss. Ich hoffe, ich kann das irgendwann genau so umsetzen und klare Grenzen ziehen.

05.01.2019 19:48 • x 1 #7


Acon

Acon

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Liebe Soulmate22,

Hab keine Angst, die schönste Jahre Deines Lebens fangen erst an. Deine Ziele sind alle erreichbar. Setze Dich bitte nicht so unter Druck. Damit tust Du Dir nur selbst weh. Du bist jetzt traurig und hast das Gefühl nichts wert zu sein. Du hast weder Schuld, dass Du jetzt verlassen bist, noch bist Du jetzt weniger wert. Es hat einfach nicht gepasst. Sieh es doch mal so, jetzt bist Du noch jung und die Welt steht Dir offen. Sei froh, dass Du nicht erst nach 10 Jahren gemerkt hast, dass es nicht passt.(Bitte nicht böse sein, stell es Dir einfach mal vor)....

Liebe Grüße
Andrea

05.01.2019 19:57 • x 1 #8


Acon

Acon

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Liebe Soulmate22,

Du wirst es ganz sicher lernen auch für Dich zu sorgen. Ich habe es auch erst nach Jahrzehnten gelernt. Nun bin auch öfters mal ins alte Verhaltensmuster gefallen. Als Notbremse habe ich meine Kinder ( 31 und 26 Jahre), die mich abmahnen, wenn ich mich wieder in Sorge für andere verliere.

Ganz liebe Grüße
Andrea

05.01.2019 20:03 • #9




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