6

Chronische Schmerzen verstärken Depressionen

cloudylife

68
3
15
Über lange Zeit hätte ich 'nur' Depressionen.
Seit 2016 nun dazu Schmerzpatientin und es kommen nun immer mehr chronische Schmerzzustände dazu
(lange Psyche zugeschrieben bis Jahre später jedoch physische Gründe hervorkamen wie zb Hüftdysplasie) .
Ärzte, Schmerztherapeuten schon alles durch.

Sowohl Alltag schmerzhaft mit (durch Arthrose) schmerzenden Fingern, Zehen, Hüfte, Knie aber auch Schlaf dadurch kaum möglich.

Früherer Bewegungsmensch, jetzt ist das nur noch ne Qual. Machs, aber es macht keinerlei Spaß mehr wenns nur noch weh tut.

Aussicht auf zig Operationen und Rehazeiten trüben Perspektive.
Und Schmerzen 24/7 frisst auch an Nerven.

Mag mich gern mit auch Schmerzgeplagten austauschen, wie man als depressiv veranlagter Mensch bei 24/7 Schmerzen nicht noch depressiver wird.
(daher hier gepostet und nicht in Schmeruforum, da es mir nicht nur um Austausch geht welche Schmerzmedikazion man noch ausprobieren könnte sondern wie man psychisch damit umgeht, wenn Grundleiden ohnehin schon Depressionen sind).
Mit Depressionen muss man sich ohnehin zu alkem Aufraffen.
Normalerweise fühlt man sich dadurch irgendwann dadurch besser.
Aber wenn Schmerzen wird man für alles was man macht noch mit Schmerzen 'bestraft'.
Mit Depressionen ist man ohnehin nicht energiegeladen.
Kann man schmerzbedingt zusätzlich kaum und miserabel schlafen, kommt garkeine Energie mehr rein.
Man kann sich auch nicht sagen, morgen wird ein besserer Tag, da jeder Tag mit Schmerzen anfängt, verläuft und aufhört.

Vielleicht gehts hier jemand ähnlich. Und ist auch mürbe durch jahrelangen Dauerschmerz.
Zum gegenseitig Mut machen

08.08.2022 15:12 • x 2 #1


Avatar

Grothszes

283
4
267
Hallo @cloudylife.

Das klingt so heftig, was du durchmachst

Ich habe letztes Jahr jemanden kennengelernt, der hätte dringend eine Hüft-OP haben müssen, ging aber nicht wegen Corona. Er hatte so starke Schmerzen, dass er manchmal richtig neben sich stand - total benommen bis hin zu gereizt. Das tat mir sowas von leid. Da war der Einkauf, den ich ihm abgenommen hab, eine Selbstverständlichkeit, für die er sich nicht hätte bedanken brauchen.

Er war ein netter Kerl. Leider hat er mir auf meine E-Mail noch nicht geantwortet. Ich hoffe, es geht ihm besser.

Und dir schmerzen ja nochmal viel mehr Stellen - da ist das, was ich letztens am Ellenbogennerv hatte, nichts gegen. Was gibt es eigentlich für schmerzlindernde Maßnahmen? Gibt es eine Art Schmerzbad, bei dem man in einer speziellen Lösung badet? Oder so eine Art Schmerzwickel? Wie sieht es aus mit Ruhepausen? Reduziert das die Schmerzen? Sind Spontanremissionen oder erstmal Teilbesserungen möglich?

Ich wünsche mir für die Zukunft der Menschheit, dass solche Erkrankungen viel besser behandelt und nach Möglichkeit sofort gestoppt werden können.

09.08.2022 19:03 • x 1 #2



Hallo cloudylife,

Chronische Schmerzen verstärken Depressionen

x 3#3


cloudylife

68
3
15
Ich danke Dir herzlich Grotzes für Deine mitfühlende Worte!

Dein Bekannter hat echt einen guten Freund/in(muss erst gucken ob du w oder m bist, sorry)

Bis jetzt fand ich außer voltaretaletten nicht wirklich was, was hilft.
Und vieles was nicht hilft, zb Ernährung.
Letztes Jahr war es noch im Sommer besser, heuer garnicht.

