Wahnvorstellungen - Angst überwacht zu werden

Sonoise

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Habe vor einigen tagen mal von meiner schwiegermutter berichtet. Ihr ging es nicht so gut - depressiv. Mittlerweile haben wir sie in das krankenhaus gebracht und der arzt hat eine bipolare stoerung festgestellt. Nun machen wiR uns sorgen weill sie so wahnvorstellungen hat. Sie sagt selber dass auf ihrer station spione sind die alles aushorchen. Weiterhin hat sie die fantasie dass kann sie aus der klinik wegbringen wird.

Diese gedanken hatt sie seit sie in die klinik eingeliefert wurde. Sie sagt auch dass die fau die mit auf dem zimmer ist falsch ist und alles aushorcht. Meine frage ist, hat jemand das selbe gehabt, oder ist ein anderer angehoeriger auch betroffen von so etwas?? Wir haben uns schlau gemacht aber leider unter der bipolaren stoerung nix gefunden dazu. Kann das von tabletten kommen?? Sie redet eigentlich andauernd davon.

28.08.2011 12:31 • #1


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Steffi

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Hallo Sonoise,

Deine Schwiegermutter leidet vermutlich unter einer paranoiden Schizophrenie. Die bei ihr diagnostizierte bipolare Störung (auch manisch depressive Erkrankung genannt) besteht aus zwei Teilen: der Depression und der Manie. Aus einer Manie können Psychosen entstehen, die dann u.a. die von Dir geschilderten Symptome hervorrufen können.

Deine Vermutung, es käme von den Tabletten, halte ich für unwahrscheinlich. Es ist eher umgekehrt : ihre Symptome bzw. ihre Erkrankung ist zunächst nur medikamentös zu behandeln. Die Dauer der medikamentösen Behandlung wird die Symptome, wie Halluzinationen, Verfolgungsängste usw. allmählich verschwinden lassen. Nach einer schizophrenen Psychose folgt dann in aller Regel auch eine Depression (postschizophrene Depression).

Dass Ihr Euch Sorgen macht, ist verständlich. Aber Ihr solltet den behandelnden Ärzten ein bisschen Vertrauen entgegen bringen. Die Behandlung Deiner Schwiegermutter wird in jedem Fall viel Zeit erforderlich machen.

28.08.2011 14:07 • #2



Hallo Sonoise,

Wahnvorstellungen - Angst überwacht zu werden

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Sonoise

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Hallo steffi. Wir dachten das der jetzige zustand schon die depression ist. Wir haben ja keine ahnung. Manie - da ist man doch gut drauf??. oder ??? Also so, ueberdreht vielleicht , wie meine schwiegermutter vorherr war. Wenn der zsutand jetzt manie ist, was ist denn dann die deqression??? Bekommen das die aerzte mit - ich meine die schizophrenie?? Weil, sie sagt immer zu uns wir sollen es keinem erzaehlen weil sie sonst noch mehr aerger bekommt in der klinik. Meine frau will morgen beim arzt och mal termin machen und die sachen erzaehlen. Wobei der arzt eher kein richtiges interresse hat, so meinen wir. Wie gesagt, wir haben ja nicht das fachwissen. Aber der arzt sagen schon mal zu uns " wollen sie mutti selber behandeln???, machen sie, nehmen sie mutti mit nach hause" oder er sagte dass meine frau und ihre schwesetr alles verrueckt machen wuerden. Meine schwiegermutter hatte das gleiche hiert 1995. Kann es sein dass nach einer erfolgreichen behandlung man jahrelang ohne beschwerden ist , sprich die krankheit weg ist??? Sie war mit litium eingestellt. Jezt zur einweisung hat man festgestellt das der litiumspiegel im blut viel zu hoch war. Sie war 1/4 jahrlich zur kontrolle in d klinik. Da war alles immerq gut.

28.08.2011 14:37 • #3


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Steffi

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Zitat von Sonoise:
Manie - da ist man doch gut drauf??. oder ??? Also so, ueberdreht vielleicht , wie meine schwiegermutter vorherr war.

Ja, so könnte man das ausdrücken.
Zitat:
Wenn der zsutand jetzt manie ist, was ist denn dann die deqression???

Das genaue Gegenteil einer Manie : nämlich Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit usw. Bei einer bipolaren Störung wechseln sich beide Phasen in unterschiedlichen Abständen immer wieder ab.
Zitat:
Weil, sie sagt immer zu uns wir sollen es keinem erzaehlen weil sie sonst noch mehr aerger bekommt in der klinik. Meine frau will morgen beim arzt och mal termin machen und die sachen erzaehlen.

das halte ich für eine gute Idee, sonoise. Ich mutmaße mal, dass die Klinik Deine SchwieMu noch nicht kennt ? Sie ist demgemäß auf Informationen angewiesen.
Zitat:
Wobei der arzt eher kein richtiges interresse hat, so meinen wir.

