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Chronische Depression und plötzlich keine Liebe mehr

Elli1995

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Hallo Leute. Bin neu hier. Mein Name ist E. und bin 22 Jahre alt.
Bin mal wieder am Boden zerstört. Leide an chronischen Depressionen. habe seit knapp zwei Monaten einen neuen Partner und als ich Mittwoch morgens aufgestanden bin war ich innerlich tot. Kein Liebesgefühl. Vorher war ich so glücklich dass ich mal wieder Liebesgefühle empfinden konnte. Ich habe vor vier Monaten meine Tochter geboren und mich kurz nach der Geburt vom kindsvater getrennt da es viel Streit gab und ich auch bei ihm diese innere Leere hatte. Ich konnte keine Liebe empfinden.dazu muss ich sagen, dass ich viele Jahre Canna. konsumiert habe und so meine dysthymie unterdrückt habe. Meine Leere kam dann erst so richtig bei meinem Ex als ich aufgehört habe zu konsumieren als ich schwanger wurde. Aber wollte trotzdem nicht ohne ihn. Letzen Endes musste ich mich aufgrund des vielen Streits trennen.

Und aufgrund der Tatsache dass er meine Krankheit als Egoismus abgestempelt hat wenn ich Zeit für mich brauchte. es gab viele heftige Beleidigungen seinerseits auch meiner Familie gegenüber. Habe dann meinen jetzigen Partner kennen gelernt (bin immer noch clean und in therapeutischer Behandlung) und wollte anfangs keine Beziehung.haben uns auf freundschaftlicher Ebene getroffen und gut verstanden. Hat sich dann irgendwann doch mehr ergeben und ich war wie auf Wolke 7. Es hat sich nach Familie und liebe angefühlt. Und jetzt auf einmal bin ich wieder leer. wie kann das nur sein? ich bin kurz davor alles wieder hinzuschmeißen mit ihm. es tut einfach nur weh dass dieser Zustand von liebe nicht lange angehalten hat. Ich weiß dass meine Depressionen da mitspielen. Aber ich frage mich dann ob ich ihn wirklich nicht liebe oder es meine Krankheit ist. Ich hatte das bisher bei jedem Partner. aber sobald ich in dieser Phase stecke scheint es mir so als hätte es meine Liebesgefühle nie gegeben. er war freitag Nacht bei mir und hat Bei mir geschlafen.

Ich hab den ganzen Morgen geheult weil ich mich so schlecht wegen dieser Leere fühle. Seine Berührungen haben sich auch nicht falsch angefühlt ich konnte sie auch zulassen, aber ich konnte nichts fühlen. vorher hat es so ein kribbeln in mir ausgelöst. meine Therapeutin sagte ich soll versuchen meine depressiven Gedanken auszublenden. Dass ich damit leben muss. das ist jetzt die dritte oder vierte Beziehung in der diese Kälte eingetreten ist. und ich hab erst was fühlen können wenn alles vorm aus stand. wie soll man damit leben? Woher weiß man dass man den Menschen trotzdem liebt auch wenn man nix fühlt? Nach gut acht Wochen Beziehung ist das jetzt bei mir eingetreten. wie kann das bloß sein? ich habe versucht in dieser Beziehung alles anders zu machen. war so glücklich dass ich mich meinem jetzigen Partner hingezogen gefühlt habe. in meinen vorherigen Partnerschaften haben wir 24/7 zusammen geklebt, in einer 40qm Wohnung und das hat mich eingeengt. Und dann als ich aufgehört habe zu konsumieren (hatte zwei Partnerschaften in denen ich aufgehört habe zu *beep*, in der ersten war ich 8 Monate clean, habe 6 Monate konsumiert bis ich den Erzeuger kennen lernte und dann wieder aufhörte, bis heute) kam er Absturz. Jetzt habe ich 70qm, bin gut ein Jahr clean aber seitdem durchgehend leicht depressiv. Nehme 30mg fluoxetin seit bestimmt 3 Monaten und habe mit meinem Partner versucht immer bisschen Abstand einzuhalten. ich weiß nicht mehr weiter.

Warum kann ich nicht einfach glücklich sein. warum musste ich wieder diese Leere entwickeln. ich will ihn doch nur lieben können vor allem weil ich eigentlich nach der Beziehung zum Erzeuger allein sein wollte. Aber ich hab mich so geborgen bei meinem jetzigen Partner gefühlt. es hat sich richtig angefühlt. meine Tochter liebt ihn. Mich hat es glücklich gemacht die beiden zusammen zu sehen. nicht wie bei meinem Ex. Ich konnte es nicht mal haben wenn er sie auf dem arm hatte. nachts liege ich mit seinem Pullover im arm da er nach ihm riecht. Aber wenn ich daran denke dass er neben mir liegen könnte erdrückt es mich. ich hatte schon in einem Forum mein Problem geschildert. dort sagte man mir ich wäre wohl nicht bereit nach der Geburt meiner Tochter und nach meiner Beziehung. Ich habe viel mit ihm darüber geredet was ich für Ängste habe und dass ich nicht wieder verletzt werden will. Er hat in mir aber das Gefühl wonach ich mich lange gesehnt habe. Und es war ja auch wochenlang gut.