Ja man wird wirklich (ungewollt) unleidlch.
Und ich muss zugeben neidisch, wenn so vieles was für andere normal ist nicht mehr oder nur im. Ansatz noch geht.
Es graut einen vor Zukunft.
Und ich frag.mich.auch wie Freunde.oder gar Partner kennenlernen.
Es spielt da sovieles mit rein.
Und man/ich hab ja noch round about 30 Jahre zu leben.

Das ist ein berechtigter Wunsch von Dir für alle Betroffenen!
Der Fußorthopäde den ich fragte obs denn nix anderes als OP gäbe, denn 2 Hüften, 2 Daumen, 2 Großzehen, 2 Knie, heuer kommen Zeigefinger dazu und auch andere Zehen, da werd ich ja vor OPs nicht mehr fertig (wobei zb Zehen und Fingerops viel langwieriger sind als Hüften) meinte er, Knorpel quasi nachzüchten ging nur wenn Gelenk offen gehalten würde über mehrere Monate , gibt wohl so ne Forschung dazu, dies ist jedoch nicht praktikabel sodass bis auf sehr lange Zeit es wohl außer OPs nichts geben wird.

Stoßwellrntherapue könnte bei der Sehnenentzündung an Hüften aufgrund der Fehlstellung evtl kurzfristig helfen, zahlt Kasse nicht.

Akupunktur half null.
Krankengymnastik auch nicht.
'sedierende' Antidepressiva's halfen weder bei Migräne noch jetzt bei den Schmerzzuständen.

Fühlt sich halt so an als würde jemand rund um die Uhr an den besagten Gelenken rumsägen und Nägel reintreiben.

Meine Mutter hatte zwar Hüfte und Knie kaputt aber im angemessenen Alter.
Nichtmal da hatte sie es an Fingern und Zehen, wusste früher nichtmal dass es das gibt.
Und wenn das wie bei mir mit 44 anfing und jetzt mit 50 von oben bis unten alles stets wehtut wie Sau, ist da von mir auch wenig Akzeptanz da.

Danke, dass es interessiert!
Denn alleine es aushalten zu müssen machts nicht erträglicher.
Wenngleich man zumindest dann keinen volljammern.
Aber es interessiert halt keinen, Und das Leben anderer rauscht an einen vorbei, während man selber seinen Körper wegschmeißen könnte, ginge das.

09.08.2022 20:01 • #3


Avatar

Grothszes

283
4
267
Zitat von cloudylife:
Bis jetzt fand ich außer voltaretaletten nicht wirklich was, was hilft.

Wenigstens helfen die; das ist schonmal safe!

Zitat von cloudylife:
Letztes Jahr war es noch im Sommer besser

Ist die Stärke der Schmerzen etwa jahreszeitabhängig? Eher nicht, oder?

Zitat von cloudylife:
Und ich muss zugeben neidisch, wenn so vieles was für andere normal ist nicht mehr oder nur im. Ansatz noch geht.

Solche Momente kenne ich sogar selbst, wenn auch aus einem anderen Zusammenhang. Tja, wie soll es sich auch anders ergeben. Ist doch ganz klar.

Zitat von cloudylife:
Und man/ich hab ja noch round about 30 Jahre zu leben.

Ich wünsche dir halt echt, dass sich bei dir eine schlagartige Teilbesserung der Schmerzen ergibt

Willst du denn zumindest ein paar der OPs machen lassen?

Zitat von cloudylife:
'sedierende' Antidepressiva's halfen weder bei Migräne noch jetzt bei den Schmerzzuständen.

Du meinst sowas wie Mirtazapin? Ich habe letztens gelesen, dass z.B. Venlafaxin schmerzlindernde Eigenschaften haben soll. Kennst du diesen Wirkstoff? Ich persönlich hatte davon nichts gemerkt, aber kann ja sein, dass es anderen hilft.

Zitat von cloudylife:
Danke, dass es interessiert!

Sehr sehr dolle interessiert mich das sogar.

Zitat von cloudylife:
Wenngleich man zumindest dann keinen volljammern.

