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Minderwertigskomplexe und fehlendes Selbstvertrauen

Ozymandias

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Hallo und schönes Wochenende euch,

ich schreibe in diesem Forum, weil ich vermute h eine depressive Phase in meinem zu Leben. Ich drücke es vorsichtig aus, da es oftmals verschiedene Arten gibt und ich mir bewusst bin , dass es vielen sehr viel schlimmer geht als mir . Ich erkenne Depressionen auch als schwerwiegende Krankheit an und hoffe ihr habt Verständnis, wenn ich nicht genau erklären kann , ob ich generell berechtigt bin hier zu schreiben, da es vielen wahrscheinlich schlimmer geht. Ich muss sehr weit ausnehmen bei meiner Erzählung:
Ich bin 28 Jahre und arbeite bei einem Automobilizuliefer im Personalbüro. 2014 hatte ich nach meiner Ausbildung in dieser besagten Firma die Möglichkeit dort ein duales Studium zu machen . Ich hatte von vorne herein Zweifel an dem Studium, da es mir mehr oder weniger aufgeschwatzt wurde, aber das ist Vergangenheit und ich kann es nicht mehr ändern. Nach einem knappen Jahr, habe ich das Studium dann abgebrochen. Viele Faktoren kamen damals zusammen, die mich beeinträchtigt haben könnten: diese waren: Renovierungsarbeiten des Elternhaus( bei denen ich noch lebe), die uns zwangen umzuziehen, die während der Klausurphase damals fielen und generell das ständige Gefühl während der Vorlesungen, vor allem bei meinem Vertiefungsfach ( das man im dualem Studium von vornherein bestimmen muss) , dass mich dieses Thema (Logistik) null interessiert. Ich hätte die Klausuren verschieben können, aber damals fühlte sich der Abbruch für mich richtig an, da auch meine Noten nicht berauschend waren. Auch meine Stimmung während der Klausurenphase damals, war echt am Tiefpunkt und das bereits im ersten Semester. Da ich den Job durch Vitamin B bekam( ja ich weiß, es ist sehr privilegiert) , konnte ich mit der Firma einigen dort zu bleiben und im Büro normal zu arbeiten. Erst war ich mehr ein Mädchen für alles, was mich damals schwer belastete , aber ich war der Firma dankbar, dass ich bleiben durfte. Nachdem eine Kollegin aus dem Personalbüro ausschied, könnte ich fest dort versetzt werden und bin dort fortan seit 4 Jahren tätig. An dem ganzem gibt es aber einen Haken. Ich bin Mitarbeiter dieser Firma, aber seit ich fest im Personalbüro eingesetzt werde, wurde meine Jobbezeichnung niemals geändert und auch mein Gehalt, entspricht nicht das eines Büroangestellten, was aber nicht so sonderlich schlimm ist, da es trotzdem eine faire Bezahlung ist. Was mich belastet ist, dass ich Teil des Teams bin, aber offiziell nicht da im Bereich. Bei den meisten Mitarbeiter ist das kein Problem, da mich alle schätzen und kennen . Meike Chefin hat mir das Problem erklärt, aber manchmal tut es halt weh, wenn man für manche Aufgaben nicht in Frage kommt. Vor einigen Jahren hat ein Freund von mir das selbige duale Studium bei dieser Firma gestartet und abgeschlossen. Es tut weh jetzt in der Rückschau zu sehen, was ich hätte machen können und nicht getan habe. Jetzt Jahre später kommt das Gefühl in mir auf ein Versager zu sein, das ich dieses Studium nicht abgeschlossen habe und mein ganzes Umfeld erfolgreich zu sein scheint und ich nicht, was sehr an mir nagt . Seit einem Jahr beschäftige ich mich konkret mit einer Aufnahme eines möglichen Studiums, aber ich traue mich nicht mehr zu fragen, da ich bereits gescheitert bin oder ein möglicher Jobwechsel um mich neu zu motivieren.

Meine Probleme könnten aber auch davon kommen, dass ich mit 28 Jahren noch zu Hause bei meinen Eltern lebe und keine richtige Freundin hatte. Ich hätte die Möglichkeit eine zu treffen, aber ich fühle mich selber so schlecht und schäme mich für mein Nichtstun der letzten Jahre und weiß nicht was dieses Mädchen davon halten soll.


Langer Text der länger sein könnte, aber ich denke das reicht fürs Erste.