Wieso jetzt nicht mehr? ich könnte heulen. sorry für den langen Text ich bin einfach so verzweifelt wieder in dieser Lage zu stecken.

09.09.2018 19:01 • #1


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CeHaEn

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Moin

Wolltest du das einfach loswerden, oder kann man dir vielleicht irgendwelche Anregungen geben?

Deine Therapeutin hat schon Recht. Du musst lernen, mit deiner Dysthymia umzugehen. Du weißt aus deiner eigenen Erfahrung also, dass sich deine Empfindungen im Zusammenhang mit deinem Partner ziemlich schnell und unerwartet verändern können. Soweit, so schlecht - aber das ist jetzt im Moment einfach so. Schwangerschaft und Geburt sind gefühlsmäßig auch kein Spaziergang und das kommt bei dir oben drauf.
Hast du schon einmal versucht, deine Situation mit etwas Abstand zu betrachten? Du hast u.a. geschrieben, dein Freund kein Kribbeln mehr bei dir auslöst. Es gibt doch aber bestimmt noch andere Dinge, die du dir in einer Beziehung wünschst. Horch mal in dich selbst hinein und schau, welche dieser Dinge dir dein Freund nachwievor bietet. Vielleicht ist fehlt dir das Gefühl der Verliebtheit, eben das Kribbeln und die angenehme Aufregung. Oftmals ist das auf lange Sicht aber nur ein kleiner Teil der Beziehung und nach einiger Zeit, wenn es richtig ernst wird, treten andere Faktoren in den Vordergrund. Ein Gefühl der Geborgenheit, das Wissen, akzeptiert und ernstgenommen zu werden, Vertrauen...

In deiner Lage ist es wichtig, die jeweilige Situation ganz bewusst zu betrachten und nachzusehen, was denn wirklich Sache ist; ob irgendwelche Befürchtungen überhaupt einen Anlass haben, ob sie mal wieder völlig überraschend im Hirn aufploppen.
Das ist etwas, was man wirklich üben und woran man sich dann auch erinnern muss.

10.09.2018 17:07 • x 1 #2



Hallo Elli1995,

Chronische Depression und plötzlich keine Liebe mehr

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Elli1995

Elli1995

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Naja was soll ich sagen... natürlich beinhaltet eine Beziehung mehr als dieses kribbeln. Aber wenn man morgens aufwacht und nichts mehr ist wie vorher, reißt es einem schon den Boden unter den Füßen weg... ich hatte das erste mal nach langer Zeit wieder so ein Gefühl. Nach der Geburt meiner Tochter habe ich auch eine Depression bekommen und der Erzeuger von ihr war mir diesbezüglich nie eine Stütze. Er hat zwar immer so getan als hätte er Verständnis, hat jedoch meine Krankheit immer gegen mich gerichtet...

Ich merke einfach dass ich zurzeit auch eine depressive Episode habe.. aber ich kann mir nicht beantworten wodurch sie ausgelöst wurde. Eine Freundin von mir sagte dass es eine Art Selbstschutz sein muss. Da ich so oft verletzt wurde und mein Kopf sich denkt ok du bist jetzt paar Wochen glücklich, reicht auch. das klingt alles plausibel und einleuchtend. Sie hat mit Gründe dargelegt wieso ich meinen Partner liebe. Aber wieso weiß es jeder außer mir? Klar nach zwei Monaten ist es vielleicht noch verliebt sein. Aber es ist die Vorstufe von liebe. Fühlt man dann nichts mehr? Woher weiß man dass man seinen Partner liebt? Wenn ich an die letzten Wochen zurück denke, scheint es mir als wäre das gar nicht ich gewesen. Als hätte ich mir vielleicht was vor gemacht. Ich versuche mir das auch kaputt zu machen indem ich sage, wir haben mal öfter was getrunken, vielleicht habe ich mir das alles nur im besoffenen Kopf eingebildet? Ich bin einfach verzweifelt...

10.09.2018 18:00 • #3


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CeHaEn

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Zitat von Elli1995:
Sie hat mit Gründe dargelegt wieso ich meinen Partner liebe.

Was waren denn das für Gründe und konntest du da zustimmen, oder kamen sie dir in dem Moment fremd vor? Könntest du denn sagen, dass du dich bei deinem Freund trotz allem irgendwie wohlfühlst?
Mir fällt es schwer, deine Lage nachzuvollziehen - ich habe sowas einfach nie selbst erlebt.

Hast du das Problem eigentlich auch in Freundschaften, oder ist es da anders; und inwiefern?
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Partnerschaften wegen schlechter Erfahrungen für dich schwierig sein mögen. War das in deiner Therapie mal ein Thema?