Ach, das ist doch kein Volljammern!
Du hältst das doch gut durch; es wird besser werden.

09.08.2022 20:52 • x 1 #4


Avatar

Greta

952
20
1367
Liebe @cloudylife

Dauerschmerzen sind wirklich furchtbar zermürbend.
Ich selbst habe jahrelang unter Schmerzen in allen (wirklich allen!) Gelenken gelitten. Bei mir war es allerdings tatsächlich vor allem psychisch, denn seit ich mich psychisch besser fühle, haben auch die Schmerzen nachgelassen.
Dennoch kann ich sehr gut nachfühlen, wie es dir mit diesen Dauerschmerzen geht.

Du schreibst ja von etlichen Baustellen... Hüfte, Knie, Finger, Zehen... was hat dir denn der Orthopäde geraten?
Also nicht der Fuß-Orthopäde, sondern der, der z.B. auch Hüft- und Knieprobleme behandelt?
Ist eine OP angeraten?
Dann würde ich das vielleicht machen, denn die Aussicht, danach zumindest in diesem Punkt schmerzfrei zu werden, ist groß.
Meine Schwester z.B. hat sich bereits mit Mitte 20 aufgrund einer Hüftgelenksdysplasie an beiden Hüften operieren lassen müssen und hat seither keine Beschwerden mehr.

Ja, eine OP ist erstmal doof und macht Angst.
Aber schlimmer noch ist doch ein Leben mit Dauerschmerzen.
Da du auch unter Arthrose leidest, wirst du vielleicht nie komplett schmerzfrei sein. Wenn es jedoch gelingt, zumindest einen Teil der Schmerzursachen zu beseitigen, so ist das doch auch schon eine Verbesserung und der verbleibende Rest somit vielleicht leichter zu ertragen.

Hast du dich schon mal in einer orthopädischen Fachklinik vorgestellt? Dort gibt es meistens auch eine ambulante Sprechstunde.
Auch gibt es spezielle Schmerzkliniken. Dort bekommt man u.a. auch Anregungen, wie man besser mit dem Schmerz umgehen kann. Meine Freundin ist gerade in einer solchen (Knie und Rücken) und berichtet bisher nur Positives.

Ich wünsche dir sehr, dass du nicht aufgibst und die nötige Kraft findest, um einen guten Weg in ein weitestgehend schmerzfreies Leben findest.
Zitat von cloudylife:
Und man/ich hab ja noch round about 30 Jahre zu leben

Genau deshalb lohnt es sich zu kämpfen.

Liebe Grüße
Greta

09.08.2022 20:55 • x 1 #5


cloudylife

68
3
15
Lieber Grothzes,
liebe Greta,

Euer Interesse tut echt gut, danke!
Auch Eure Sichtweisen nehme ich mit!

Wenn es mein altes und chronisch krankes Tier nicht mehr gibt, muss ich mir mal Reihenfolge überlegen.
Es muss auch ne Graue Star bzw 2 gemacht werden...

Und psychisch bekomm ich alles was mit OP zu tun hat garnicht auf Kette.
Und auch das im Anschluss.
Wegen einem Trauma.
Das wird alles ziemlich haarig.


Grothzes, Arthrose wird bei nasskaltem Wetter schlechter.
Daher gings mir sonst im Sommer besser.
Heuer jedoch nicht mehr.

Greta, danke für Dein Erzählen von Dir als auch von Deiner Schwester!
Jahrelang schob es Orthopäde bei mir auf Psyche und weigerte sich, Hüfte zu untersuchen, da ich dafür 'zu jung sei'.
Da ich das irgendwann selber glaubte belastete ich weiter, denn mir fehlt ja nix, also mit Gewalt weiter.
Tja und nun sind zusätzlich alle Sehnen am Rollhügel entzunden.
Mrt ergab ja dann die Hüftdysplasie.
Ein anderer Orthopäde meinte dass jedoch nicht sicher ist, ob nach Hüftprothesen dann diese Schmerzen weggehen, weil ja zusätzlich zur Hüfte der gesamte Muskelapparat beschädigt wurde.
Hätte Deine Schwester neben dem Leisten und Hüftschmerz auch am Rollhügel und gingen diese weg?

