Seelentröster Tiere, Freundinnen, Sauna, Spazieren, etc.

Luzie

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Hallo, ich wollte mal schreiben was mir hilft wenn ich in meinem Loch versinke....., meine Tiere, da muß ich mich drum kümmern, is nich mit Decke über die Ohren ziehen, und liegenbleiben. Meine Hunde sorgen auch dafür, das ich rausgehe ( obwohl ich eigentlich nicht will), meine Katzen bringen mich dann auch ( wenigstens) zum schmunzeln wenn sie durch die Wohnung toben, und mich zum spielen auffordern.

Dann hilft es mir auch mit Freundinnen in die Sauna zu gehen, in der Klinik haben mich die Frauen überzeugt mal mit zu gehen. Zuhause haben wir auch eine, die nutzen wir auch, aber vor meinem Klinikaufenthalt wäre ich niiiiiiiemals in eine öffentliche Sauna gegangen. Es gibt auch Saunaführere wo Gutscheine drin sind, entweder sind die für eine Person gültig, oder für 2, und einer muß dann nur Eintritt bezahlen, die Bücher kosten um die 20 Euro, sind für 1 Jahr gültig, haben teilweise einen Wert von 300-500 Euro.Ein paar Leute die ich in der Klinik kennen gelernt habe, sind immer für mich da, auch wenns mir Sch..... geht, umgekehrt ich für sie auch, bis dahin hatte ich nur eine wirkliche Freundin, bin fast nirgenwo hingegangen.

Und auch um Hilfe bitten, auch wenns schwer fällt. Malen hilft mir auch, habe ich auch in der Klinik entdeckt. Und manchmal auch schreiben. Im Sommer schwimmen, mit meinem Hund Radfahren. Im Winter flottes laufen mit meinem jungen Hund, und die Hundeschule, wo ich auch hin muß, weil meine Hündin einen ziemlichen Jagdtrieb hat, den wir umlenken wollen.

Fotografieren, die Bilder am Compi in eine Show mit Musik unterlegen. Lesen ( auch wenn ich schlecht konzentrieren kann), und sich immer wieder sagen, es wird auch wieder anders, ich habe aber auch echtes Glück mit meinem Mann, wir haben schon 26 Jahre so einige Hürden geschafft, und jede hat uns mehr zusammen geschweißt .

In den Wald gehen, gerade jetzt im Herbst, tief ein und ausatmen, es riecht dort ganz toll. Mir gings jetzt 14 Tage ganz mies, seit gestern wirds besser, und ich sage mir, es geht jetzt wieder bergauf. Ich habe diese Woche viel gesprochen, mir viel angehört, das hat sehr gut getan (waren auch ein paar A.....tritte dabei, die brauche ich manchmal auch), so das wars erstmal, vielleicht ist ja auch was für einige von euch dabei, liebe grüße, und knuddler an euch, Luzie

17.10.2009 12:59 • #1


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Rainer.F

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Was mir hilft ist, dass ich mein Gedankenkarussel NICHT mit mir selbst gleichsetze, meine Grübeleien, das bin NICHT ich.
OKee, wer mich vielleicht noch kennt, weiß, dass ich mich 'ne Zeit lang mit Buddhismus und Zen beschäftigt habe, weil ich NICHT MEHR denken wollte.

Nun habe ich aber erkannt, dass ich meine Gedanken und Grübeleien, mein Unmut und meine Schüchternheit, meine Mutlosigkeit und meinen Zorn einfach beobachte, dass ich in mich hineinspüre, was ich denke, was ich fühle und so entscheiden kann, womit ich mich wirklich abgebe. Entscheidend ist doch das HIER und JETZT, die Gegenwart in der wir leben. Manchmal in Depri-Phasen klappt es nicht so gut, mich zu distanzieren, aber ich weiß, dass das nur Phasen sind, es kommen auch andere Tage.

15.12.2009 14:56 • #2



Hallo Luzie,

Seelentröster Tiere, Freundinnen, Sauna, Spazieren, etc.

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Luzie

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Hallo Rainer, deine Buchtipps sind gut, ich lese auch viel, und denke aus dem Budhismus kann man einiges lernen, und umsetzen. Ja, und Gsd. gibt es auch andere Tage, aus denen ich auch Kraft schöpfe. Entspannung ist sehr wichtig für mich, habe ich gemerkt, weil ich mich nie entspannen durfte, und ständig unter Spannung stand. Mit der Depression spüre ich mich selbst auch mehr, obwohl ich mir oft wie eine leere Hülle, die funktioniert, vorkomme. Ich versuche auch mir immer am Abend wenigstens ein positives Ereignis zu Gemüte zu führen, ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber halt nicht nur die negativen Dinge des Tages zu sehen. LG Luzie

16.12.2009 10:29 • #3


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Rainer.F

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Hallo Luzie, ich habe etwas in meinem Tagebuch geschrieben, das hatte ich auch in meinem Alk. so ähnlich veröffentlicht. Ich beschäftige mich mit JETZT-Philosophien und hatte die Tage ein Entlangschrammen an einem Fast-Rückfall und nur aus Gedankenlosigkeit.

