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Götter in Weiß

mecca

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Habe seit diesem Tief einen anderen Hausarzt, den ich mir neu suchen musste.

Er war am Anfang sehr nett, er setze sich immer für seine Patienten ein. Ich bekomme soviel zeit wie ich brauche, ich solle mir keine Sorgen machen. Für die Folgebescheinigungen brauche ich lediglich anzurufen, das reicht dann - ich müsse nicht immer kommen.

Fand das erstmal großartig.

Ich meinte gleich am ersten Tag, als ich verheult und fertig bei ihm saß, ob ich ne Überweisung zum Psychiater bekomme (ich wusste ja schon das es eh darauf hinaus laufen wird, wegen der Kasse) - darauf der Hausarzt (orthopädisch spezialisiert) so: Ja können sie machen, aber die Antidepressiva kann ich Ihnen auch verschreiben. Mehr macht der eh nicht. Dann stellte er mir die Überweisung aus - die ich dann aber nicht nutzte. Weil es ja offenbar auch erstmal einfacher ging, indem ich mir das spare und dann einfach beim Hausarzt bleibe.

Da mir das telefonische Krankmelden irgendwie suspekt und verboten vorkam, habe ich mir doch für jedes zweite Mal einen Termin geben lassen. Wurde daraufhin dann angeschnauzt, weshalb ich einfach so vorbei komme OHNE Termin. Ich erklärte das ich anrief und mir von den Schwestern einen Termin habe geben lassen. Nein das stimme nicht.

Dann ging es weiter mit VT ambulant. Das kommt aus vielen Gründen für mich nicht infrage. Das wollte er nicht verstehen. Schnauzte mich dann in den Folgestunden an, warum ich noch keinen Therapieplatz habe, ich solle als Privatzahler ein paar Stunden ausmachen. Sonst werde das alles nichts, ich würde schon chronifizieren.

Dann ging es um Reha, ja Antrag will er stellen, ich solle mir zwei Einrichtungen raussuchen. Das sei jetzt Hausaufgabe.
Reha war okay. Die Gespräche liefen aber nicht auf Augenhöhe, sondern waren im Generalston, ich sollte jedesmal vortragen und dann seinem Monolog zuhören, hatte ich was einzuwenden oder zu ergänzen dann machte er eine Handbewegung und zischte, ich habe jetzt den Mund zu halten.

Auch das waren für mich keine Gespräche auf Augenhöhe. Ich fühlte mich klein gemacht.

Dann wollte er mir Antidepressiva verschreiben. Tat es mal, dann wieder nicht.
(Ich habe sie eh nicht genommen, davon abgesehen)

Dann schrieb ihm die Kasse, da plauzte er mich an, es müsse jetzt was passieren, er habe keine zeit solche Gutachten zu schreiben für die Kasse. Ob ich jetzt schon eine Therapie mache. Ich sagte nein, weil ich dachte wir würden einen Reha Antrag stellen. Wieder schnauzte er rum, dass es nicht sicher sei ob die Reha klappe.

Ich versuchte erneut zu sagen warum eine VT für mich nicht infrage kam (Sehr gute Gründe und Argumente, die jeder Idiot sofort verstehen und akzeptieren würde) nicht jedoch Hr. Doktor. Der akzeptierte es nicht.



Irgendwie hatte ich lange Zeit nicht die Kraft mich abzulösen obwohl es zunehmend unangenehmer bei ihm wurde.
Er drückte mich in die Ecke selbstverschuldeter Depression/ Anpassungsstörung - es fühlte sich so an, als ob er da fast mit Aggression drauf reagierte. Ja ich war teilweise ein heulendes Häufchen Elend. Weil mein Nervensystem so durchgerüttelt und hochaktiviert war. So aktiviert das mein Körper ständig neue unterschiedliche Symptome erzeugte die so durchzogen. Erst als ich ein natürliches Mittel fand, das mir wirklich half runter zu kommen - fing auch mein Körper und mein Nervensystem an sich zu entspannen. Und so etwas wie ein Heilungsprozess konnte ins Rollen kommen.
Ich habe keine isolierte Depression - ich habe ein ganzheitliches Erschöpfungssyndrom, was sich relativ klar und gut differenzieren lässt.
- Wenn ich Ruhe und Schlafe gibt mir das Kraft - in der Depression ist es anders, da wird schlafen zum Selbstzweck und gibt keine Kraft
- Ich habe keine Perspektivlosigkeit/ Sinnlosigkeitsgefühle
- Ich habe Antrieb, jedoch nicht die Lebensenergie den umzusetzen und verzweifele daran - der Depressive hat gar keinen Antrieb
- Antidepressiva helfen nicht bei Burnout, weil es gerade darum geht sich und seine grenzen zu spüren und nicht ins Gefühllose Nirvana abzutauchen