17.04.2021 13:36 • #1


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Nottolate

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Hallo Ozymandias.
Wen ich deine Zeilen lesen dann hast du alles andere als Depressionen.
Mach dir doch nichts aus der vergebenen Möglichkeit des Abschlusses. Mit 28 hat man auch noch Zeit um beruflich zu reifen.
Was ich an deiner Stelle machen würde.
Sei ehrlich zu dir und stellt dir die Frage wo du dich in 5 Jahren in deiner jetzigen Firma sehen möchtest, welcher Abteilung zu dir passt und welche Aufgabe dich befriedigen würde.
Manche Mitarbeiter brauchen jemanden, der ihnen sagt, was zu tun ist, manche wollen sich selbst entfalten. Lass dich auf keinen Fall von anderen in ein Schema X bringen und geh deinen und nur deinen WEG und dieser Weg soll dir Spaß machen, sei es in dieser Firma oder in einer Anderen.
Leg dabei keinen Wert auf Geld oder Titel. Geld kommt von alleine und man hat so oder so immer zu wenig davon und ein Titel sagt nur etwas über den Verantwortungsbereich aus, nichts jedoch über den Menschen dahinter. Alle wolle nach oben, um etwas zu erreichen, die Frage dabei ist immer für wem man das will. Um sich oder den anderen was zu beweisen, um sich nicht schlechter gegenüber anderen zu fühlen, um seinen Selbstwert zu steigern? Mach nie etwas für die Anderen, mach es für dich und da darf dein Egoist gerne rauskommen. Nach welchen Kriterien misst du Erfolg? Erfolg ist Ansichtssache und hat meist nur mit der Suche nach Glücklichsein zu tun. Um Glücklich und Zufrieden zu sein, braucht man keinen Erfolg.

Das Thema mit Frauen würde ich mal auf die Seite legen. Partnerschaften kommen von alleine, wenn es passt. Such erst gar nicht danach, man wird nie fündig, sei aber bereit und offen dafür.

PS: Das du noch zu Hause bei den Eltern lebst finde ich cool. Mit 50 hättest du ein Problem damit aber bis dahin hast du ja noch Zeit.

18.04.2021 11:42 • x 3 #2


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Pilsum

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Hallo Ozymandias,

willkommen hier im Forum.

Wenn es Dir ein wenig an Selbstvertrauen mangelt, so solltest Du eventual mal überlegen,
was Deiner Meinung nach, Dein Selbstvertrauen schnell und nachhaltig verbessern könnte.

Natürlich kann man sich in der Arbeitswelt auch Selbstvertrauen erarbeiten.
Würde Dir dies dann reichen?
Selbstvertrauen kann man auch sehr gut bekommen, wenn man häufiger Kontakte mit
Menschen pflegt ( Sport, Freizeit, Weiterbildung, Hobbies), mit denen man sich austauscht
und etwas gemeinsam hat.

Hast Du ein, zwei Menschen, die Du zu Deinen guten Bekannten oder Freunden zählst?

Viele Grüße

Bernhard

18.04.2021 14:22 • x 1 #3


Resi

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Zitat von Ozymandias:
Depressionen auch als schwerwiegende Krankheit an und hoffe ihr habt Verständnis, wenn ich nicht genau erklären kann , ob ich generell berechtigt bin hier zu schreiben, da es vielen wahrscheinlich schlimmer geht. Ich muss sehr weit ausnehmen bei meiner Erzählung:

Ob du eine Depression hast oder nicht kann keiner (!) hier diagnostizieren und du bist generell berechtigt, hier zu schreiben.
Ja, es geht vielen schlimmer, aber wir veranstalten hier keinen Wettbewerb, wem es schlechter als schlecht geht.

Irgendwas hat dich bewogen, in einem Depri-Forum zu schreiben und wenn du die Befürchtung hast, Depressionen oder eine depressive Phase zu haben dann geh lieber zu früh als zu spät zu einem Arzt, es gibt auch die Möglichkeit , einen Test durchführen zu lassen.

18.04.2021 15:28 • x 2 #4


Ozymandias

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@Nottolate
hey vielen Dank für deinen Beitrag und für dein netten und aufbauenden Worte . Es tut gut mal ein Feedback von Menschen zu hören, die mir nicht nahe stehen . Ich bin momentan sehr dran herauszufinden, was ich noch erreichen will um glücklicher zu sein.

Schönes Wochenende.

18.04.2021 19:41 • x 2 #5


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Sifu

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Zitat von Ozymandias:
Hallo und schönes Wochenende euch, ich schreibe in diesem Forum, weil ich vermute h eine depressive Phase in meinem zu Leben. Ich drücke es vorsichtig aus, da es oftmals verschiedene Arten gibt und ich mir bewusst bin , dass es vielen sehr viel schlimmer geht als mir . Ich erkenne Depressionen auch als ...


Ich kenne das aus den 80er. Ich war - wie man heute sagt - ein Incel. Mir haben ältere Frauen "geholfen"

22.04.2021 17:12 • #6


Ozymandias

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@Sifu
Hallo,
ich hab eigentlich keine Probleme mit frauen. Ich bin eigentlich nur etwas schüchtern .

22.04.2021 20:45 • x 1 #7

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