Als Alk., als Süchtiger ist JETZT zu leben, ganz konzentriert ein Muss für mich, damit ich nicht qualvoll sterbe. Denn ein Rückfall für einen Alk. ist eine elende Sache. Aber all' das JETZT-Denken ist energiereich, das ist anstrengend, weil ich eben zu viel denke. JETZT-Denken ist der falsche Begriff, denn jeder der JETZT-Philosophen wird uns sagen, dass es nicht um Denken, sondern Erfahren geht. Und weil ich JETZT-Denkend bin, bin ich oft erschöpft von all' dem Grübeln, und dann fällt meine Deckung. Ich bin froh, dass ich Mutter's Kirschkuchen mit dem Alk. gierig bei Kerzenschein gemampft habe und 1 Woche leiden musste ob der Vergiftungserscheinungen. Das hat mich doch wieder daran erinnert, wo meine Prioritäten sind.

Auf meinem rechten Oberarm befindet sich ein Ying-Yang-Tatoo, welches mich zur Sommerzeit jeden Morgen daran erinnert, dass ich im Fluss des Tao lebe, solange ich im Fluss bin geschieht mir nichts. Darum rät uns Budhha: Seid wach !!! Für den einen ist WACHSEIN die eine Bedeutung, einfach konzentriert und wachsam an seinen Alltag heran zu gehen, für den anderen ist es lebenswichtig konzentriert zu sein.

Wenn man jetzt von dem Titel ausgeht: Was mir hilft, so kann ich sagen, dass es mir hilft zu versuchen in Balance zu leben, wo sich Kraftanstrengung und Loslassen die Waage halten. Abundzu die Zügel schleifen lassen und nicht so hohe Ansprüche an mich selbst zu haben und Gas geben, wo Gas nötig ist.

Ich wünsche allen einen Balance-gemixten-Tag.

Euer Rainer aus Hamburg

16.12.2009 10:45 • #4


Luzie

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Hallo Rainer, ja mit den hohen Ansprüchen, das kenne ich zur Genüge..., aber den Satz mit den Zügeln schleifen lassen, und beizeiten Gas geben,ist gut. Ich versuche auch wenn mich die dunkle Wolke der Depression einhüllt mir trotzdem abends ein positiver Ereignis aufzurufen, sei es, das mich eine der Katzen zum lächeln wenigstens gekriegt hat, oder einer meiner Hunde was schönes gemacht hat. Oder einen Bussard, der bei uns an den Dünen herumfliegt, ich kann mich an der Natur freuen. LG Luzie

17.12.2009 18:17 • #5


Luzie

Luzie

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Es geht mir seit 3 Tagen besser, ich staune Bauklötze, mein Mann schafft es nicht, mich aufzuregen, und meine Schwiegermutter auch nicht, ( bis jetzt, ihr Geburtstag ist morgen)
Am Freitag hatten wir einen schönen Abend mit den Freunden, die ich in der Klinik kennen gelernt habe. Wir haben so schön am Wasser gesessen, und so schön gequatscht. Gestern war ich in Nijmwegen, in Holland, den ganzen Tag bin ich mit meiner Freundin in der Stadt gewesen, wir waren ohne Hetze in verschiedenen Läden, waren 2 mal Kaffee trinken, davon haben wir einmal auf einer schönen Dachterrasse von VD gesessen, da kam die Sonne sogar raus, das konnte ich auch genießen.
Heute habe ich angefangen, nach 14 Tagen seit ich aus der Reha hier bin, zu putzen, und habe das erste mal seit dem ordentlich was geschafft. Heute Mittag hat mein Mann beim Chinesen was leckres zu Essen geholt, was noch für morgen reicht, dann schaffe ich sogar die Bügelwäsche, zum Teil wenigstens, auch nach 2 Wochen, und ich ´habe keine Bauchschmerzen deswegen.
Liebe Grüße Luzie

01.08.2010 21:12 • #6


Luzie

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Ich traue mich kaum, das zu schreiben, mir geht es besser, ich kann mit vielen Dingen besser umgehen. Ich habe zwar immer noch Angst vor vielen Sachen, die noch auf mich zu kommen, aber ich rege mich nicht vorher schon auf, und steigere mich darein, LG Luzie

03.10.2010 20:21 • #7


FrolleinMau

... TRAU dich ruhig ... schön, das zu lesen.

Liebe Grüße

03.10.2010 20:23 • #8



Hallo Luzie,

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Kathrin1984

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Tiere sind echte Seelentröster, ich kenne das. Ich hatte selber einen Hund und der hat mir auch sehr geholfen. Leider mussten meine Eltern und ich unseren Hund, ein 11 Jahre alter Wolfspitz . Mischling, am 12.12.2009 schweren Herzens einschläfern lassen, da er sehr Krank war.
Wir haben unseren Hund mit 3 Monaten aus dem Tierheim in Soest geholt - soooo süß und Liebe auf den ersten Blick. Wenn ich aus der Schule gekommen bin, war ich mit Lucky - so hieß unser Hund - auf dem Hundeplatz und habe viele Spaziergänge mit im gemacht. Lucky war quasi mein Schatten und ist mir auf Schritt und Tritt gefolgt. Wenn ich abends nicht einschlafen konnte, kam er zu mir ins Bett, hat sich an mich gekuschelt und gewartet, bis ich eingeschlafen bin. Leider konnte ich ihn nicht mitnehmen, als ich im Juli 2004 zu meinem künftigen Mann gezogen bin - das war sehr traurig.
Lucky war mein Partner, Seelentröster, Teamkollege, aber vor allen Dingen mein Hund. Er war echt so ne kleine treue Seele.
Jetzt ist er leider nicht mehr da, er hat schon eine ziemlich große Lücke hinterlassen.

Aber ich bin auch froh, dass ich sehr viele gute Freunde und meine Familie habe. Denn die sind immer für mich da, wenn es mir nicht gut geht.

19.11.2010 14:27 • #9

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