Habe seit diesem Tief einen anderen Hausarzt, den ich mir neu suchen musste.
Er war am Anfang sehr nett, er setze sich immer für seine Patienten ein. Ich bekomme soviel zeit wie ich brauche, ich solle mir keine Sorgen machen. Für die Folgebescheinigungen brauche ich lediglich anzurufen, das reicht dann - ich müsse nicht immer kommen.
Fand das erstmal großartig.
Ich meinte gleich am ersten Tag, als ich verheult und fertig bei ihm saß, ob ich ne Überweisung zum Psychiater bekomme (ich wusste ja schon das es eh darauf hinaus laufen wird, wegen der Kasse) - darauf der Hausarzt (orthopädisch spezialisiert) so: Ja können sie machen, aber die Antidepressiva kann ich Ihnen auch verschreiben. Mehr macht der eh nicht. Dann stellte er mir die Überweisung aus - die ich dann aber nicht nutzte. Weil es ja offenbar auch erstmal einfacher ging, indem ich mir das spare und dann einfach beim Hausarzt bleibe.
Da mir das telefonische Krankmelden irgendwie suspekt und verboten vorkam, habe ich mir doch für jedes zweite Mal einen Termin geben lassen. Wurde daraufhin dann angeschnauzt, weshalb ich einfach so vorbei komme OHNE Termin. Ich erklärte das ich anrief und mir von den Schwestern einen Termin habe geben lassen. Nein das stimme nicht.
Dann ging es weiter mit VT ambulant. Das kommt aus vielen Gründen für mich nicht infrage. Das wollte er nicht verstehen. Schnauzte mich dann in den Folgestunden an, warum ich noch keinen Therapieplatz habe, ich solle als Privatzahler ein paar Stunden ausmachen. Sonst werde das alles nichts, ich würde schon chronifizieren.
Dann ging es um Reha, ja Antrag will er stellen, ich solle mir zwei Einrichtungen raussuchen. Das sei jetzt Hausaufgabe.
Reha war okay. Die Gespräche liefen aber nicht auf Augenhöhe, sondern waren im Generalston, ich sollte jedesmal vortragen und dann seinem Monolog zuhören, hatte ich was einzuwenden oder zu ergänzen dann machte er eine Handbewegung und zischte, ich habe jetzt den Mund zu halten.
Auch das waren für mich keine Gespräche auf Augenhöhe. Ich fühlte mich klein gemacht.
Dann wollte er mir Antidepressiva verschreiben. Tat es mal, dann wieder nicht.
(Ich habe sie eh nicht genommen, davon abgesehen)
Dann schrieb ihm die Kasse, da plauzte er mich an, es müsse jetzt was passieren, er habe keine zeit solche Gutachten zu schreiben für die Kasse. Ob ich jetzt schon eine Therapie mache. Ich sagte nein, weil ich dachte wir würden einen Reha Antrag stellen. Wieder schnauzte er rum, dass es nicht sicher sei ob die Reha klappe.
Ich versuchte erneut zu sagen warum eine VT für mich nicht infrage kam (Sehr gute Gründe und Argumente, die jeder Idiot sofort verstehen und akzeptieren würde) nicht jedoch Hr. Doktor. Der akzeptierte es nicht.
Irgendwie hatte ich lange Zeit nicht die Kraft mich abzulösen obwohl es zunehmend unangenehmer bei ihm wurde.
Er drückte mich in die Ecke selbstverschuldeter Depression/ Anpassungsstörung - es fühlte sich so an, als ob er da fast mit Aggression drauf reagierte. Ja ich war teilweise ein heulendes Häufchen Elend. Weil mein Nervensystem so durchgerüttelt und hochaktiviert war. So aktiviert das mein Körper ständig neue unterschiedliche Symptome erzeugte die so durchzogen. Erst als ich ein natürliches Mittel fand, das mir wirklich half runter zu kommen - fing auch mein Körper und mein Nervensystem an sich zu entspannen. Und so etwas wie ein Heilungsprozess konnte ins Rollen kommen.
Ich habe keine isolierte Depression - ich habe ein ganzheitliches Erschöpfungssyndrom, was sich relativ klar und gut differenzieren lässt.