und noch ein paar Punkte mehr die einen Burnout schon von einer Depression unterscheiden.
Das man gedrückter Stimmung st, wenn der Körper brach liegt gehört eben dazu. Niemand der körperlich erschöpft und am Ende ist ist voller innerer Energie und Fröhlichkeit.

Naja. Jedenfalls zurück zu diesem Hausarzt. Dann machte der eine Blutuntersuchung nach der nächsten mit mir, immer das gleiche - alle Werte sehr gut. Auch Vitam D im oberen Bereich.
Ich hatte das Gefühl er war hilflos, weil er ja nichts wirklich tun konnte, was mir half und ich jedesmal immernoch erschöpft war. Er wollte dann immer irgendwas machen aber ausser Blutuntersuchung, Antidepressiva und Apps verschreiben kam nichts rum. Armselige Schulmedizin.

Dann habe ich mit ihm besprochen, dass ich so im Moment April als inneren Horizont habe um azufangen mich um meine Selbstständigkeit zu kümmern. Dann rief er mich kurz vor Silvester an, die Kasse habe geschrieben, er habe denen jetzt gesagt das ich ab 1 April in der Selbststädigkeit bin. er könne mich jetzt nur noch bis ende März krank schreiben und ich solle mich auf den MDK der Krankenkasse einstellen, die würden sich sicher melden.

Das war ein schlag ins Gesicht, als ich entgegnete das stimme nicht, ich habe das so nicht gesagt. dann spricht er mit mir so herablassend als ob ich ein dummes kleines Kind bin. Es prallt vollkommen an ihm ab. Ich weinte und machte mir pläne. Was tue ich, wie und wann wechsle ich - ich plante mir in meiner Neujahrsstunde diese Woche, einen Psychiater Termin geben zu lassen und mich abzuseilen von diesem Spinner.

Dann bin ich da, er schnauzt mich wieder an, ich würde nicht mitwirken, seit 6 Monaten soll ich schon zum Psychiater gehen und ich hätte angeblich einen termin am 6 Jan gehabt zum Labor den ich nicht wahrgenommen habe. Als ich ansetzte um zu widersprechen, verbat er mir wieder den Mund. Er müsse jetzt in die "ruppige Distanz" wechseln. Ich solle wegen meiner Infektneigung noch zum Röntgen Thorax wegen Tuberkolose.
Jedenfalls bekomme ich wieder einen termin für die Xte Blutuntersuchung, wo er nun darauf bestand das ich als Privatleistung (180Euro) eine erweiterte Testung machen solle wo Mineralien und Selen und sowas mit gemessen werden. wegen der Erschöpfung und Müdigkeit.

Und jetzt kommts, jetzt kommt der Knaller:

Ich gehe dann also mit den Überweisungen los und denke, okay. ich gebe mein bestes um mit der einfachen Überweisung zum Psychiater zu kommen. War aber auch dermaßen am Boden von dieser schei. Behandlung und diesem herablassenden Gebaren und seinen Lügen und Vorwürfen und Unterstellungen, dass ich Panikartig noch an diesem Tag in meine alte Hausarztpraxis ging (Die Frau hat damals aufgehört und als der Nachfolger noch nicht drin war brauchte ich einen und ging deswegen zu diesem schwierigen) zu dem Nachfolger meiner alten Ärztin. Dort war es Atmosphärisch gleich ganz anders, ich wurde warm aufgenommen die hatten verständnis haben mir einen termin gegeben und gesagt sie nehmen noch Patienten. Ich war schonmal erleichtert und hatte jetzt eine Perspektive.

