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Depressionen gehören zu meinem Leben - keine Sorgen

Striker2749
Hallo Freunde,

Ich habe ein kleines Problem denke ich.
Ich lebe nun seit 10 Jahren mit starken Depressionen die mich sogar schon fast in den Selbstmord getrieben haben.
Ich bin seit einem Jahr auch schon in professioneller Behandlung und ab und zu geht's mir dann auch besser, aber manchmal will ich eigentlich gar nicht von der Depression weg kommen.
Ich habe viel mehr Angst davor ohne Depression zu Leben, weil sie irgendwie ein Teil von mir geworden ist.
Das Problem ist halt, dass ich nicht möchte, dass meine Mitmenschen sich um mich Sorgen müssen, obwohl ich so Tief in diesem Loch sitze.
Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll oder wie ich meinen wichtigsten Menschen sagen soll, dass sie sich keine Sorgen um mich machen müssen, obwohl ich noch in dem Loch sitze.
Ich bin für jeden Ratschlag offen und Dankbar.

LG Striker

07.02.2019 00:39 • #1


Pilsum
Hallo Striker,

willkommen im Forum.
Zitat:
Ich habe viel mehr Angst davor ohne Depression zu Leben, weil sie irgendwie ein Teil von mir geworden ist.


Du bist ein junger Mann. Daher kann ich Deine Aussage eventuell verstehen.
Was macht Dir denn daran Angst, wenn Du Dir vorstellst, ohne Depressionen
leben zu können?
Befürchtest Du, dass Du Dich als Mensch durch die Behandlung verändern musst?
Zitat:
Das Problem ist halt, dass ich nicht möchte, dass meine Mitmenschen sich um mich Sorgen müssen,
obwohl ich so Tief in diesem Loch sitze.


Wen meinst Du denn mit, "Deinen wichtigsten Mitmenschen?".
Woran erkennst Du genau, dass sie sich starke Sorgen machen?

Viele Grüße

Bernhard

07.02.2019 03:16 • #2


Striker2749
Hallo Bernhard,

Ich habe keine Angst davor mich zu verändern, sondern eher davor, dass ich nach einer Veränderung manches nicht mehr auf die Reihe bekomme. Ich glaube das meine Depression mir manchmal gesagt hat was falsch und was richtig ist.
Sie ist für mich schon fast wie ein guter Freund.


Und meine Mitmenschen merken noch ab und zu, dass ich mir noch schwere Gedanken über meine Vergangenheit mache und haben Angst das ich durch all das Nachdenken wieder Suizidgefährdet werde. Aber eigentlich versuche ich darüber nachzudenken was ich beim nächsten Mal besser machen könnte falls solche Fälle wieder eintreffen könnten. Nur das verstehen meine Mitmenschen nur nicht.

LG Striker

07.02.2019 12:28 • #3


Luna1985
Hallo Striker,

ich kann deine Angst vor dem Unbekannten verstehen. Ohne Depression zu leben wäre hier das Unbekannte. Und es ist ein Symptom der Depression, Angst vor Veränderungen zu haben. Aber es ist ja auch so, dass du nicht von heute auf morgen aus der Depression kommst. Es ist eine Entwicklung. Teil der Entwicklung wird sein, dass dein Selbstvertrauen wieder wächst, du wieder mehr Kraft in dir spürst, womit du den Alltag besser und mit mehr Freude bewältigen kannst. Du hast wieder mehr Freude an sozialen Kontakten, fühlst dich lebendiger.

Ich muss zugeben, ich kann mir ein Leben nach der Depression visuell auch nicht vorstellen. Bin "erst" seit 4 Jahren ohne Unterbrechung da drin, aber man vergisst schnell, wie es ohne Depression ist zu leben. Du hast dich an die Depression gewöhnt, da wirst du dich ganz easy an ein freudvolleres Leben gewöhnen. Glaub mir, DAS ist wesentlich einfacher und erfreulicher als anders herum;)

Alles Liebe für dich
Luna

07.02.2019 13:31 • #4


Pilsum
Hallo Striker,
Zitat:
Ich habe keine Angst davor mich zu verändern, sondern eher davor, dass ich nach einer Veränderung manches
nicht mehr auf die Reihe bekomme.


Das verstehe ich nicht. Du veränderst doch immer nur das, was Du besser findest, im Vergleich zu früher.
Zitat:
Ich glaube dass meine Depression mir manchmal gesagt hat was falsch und was richtig ist.
Sie ist für mich schon fast wie ein guter Freund.


Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dir eine Depression sagt, was falsch oder richtig ist.
Denken kann ich mir folgendes.
Weil Du oft der Meinung bist, eine andere Sichtweise oder eine andere Lebensweise wird
nach Deiner Meinung besser sein, kannst Du in eine Depression geraten.

Depressionen haben, kann oft bedeuten, wie ich leben möchte und wie ich täglich lebe,
passt nicht zusammen.
Dann wird es Zeit, die gedankliche Seite oder die praktische Seite zu verändern.
Oft sollte man auch beide Seiten verändern, damit es keine Grundlage mehr für
Depressionen gibt.
Da Du keine Angst davor hast, Dich zu verändern, wird es Dir nach und nach gelingen
zufriedener zu werden.

Zitat:
Und meine Mitmenschen merken noch ab und zu, dass ich mir noch schwere Gedanken über meine
Vergangenheit mache und haben Angst das ich durch all das Nachdenken wieder Suizidgefährdet werde.


Sprichst Du hier von Deinen Eltern? Wichtig ist vor allem, dass Du selbst wenig Angst hast.
Für die Angst anderer bist Du nur zum Teil verantwortlich.

Viele Grüße

Bernhard

07.02.2019 14:39 • x 1 #5




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