10.09.2018 18:29 • #4


Elli1995

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Naja beispielsweise dass es sich bei ihm schön angefühlt hat wenn er Sich um meine Tochter gekümmert hat. Wenn der Erzeuger von ihr bloß in ihrer Nähe war hätte ich schon kotzen können... aber bei meinem Freund war es anders.. es hat sich nach familie angefühlt.. und sie sagte wenn er mir nichts bedeuten würde, würde ich mir gar keinen Kopf machen..

Ja auch in meiner Therapie war es Thema.. und meine Therapeutin hat ähnliches geschildert...

10.09.2018 18:34 • #5


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CeHaEn

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Richtig - es würde dich nicht so sehr jucken, wenn dir dein Freund egal wäre. Nun schreibst da aber immer in der Vergangenheitsform. Mir ist nicht klar, ob diese positiven Gefühle nun komplett weg sind. Löst es denn heute z.B. gar nichts mehr bei dir aus, wenn sich dein Freund mit dem Kind beschäftigt? Findest du den Anblick immer noch schön, aber fehlt dir ein Gefühl der Wärme oder so?
Wie gesagt, ich kann es mir nur ganz schwer vorstellen. Allerdings ist es bei mir oft so, dass sozusagen meine Vernunft vieles besser weiß als meine Gefühle. Wenn ich bspw. Angst davor habe, jemanden wegen einer Sache anzusprechen, obwohl ich genau weiß, dass er mir dafür nicht den Kopf abreißen wird. Mein Gefühl ist dennoch sehr negativ. Ich frage mich, ob das bei dir so ungefähr zutrifft. Hoffentlich klingt das nicht zu nebulös.
Aber wenn dem so ist, dann könntest du deine Situation mit einiger Arbeit vielleicht tatsächlich bessern; dir zumindest Werkzeuge aneignen, die dir den Umgang mit deinen Gefühlen erleichtern.

10.09.2018 19:05 • #6


Elli1995

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Ich muss gestehen dass wir uns seit Mittwoch nur ein mal gesehen haben.. klar fand ichs irgendwo noch schön wenn er sich mit ihr beschäftigt hat. Es hat nichts negatives ausgelöst. Aber ich selber bin so ein Kopfmensch und zerdenke mir alles. Vorher ist mir ganz warm ums Herz geworden. Jetzt sitze ich da und denke wieso fühlst du nichts? Warum ist es jetzt anders? Warum fühlst du nichts mehr wenn er dich küsst? Es ist für mich nicht abneigend wenn er mich berührt. Aber ich habe so ein schlechtes Gewissen weil ich nichts fühlen kann.. deswegen treffe ich mich auch nicht mit ihm weil ich mich so unter Druck setze

10.09.2018 19:17 • #7


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Du musst kein schlechtes Gewissen haben. Es gibt nichts, was du gefälligst zu fühlen hättest. Dein Anspruch an dich selbst und deine Gefühle hat keine fundierte Basis. Niemand möchte dich da in die Pflicht nehmen - diese Pflicht gibt es einfach nicht. Das ist ein Punkt, auf den du vielleicht hinarbeiten könntest. Du hast jetzt erstmal das Problem mit deinen Gefühlen und kannst es nicht wegzaubern. Deswegen muss die Zeit, die ihr miteinander verbringt, noch lange keine Verschwendung sein. Es gibt doch bestimmt weitere Dinge, die eure Treffen irgendwie angenehm machen; unabhängig von Schmetterlingen im Bauch. Warum solltest du dir diese Dinge entgehen lassen?

10.09.2018 19:35 • #8


Elli1995

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Aber was fühlt man denn wenn man mit jemandem zusammmen ist bzw. seine Zeit verbringt mit dem man eine Beziehung führt? Klar die Schmetterlinge im Bauch sind irgendwann weg... aber woran merkt man dass man jemanden liebt wenn diese Anfangsphase vorbei ist? Meine Gefühle waren immer von melner Depression gedämmt. Nach Wolke 7 kam dann nichts. Ich hab meine Therapeutin ständig gefragt was ich machen soll, was liebe ist, ob ich daran festhalten soll.. ich setze mich so extrem unter Druck... natürlich könnte ich auch so einen Tag mit ihm verbringen, aber das hat immer so einen bitteren Beigeschmack.. Gerade weil ich mir alles kaputt denke... wann und woran merkt man den Übergang von verliebt sein zu liebe?...

10.09.2018 20:13 • #9


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CeHaEn

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Puh, über diesen einen Begriff kann man sehr viele Worte verlieren und wahrscheinlich variiert ein wenig das von Person zu Person.

