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Ungläubig und depressiv

Ex-Mitglied

Sagt die Erbsünde

Demnach ist jeder Mensch als Nachfahre von Adam und Eva als Ur-Eltern (besonders natürlich die Frauen! ) für die Sünde mitverantwortlich, bzw hat sie einfach schlichtweg geerbt.

02.02.2021 15:13 • x 1 #31


ohneFunktion

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Ich mag mich eigentlich gar nicht mehr damit beschäftigen, aber mir wurde das immer so vermittelt vom Pfarrer und meiner Großmutter. Von ihnen direkt.

Indirekt erlebte ich das natürlich auch am Beispiel meiner Mutter.

Aus Gebeten ging das auch hervor. Da hieß es immer für uns armen Süder und der gleichen. War das der Rosenkranz?
Ich muss zugeben vieles absichtlich verdrängt zu haben.

Der Beginn besteht wohl in der Erbsünde...

Letztens begleitete ich die Schulklasse eines meiner Kinder. Da erklärte mir eine kleines 7jähriges bibelfestes Mädchen diese Sache. Eine Zeugin Jehovas. Ich stand unter Schock!

So verriet sie mir beispielsweise, dass wir Frauen bei der Geburt solche Schmerzen haben, weil Eva sich den Apfel genommen hat...

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ich bin nicht gegen Spiritualität, auch nicht gegen den Glauben, aber Kinder gehören geschützt!

Ich muss aber auch zugeben, dass ich durch meine Erfahrungen voreingenommen bin.

02.02.2021 15:18 • x 1 #32



Hallo Träumer59,

Ungläubig und depressiv

x 3#3


ohneFunktion

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Da hat sich unser Text gerade überschnitten.

Jawohl, die Erbsünde.

02.02.2021 15:19 • x 2 #33


Ex-Mitglied

Zitat von ohneFunktion:
War das der Rosenkranz

Ja.
Bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes, Amen.

02.02.2021 15:29 • #34


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nedsmeh

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Meine Mutter ist auch sehr gläubig (evangelisch) und hat sogar in der Kirche gearbeitet. Sie hat vor einiger Zeit gekündigt, da die Leute dort zu toxic waren..
Ich glaube das sagt schon alles ^^

Das alle damit kommen, dass sie nicht an Gott glauben, weil er doch der gute Gott ist und er das nicht zulassen darf, finde ich etwas sehr... naiv (?)

Schauen wir uns mal andere Religionen an.. da sind die Götter fast nie ganz gut und perfekt, manche sogar böse.

Wenn man sich allein mal Odin etc anschaut... was der alles gemacht haben soll.. Holla die Waldfee.

02.02.2021 15:35 • #35


Ex-Mitglied

. . .aber die Anhänger anderer Religionen sprechen auch nicht darüber, daß ihr Gott alle Menschen liebt

02.02.2021 15:41 • x 1 #36


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Zitat von Resi:
Ja.
Bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes, Amen.


Stimmt, da kommt mir jetzt noch das Fürchten.

02.02.2021 15:50 • #37


Ex-Mitglied

Rosenkranz war für mich früher eigentlich etwas beruhigendes, dieses monotone.
Ich sage ja auch nicht, daß es keine schönen Rituale gibt, aber mich regt dieser Eifer so auf, das frömmlerische.
Und das beziehe ich auf alle Religionen, deren straighte Anhänger für sich die einzige Wahrheit beanspruchen, dem ganzen wie einer Ideologie anhängen und viel zu viel Raum für sich nehmen.

Meine Tante ist auch gläubig, aber still und ohne, daß sie das wie ein Fahne vor sich herträgt.

Ich könnte mich heute noch über den Schrecken aufregen, den ich angesichts des Großen Buch der Märtyrer bekommen habe- wie kann man einem Kind so etwas geben, in dem brutale Gewalt den Verfechtern ihres Glaubens angetan wurde?
Je schrecklicher jemand litt, desto toller war er

02.02.2021 16:18 • x 1 #38


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Zitat von nedsmeh:
Das alle damit kommen, dass sie nicht an Gott glauben, weil er doch der gute Gott ist und er das nicht zulassen darf, finde ich etwas sehr... naiv (?)


