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Schwierige Lebens-Phase überstehen

Aydabkz

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Hallo zusammen,

Ich wende mich Mal hier an dieses Forum. Weil ich merke, dass ich innerlich total angespannt bin. Und ich nicht weiß, zumindest nicht genau, wie ich damit umgehen soll.

Denn auch wenn bei mir wortwörtlich die letzten Wochen "die Sonne geschien hat", weil es mir gut ging, regnet es jetzt, undzwar so richtig.

Ich versuche mir irgendwie immer einzureden, dass alles so sein soll, dass alles richtig gut wird und so weiter, weil ich mein Optimismus nicht verlieren will. Weil ich meiner Meinung auch stark bin, um das zu überstehen.

Aber ich fange Mal von vorne an.
Ich bin 19 und vergangene Woche war meine letzte in meinem FSJ. Jetzt habe ich 5 Wochen frei und das ist schon das größte Problem , ehrlich gesagt. Denn es ist zu viel Zeit. Und ich anfangs echt Angst hatte. Vor so viel Zeit.

Denn vor 2 Jahren litt ich an einem Burnout, Depressionen und hatte seitdem ich 13 war mit einer schweren Essstörung zu kämpfen, die mich fast das Leben gekostet hat. Dann, vor 2 Jahren, habe ich mich komplett isoliert, ging garnicht mehr aus dem haus und meine Depression hat sozusagen, den Höhepunkt erreicht.

Ich habe mich wieder komplett aufgerafft, mich selbst neu kennen gelernt und irgend etwas in meinem Kopf hat einfach "Klick" gemacht. Und dann, hatte ich eine sehr schöne Zeit , alles habe ich hinter mir gelassen, meine ganze Vergangenheit. Alles war einfach so gut und ich hatte das Gefühl, mich von Tag zu Tag noch ein Stückchen mehr kennen zu lernen.

So. Soweit so gut. Doch jetzt bin ich 5 Wochen Zuhause. Ich habe ehrlich gesagt ein wenig Angst. Angst, dass es so wird, dass ich einfach in den Tag rein lebe und mich freue wenn er vorbei ist. Ich möchte einfach nicht noch einmal das erleben, was ich damals durchgemacht habe.

Jedoch hab ich mich geändert. Ich bin positiver, ich liebe mich selbst, bin ganz bei mir. Ich nehme mir jetzt viel Zeit zu schreiben, an meinem Buch, für Yoga und Sport usw und ja, das macht mich auch glücklich. Aber es ist nicht nur das.
Ich brauche namlich immer einen Ausgleich zwischen "meine Zeit für mich" und "meine Zeit mit sozialen Kontakten". Das zweite fällt halt jetzt weg.

Denn meine beste Freundin ist momentan in einer Klinik. Sie hat auch eine Essstörung. Und jetzt kamen die ganzen schrecklichen Momente meiner ES wieder hoch. Es erinnert mich alles an meine eigene Vergangenheit.

Und sie ist auch die einzige, der ich vertraue. Zwar habe ich viele Bekannte, von meiner Seite aus würde ich sie jedoch nicht als Freunde bezeichnen, ich bin da immer vorsichtig. Was aber nicht bedeutet, dass ich nicht gerne neue Menschen kennen lerne. Nur leider fällt es dieses Jahr weg. Keine Festivals oder große Feiern usw.

Während ich arbeiten war habe ich mich nie einsam gefühlt. Jetzt muss ich ehrlich sagen, schon irgendwie. Weil ich sie nicht mehr sehen kann für eine Weile. Und weil ich niemanden so sehr vertraue, dass ich mir alles aus der Seele reden kann oder sich einfach frei fühle. Ich hoffe man versteht hier, wie ich es meine.

Tut mir leid, falls es etwas verwirrend klingen mag. Vielleicht gibt es ja hier irgendjemand , der mich versteht oder selber schonmal so eine Situation hatte.

Danke schonmal an alle , die Tipps haben und sich das hier durchgelesen haben.

08.07.2020 21:06 • x 2 #1


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Kate

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Zitat von Aydabkz:
Jedoch hab ich mich geändert. Ich bin positiver, ich liebe mich selbst, bin ganz bei mir. Ich nehme mir jetzt viel Zeit zu schreiben, an meinem Buch, für Yoga und Sport usw und ja, das macht mich auch glücklich. Aber es ist nicht nur das.
Ich brauche namlich immer einen Ausgleich zwischen "meine Zeit für mich" und "meine Zeit mit sozialen Kontakten". Das zweite fällt halt jetzt weg.


Das sind ausreichend viele Möglichkeiten, um 5 Wochen zu überbrücken. Die vergehen wie im Fluge.

LG Kate

11.07.2020 09:46 • #2

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