Ein für mich wichtiger Unterschied besteht in der rosaroten Brille. Verliebtsein beinhaltet üblicherweise die schon genannten Schmetterlinge im Bauch, wenn man an die Person denkt, mit ihr zusammen ist, sie berührt...; eine ausgeprägte Sehnsucht, gesteigerte fleischliche Gelüste (das Forum hat einen Wortfilter) - und die rosarote Brille. Durch sie nimmt man die andere Person verzerrt wahr, idealisiert. Man übersieht Dinge, die einen normalerweise ungeheuer stören würden. Oft findet man diese Dinge an genau dieser Person sogar besonders interessant und die Person kann fast nichts falsch machen.
Irgendwann rutscht die rosarote Brille von der Nase und man beginnt den Menschen realistischer zu betrachten. Da zeigt sich dann, ob die zuvor übersehenen Makel zwar nerven, aber leicht zu verkraften sind; oder ob die Person auf einmal gar nicht mehr so toll ist und man feststellt, dass die einst so interessanten Gegensätze zu weit auseinander liegen. Es dauert eben eine Weile, ehe man einen Menschen wirklich kennt.

Mit der Verliebtheit schwindet die Übertriebenheit; ein Stück weit auch der Thrill an der Beziehung. Dafür erscheint die Beziehung allmählich komfortabler, sicherer. Man akzeptiert seinen Partner mit allen Qualitäten und Schönheitsfehlern und man fühlt sich selbst genau so akzeptiert. Man hat weniger Angst, den Partner an einen anderen Menschen zu verlieren und man muss und will einander nicht ständig auf der Pelle hocken. Man genießt seine Freiräume und freut sich aber, wieder nach Hause zu kommen. Man hat nicht mehr das Bedürfnis, den Partner immer wieder zu beeindrucken, um ihn zu halten. Man wendet Fürsorge für einander auf. Oft kann man sagen, der Partner ist der beste Freund.

Das mag generell auch einer innigen Freundschaft oder der (gesunden) Beziehung zwischen Eltern und Kindern ähneln, nur eben ohne den ero. Teil. Beste Freunde idealisiert man auch nicht. Man sieht sie so, wie sie sind und akzeptiert sie, sorgt sich um ihr Wohlergehen usw.

Das mal als verkürzte Darstellung...

10.09.2018 22:12 • #10


Elli1995

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Soweit so verständlich.. ich habe gestern mit meinem Freund darüber diskutiert was liebe eigentlich ist. Er weiss um meine momentane Gefühlskälte und um meine bisherigen nicht allzu guten und gesunden Erfahrungen in Punkto Beziehung. Er hat mir gestern ein Video von YouTube geschickt wo ein Herr den Unterschied zwischen Verliebtsein und wahrer liebe erklärt. Er sagte dass diese anfängliche Phase maximal zwei Jahre anhielte. (Für mich unvorstellbar denn meist kam nach 2-3 Monaten bei mir die absolute Gefühlskälte und ich habe nie den Übergang von Verliebtsein zu liebe merken können). Der besagte Herr meinte auch nachdem diese Phase nachgelassen hätte, würde man sich entscheiden müssen, ob man die liebe aufbauen möchte, die nicht mehr diese Schmetterlinge beinhaltet sondern andere Dinge mit sich bringt, wie du sagtest, die makel zu akzeptieren etc. Oder man trennt sich eben, sucht sich einen neuen Partner fürs Verliebtsein. Also habe ich das richtig verstanden, dass man es scheinbar beeinflussen kann ob man jemanden liebt? Aber nicht ob man sich verliebt? Dass man selber dafür verantwortlich ist ob man liebe zu einem Menschen entwickelt? Ich bin 22 Jahre alt und hab keine Ahnung was liebe bedeutet. Auch durch meine Krankheit ist mein Empfinden sowieso eingeschränkt. Aber ich kanns mir einfach nicht vorstellen wie sowas funktioniert und woran man die liebe festmacht wenn die anfängliche Euphorie verflogen ist...

11.09.2018 07:28 • #11


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CeHaEn

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Zitat von Elli1995:
Also habe ich das richtig verstanden, dass man es scheinbar beeinflussen kann ob man jemanden liebt?

Das würde ich nicht sagen. Ich denke, dass man irgendwann feststellt, ob man jemanden auf eine Weise liebt, die eine Beziehung zukunftsfähig macht und ob die persönlichen Ziele beider Partner irgendwie zusammenpassen.
Man kann sich dafür entscheiden, der Euphorie nachzujagen, allerdings wird es dann sehr schwer, eine langfristige Beziehung zu finden. Das muss man auch nicht als gut oder schlecht bewerten, wenn beide Partner da auf der selben Seite stehen. Manche Menschen tun dies eine Zeit lang ganz bewusst und dann hört man Sätze wie wir wissen, dass wir nicht zusammen alt werden.
Die Schmetterlinge müssen auch nicht für immer aus der langfristigen Beziehung verschwinden. Sie sind kein Dauerzustand, flattern hier und dort aber gelegentlich kurz auf.

Bei deinem Alter hast du noch sehr viel Zeit, das herauszufinden.