Nein, auch sowas habe ich nicht behauptet.
Weil Du alle schreibst.

Bei mir ist es eher:
Glauben heißt nicht wissen.
Da ich grundsätzlich skeptisch bin, kann ich einfach nicht glauben. Selbst wenn ich wollte. Es fehlen mir Beweise.

Daher sehe ich es andersrum und bin über gläubige Menschen erstaunt und diese scheinen mir naiv zu sein.

Es beruht also oft auf Gegenseitigkeit, dass man sich irgendwie mangelnde Denkfähigkeit unterstellt.

Das lässt sich wohl nicht klären oder ändern.

02.02.2021 16:29 • x 2 #39


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Zitat von Resi:
Rosenkranz war für mich früher eigentlich etwas beruhigendes, dieses monotone.


Sehr interessant.
Gerade dieses Monotone habe ich unheimlich umd gespenstisch in Erinnerung.

Und in den Dörfern gibt es bei Beerdigungen die Klageweiber (?), die vor der Messe vor sich hin beten.
Brrr, da wird mir ganz kalt.

Mir fehlt da die Liebe und Wärme. Das Behütete.
Da kommt bei mir nur Kälte, Macht und Negatives an, was aber vermutlich an meiner Prägung liegt.

In meinem Bekanntenkreis gibt es Leute, die mir das genaue Gegenteil beschreiben. Aber ich erlebe es nicht so.

02.02.2021 16:35 • x 2 #40


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ZeroOne

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Ich sehe das pragmatisch: der Zweck heiligt die Mittel.
Wenn jemand den Weg durch´s Leben mit einer Religion besser gehen kann, dann ist das doch prima.
Ich konnte darin bis heute nichts für mich persönlich entdecken.

In meiner Kindheit war das ähnlich, wie es von @ClaraFall schon beschrieben wurde: meine Eltern waren katholisch und evangelisch. Die wöchentlichen Gottesdienste wurden nur während meiner Konfirmandenzeit erzwungenermaßen besucht, ansonsten eben zu den jährlichen Pflichtterminen - aber auch nicht wegen dem Glauben, sondern wohl eher wegen der Meinung der anderen.

In der Oberstufe gab es bei mir einen traumatisierenden Zwischenfall mit einer fehlgeleiteten Religionslehrerin, der mir die Chance gab, unterjährig in den Ethik-Unterricht zu wechseln, um einen Skandal für die Schule zu vermeiden.
Das hatte ich mir davor schon gewünscht, durfte aber wegen meinen Eltern nicht. Die sahen den Ethik-Unterricht immer als Deutsch-Förderstunde für die Ausländer an und hatten wohl Sorge, was ihr Umfeld denken sollte, wenn der werte Sprössling in Ethik geht.
Ich muss aber sagen, das mir die wenige, verbleibende Zeit Ethik-Unterricht inhaltlich mehr gegeben hat, als der Religionsunterricht all die Jahre zuvor, weil die Themen einfach neutral von außen betrachtet wurden.

In der Folgezeit würde ich mich dann als Atheist bezeichnen. Viel später im Leben kam ich darauf, dass Atheismus für mich ebenso zu einfach und absolut ist und irgendwie auch nicht viel besser, als Theismus.
Daraus nahm das wohl die Entwicklung zum Agnostiker ihren Lauf. Als solchen sehe ich mich auch heute noch, wenn auch vielleicht nicht 100% nach Lehrbuchdefinition.

Das ich aus der Kirche ausgetreten bin, war für mich selbstverständlich. Mich ärgerten dann nur die üblichen Kommentare, dass ich das aus Geldgier, etc. getan hätte.
Aber wenn man jemanden fragt, ob er regelmäßig hohe Beträge für eine Partei spenden würde, die er gar nicht wählt, dann wird man mit großen Augen angeschaut.

Aber ich finde es wirklich klasse, wenn Menschen im Glauben eine Stütze und Erfüllung finden können, die für sie das Leben lebenswerter macht!

Um meine Gedanken abschließend mit der Headline des Threads Ungläubig und depressiv abzurunden, würde ich hinzufügen, dass mir kein Gott mit meiner Depression geholfen hat - ich hatte aber auch keinen darum gebeten.
Mir hat aber auch keiner der Psychotherapeuten richtig dabei geholfen - die hatte ich aber darum gebeten! Was ist jetzt schlimmer?