Dann sehe ich aber am nächsten Tag das die Arbeitsunfähigkeit nicht bei der Kasse einging. Ich rufe beim Hausarzt an, die Schwester meint sie kümmere sich und gebe bescheid.
Am folgenden Tag wieder nichts. Ich komme in ganz schwierige Gefühle rein, fühle mich schikaniert . Ich rufe erneut an, achso ja, dann hat der Dr. das sicher vergessen. Ich kümmere mich nochmal.
Dann am nächsten tag wieder nichts, kein Eingang der Arbeitsunfähigkeit.

Ich raste aus, weine fühle mich ganz schlimm. betrogen, verraten, misshandelt und schikaniert.
Ich gehe in die Akutsprechstunde des neuen Hausarztes. Ein Glück er schreibt mich weiter krank. jedoch mit einer Lücke von zwei Tagen, er könne mich nicht rückwirkend krankschreiben. Ich telefoniere also mit der Krankenkasse, wie jetzt zu verfahren ist und schildere den Fall. Sie akzeptieren die neue Krankschreibung. Ich solle vielleicht trotzdem nochmal versuchen bei dem blöden Hausarzt die Folgebescheinigung zu bekommen.

Ich fahre letztlich mit meinem Partner zur Nachmittagssprechsstunde und sage ich möchte gern die Folgebescheinigung abholen. Die Schwestern gucken mich kaum an und patzen mich an, dass der Dr. dazu was notiert hätte, wenn ich schonmal da sei dann könne ich platz nehmen, dann kann er es mir selber sagen.

Ich gehe dann rein mit meinem Partner und der sagt doch tatsächlich, dass wir abgesprochen haben, dass ich mir einen Psychiater termin suchen soll und erst wenn ich einen schriftlichen Nachweis vorlege werde er mir auch rückwirkend die Bescheinigung ausstellen. Daraufhin meinte ich ob es noch geht, wie unfair das ist, das er das nicht gesagt hat das wir nur über den Psychiater gesprochen haben aber nicht das er mich über mein Krankengeld erpressen wolle. Ich möchte die Folgebescheinigung jetzt haben. Und er sagte einfach Nein. ich solle heute am freitag in die Institutsambulanz gehen und dann den Schein vorlegen das ich da war. dann würde er, das könne er auch unter Zeugen so sagen mir jederzeit die Bescheinigung ausstellen. Wenn ich das gewusst hätte hätte ich wohl kaum jeden Tag angerufen und wäre wohl auch kaum da aufgeschlagen um die Beshfeinigung zu holen. Davon abgesehen war es trotzdem mies und absolut daneben von ihm. Mit welchem Recht darf er mich so erniedrigen und mir einen wirtschaftlichen Schaden zufügen, ich bin nicht seine Marionette. Nicht sein Kind das er erziehen muss.

Boahhh! Und ich hatte schon solche angst auf der Fahrt dahin, ich habe ja gespürt was los ist, diese kalte destruktivitä, die perverse Lust am quälen und gaslighten.
Im Wartezimmer bin ich sogar leicht dissoziiert, weil es für mich in meinem aktuellen Zustand so eine Aufruhr war das erleben zu müssen.

Und dan haut dieser W*chser doch tatsächlich raus, er wisse das dieses Vorgehen für meine Genesung nicht förderlich sei aber ich müsse eben endlich mitwirken!


Das war so eine schlimme Woche für mich. Schon die Angst vor den Terminen und das Aushalten seiner erniedrigenden Art mit mir umzugehen. schlimm. Auch die Schwestern fand ich echt respektlos.

Am Ende bekomme ich jetzt 2 Tage kein Krankengeld wegen dem Ar*ch ausgezahlt. Er hat mir einen wirtschaftlichen Schaden verursacht. gehts noch? Gott sei Dank hat die Kasse es aber anerkannt. Ich konnte über die Überweisungen ja nachweisen, dass ich da war und das ich auch weiter krank bin sonst bräuchte es keine Überweisungen und das ich mich eben bemüht habe und zeitnah einen anderen Arzt gefunden habe. Und auch einen Zeugen habe der beweisen kann das der Hausarzt sich geweigert hat.


Das meine ich mit den gesellschaftlichen Zuständen, ich bin so satt davon mit solchen Leuten zu tun zu haben und erst recht von solchen Persönlichkeiten abhängig zu sein. Einfach eine Zumutung.

Ich habe so viel Kraft dafür aufwenden müssen und habe aber auch gemerkt, wie ich vielleicht doch einen Ticken zu lange da war, wieder habe ich mich nicht rechtzeitig gelöst, obwohl es sich schon abzeichnete. Es war reine bequemlichket, weil ich keine energie hatte und irgendwie dachte, es wird schon, ist ja nur einmal im Monat. naja.

Kennt ihr solche Erlebnisse mit Ärzten?

Wie seid ihr damit umgegangen?

Ich überlege tatsächlich ihn bei der Ärztekammer zu melden.
Andererseits meine Energie muss ich sorgfältig einteilen. Was wird schon passieren, vermutlich nichts.

x 2 #1


HDD
Hallo @mecca ,

Zitat von mecca:
orthopädisch spezialisiert ... Überweisung - die ich dann aber nicht nutzte. Weil es ja offenbar auch erstmal einfacher ging, indem ich mir das spare und dann einfach beim Hausarzt bleibe.


Klar, dass sich der Orthopäde nicht für Seelenkram zuständig fühlt. Ist ja nun wirklich nicht sein Spezialgebiet. Du bist dann aber lieber zum Hausarzt... warum? Der Psychiater / Psychologe wäre doch eigentlich eher der Ansprechpartner?

Zitat von mecca:
VT

Was ist das? Die Abkürzung sagt mir erstmal nichts.

Zitat von mecca:
Antidepressiva ...
(Ich habe sie eh nicht genommen, davon abgesehen)


Warum? Hast du da schlechte Erfahrungen gemacht, oder was sind die Gründe? Vielleicht hätten sie dir geholfen, dich wieder etwas normaler zu fühlen. (Davon abgesehen, ich bin da auch kein Freund von - aber wenn es nicht anders geht... ich nehme ja auch Schmerzmittel, wenn mir was so weh tut, dass ich das so nicht mehr aushalte).

Zitat von mecca:
solche Gutachten


welches Gutachten? Ich habe letztes Jahr eine Reha bekommen - meine Hausärztin hat mir das angeboten und alles geregelt, die Kasse hat die Einrichtung bestimmt, ich musste nur noch hinfahren. Obs was gebracht hat...nun ja, geschadet hat es jedenfalls nicht.

Und was den Ton deines Arztes angeht: Ich hatte mal so einen Orthopäden... den habe ich umgehend gewechselt. Es gibt Umgangsformen gegenüber Kunden (denn ich bin ja sein Kunde und kein Bittsteller!), die einfach eingehalten werden müssen. Wenn genug Leute mit den Füßen abstimmen, wird er schon merken, was er davon hat (obwohl mir das letztlich egal ist).

Zitat von mecca:
Dann machte der eine Blutuntersuchung nach der nächsten mit mir, immer das gleiche - alle Werte sehr gut.


Psychische Probleme scheinen nicht so sein Ding zu sein. Aber prinzipiell finde ich es schon OK, dass er körperliche Ursachen ausschließen will

Zitat von mecca:
Kennt ihr solche Erlebnisse mit Ärzten?

Wie seid ihr damit umgegangen?


Ich habe es erst gar nicht so weit kommen lassen (siehe oben). Außerdem habe ich festgestellt, dass es immer gut ist, sich ein "Halbwissen" anzueignen, dann kann man eher erkennen, wenn der Arzt versucht, einen zu vergackeiern. Erinnert mich an ein Erlebnis mit dem Hausarzt meiner Mutter (als sie noch lebte) - die meinte auch, ihr Arzt würde sie nicht ernst nehmen. Ich begleitete sie zum nächsten Termin, hörte mir das an, was er zu sagen hate, ließ ganz freundlich ein paar Fachbegriffe fallen (er merkte auf: "Sind Sie vom Fach?" - ich: "Nein, aber ich interessiere mich dafür") - und siehe da, er nahm sich plötzlich Zeit... Eigentlich sollte sowas nicht nötig sein, aber Ärzte sind halt auch nur Menschen und haben mal einen schlechten Tag. Aber dann bitteschön nicht mit mir!

Zitat von mecca:
Ich überlege tatsächlich ihn bei der Ärztekammer zu melden.


Zu viel Aufwand für zu wenig Ertrag, wenn du mich fragst.

Zitat von mecca:
Andererseits meine Energie muss ich sorgfältig einteilen. Was wird schon passieren, vermutlich nichts.


Genau. Such dir halt einen anderen Arzt. Hoffentlich hast du da vernünftige Alternativen (ich wohne in einer Großstadt, da gibts die reichlich).

Alles Gute!

Ach, und was Psychiater / Psychologen angeht: Die haben riesige Wartelisten. Je eher du dich darum kümmerst, umso eher kommst du dran. Falls sich das Problem bis dahin relativiert: Absagen kannst du immer.

x 1 #2


A


Hallo mecca,

Götter in Weiß

x 3#3


Fritz
Hi mecca
Der Hausarzt ist bei seelischen Problemen der falsche Ansprechpartner.
Sie versuchen zwar das Beste für die Patienten, aber sie kennen sich damit nicht aus
Ein Psychiater ist der Richtige.
Warum er dich nicht an einem Psychiater weiterverwiesen hat, kann ich nicht nachvollziehen!
Vielleicht wäre eine Therapie nicht verkehrt, aber für eine kompetente Therapie gibt es lange Wartelisten.
Irgendwie denke ich, dass Menschen mit psychischen Problemen in unserer Gesellschaft immer noch als Menschen zweiter Klasse betrachtet werden
Naja, jeder kann denken wie er will.
Servus

x 1 #3


mecca
Bei diesem Hausarzt hatte ich auf jeden Fall das Gefühl. Menschen mit psychischen Problemen, da hat er keinen Zugang gehabt. Hat geschnauzt und hat sich aufgeführt.

Das schlimme war ja, dass er der Meinung war, er kann alles und macht das und die Pillen die ein Psychiater verschreibt, kann er auch verschreiben. Dumm das ich da noch so lange geblieben bin. Eigentlich wusste ich ja auch dass ich zum Psychiater sollte....

Naja...aber einmal da angekommen und so "gut" aufgenommen habe ich erstmal vertraut. Traurig

#4


Dys
@mecca
Eine ambulante VT (Verhaltenstherapie) und Medikamente kommen für Dich nicht in Frage, wenn ich dass richtig verstanden habe. Die Gründe, die Du dafür haben magst, stelle ich nicht in Frage, aber was genau denkst Du, würde denn nötig sein damit Du wieder gesund werden könntest?

Über den Umgangston den manche Ärzte (Menschen) pflegen, kann man immer geteilter Meinung sein und wenn man nicht anwesend war, lässt der sich nur anhand von Schilderungen bewerten, die eben derjenige nach seinen eigenen Empfindungen damals so wahrgenommen hat. Daher wäre als Außenstehender eine Bewertung dessen wie Du es schilderst jetzt auch nicht wirklich hilfreich. Du bist nicht zufrieden wie das beim Arzt ablief und dass darf so sein.

Objektiv würde ich der Meinung sein, dass zumindest die Kommunikation zwischen Dir und dem Arzt nicht optimal verlaufen ist. Und leider steht und fällt mit der Kommunikation nahezu alles, wenn man ein Anliegen hat und Andere sich dazu äußern (sollen).

Natürlich sollte ein Arzt nicht genervt sein, wenn seine Vorschläge nicht so angenommen werden, wie er sich das vorstellt. Umgekehrt sollte man aber vielleicht auch nicht genervt sein, wenn diesem Arzt nichts einfällt, dass man eventuell schon kennt und von dem man überzeugt ist, dass es einem nicht helfen würde.

Es bleibt dann einfach nur die Möglichkeit, nach einem Arzt zu suchen, mit dem man objektiv und in einem guten Umgangston kommunizieren kann und der Sachverhalte benennen kann die auch sachlich wahrgenommen werden und nicht als persönlichen Angriff gewertet werden könnten. Und das innerhalb der Kommunikation eben Wünsche geäußert und respektiert werden können. Ob man sich dann eventuell doch überzeugen lässt, die eine oder andere Behandlungsform zumindest mal auszuprobieren, liegt aber lediglich daran, ob man das selbst dann will. Weiß man irgendwann, dass man das was einem üblicherweise vorgeschlagen wird partout nicht will, dann müsste man aber auch niemanden diesbezüglich konsultieren. Denn mehr als Medikamente oder Therapien oder Aufenthalte in Kliniken kann ein Arzt ja auch nicht vorschlagen.

x 2 #5


Nuance
Ich habe nur den Anfang gelesen und sofort gedacht: Arztwechsel

Natürlich ist mir auch sowas passiert. U.a. mal bei einem Psychiater.
Geht es einem extrem schlecht, gibt einem sowas natürlich den Rest.

Man benötigt doch keine Überweisung für Fachärzte.
VT - Verhaltenstherapie?

Weil ich nicht alles gelesen habe, weiß ich jetzt natürlich nicht, ob die Medikamente geholfen haben...
Vlt. sollte der Hausarzt selbst welche schlucken...

x 2 #6


Dakota
Ganz ehrlich, wenn Du derart ohne Satz und Komma auftrittst...
Die Praxis stellt Dir telefonisch Arbeitsunfähigkeit aus... da würden viele erleichtert sein. Du so nee, kommt mir falsch vor. Gehst hin. Das ist mehr Arbeit für eine Praxis und bringt ihnen nicht mehr Geld. Kein Wunder, wenn ein Arzt zunehmend genervt ist. Überweisung Facharzt Psychiater braucht man heutzutage nicht mehr. Einfach selbst entscheiden und hingehen.
Der Arzt hat Dir sehr viele Hilfen angeboten. Wenn Du keine Therapie machen möchtest ist das vollkommen in Ordnung. Aber dann sagen, "die Schulmedizin" hilft nicht? Hä? Für ewiges Diskutieren hat ein Arzt keine Zeit und er ist sicherlich nicht dafür da, die Schritte für Dich zu gehen, das muss man schon selbst tun.
Beschwerde über ihn? Warum? Weil er geholfen hat?
Ich kann nur den Kopf schütteln.

#7


mecca
@Dakota Verstehe Deine Antwort nicht.

Ich habe sowohl Punkte als auch Komma benutzt.

Wenn Du richtig gelesen hättest, dann hättest Du gelesen, dass ich "nicht einfach" hingegangen bin, sondern mir einen telefonischen Termin habe geben lassen, wie es eben üblich ist. Und wenn ich alle zwei Monate mal bei meinem Hausarzt auftauchen möchte finde ich das jetzt nicht übertrieben.

Die Überweisung zum Facharzt habe ich auch nicht dringed erbeten. Die kam dann plötzlich aus dem nichts und weil sie vorher 6 Monate keine Rolle spielte, war ich irritiert warum ich jetzt dafür angeschnauzt werde, dass ich mich nicht längst darum gekümmert habe.

Und dann werde ich ohne mein Wissen in eine existenziell bedrohliche Situation gebracht, weil er mir nicht mitteilte das er keine Folgebescheinigung ausstellt. Das hat er mir erst eröffnet als ich 3 Tage später mit Zeugen in der Praxis auftauchte um heraus zu finden was los ist. Dann kam - ich erst den Wisch vom Psychiater vorlegen dann gibt er mir rückwirkend die Arbeitsunfähigkeit.

Das ist Machtmissbrauch gegenüber existenziell abhängigen Patienten.

Interessant, dass das für Dich normal ist. Ist ja auch vielsagend.

Und es ging auch nicht darum das ich keine Therapie machen möchte.
Ich möchte aus bestimmten Gründen keine VT machen und mich auch nicht vom Hausarzt dazu drängen lassen, diese Privat zu zahlen, damit es schneller geht. Und wenn das nicht passiert muss ich mich von einem Hausarzt anschnauzen lassen.
Is natürlich für Dich normal so ein Umgang, alles klar.

Kommunikation auf Augenhöhe wäre gewesen wenn er meinen Einwand ernst genommen hätte und mit mir nach Lösungen gesucht hätte.

Der Punkt ist jedenfalls das ich durch diese Aktion jetzt einen wirtschaftlichen Schaden erlitten habe, weil mir jetzt Krankengeld felhlt und ich nur durch starkes Bemühen und Kulanz der Krankenkasse nicht aus dem krankengeld gefallen bin.

Sowas wie Vertrauensverhältnis und klare Kommunikation, sowie Augenhöhe gehören wohl für Dich nicht zu einer Arzt-Patient Beziehung.

Bravo. Jetzt konntest Du wenigstens mal irgendeinen im Internet anmaulen und Luft ablassen.

#8


Kate
Hallo Mecca, was wäre denn Dein Vorschlag bei all dem? Was wünschst Du Dir soll passieren? Was glaubst Du könnte Dir helfen?
LG Kate

x 1 #9


mecca
Arztwechsel. Ist bereits geschehen.
Beschwerde an Ärztekammer wegen berufsrechtlich bedenklichem Fehlverhalten ist raus.

Scheint hier niemand zu verstehen, dass so eine Situation belastend sein kann.
Ich kann mir helfen, kann meine Sachen auch Regeln.

Der innere Aufruhr aber bleibt, wenn das angeschlagene Nervensystem im Alarmmodus ist und Vertrauen erschüttert wird.

#10


mecca
Ich habe hier lediglich etwas Abfuhr der inneren Spanungen und emotionalen Support erhofft.
Egal...

#11


Kate
Nein, das meinte ich eigentlich nicht. Ich meine, was könnte Dir denn helfen? Was hätte der Arzt vorschlagen können?

x 1 #12


mecca
Naja eigentlich war die Reha ne gute Idee und realistisch. Habe mich darauf auch innerlich schon vorbereitet gehabt. Auch war ich nie ablehnend gegen Psychiater. Aus einer langen ambulanten Therapie kam ich erst vor wenigen Jahren.

Ich klage auch nicht an, weil die Schulmedizin keine guten Antworten auf ganzheitliche Gesundheitsprobleme hat. Ich kümmere mich selbst ganz gut um mich.

Ich hätte Verlässlichkeit gebraucht.

#13


Lost111
@mecca

Ich kann mich da @Kate nur anschließen. Was meinst du, wie und womit dir geholfen werden kann?

#14


A


Hallo mecca,

x 4#15


Dys
Zitat von mecca:
Naja eigentlich war die Reha ne gute Idee und realistisch.

Einen Reha Antrag kannst Du jederzeit stellen. Du bist ja im Krankengeld Bezug und über kurz oder lang dürfte sogar eine Aufforderung der Krankenkasse kommen, einen Reha Antrag zu stellen. Ich denke das Du da vermutlich eine psychosomatische Reha bevorzugen würdest. Allerdings wäre es wichtig zu wissen, welche Anforderungen Du an eine Reha hast um Dir etwaige Enttäuschungen zu ersparen. Das Maß an einzeltherapeutischer Behandlung ist da überschaubar. Der Fokus liegt auf Gruppentherapie und da ist aufgrund der doch relativ kurzen Verweildauer der Patienten auch immer Fluktuation. Kunst, Bewegung, Achtsamkeit, PMR und Psychoedukation sind da eher das Programm. Und natürlich wird bewertet in wie weit eine Erwerbsfähigkeit gegeben ist, oder eben eingeschränkt wäre.

Also wenn es das ist, was Du willst, dann kannst Du jederzeit einen Antrag stellen. Geht auch online. Meist dauert es etwa zwischen 3 und 6 Monaten bis zu einer Bewilligung. Sofern der Antrag nicht sofort abgelehnt würde. Und sollte er das, kann man widersprechen.

x 1 #15

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