11.09.2018 09:13 • #12


Elli1995

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Also rein gedanklich war mein Plan mit meinem Freund als es mir noch besser ging, natürlich so lange wie möglich zusammen zu bleiben. Nach all meinen schlechten Erfahrungen hat es sich diesmal richtig angefühlt. Selbstverständlich habe ich mehr Zweifel nachdem mein Herz mehrfach in tausend Teile gerissen wurde. Aber ich habe mit ihm von Anfang an über meine Ängste gesprochen. Und natürlich auch über das was mich an ihm gestört hat. Wir sind uns letzten Endes immer einig geworden.. gerade weil ich auch kurz nach der Beziehung zu meinem Ex Gefühle für ihn entwickelt hatte.. aber er hat mir so ein gutes Gefühl gegeben. Bis zu melner plötzlichen Kälte. Und bisher traf sie jedes Mal ein. Einerseits denke ich ist er es wert dagegen zu kämpfen und damit zu leben. Ich hätte mich meiner Meinung nach nicht ihn verliebt, (ich denke dass ich es habe, denn momentan scheint mir selbst das fremd) wenn ich mir nicht vorstellen könnte mein Leben mit ihm zu verbringen. Klar mag man denken dass es vielleicht hoch gegriffen ist nach zwei Monaten. Jedoch hab ich schon die ein oder andere Beziehung hinter mir und weiß was ich will...Andererseits denke ich mir, will ich einfach allein bleiben um nie wieder damit konfrontiert zu werden. Denn ich denke mir, keine Beziehung, keine Kälte zum Partner. Denn ich werde damit rechnen müssen dass es bei egal welchem Mann aufkommen wird. Jedoch habe ich einfach nicht den richtigen Umgang damit gefunden. Ich zweifle direkt alles an und frage mich ob ich überhaupt irgendwelche Gefühle für ihn hatte. Wenn ich dran denke wie ich ihn von mir aus geküsst habe oder mich an ihn gekuschelt habe, scheint es mir fremd.. andererseits kann ich nicht alles einfach beenden. Ich hatte ihn zwar gebeten mich einfach aufzugeben, weil er jemanden verdient hat der ihn genauso lieben kann wie er mich.. aber er hält an uns fest.. einerseits würde ich ihn auch gerne sehen aber andererseits kann ich einfach nicht... morgens gehts mir auch besonders schlecht.. am abend hingegen fühlte es sich fast schon bisschen normaler an..

11.09.2018 10:01 • #13


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CeHaEn

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Du hast deine Erfahrungen, deine Ansichten und deine Erwartungen. Das ist alles sehr wichtig und du kannst es dazu nutzen, dich auf bestimmte Dinge vorzubereiten.
Sie können dir aber keine sichere Vorhersage bieten. Niemand kann in die Zukunft schauen.

Das heißt, dass du dich jetzt von deinem Freund trennen kannst, um einer möglichen Verschlechterung vorzubeugen. Oder du versuchst dich ein weiteres Mal auf einen anderen Menschen einzulassen und herauszufinden, ob es funktioniert. Und das kannst du tatsächlich nur herausfinden. Vielleicht geht es gut und du gewinnst an Lebensqualität. Vielleicht geht es schief und du kannst dein Herz schon wieder mit dem Kehrblech einsammeln. Das kann keiner vorher wissen; egal, ob er deine Probleme hat oder ob bei ihm alles gut ist.
Damit umzugehen, ist ein wichtiger Teil des Lebens.

11.09.2018 11:42 • #14


Elli1995

Elli1995

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Meinst du denn mit anderen Menschen meinen Partner? Weil auf einen komplett neuen Menschen will ich mich nicht einlassen.. es ist auch Stückweit immer wieder Überwindung einem von der Krankheit zu erzählen. Und man weiß nie wie die Menschen drauf reagieren. Diesmal hab ich jemanden der es akzeptiert und mich nicht unter Druck setzt.

Ich war eben bei meiner Therapeutin und sie sagte ich könne mir ziemlich sicher sein dass es meine Depression ist die mich zu diesem denken verleitet. Dass das was ich vorher gefühlt habe echt war. Nur dass es durch meine derzeitige Phase so unecht und fern scheint. Aber für mich als extreme Denkerin klingt das zu einfach. Dass es an der Krankheit liegt. Sollte ich das vielleicht akzeptieren und annehmen dass es wirklich die Krankheit ist die mich zu zermürbt und nicht die Beziehung der Fehler ist?

11.09.2018 13:07 • #15


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CeHaEn

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Ja, in deinem Fall meine ich deinen jetzigen Freund. Die Beziehung ist kein Fehler, als solchen kann man sie von vornherein gar nicht erkennen und ihr steht noch sowas von am Anfang miteinander... Derzeit kannst du sie absolut als Chance betrachten.

In meinem ersten ersten Beitrag habe ich deiner Therapeutin schon Recht gegeben und das mache ich jetzt auch wieder.
Beim Verliebtsein trägst du eine rosarote Brille. Bei Depression eine dunkelgraue oder gar schwarze Brille.