Vielleicht kommt Euch das so vor, weil es euch nicht schnell genug geht. Ich habe keine Ahnung, was Dich zu dieser Annahme bringt.
Zitat:
Aber der arzt sagen schon mal zu uns " wollen sie mutti selber behandeln???, machen sie, nehmen sie mutti mit nach hause" oder er sagte dass meine frau und ihre schwesetr alles verrueckt machen wuerden. Meine schwiegermutter hatte das gleiche hiert 1995. Kann es sein dass nach einer erfolgreichen behandlung man jahrelang ohne beschwerden ist , sprich die krankheit weg ist???

Die Frage kann Dir niemand wirklich beantworten. Natürlich kann ein Betroffener bei einer bipolaren Störung mit der richtigen Behandlung Jahre lang beschwerdefrei leben. Wenn Deine Schwiegermutter jetzt - nach 1995 - das gleiche wieder erlebt, war oder ist die Erkrankung nicht weg.

Sonoise, Du wirst verstehen, dass keiner hier im Forum Ferndiagnosen abgeben kann und wird. Nicht einmal ein Arzt könnte das.
Gebt sowohl den behandelnden Ärzten als auch Eurer Mutter mal etwas Zeit. Erkrankungen dieser Art verschwinden nicht von heute auf morgen und es hilft auch keinem, wenn Ihr die Ärzte und Eure Mutter völlig verrückt macht !

28.08.2011 16:25 • #4


Sonoise

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Vielen dank fuer die schnellen infos. Werde mal morgen berichten was der arzt gesagt hat. Eine frage habe ich noch. In der depression, gibt es da auch schizophrenie??. Also down drauf und verwirrt?? Die schizophrenie, kann die auch schwanken?? Ich gehe davon aus das ein gutes zureden, also zu sagen dass es keine spione gibt ec , nichts bringt... Kann irgend ein handeln unserer seits die krankheit verbessern??? - abholen und ins gruene fahren zb. Das so extrem fuer uns.. Mann ist so machtlos, und meine schwiegermutter war die ganze zeit so gut drauf.

28.08.2011 18:55 • #5


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Steffi

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Zitat von Sonoise:
Vielen dank fuer die schnellen infos. Werde mal morgen berichten was der arzt gesagt hat. Eine frage habe ich noch. In der depression, gibt es da auch schizophrenie?. Also down drauf und verwirrt?

Die Frage kann ich Dir nicht beantworten.
Zitat:
Die schizophrenie, kann die auch schwanken? Ich gehe davon aus das ein gutes zureden, also zu sagen dass es keine spione gibt ec , nichts bringt. Kann irgend ein handeln unserer seits die krankheit verbessern? - abholen und ins gruene fahren zb.

Gutes Zureden, wie Du es nennst, hilft gar nicht. Ganz im Gegenteil. Abholen und ins Grüne fahren trägt höchstens zur Verunsicherung bei. Deine Schwiegermutter hat ihre eigenen Wahrnehmungen, die für sie real sind. Es wäre der größte Fehler, ihr diese Wahrnehmung ausreden zu wollen. Das verstärkt nur ihren Widerstand. Das bedeutet aber nicht, dass Du sie bestätigen sollst ! Lass sie wissen, dass Du ihr glaubst, dass sie diese Wahrnehmung hat, Du selbst aber eine andere hast. Wenn sie also an Spione glaubt, dann ist das ihre feste Überzeugung, die Du ihr nicht nehmen kannst.
Schau Dir mal den Link aus "Spiegel Online" an.
Er beantwortet Dir einige Fragen.
Zitat:
Das so extrem fuer uns. Mann ist so machtlos, und meine schwiegermutter war die ganze zeit so gut drauf.

Vielleicht war dieses "Gut draufsein" auch krankheitsbedingt. Eine Manie, die einen Betroffenen eigentlich immer "gut draufsein" lässt, empfindet weder der Betroffene noch sein Umfeld gleich als Erkrankung.

Gib Deiner Schwiegermutter und vor allem den Ärzten Zeit !

28.08.2011 19:27 • #6


Sonoise

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Danke steffi, werde mal morgen berichten... Frank

28.08.2011 22:45 • #7


Dussel

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Hi Sonoise, verzeih, das ich Dein Thema kurz zweckentfremde.