- Wenn ich Ruhe und Schlafe gibt mir das Kraft - in der Depression ist es anders, da wird schlafen zum Selbstzweck und gibt keine Kraft
- Ich habe keine Perspektivlosigkeit/ Sinnlosigkeitsgefühle
- Ich habe Antrieb, jedoch nicht die Lebensenergie den umzusetzen und verzweifele daran - der Depressive hat gar keinen Antrieb
- Antidepressiva helfen nicht bei Burnout, weil es gerade darum geht sich und seine grenzen zu spüren und nicht ins Gefühllose Nirvana abzutauchen
und noch ein paar Punkte mehr die einen Burnout schon von einer Depression unterscheiden.
Das man gedrückter Stimmung st, wenn der Körper brach liegt gehört eben dazu. Niemand der körperlich erschöpft und am Ende ist ist voller innerer Energie und Fröhlichkeit.
Naja. Jedenfalls zurück zu diesem Hausarzt. Dann machte der eine Blutuntersuchung nach der nächsten mit mir, immer das gleiche - alle Werte sehr gut. Auch Vitam D im oberen Bereich.
Ich hatte das Gefühl er war hilflos, weil er ja nichts wirklich tun konnte, was mir half und ich jedesmal immernoch erschöpft war. Er wollte dann immer irgendwas machen aber ausser Blutuntersuchung, Antidepressiva und Apps verschreiben kam nichts rum. Armselige Schulmedizin.
Dann habe ich mit ihm besprochen, dass ich so im Moment April als inneren Horizont habe um azufangen mich um meine Selbstständigkeit zu kümmern. Dann rief er mich kurz vor Silvester an, die Kasse habe geschrieben, er habe denen jetzt gesagt das ich ab 1 April in der Selbststädigkeit bin. er könne mich jetzt nur noch bis ende März krank schreiben und ich solle mich auf den MDK der Krankenkasse einstellen, die würden sich sicher melden.
Das war ein schlag ins Gesicht, als ich entgegnete das stimme nicht, ich habe das so nicht gesagt. dann spricht er mit mir so herablassend als ob ich ein dummes kleines Kind bin. Es prallt vollkommen an ihm ab. Ich weinte und machte mir pläne. Was tue ich, wie und wann wechsle ich - ich plante mir in meiner Neujahrsstunde diese Woche, einen Psychiater Termin geben zu lassen und mich abzuseilen von diesem Spinner.
Dann bin ich da, er schnauzt mich wieder an, ich würde nicht mitwirken, seit 6 Monaten soll ich schon zum Psychiater gehen und ich hätte angeblich einen termin am 6 Jan gehabt zum Labor den ich nicht wahrgenommen habe. Als ich ansetzte um zu widersprechen, verbat er mir wieder den Mund. Er müsse jetzt in die "ruppige Distanz" wechseln. Ich solle wegen meiner Infektneigung noch zum Röntgen Thorax wegen Tuberkolose.
Jedenfalls bekomme ich wieder einen termin für die Xte Blutuntersuchung, wo er nun darauf bestand das ich als Privatleistung (180Euro) eine erweiterte Testung machen solle wo Mineralien und Selen und sowas mit gemessen werden. wegen der Erschöpfung und Müdigkeit.
Und jetzt kommts, jetzt kommt der Knaller:
Ich gehe dann also mit den Überweisungen los und denke, okay. ich gebe mein bestes um mit der einfachen Überweisung zum Psychiater zu kommen. War aber auch dermaßen am Boden von dieser schei. Behandlung und diesem herablassenden Gebaren und seinen Lügen und Vorwürfen und Unterstellungen, dass ich Panikartig noch an diesem Tag in meine alte Hausarztpraxis ging (Die Frau hat damals aufgehört und als der Nachfolger noch nicht drin war brauchte ich einen und ging deswegen zu diesem schwierigen) zu dem Nachfolger meiner alten Ärztin. Dort war es Atmosphärisch gleich ganz anders, ich wurde warm aufgenommen die hatten verständnis haben mir einen termin gegeben und gesagt sie nehmen noch Patienten. Ich war schonmal erleichtert und hatte jetzt eine Perspektive.
Dann sehe ich aber am nächsten Tag das die Arbeitsunfähigkeit nicht bei der Kasse einging. Ich rufe beim Hausarzt an, die Schwester meint sie kümmere sich und gebe bescheid.
Am folgenden Tag wieder nichts. Ich komme in ganz schwierige Gefühle rein, fühle mich schikaniert . Ich rufe erneut an, achso ja, dann hat der Dr. das sicher vergessen. Ich kümmere mich nochmal.
Dann am nächsten tag wieder nichts, kein Eingang der Arbeitsunfähigkeit.
