Hallo fiorina, sehe deine Antwort erst jetzt, ich Schussel.

In Sachen schlechtes Gewissen ist doch in "unserem Alter" und im Ruhestand nach einem echt harten Leben nicht wirklich noch ein Grund dafür da, vor allem, wenn diese Schlafstörung ja nicht selber herbeigeführt ist, oder? Daher kann ich die seltenen Gewissensbisse immer als Selbstsabotage schnell wegschieben.
Wenn ich mal Termine habe, bereite ich mich lange mental darauf vor und schaffe es dann irgendwie auch, manchmal ist es hart, machmal viel schöner als gedacht. Aber nur bei wirklich wichtigen Terminen. Andere erlaube ich mir, tagesformabhängig auch abzusagen, alle wissen bescheid, wie das bei mir ist.
Weil ich immer schon eine Stubenhockerin war aus ADHS-Überreizungsgründen "draußen" und aufgrund meiner Lese- und Schreibhobbys, habe ich mittlerweile eine Tageslichtlampe neben mir beim Lesen und Schreiben mehrere Stunden am Tag an. Das hilft sehr. Durch meine Fenster genieße ich aber viel und intensiv Sonnenstrahlen. Nur im direkten Kontakt vertrage ich sie eben schnell gleich wieder nicht, bin migränetechnisch geblendet oder bekomme Sonnenallergie.
Dadurch, dass ich viele Verwandte schon immer erlebte, die Stunden nachts wach waren ohne darüber zu klagen oder deshalb krank oder schlapp zu sein, wusste ich, dass das mit dem Älterwerden kommen kann und es wurde mir nicht als krank vorgelebt oder als Schlafstörung oder als etwas, das die Tagesaktivität beeinträchtigte.
Bei mir mit meinen Erkrankungen und da ich lebenslang nachts nie so fit war wie jetzt seit 3 Jahren liegt das sicherlich anders, aber ich sehe auch durchaus große Vorteile und solange ich dadurch nicht elend und kränker werde, ist es doch einfach so.
Liebe Grüße! maya