Beruflich habe ich leider sehr oft mit Menschen zu tun, die solche Wahnvorstellungen haben. Es ist immer sehr schwer damit vernünftig und auch verantwortungsvoll umzugehen. Da hat mich der Beitrag von Steffi
Zitat:
Es wäre der größte Fehler, ihr diese Wahrnehmung ausreden zu wollen. Das verstärkt nur ihren Widerstand. Das bedeutet aber nicht, dass Du sie bestätigen sollst ! Lass sie wissen, dass Du ihr glaubst, dass sie diese Wahrnehmung hat, Du selbst aber eine andere hast.
schon etwas schlauer gemacht.

Du meinst also, es ist für mein Gegenüber besser wenn ich z.B sage. "Ich glaube ihnen ja, da in Ihrem Schrank jemand sitzt der sie quält, aber ich selbst kann den nicht sehen." Oder so in der Art.

29.08.2011 06:35 • #8


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Steffi

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Hallo Dussel,

Jetzt habe ich gerade überlegt, in welchem Zusammenhang Du das erleben könntest. Dann fiel mir ein, dass Du ja bei der Polizei bist. Dort gibt es sicher häufiger Fälle, die eine sofortige Einweisung in die Psychiatrie notwendig machen.
Zitat:
Du meinst also, es ist für mein Gegenüber besser wenn ich z.B sage. "Ich glaube ihnen ja, da in Ihrem Schrank jemand sitzt der sie quält, aber ich selbst kann den nicht sehen." Oder so in der Art.

so in der Art, ja. Allerdings bestätigst Du in Deiner Aussage immer noch, "dass jemand im Schrank sitzt", den Du nur nicht sehen kannst. Verstehst Du, was ich meine ?
Ich würde ihm beispielsweise sagen : Sie sagen, dass jemand in ihrem Schrank sitzt und Sie quält. Ich glaube Ihnen, dass Sie das erleben, dass Sie diese Wahrnehmung haben. Ich habe diese Wahrnehmung jedoch nicht.
Es ist wichtig, dem Betroffenen zu vergegenwärtigen, dass man ihm glaubt, was er erlebt, sieht, hört - es ihm also nicht auszureden versucht.
Stell Dir vor, jemand würde versuchen, Dir Deine erlebte Realität abzustreiten, behaupten, es gäbe sie nicht. In diesem Fall würdest Du alles tun, um dagegen zu halten, den anderen davon zu überzeugen, dass Du recht hast.
Ein wahnhafter Mensch ist meist behaftet mit Ängsten. Er fürchtet sich nicht selten vor dem, was er erlebt, es verunsichert ihn. Deshalb ist es notwendig, beruhigend auf ihn einzuwirken, um so sein Vertrauen zu gewinnen.

29.08.2011 11:18 • #9


Dussel

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Dank Dir Steffi. Ich denke ich weiss, was Du meinst. Also die "Realität" so hinnehmen und für den Kranken als gegeben akzeptieren aber halt gleichzeit anmerken, das man selbst diese Wahrnehmung nicht teilt.
Ich kann mir vorstellen, das man so mehr auf den Kranken eingehen kann und dadurch auch die Bereitschaft erhält, Hilfe anzunehmen. Danke

29.08.2011 14:15 • #10


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Steffi

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genau

29.08.2011 14:22 • #11


Sonoise

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Also wir haben heute mit dem arzt gesprochen. Der hat sich bedankt dass wir ihm die infos gegeben haben. Mutti nimmt nun noch das rispartal oder so aehlich medikament was gegen physchosen helfen hilft. Mutti hat heute auch mal gleich einen termin beim friseur gemacht. Mrt wurde heute auch gemacht. Heute gehts der mutti auxh etwas besser UND sie weiss was sie hat. Also bipolare stoerung und sie wollte alles noch mal darueber wissen. Der arzt sagte auch noch mal klar - das alles zeit braucht.

29.08.2011 19:27 • #12



Hallo Sonoise,

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Steffi

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Das freut mich für Euch, Sonoise
Risperdal ist ein ausgezeichnetes und in der Regel schnell wirkendes Medikament gegen Psychosen und Wahnvorstellungen.
Ich habe den Eindruck, dass auch Euer Gespräch mit dem Arzt zufriedenstellend verlaufen ist.

Weiterhin alles Gute für Deine Schwiegermutter und vor allem auch für Euch. Ich denke, es ist wichtig, dass Ihr jetzt erst einmal zur Ruhe kommt. Deine SchwieMu ist in der Klinik gut aufgehoben.

29.08.2011 20:43 • #13

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