Hier machte ich leider mit Schmerztherapeuten noch Schmerzambulanz gute Erfahrungen.
Ein Gemisch von Desinteresse, Ratlosigkeit, kein Ernstnehmen der Nebenwirkungen der Schmerzmittel.
Oder neben riesen Aufwand,von Terminergatterung bis Beschreibung wos überall weh tut dann nur Hinweis zu OPs.
Wenn ich dann sag, dass das auch psychisch ein Problem ist, noch ne Ehrenrunde Psychiater,
wo ohnehin schon seit Jahr und Tag Antidepressivas rauf und runter probiert wurden...
Jetzt noch zusätzlich schwierig, da bei Grauen Star und leichte AMD die ich hab man auch nicht allzuviel Psychopharmaka nehmen soll.
Genauso wenig wie Cortison.

Tja wahrscheinlich muss ich nach dem zukünftigen Tod meines Tieres erst Traumatherapie machen.
Dann beide Augen Grauer Star,
und dann nach und nach die ganzen Knochensachen.
Dann bin ich die nächsten Jahre beschäftigt....

Kraft finden ist da mit das Schwierigste...
Und dann mit allem allein.
Denn auch das erfordert ja dann viel mehr Vorbereitung schon allein praktischer Art.
Und wie ich mich für all das motivieren soll weiß ich auch nicht.
Die letzten 12 Jahre waren (aus anderen Gründen) psychisch die Hölle.
Und wenn nach Verlust des Tieres auch nur noch unzählige OPs als Perspektive winken incl auch diese vollkommen auf Dich gestellt durchziehen zu müssen.
Keine Ahnung woher dafür Elan zu bekommen.
Von den ganzen Ängsten ganz abgesehen. Es gibt such OPs die schief gehen.
Und selbst wenn alles gut geht, auch ist da Disziplin gefragt für die Zeit danach.
Das sag mal einer der Depression.
Allein die Aussicht danach wochenlang allein mit noch mehr Einschränkungen zurechtkommen zu müssen, lässt mir schon alles vergehen.
Der Zustand jetzt trieb mich ja bereits wieder in die Depression.
Die Aussicht dann jeweils Wochen und monatelang allein durch die Gegend an Krücken herumhumpeln zu müssenergibt keinen Antrieb.
Und vorher jeweils die Op-Angst.
Und das mehrfach.
An jeder Seite stechen 4 Gelenke in Ruhe.
Von denen sind 3 Gelenk Paare fürs Laufen zuständig.
Somit wird da erst nach einigen OPs ne Verbesserung spürbar werden.

Ne andere Wohnung müsste ich mir (mit Schufa-Eintrag!) auch suchen, was ewig dauern wird.

Und da absolut nix Erbauliches für Zukunft ansteht sondern nur Angst-Stressbesetztes und mit noch mehr Einschränkungen als ohnehin schon, weiß ich nicht mit was meine Psyche motivieren.

Und man bedenke die Zeitdimensionen.
Egal wie oft ich Infos zusammentragen, zb OP des Hallux rigidus die große Zehe, nach 10 Wochen nach OP langsam in festen Schuhen laufen wieder möglich.
Das mal 2.
Und haufenweise Physio.
Bei den anderen Gelenken ebenso.

Das ist alles meiner Psyche zuviel.
Und höchstens für 1 Durchlauf fähig.
Damit ist aber keine Verbesserung drin, aber jede Menge weiterer Kraftverschleiß

Wahrscheinlich sollte ich auch erst Wohnung suchen, merkte ja in der Hitze wie belastend es ist rund um der Uhr der mobbenden und lärmenden Obermieterin ausgesetzt zu sein.
Mit Krücken ist jedoch nix mit Rad Flucht ergreifen.

Ob jedoch alle Krankheiten noch 2 Jahre aus haltbar sind, da es eben garkeine besseren Zeiten mehr gibt.

Wie ichs dreh und wende, meine Psyche hat auf das alles kein Bock.
Ich will da absolut nicht durch.
Mich weder an Augen noch sonstwo operieren lassen!
Aber wirkliche Wahl hat man da auch nicht, wenn man nicht schon so alt ist, dass man auch sein lassen kann.