11.09.2018 13:49 • x 1 #16


Elli1995

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Also kann ich deiner Meinung nach, trotz meiner momentanen Depression und der dazugehörigen Gefühlskälte eine liebe zu ihm aufbauen? Wie kann ich mich denn mit ihm treffen ohne mich selber unter Druck zu setzen da ich grad nichts fühlen kann? Ich weil momentan hab ich einfach Angst.. vor meiner Reaktion..

Und wie kann ich mir vor Augen halten dass es meine Krankheit ist? Und nicht er der mich so abneigt... Weil wie gesagt für mich klingt das zu simpel vielleicht bin ich einfach zu festgefahren in meiner negativität...

11.09.2018 18:53 • #17


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CeHaEn

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Probier es aus.

Versuche, ohne Anspruch auf das nächste Treffen zuzugehen. Du bist überhaupt nicht zu irgendwelchen Gefühlen verpflichtet. Es gibt keinen idealen Verlauf, den das Treffen nehmen muss. Denk nicht, und was ist, wenn...? Damit greifst du gedanklich schon viel zu weit vor, setzt dich unter Druck und am Ende stellt es sich vielleicht als unbegründet heraus.
Du wartest einfach ab, was passiert. Sei aufmerksam und empfänglich für alles, was dir das Treffen geben kann - abseits irgendwelcher Euphorie.

Wenn es nicht so gut laufen sollte und du dich schlecht fühlst, dann ist das so. Du darfst dich schlecht fühlen. Das wünscht dir natürlich niemand. Aber es wird auch niemand schlecht von dir denken, weil es dir nicht gut geht. Du hast also auch keinerlei Anlass, selbst so hart zu dir zu sein. Das gilt auch generell für deine Situation und alle Lebenslagen.

Ich weiß, dass das alles leicht gesagt ist. Versuch es trotzdem.

11.09.2018 20:05 • #18


Elli1995

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An sich habe ich großes Glück dass mein Freund das akzeptiert wie es ist.. er weiss wie es mir geht, dass ich momentan nicht sonderlich viel abseits der negativen Gefühle verspüren kann und dass ich Angst vor einem Treffen habe... aber er sagt ich soll mich nicht unter Druck setzen und dass er es auch nicht tun wird... jetzt wo ich morgens wieder aufgestanden bin gehts mir wieder besonders bescheiden... versuche mir aber immer innerlich zu sagen es ist deine Krankheit, es liegt nicht an Phillip (so heißt mein Freund.) ich habe um
9.30 einen Termin im Krankenhaus wegen einer Untersuchung und überlege ihn mitzunehmen.. so sehen wir uns begrenzt und an einem mehr oder weniger neutralen Ort.. es ist so schwer es zu akzeptieren dass es wirklich die Krankheit sein soll die mir immer wieder Beziehungstechnisch einen Strich durch die Rechnung macht. Aber bisher jeder mit dem ich darüber gesprochen habe, sagt es sei meine Krankheit. Ist die Antwort wirklich so simpel? Kann ich mich da wirklich drauf verlassen? Und vielleicht bisschen entspannen? Bei dem Erzeuger meiner Tochter hielt dieser Zustand über Monate hinweg bis zu unserer Trennung an. Deswegen habe ich Panik dass es wieder so wird. Meine Therapeutin sagte aber das wäre mein depressives denken und die Verstimmung hielt bei ihm wohl so lange an weil er kaum geredet hat wenns mir schlechter ging und eher nur Stress gemacht hat.. bis ich mich wegen dem Stress getrennt habe. Und bei meinem Partner davor kam die große Erkenntnis erst als er mich verlassen hat. Ich hab so schrecklich viel geweint. Wieder angefangen an Gott zu glauben und gebetet dass er zurück kommt. Aber ich muss dazu sagen der Absturz kam dann wenn ich mit dem Canna. Konsum
Aufgehört hab. Denn der hat meine Depression unterdrückt. Jetzt bin ich seit einem Jahr komplett clean und durchgehend leicht depressiv. Bis ich meinen jetzigen Freund kennen lernte hatte ich keine Liebesgefühle. Ich war so froh. Bis letzte Woche Mittwoch, da war plötzlich alles weg. Liegt das also wirklich an der Depression?... ich weiß auch nicht warum sie plötzlich aus dem nichts kam... sorry wenn ich dich so voll Quatsche...

12.09.2018 07:18 • #19


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CeHaEn

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Zitat von Elli1995:
Aber bisher jeder mit dem ich darüber gesprochen habe, sagt es sei meine Krankheit. Ist die Antwort wirklich so simpel?

Ja. Wie gesagt: Du trägst eine sehr dunkle Brille. Sie sitzt sehr stramm in deinem Gesicht, aber du kannst sie absetzen oder zumindest soweit runterschieben, dass du über ihren Rand schauen kannst.
Zitat von Elli1995:
Kann ich mich da wirklich drauf verlassen? Und vielleicht bisschen entspannen?