LG
ZeroOne

02.02.2021 16:48 • x 2 #41


Träumer59

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Wo ich das hier alles lese fällt mir wieder ein, wie meine Tochter weinend bei der Osterfeier im Kindergarten stand, es wurde die Geschichte von der Kreuzigung erzählt, und sie mich mit Tränen in den Augen fragte Warum muß man Kindern so eine gruselige Geschichte erzählen?
Kindern wird mit der Religion so viel Angst gemacht...

02.02.2021 19:25 • x 3 #42


Frederick1

hallo ihr Lieben,

mein persönlicher Glaube an GOTT ist meine größte Hilfe in der Depression. Das Wichtigste auf der Erde ist die Liebe.

Und die Liebe kommt von GOTT. Jetzt nehmt mal die Liebe von der Erde weg, was bleibt dann noch.

Es geht auch nicht um die Kirche, dort gibt es auch nur Menschen mit Fehlern und Schwächen, so wie ich auch.

Und auch ich bin ein Schwein, habe schon so viel Scheise in meinem Leben gemacht. Ich bin nicht besser, aber besser

dran.

Und Jesus kam auch nicht vom Himmel auf die Erde, zu den Guten, den Frommen..................................

Nein, er kam zu den Chaoten, depressiven Menschen, *beep*, Dieben, Verbrecher, Ausgestoßenen Menschen usw..

um ihnen zu helfen. So wie er auch mir geholfen hat. Ich kam vom Alk weg, von Dro. die mich kaputt gemacht und

zerstört haben...............................

Seine Wahrheit hat mich frei gemacht. Die Wahrheit das wir Menschen Lügner sind, Machtmenschen, unsere Erde

durch Egoismus zerstören, beziehungsgestört sind, unsere Frauen und Kinder sitzen lassen usw................

Wem kann und soll man noch vertrauen.

Deshalb wurde ich Christ, nicht weil ich frommer bin, besser bin, sondern weil ich weiß, ich brauche Hilfe für mein

Leben, Hilfe die mir Gott geben kann. Gott lieben, sich selbst lieben, andere Menschen lieben, das sind gute Worte

Gottes..............

Aber niemand muss glauben. Wenn ihr euer Leben auch so hin rkegt, das ist doch ok. Ich schaffe es nichtl

Tretet ehrlich aus der Kirche raus........Das ist ehrlicher, Ja, die Kirche hat auch schon viel Mist gemacht, aber ich

bin ja leider auch nicht besser ...............Ich brauche die Kirche, die Hilfe die sie mir bietet, zum Beispiel auch

die Telefonseelsorge usw.................


liebe, leise Grüße,

Frederick

02.02.2021 19:44 • x 1 #43


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Zitat von Frederick1:
Und die Liebe kommt von GOTT.

Das ist die Ansicht der Gläubigen.

Zitat von Frederick1:
Die Wahrheit das wir Menschen Lügner sind, Machtmenschen, unsere Erde durch Egoismus zerstören, beziehungsgestört sind, unsere Frauen und Kinder sitzen lassen usw

Das ist ebenfalls der Glaube der Gläubigen.

Ich kann und will den Menschen nicht so negativ sehen.

Zitat von Frederick1:
Aber niemand muss glauben. Wenn ihr euer Leben auch so hin rkegt, das ist doch ok.

Diese Aussage impliziert, dass man selbst Schuld ist, dass es einem schlecht geht, weil man nicht glaubt. Und, dass man sich für oder Gegen einen Glauben entscheidet.
Wer sein Leben nicht im Griff hat, wird gläubig?
Aber nur weil man mit dem Leben nicht zurecht kommt, kann man nicht plötzlich etwas glauben, was einem unlogisch, unbewiesen und absurd vorkommt.

Es ist schön, dass Dir der Glaube Halt gibt.

Zitat von Frederick1:
Tretet ehrlich aus der Kirche raus....

Das ist selbstverständlich.