10.08.2022 01:27 • #6


cloudylife

68
3
15
Mal was Witziges:

Hab seit Tagen Ohr/Halsweh, leichtes Kränkeln. Dacht mir kein Wunder von Lüften, Zugluft, Klimaanlagen in Läden.
Dacht mir halt, wie so oft, Zugluft, empfindlicher Ohrnerv was abbekommen nicht weiter beachtet.
Jetzt mit Zunge hintergefahren, nanu.
Es scheint ein Weisheitszahn zu kommen.
Ähm vor ca2 Wochen wurd ich 50!

Na solang er nicht wie ein Kollege der nicht rauskam und sich quer legte...
Und ob der mir Weisheit mitbringt
Sachen gibts...
Kreativ ist ja mein Körper.
Zumindest glaub ich, dass das doch kein Alter mehr ist um Weisheitszähne zu bekommen.

Dass meine Haut weiter spinnt wie Teenie, nervig.
Knochen wie 80jährige - ätzend!
Aber mit 50 noch nen Weisheitszahn bekommen - mein Körper ist doch irre

10.08.2022 02:58 • #7


Avatar

Greta

952
20
1367
Liebe @cloudylife

Zitat von cloudylife:
Und psychisch bekomm ich alles was mit OP zu tun hat garnicht auf Kette.

Das kann ich sehr gut nachvollziehen
In der Zeit, in der es mir psychisch sehr schlecht ging, war mir selbst jeder einfache Arztbesuch schon zu viel.
Und eine OP ist ja noch mal eine ganz andere Nummer.
Zitat von cloudylife:
Hätte Deine Schwester neben dem Leisten und Hüftschmerz auch am Rollhügel und gingen diese weg?

Das kann ich gar nicht mehr so genau sagen; die OP meiner Schwester war vor fast 40 Jahren. Seitdem ist sie schmerzfrei.
Sie hat allerdings keine neuen Hüftgelenke bekommen, sondern die Fehlstellung wurde beidseits gerichtet.
Zitat von cloudylife:
Hier machte ich leider mit Schmerztherapeuten noch Schmerzambulanz gute Erfahrungen.

Es gibt spezielle Schmerzkliniken, in die man für einige Wochen stationär aufgenommen wird.
Dort geht man zum Einen der Herkunft der Schmerzen nochmals auf den Grund, zum Anderen findet eine intensive Schmerzbehandlung statt und man bekommt auch psychische Unterstützung.
Zitat von cloudylife:
Dann beide Augen Grauer Star

Das ist wirklich keine OP, vor der du Angst haben musst.
Sie erfolgt ambulant unter Kurznarkose und du kannst nach drei Stunden schon wieder nach Hause.
Dann am nächsten Tag nochmal zur Kontrolle... und das war's.
Ist nicht schmerzhaft und du bist im Anschluss auch nicht eingeschränkt.
Meine Mutter (87 Jahre alt) lässt das demnächst machen.
Die Alternative wäre, irgendwann zu erblinden
Zitat von cloudylife:
Und wie ich mich für all das motivieren soll weiß ich auch nicht.

Sorry, ich bin mir gerade nicht mehr ganz sicher.... bist du bei einem Psychotherapeuten in Behandlung?
Der könnte dich im Vorfeld unterstützen, motivieren und mit dir an deinen Ängsten arbeiten.
Zitat von cloudylife:
Von den ganzen Ängsten ganz abgesehen. Es gibt such OPs die schief gehen.

Da hast du durchaus recht. Aber dass was schiefgeht ist wirklich die Ausnahme.
Normalerweise wissen die Ärzte ganz gut, was sie tun.
Mit einer OP hast du gute Chancen, dass es dir danach besser geht und du ein großes Stück Lebensqualität zurück bekommst.
Ohne OP dagegen bleibt alles beim Alten und wird vermutlich sogar noch schlimmer
Ich würde jedoch auf jeden Fall in eine Klinik gehen, die auf die jeweilige OP spezialisiert ist.
Eine sehr gute orthopädische Klinik gibt es z.B. hier im Münsterland sowie in Bayern in der Nähe von München; das sind die beiden, die ich kenne. Sicher gibt es noch einige andere mehr und vielleicht auch in deiner Nähe.
Zitat von cloudylife:
Allein die Aussicht danach wochenlang allein mit noch mehr Einschränkungen zurechtkommen zu müssen, lässt mir schon alles vergehen.