Ich werde dir nicht versprechen, dass du dich niemals aus anderen Gründen entlieben wirst. Das kann nämlich in jeder noch so normalen Beziehung passieren. Dein Fall ist da aber anders, wie wir hier festgestellt haben. Du kannst in dem Sinne entspannen, dass du kein schlechter Mensch bist. Du weißt um deine Krankheit und ihre Auswirkungen. Das hast du dir nicht ausgesucht! Wenn du das akzeptieren kannst, dann kannst du deinen Umgang mit der Krankheit entspannter gestalten.
Zitat von Elli1995:
Liegt das also wirklich an der Depression?

Jaaahaaaaa!
Zitat von Elli1995:
ich weiß auch nicht warum sie plötzlich aus dem nichts kam

Das ist leider so. Sie kann immer wieder durchbrechen. Wenn man sich selbst gut beobachtet, kann man eine beginnende Episode durchaus erkennen und ggf. gegensteuern. Manchmal taucht der Kram aber einfach so auf. Ich kann mich in einer Gruppe von Menschen wohlfühlen, Spaß haben - und von einer auf die andere Minute abstürzen. Es kann mir eine ganze Weile lang gut gehen und dann wache ich eines Morgens auf, so wie du, und dann ist alles grau.

12.09.2018 08:55 • x 1 #20


Elli1995

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Also wir haben den Tag zusammen verbracht.. es was quasi so wie immer... konnten lachen, scherzen, konnte seine Berührungen zulassen, ihn küssen... es hat sich auch nicht schlecht angefühlt. Bzw ging es mir glaube ich sogar besser den Tag über. Aber ich hatte eben keine Emotionen.. ist es überhaupt möglich, wenn die euphorische Phase vergangen ist und ich in der Zeit mal wieder im Übergang von Verliebtsein zu liebe wie bisher immer in einer depressiven Phase gesteckt habe, dass ich überhaupt nochmal ein starkes Gefühl ihm gegenüber verspüre? Nach meinen Erfahrungen bin ich da einfach so pessimistisch. Klar ist jede Beziehung anders aber ich hab einfach Angst dass diese acht Wochen das einzige waren was ich ihm gegenüber spüren konnte.. denn bisher kam bei mir auch nie wieder was hoch... aber vielleicht weil ich nicht akzeptieren konnte dass es an der Krankheit liegt und es immer Stress gab... und ich gar keine Chance hatte die liebe zu empfinden.

12.09.2018 17:43 • #21


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CeHaEn

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Zitat von Elli1995:
ist es überhaupt möglich, wenn die euphorische Phase vergangen ist und ich in der Zeit mal wieder im Übergang von Verliebtsein zu liebe wie bisher immer in einer depressiven Phase gesteckt habe, dass ich überhaupt nochmal ein starkes Gefühl ihm gegenüber verspüre?

So schnell geht das mit dem Übergang nicht - oder eher selten. Vor allem geschieht das nicht so abrupt - da spielt deine Dysthymia die Hauptrolle. Ganz grundsätzlich kann es natürlich sein, dass die starken Gefühle wieder aufkommen. Versuche nicht darauf zu warten. Damit setzt du dich nur selbst wieder unter Druck.

Wie würdest denn euren gemeinsamen Tag in einem Wort zusammenfassen?

12.09.2018 19:13 • #22


Elli1995

Elli1995

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Schön. Ich würde sagen er war schön. Klar hatte ich im Hinterkopf immer ogott ogott ogott du fühlst nichts aber an sich war es gut. Besser als gedacht muss ich sagen.

12.09.2018 20:14 • #23


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CeHaEn

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Das ist toll!

Du hast eine positive Erfahrung gemacht - nicht ganz so, wie du es dir eigentlich wünschst, aber trotzdem positiv. Trotz der Angst, die du vorher hattest. Halte dir das ganz deutlich vor Augen und versuche, solche Erfahrungen öfter zu machen. Enthalte dir die Gelegenheit zumindest nicht vor.

12.09.2018 20:51 • #24


Elli1995

Elli1995

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Also war das ein gutes Zeichen? Dass es mir zumindest nicht schlechter in seiner Anwesenheit ging? Und ich quasi alles wie immer zulassen konnte? Ich komm mir vor wie so ne 12 jährige die alles erfragen muss

13.09.2018 08:17 • #25


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CeHaEn

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Du konntest deinen Anspruch zumindest soweit loslassen, dass du die schöne Seite des Tages wahrgenommen hast. Du sagst sogar selbst, es war schön.
Also...?