Ich raste aus, weine fühle mich ganz schlimm. betrogen, verraten, misshandelt und schikaniert.
Ich gehe in die Akutsprechstunde des neuen Hausarztes. Ein Glück er schreibt mich weiter krank. jedoch mit einer Lücke von zwei Tagen, er könne mich nicht rückwirkend krankschreiben. Ich telefoniere also mit der Krankenkasse, wie jetzt zu verfahren ist und schildere den Fall. Sie akzeptieren die neue Krankschreibung. Ich solle vielleicht trotzdem nochmal versuchen bei dem blöden Hausarzt die Folgebescheinigung zu bekommen.
Ich fahre letztlich mit meinem Partner zur Nachmittagssprechsstunde und sage ich möchte gern die Folgebescheinigung abholen. Die Schwestern gucken mich kaum an und patzen mich an, dass der Dr. dazu was notiert hätte, wenn ich schonmal da sei dann könne ich platz nehmen, dann kann er es mir selber sagen.
Ich gehe dann rein mit meinem Partner und der sagt doch tatsächlich, dass wir abgesprochen haben, dass ich mir einen Psychiater termin suchen soll und erst wenn ich einen schriftlichen Nachweis vorlege werde er mir auch rückwirkend die Bescheinigung ausstellen. Daraufhin meinte ich ob es noch geht, wie unfair das ist, das er das nicht gesagt hat das wir nur über den Psychiater gesprochen haben aber nicht das er mich über mein Krankengeld erpressen wolle. Ich möchte die Folgebescheinigung jetzt haben. Und er sagte einfach Nein. ich solle heute am freitag in die Institutsambulanz gehen und dann den Schein vorlegen das ich da war. dann würde er, das könne er auch unter Zeugen so sagen mir jederzeit die Bescheinigung ausstellen. Wenn ich das gewusst hätte hätte ich wohl kaum jeden Tag angerufen und wäre wohl auch kaum da aufgeschlagen um die Beshfeinigung zu holen. Davon abgesehen war es trotzdem mies und absolut daneben von ihm. Mit welchem Recht darf er mich so erniedrigen und mir einen wirtschaftlichen Schaden zufügen, ich bin nicht seine Marionette. Nicht sein Kind das er erziehen muss.
Boahhh! Und ich hatte schon solche angst auf der Fahrt dahin, ich habe ja gespürt was los ist, diese kalte destruktivitä, die perverse Lust am quälen und gaslighten.
Im Wartezimmer bin ich sogar leicht dissoziiert, weil es für mich in meinem aktuellen Zustand so eine Aufruhr war das erleben zu müssen.
Und dan haut dieser W*chser doch tatsächlich raus, er wisse das dieses Vorgehen für meine Genesung nicht förderlich sei aber ich müsse eben endlich mitwirken!
Das war so eine schlimme Woche für mich. Schon die Angst vor den Terminen und das Aushalten seiner erniedrigenden Art mit mir umzugehen. schlimm. Auch die Schwestern fand ich echt respektlos.
Am Ende bekomme ich jetzt 2 Tage kein Krankengeld wegen dem Ar*ch ausgezahlt. Er hat mir einen wirtschaftlichen Schaden verursacht. gehts noch? Gott sei Dank hat die Kasse es aber anerkannt. Ich konnte über die Überweisungen ja nachweisen, dass ich da war und das ich auch weiter krank bin sonst bräuchte es keine Überweisungen und das ich mich eben bemüht habe und zeitnah einen anderen Arzt gefunden habe. Und auch einen Zeugen habe der beweisen kann das der Hausarzt sich geweigert hat.
Das meine ich mit den gesellschaftlichen Zuständen, ich bin so satt davon mit solchen Leuten zu tun zu haben und erst recht von solchen Persönlichkeiten abhängig zu sein. Einfach eine Zumutung.
Ich habe so viel Kraft dafür aufwenden müssen und habe aber auch gemerkt, wie ich vielleicht doch einen Ticken zu lange da war, wieder habe ich mich nicht rechtzeitig gelöst, obwohl es sich schon abzeichnete. Es war reine bequemlichket, weil ich keine energie hatte und irgendwie dachte, es wird schon, ist ja nur einmal im Monat. naja.
Kennt ihr solche Erlebnisse mit Ärzten?
Wie seid ihr damit umgegangen?
Ich überlege tatsächlich ihn bei der Ärztekammer zu melden.
Andererseits meine Energie muss ich sorgfältig einteilen. Was wird schon passieren, vermutlich nichts.