Wenn du alleine lebst, hast du auf jeden Fall Anspruch auf Hilfe. Erkundige dich doch mal bei einer Sozialstation (Caritas z.B.) und/oder bei deiner Krankenkasse.
Zitat von cloudylife:
Ne andere Wohnung müsste ich mir (mit Schufa-Eintrag!) auch suchen, was ewig dauern wird.

Warum musst du dir eine andere Wohnung suchen?

Zitat von cloudylife:
muss ich mir mal Reihenfolge überlegen.

Das ist eine gute Idee.
Momentan scheint es mir nämlich, dass die Vielzahl deiner Erkrankungen sich zu einem Riesenknäuel verwuselt haben und du nicht so recht weißt, wo du anfangen sollst. So springen deine Gedanken von Einem zum Nächsten; das kann einen echt kirre machen.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt...
Vielleicht kannst erstmal alles aufschreiben, was gemacht werden muss/soll. Und dann entscheiden, was dir am Wichtigsten ist und zunächst auch nur das angehen.
Dann dazu Infos einholen (wo kannst du es machen lassen? wie sind die Erfolgsaussichten? mit welchen Einschränkungen musst du nach der OP zunächst rechnen? wo gibt es Hilfe im Alltag für die erste Zeit nach der OP? usw.) Kläre alle Fragen, und tauchen neue Fragen oder Ängste auf, so kläre auch die.
Informationen und Wissen sind ein gutes Mittel gegen die Angst

Du schaffst das!

Übrigens freut es mich sehr, dass du den verspäteten Weisheitszahn mit so viel Humor begrüßen kannst

Alles Liebe
Greta

10.08.2022 06:57 • x 1 #8



Hallo cloudylife,

x 4#9


cloudylife

68
3
15
Liebe Greta,

ah dann war es eine Umstellungsop bei Deiner Schwester!
Gut, dass es da so früh erkannt wurde.

Liebe Greta, ich danke Dir ganz herzlich, dass Du mit Herz und Verstand meine Zeilen aufnahmst und darauf eingingst.
Es ist nämlich in der Tat so wie Du schreibst, es ist nämlich kein lamentieren und sinnloses rumjammern und im Kreis drehen wollen, sondern wie Du sagst bei der Menge der Baustellen und Versuch das (allein) zu ordnen, kommt dann eins zum anderen und die Ängste summieren sich.... Bei der Lösungssuche erschlägt man sich quasi selber.
Daher bin ich sehr froh fürs detaillierte Auseinandernehmen von Dir!

Leider ist gerade die 2Jahres Krankenkassensperre bei Psychologen.
Bemühte mich auch schon für ne Zwischenlösung doch die Psychologen(die 2 die überhaupt noch Kapazitäten haben) ist der Zusatzaufwand für Gutachten zu viel, sodass die Suche nach Therapeuten innerhalb der 2Jahressperrfrist leider nicht zum Erfolg gekrönt war und ich ohne dasteh.

Dein Tipp für die stationäre Schmerzklinik ist gut, nachdem die ambulante Schmerzambulanz nix war, ist das auf jeden Fall einen Versuch wert und kommt auf die Agenda.

Mir fehlt wirklich jemand, der einerseits so sachlich aber auch so mitfühlend wie Du es Schritt für Schritt mit mir durchgeht.
Nicht so wie die beneidenswert Hartgesottenen, die sich mutig in jede OP stürzen und grad mal am Vorabend 5 min mulmig sind es aber sonst sportlich nehmen oder andere die einfach ob der Vielzahl einfach 'fliehen'...
Und jemand der versteht um wieviel schwerer es mit ner kaputten Seele ist, sich bei sowas durchzuwursteln.