13.09.2018 11:12 • #26


Elli1995

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Ach ich weiß es nicht.. heute habe ich wieder so einen Tiefpunkt. Meine Freundin erklärte mir was liebe sein soll. Dass man da nichts mehr großartig fühlt. Man sich quasi mit dem Menschen arrangiert und sein Leben mit ihm teilt. Dass man sich auf ihn verlassen kann. Aber wo ist da der Unterschied zu einer Beziehung, außer dass man miteinander schläft? Nach meiner Verliebtheit kam immer die Depression. Ich glaube ich werde nie wissen wie sich wahre liebe anfühlt. Denn als ich meine Freundin fragte was sie fühlt wenn sie ihren Freund sagt dass sie ihn liebt sagte sie nichts. Ich weiß es einfach. Woher weiß man das wenn man krank ist und nichts fühlt und weiß? Ich kann meinen Partner küssen umarmen mit ihm scherzen aber ohne Gefühle.. was ist das?

13.09.2018 15:52 • #27


Elli1995

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Ich glaub für mich ist das dann unmöglich eine längerfristige Beziehung zu führen. Nach Wolke 7 kam bei mir immer die Depression... und wenn wahre Liebe nicht fühlbar ist dann geh ich mit meiner Krankheit glaube ich kaputt daran.. denn du weißt dann ja scheinbar einfach dass du jemanden liebst. Und ich bin ja immer am zweifeln ... klar fühl ich mich wohl bei ihm und kann mich auf ihn verlassen. Aber soll das schon liebe sein...

14.09.2018 08:58 • #28


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CeHaEn

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Du zerkendst dir die Angelegeneheit schon wieder.
Du hast einen Anspruch, der grundsätzlich eher kurzfristig ausgelegt ist und durch deine Umstände noch schwieriger zu befriedigen ist. Diesen Anspruch haben viele Menschen - solange bis sie spüren, dass sie auch anders zufrieden sein können; dass dann erst richtig zufrieden sind. Dazu braucht es Erfahrung und eine gewisse Reife, und dann werden andere Aspekte wichtiger. Du bist noch sehr jung und hast noch eine ganze Menge zu erleben, was deine Ansichten beeinflussen wird.

Zitat von Elli1995:
Aber wo ist da der Unterschied zu einer Beziehung, außer dass man miteinander schläft?

Welchen Unterschied meinst du? Die Fragestellung wäre für mich sinnvoller, wenn dort Freundschaft statt Beziehung stünde - und dann hättest du im Grunde schon deine Antwort. Das eigene Leben teilt man mit dem Partner; viel mehr als mit den besten Freunden. Man lebt zusammen und wohnt nicht bloß im selben Haus. Man findet seinen Partner attraktiv, während man die besten Freunde ruhig hässlich wie die Nacht finden kann (das muss man aber nicht aussprechen ). Freunde sucht man sich tatsächlich wegen ihrer Persönlichkeit aus. Der Partner muss irgendwie so attraktiv und kompetent sein, dass man mit ihm Babies machen und sie großziehen kann/will.
Das hast du selbst schon ein Stück weit gemerkt, wenn dein jetziger Freund mit deiner Tochter umgegangen ist. Damit ist nicht gesagt, dass er der Richtige für alle Ewigkeit ist. Aber du spürst, dass dir nicht nur Schmacht Schmetterlinge wichtig sind.

Zitat von Elli1995:
Denn als ich meine Freundin fragte was sie fühlt wenn sie ihren Freund sagt dass sie ihn liebt sagte sie nichts.

Na hoffentlich war da mindestens ein Gefühl der aufrichtigen Überzeugung, wofür deiner Freundin lediglich die Worte fehlten.

Woher sollst du wissen, dass es an deiner Krankheit liegt - dass sie jedenfalls ein sehr gewichtiger Faktor ist?
Weil sie alles Andere in deinem Leben auch negativ beeinflusst. Zufall?

Nochmal zum Anspruch: Ich habe den Eindruck, dass du dich zu stark um feste Schemata drehst. Hälst du dich beim Kochen ganz penibel ans Rezept, oder kochst du lieber so, wie du es für richtig hälst?

14.09.2018 10:42 • #29



Hallo Elli1995,

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Elli1995

Elli1995

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Meine Freundin hat mich einfach so verunsichert mit ihrer Aussage. Ich war vorhin beim Psychiater weil ich dachte es hängt womöglich damit zusammen dass meine Medikamente zu hoch dosiert sind. Er meinte es wäre ein Schub meiner dysthymia. Es läge nicht an meinem Freund und an der Partnerschaft und ich solle es nicht aufgeben. Aber wer weiß ob ich da überhaupt raus komme. Wer weiß ob ich jemals wissen werde was liebe bedeutet. Ob ich jemals den Umgang mit der Krankheit lerne. Mein Psychiater meinte höchstwahrscheinlich wird das immer wieder so laufen, dass nach dem Verliebtsein die Depression kommt. Und ich der Sache auf den Grund gehen muss im es zu durchbrechen. Aber wie soll ich das aushalten wenn ich nicht weiß ob mein Partner mir was bedeutet? In meiner Verzweiflung hab ich gestern Schluss gemacht:-( von jeder Seite höre ich dass es meine Krankheit ist und ich ihn liebe. Aber wieso zweifle ich trotzdem

14.09.2018 18:08 • #30

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