02.02.2021 22:45 • x 3 #44


Träumer59

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Aus der Kirche bin ich schon lange raus.
Wenn jemand der Glaube an einen Gott oder an irgend etwas anderes hilft, dann ist es doch gut.
Nur das Missionieren muss aufhören. Und die Kriege im Namen einer Religion erst recht.
Und Kindern den Glauben an einen Gott einzutrichtern finde ich ganz furchtbar. Man muss Kindern beibringen, Halt in sich selbst zu finden, sich selbst zu schätzen und zu lieben. Dann braucht es keinen Gott, und die Liebe ist trotzdem da.

03.02.2021 00:48 • x 4 #45


Frederick1

lieber Träumer,

leider ist das meine eigene Lebenserfahrung das der Mensch nicht nur gut ist. Was habe ich schon alles an Missbrauch

erlebt, Kollegen haben sich dafür körperlich hingegeben um Karriere zu machen, so viele S. Verwirrungen, Leid,

Kriege, wenn ich nur an *beep* denke..........................................

Als Postmann, als Briefträger und in der Postfiliale war ich sehr viel in Kontakt mit Menschen.

Und wenn ich meine Wünsche, meine Triebe sehe, so erkenne ich, nein ich bin echt nicht besser.


Nein Kindern oder anderen Menschen den Glauben einzutrichtern finde ich auch unmöglich. Melde sie doch vom

Religionsunterricht ab, schaue das sie in keinen christlichen Kindergarten gehen.

Das die Liebe von Gott kommt, das steht in der Bibel.

Nein, Glaube an GOTT ist freiwillig, ohne Druck und Zwang. Leider wurden da auch schon Fehler gemacht, aber kein

Mensch ist perfekt.

Auch in den Kirchen sind nur unperfekte Menschen, und auch da gibt es Streit, Hass, Neid, Misstrauen usw---

Und Frauen und Männer sind gleich wertvoll, da gibt es keine Unterschiede.........

Trotz allem hilft mir mein Glaube, aber diese ganzen Glaubensdiskussionen finde ich auch sinnlos.

Jeder Mensch soll die Freiheit haben.


liebe, leise Grüße,

Frederick

03.02.2021 17:48 • x 1 #46


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Ich glaube, wir müssen da auch gar nicht lange Diskussionen führen.

Es geht hier wohl eher darum, wie wir ohne den Glauben mit der Depression umgehen bzw. ob vielleicht diesbezügliche Erfahrungen mit Depression in Zusammenhang stehen.

So wie es im Thread gläubig und depressiv wohl den Austausch von Gläubigen und ihren Umgang mit der Krankheit gibt.

Ich denke hin- und wieder werden wir wohlwollend die Köpfe übereinander schütteln, können und müssen aber unsere glaubensmäßige Andersartigkeit so stehen lassen.

Was uns sicherlich tief verbindet sind die Depressionserfahrungen.

03.02.2021 20:24 • x 3 #47


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Ich habe meine Kinder übrigens bewusst nicht vom Religionsunterricht abgemeldet, weil es dazu keine Alternativen gibt und ich grundsätzlichen Ethikunterricht ja sinnvoll finde.

Aber ich habe vorher mit der betreffenden Lehrperson Kontakt aufgenommen um sicherzustellen, dass meine Kinder nicht schlecht behandelt werden. Sie sind nicht getauft und nicht religiös erzogen (wobei sich unsere Werte von den christlichen nicht wedentlich unterscheiden). Das wirde mir glaubhaft versichert.

So lernen sie die Basics des christlichen Glaubens kennen und können sich später selbst entscheiden.

Natürlich erkläre ich ihnen auch, dass es andere Weltreligionen und Glaubensrichtungen gibt, ich nicht glauben kann, sie aber selbst überlegen müssen, was für sie passt.

Es ergeben sich da oft interessante Gespräche.

Bereits im Kindergarten:
Mama, ich denke, dass es Gott gibt.
Warum?
Weil überall sein Sohn hängt.


Ich bemühe mich, da einigermaßen neutral zu sein.

03.02.2021 20:39 • x 5 #48


Ex-Mitglied

Zitat von ohneFunktion:
Ich habe meine Kinder übrigens bewusst nicht vom Religionsunterricht abgemeldet, weil es dazu keine Alternativen gibt und ich grundsätzlichen Ethikunterricht ja sinnvoll finde. Aber ich habe vorher mit der betreffenden Lehrperson Kontakt aufgenommen um sicherzustellen, dass meine Kinder nicht schlecht behandelt werden. Sie sind nicht getauft und ...


Hier alles genauso - nur wollte der große keinesfalls Religion wählen. Sondern Praktische Philosophie. Er hat sich die Frage mit sieben beantwortet, ob er glauben möchte/kann.

Nun, Big ist sehr .. direkt. Er hat eine ( natürlich durchaus geprägte ) Haltung, die er auch argumentativ vertritt. Und glauben - für ihn nichts anderes als annehmen/vermuten - ist für ihn völlig unlogisch. Und bestenfalls grausame Unterdrückung in Märchenform aufgehübscht. Fake einfach.

Aber er sagt auch: ist okay, wenn jemand an Gott glauben will. Ich versteh s nicht. Aber muss ich ja nicht.

Aushalten.. muss man manches einfach. Und das ist auch irgendwie nicht schwer.

03.02.2021 20:49 • x 1 #49


Träumer59

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Ethische Erziehung finde ich auch ganz wichtig. Es gibt nur leider noch keinen Ethikunterricht in der Grundschule. Religionsunterricht ist ok, wird aber manchmal schon zur Realsatire, wenn erzählt wird, dass Gott die Welt in 7 Tagen schuf und im Sachkundeunterricht dann über die tatsächliche Entstehung der Welt gesprochen wird. Die Kinder merken das recht schnell, dass da was nicht stimmt.
Was ich am Religionsunterricht gut finde ist, wenn verschiedene Religionen vorgestellt werden. Denn es gibt sie ja nunmal und man sollte alle tolerieren.
Für viele ist es Halt und Lebensinhalt, und das möchte ich auch niemand nehmen. Leben und Leben lassen.

04.02.2021 01:02 • x 5 #50


Ex-Mitglied

Ich arbeite ja an einer Schule mit kirchlichen Träger. In kath. Religion geht es explizit um das Christentum und die kath. Kirche und um ständige Lektürenarbeit ,( Bibel)

Z. Bsp seit der 6. Klasse. ( jetzt Ende 8 ).
Der ev. Unterricht ist facettenreich und befasst sich mit allen Religionen.

( war zu meiner Zeit übrigens schon so - wir lernten Buddhismus und Hinduismus kennen, machten Zen Gärten und sangen . . Die kath. Kids konnten nachher die halbe Bibel ^^

04.02.2021 01:28 • x 2 #51


Frederick1

hallo ihr Lieben,

wie überall gibt es auch im Christentum viele unterschiedliche Meinungen. Für mich ist aber nach wie vor das

Allerwichtigste die Liebe. Ob du katholisch, oder evangelisch bist, in eine Freikirche..................usw...

Selbst denke ich auch in manchen Dingen etwas anders.

Für mich sind Frauen und Männer gleich wertvoll, da gibt es keine Unterschiede. Ich glaube an das Wort Gottes, aber

manche Stellen sind falsch übersetzt, weil es zur damaligen Zeit eine Männerkultur gab.

Ich kann auch gleichgeschlechtlich Menschen annehmen, lehne sie nicht ab. GOTT hat in Jesus auch keine Menschen abgelehnt,

sondern sie einfach angenommen. ER hat Seine Liebe allen Menschen angeboten, aber die freie Entscheidung gelassen.

GOTT war in Jesus sehr ausgeglichen, eher ruhig und still, versucht auf die Menschen einzugehen, sie anzuhören.

Er hilft mir, im harten Lebenskampf zu bestehen. Ich muss mich nicht immer durch setzen, nicht immer recht haben, ich

darf mir eingestehen, ja ich brauche in meiner Depri Hilfe. Und da fühle ich mich halt angenommen und verstanden.

Jesus war still, aber doch sehr mutig, bezog Stellung für die eher schwächeren Menschen. Von ihm darf ich lernen,

ruhiger zu werden, ausgeglichener zu werden. Und dazu brauche ich keine Uni, mein Alltag ist der ideale Ort zum

lernen. Von meinem getrieben sein zur Ruhe zu finden.

Aber es besteht kein Zwang. Meine beiden Kinder habe ich im Glauben erzogen, aber nicht mit Gewalt und du musst.

Ein Kind möchte gar nichts mehr von Gott wissen, was ich auch akzeptiere, die andere Tochter ist weltweit aktiv,

gläubig, setzt sich für Kinder ein.

Und Hund, ja der ist schon etwas fromm). Ich war mal in einer Kirche, da durfte Hund auch mit gehen. Leider ist

das etwas weiter weg von mir. Ich bin für Tiere in der Kirche..in der Arche Noah gab es auch viele Tiere............

Jeder soll und darf seine eigene Meinung über den Glauben haben. Aber vielleicht auch akzeptieren, das der Glaube

auch manchen Menschen gut tut.


liebe, leise Grüße,

Frederick

04.02.2021 18:05 • x 2 #52


Ex-Mitglied

Vor 6 Jahren ist meine Heilige Tante gestorben. Sie wurde 94 Jahre alt und war sehr sehr sehr gläubig. Und ihre letzten 20 Jahre hat sie ohne ihren Mann verbringen müssen, der vorher starb.

Wir haben alle 2 Wochen miteinander telefoniert - und natürlich habe ich mit ihr nicht diskutiert oder ähnliches.

Ich habe ihr den Raum gegeben, mir aus der Bibel vorzulesen, Psalme mit auf den Weg gegeben zu bekommen.. weil das ihr Leben war. Und weil sie alt war. Und weil sie das erfüllte.

Es ist immer auch abhängig vom Gegenüber . . Was ich akzeptiere und was ich diskutieren möchte.

04.02.2021 18:35 • x 3 #53


Träumer59

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Ich glaube die meisten Ungläubigen können akzeptieren, dass der Glaube vielen Menschen hilft.
Was wir nicht so akzeptieren können, sind die ständigen Bekehrungsversuche von Gottesgläubigen. Ich vermute mal, dass Menschen, die an Gott glauben schwer ertragen können, dass es Menschen gibt, die das nicht tun.
Das Missionieren fängt ja schon in der Schule an, und im schlimmsten Fall klingelt jemand an der Haustür und möchte über Gott reden. Warum dieses krampfhafte Sammeln von Anhängern?

04.02.2021 22:04 • x 4 #54


ohneFunktion

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Das tun ja zum Glück nicht alle.

Ich habe Menschen in meinem Bekanntenkreis, die gläubig sind, aber da wird das gar nicht zum Thema gemacht.

Was Menschen bewegt andere in dieser Hinsicht überzeugen zu wollen, weiß ich nicht.
Vielleicht weil das Gefühl besteht denjenigen retten zu müssen?
Bei sektenartigen Gruppierungen ist's ja klar.
Aber warum Familienmitglieder verstoßen werden, etc. ist mir auch ein Rätsel.

Solange eine gewisse Distanz möglich ist, kommt man sich mit unterschiedlichen Glaubens- bzw. Nicht-Glaubensansätzen nicht unbedingt in die Quere.

Aber, ich als Ungläubige fände es zB unmöglich, wenn mein Partner eine Bibel am Nachttisch liegen hätte...

04.02.2021 22:54 • x 4 #55



Hallo Träumer59,

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Ex-Mitglied

Ich habe auch gläubige Verwandte und Bekannte- das war und ist nie ein Streitthema.
Ich war mit einem Muslim liiert,- das war auch nie Thema (nur bei meinen besonders gläubigen Verwandten, komisch aber auch )auch nicht bei seiner Beisetzung. die nach muslimischen Riten durchgeführt wurde.

Von mir aus soll jeder nach seiner Art glücklich werden- aber ich will diese Versuche nicht mehr haben, mich dem Glauben näher zu bringen, ich finde es anmaßend und ich wehre mich gegen die Versuche.

Jeder kann glauben, was er will und was ihm gut tut, ich muß auch nicht alle verstehen und nachvollziehen können.
Für mich hört meine Toleranz aber dann auf, wenn bei mir die Grenze zu meinen Überzeugungen übertreten wird.

05.02.2021 07:55 • x 4 #56

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