Bei der Suche bei Beratungsstellen wurde mir leider nur entgegnet, man kann doch froh sein, was heute medizinisch möglich ist mit OPs.
Ohne meine Ängste ernstzunehmende. Ich bin halt kein Fan von an mir rumschnippeln lassen und kann wenns mich betrifft nicht in Jubelschreie ausbrechen dass wir nicht mehr im Mittelalter leben oder in Afrika.
OPs sind für mich der absolute Endgegner.
Und draußen Opfer ersichtlich sein Gift für mein Trauma als Gewaltopfer
und daheim lahm gelegt sein befeuert die Depri.
Lieber würd ich jeden Tag in einen Löwenkäfig gehen, das würd mir weniger Angst und Sorge bereiten.


Die Frau über mir mobbt nun das 3 Jahr, 3 Falschanzeigen. Sprich war dauernd mit Anwalt und Co beschäftigt.
Da sie mit nix durchkam spezialisiert sie sich seit Januar auf Hetze im Haus und ganztägiges Lärmmachen über mir.

Ich hab das Suchen nach Wohnung mit Schufaeintrag schonmal hinter mir und weiß daher wie lange das dauert und wie anstrengend das ist.
Damals war ich aber körperlich noch gesund.
Diesen Kraftaufwand schaffe ich jetzt weder von Psyche noch körperlich mehr jeden Tag von frh bis spät alles abzuklopfen.
Unter anderen Voraussetzungen wär ich schon längst weg von dem Psychoterror hier.
Selbst Polizei und Anwältin sind negativ erstaunt dass das nicht aufhört.
Aber es kann nur jeweils reagiert werden.
Ebenso mit Hausverwaltung.
Kommt sie mit dem einen nicht durch (was wochenlang Behörden und Anwalttamtam für mich bedeutet) heckt sie das nächste aus.
Und was erkundigte ich mich schon, wieviel man sich eigentlich gegenüber jemand anderen erlauben kann bis mal von außen ein Stopp reingehauen wird. Die stoppt keiner trotz brwiesenen Unrecht, und ich im Recht und sie macht fleißig weiter.
Und jeder sagt nur, auch Anwältin wegziehen.
Jupp Wenn das so einfach bei mir wäre, w@r ich ja schon längst weg!
Aber bloß weil das angebracht wär, wird weder Wohnungsmarkt besser und noch weniger dass man mit Schufa so gut wie keine Chance bekommt.

Wenn der Tag x mit meinem Tier kommt, sowieso Grusel hoch noch was Und ganz, ganz, ganz furchtbar für mich gilt es soviel zu klären irgendwo wie aus diesem Gesamtschlamassel irgendwie nen Weg rausfinden....
Und dass ohne dass es Familie, Partner, Freunde gibt als seelischen Beistand und Motivationshilfe.

Früher hatte ich ein Durchhaltevermögen wo ich mich jahrelang durch was durchkämpfen konnte!
Doch diese Kraft ist vollkommene verbraucht worden.
Und bei allem bin ich nach Minuten erschöpft! Körperlich und psychisch.
Das reicht gerade dafür um gerade so durch den Alltag zu kommen aber nicht für 'Sonderaufgaben'.

Es fühlt sich in etwa so an:
Nach jahrzehntelangen Kampf, bei dem man alles verlor, was einen lieb und teuer war kommt man gebrochen an Leib und Seele, entkräftet,allein auf sich gestellt, alle Ressourcen aufgebraucht, an ner Stelle an wo ein vollkommen entgleister Güterzug auf dem Weg liegt.
Den hat man dann allein im ramponierte Zustand aus dem Weg zu räumen.
Und man weiß nichtmal was dahinter ist.
Denn alles bedeutsame ging ja schon im Vorfeld verloren, das gibt es demnach schon nicht 'dahinter'.
Um überhaupt sehen zu können was hinter diesem Schuttberg auf einen wartet kann man bereits vollkommen am Ende aber zusehen wie man nen entgleisten Güterzug da Stück für Stück wegbekommt allein.

10.08.2022 15:42 • #9

Pfeil rechts




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag