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Depressives Rollenverhalten

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maya60

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Hallo Proband, ich habe jetzt mal in deinem Thema gelesen und mir stehen die Haare zu Berge, dass sich jemand in stationärer Psychiatrie noch erfolgreich mit Scheidungskonflikten beschäftigen soll.

Dass du dich da nach einfach Durchwinken fühlst, kann ich gut verstehen. Kämpfen mit klarem Kopf kannst du da allein jedenfalls nicht.

Ich habe die Scheidung meiner Schwester hautnah miterlebt und mir damals gedacht: Ich mit meinen Depressionen stünde so einen ewigen Rosenkrieg nicht durch.

Darum: Erstmal würde ich dir selber und deiner Noch-Frau klar und deutlich mit fachärztlichen Gutachten mündlich ihr berichtet sagen, dass du einen Kriegszustand nicht aushalten kannst und drum bittest, da es bei Scheidungen rechtlich ja nicht um Schuldfragen geht, das Ganze zivilisiert anzugehen.

Du machst alles mit, Trennungsjahr usw. , aber du kannst keinen Hass und Streit vertragen, denn dann wirst du gar nicht mehr gesund und dann geht gar nichts vorwärts.

Dann würde ich erstmal einen Mediator statt eines Anwalts vorschlagen, denn lieber nicht ganz so gut wegkommen wie mit Scheidungskrieg, aber wenigstens nicht dran kaputtgehen.

Ein Mediator versucht einen Kompromiss in Sachen Eigentum und Finanzen zwischen den beiden Seiten.

So spart man hohe Anwaltskosten und Nerven.

Das wäre mir so einiges wert und ich würde einfach aus dem Streiten aussteigen, weil ich es mir nicht leisten könnte.

Das habe ich übrigens auch wirklich in Zeiten starker Ehekonflikte gemacht.
Ich habe gesagt, dass ich zu krank fürs Streiten war und gerne mal später alles bespreche, aber jetzt um
respektvollen Austausch bitte trotz aller Fehler, die wir uns gegenseitig vorwerfen könnten.

Sobald du nämlich einen Anwalt hast, hält der dich auf Trab mit endlosen Formularen und Bankauszügen und Eigentumsbriefen und dauernd musst du überlegen, was noch gegen deine Noch-Frau spricht.

Anwälte verdienen an hohen Streitwerten und langen Prozessen und das Geld verlierst du also und endlos Nerven.

Und Fronten verhärten sich und werden dicke Gegnerschaft - was da an Beziehungen viel kaputter geht als eh schon, nur durch die überkochenden Scheidungskriege, unfassbar.
Dann sind die Kinder hinterher wirklich ganz auf einer Seite nach Jahren des Krieges.

Viel Kraft!

Liebe Grüße! maya60

03.08.2021 08:41 • x 3 #31


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Heideblümchen

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Hallo @all und an @Proband (herzlich willkommen).

Ich hatte gerade wirklich ein Deja-vu:
Zitat von Proband:
Ich denke bei mir hat das auch viel mit meinen Eltern zu tun. Mein Vater der Erfolgstyp immer unter Kontrolle und meine Mutter die Emotionale und Gefühlvolle

Danke, meine Basis ist beinahe die Gleiche und aus diesem Grund bin ich die, die ich heute bin! Mit genau den Problemen, die diese Basis aufwirft:
Zitat von Proband:
Das alles hat mich und meine Rollen trefflich ausgeprägt.
Aber der durchaus weiche und emphatisches Kern wurde immer verleugnet und klein gemacht.

Das unterschreibe ich vollumfänglich, danke!

Also, du hast geschrieben, dass du einem Therapeuten nicht abgeneigt wärst. Gratulation! Auch wenn es gerade in der depressiven Phase unglaublich schwer ist: häng dich ans Telefon! Klar wirst du einige Absagen kassieren, aber weise immer auf deinen derzeitigen Zustand hin, dass du dringend jemanden brauchst, der dir hilft! Schau, ob es in deiner Stadt oder Umgebung eine psychiatrische Ambulanz gibt, an die du dich erst mal (akut) wenden kannst. Sprich mit deinem Hausarzt. Ja, alles kostet Kraft. Aber du wirst dich sicher schon mal besser fühlen, wenn du den Anfang gemacht hast.

Dann schreib dir mal auf einer Liste wirklich alles auf, was dich derzeit alles belastet. Beschäftige dich mit allem, was du aufgeschrieben hast (das sind jetzt nur Ratschläge, die mir aber auch geholfen haben, als mir sooooo viele Gedanken im Kopf rumgeschwirrt sind, dass ich es kaum noch aushalten konnte). Sortiere diese Gedanken nach vorrangig und weniger bis gar nicht wichtig. Streich die unwichtigen. Überlege, ob es sich lohnt, über die vorrangigen nachzudenken oder ob sie nicht vielleicht auch erst mal warten können. Das kann helfen. Zu viele Baustellen gleichzeitig sind ungesund und sorgen dafür, dass der Kopf voll ist und die Gedanken blockieren.

Ein Austausch hier im Forum kann auch eine große Hilfe sein. Ähnlich wie ein Aufenthalt in einer Klinik. Viele gemeinsame Erfahrungen, viele Tipps, viele nette Menschen, die zuhören und genau Gleiches durchgemacht haben wie du oder derzeit durchmachen. Ein Tagebuch vielleicht, einfach, um den Kopf freizubekommen. Fortschritte nachzulesen. Frust abzulassen.

Wie oben schon stand: so eine Depression wird wohl nie so ganz weg sein. Aber es gibt Hilfe, auch wenn es Kraft braucht, diese erst mal zu finden, zu organisieren, anzunehmen und sich helfen zu lassen. Den ersten Schritt hast du gemacht, gratuliere, wirklich, @Proband ! Und keiner hat gesagt, dass man 56 Jahre einfach so von heute auf morgen ändert. Jeder kleine Schritt, den du für gut hältst, ist ein Erfolg! Rückschläge gehören zum Leben dazu. Ich wünsche dir eine gute, hilfreiche und interessante Zeit hier! Mir hat vieles auch sehr gut geholfen (an dieser Stelle mal wieder ein Danke an euch alle hier!). Alles Gute, @Proband.....das Heideblümchen

03.08.2021 12:13 • x 2 #32



Hallo Proband,

Depressives Rollenverhalten

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Proband

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Ja es ist schwer hier zu funktionieren aber draussen wäre es noch schlimmer. Momentan fuehl ich einfach eine grosse Wehmut , das alles so gekommen ist. Zum Scheitern denke ich gehören immer 2. Aber für meine Ex und meinen älteren Sohn bin ich absolut der Buhmann und soll so schnell wie möglich und ohne finanziellen Verlust das Feld räumen. Wenn ich meiner Ex Vorschläge unterbreite, wird sie unsachlich und unfair. Das tut einfach nur noch weh.
Mittlerweile ist mir bald alles egal und ich bin es leid zu kämpfen. Jetzt weiss ich ein Stück weit, was es bedeutet einen Rosenkrieg zu führen.
Bis dato kann ich das nur von Hörensagen und meine Ex zeigt sich von einer Seite wo mir sprichwörtlich die Ohren schlackern.
Irgendwie habe ich die Hoffnung auf eine Besserung meiner Depression schon fast aufgegeben. Ich komme mir vor wie ein Fremdkörper unter Narkose. Und keine Verbesserung in Sicht.

03.08.2021 16:32 • #33


Proband

Proband

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Es geht mir etwas besser aber ich bewege mich auf ganz dünnem Eis.
Bei jedem Streit mit meiner Ex merke ich wie mit gefühlt der Boden unter den Füssen wegrutscht. Hoffe das wird besser.
Über lang oder kurz werden meine Tage hier drin gezählt sein. Ich muss damit leben lernen. Hier gibt es einige die ähnliche Geschichten haben.

07.08.2021 21:24 • x 1 #34


Proband

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Habe mich jetzt nicht zuletzt aus Selbstschutz entschlossen alles geschehen zu lassen, nur meinen Hausanteil stehen zu lassen, wenn sie mich nicht auszahlt.

08.08.2021 13:09 • #35


Proband

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Bin ein wenig zur Ruhe gekommen da momentan kein Handlungsbedarf wegen der Scheidung . Versuche hier mich in die Therapien einzubringen.Rutsche aber sehr oft wieder in meine Rollen zum Beispiel der coole Unnahbare mit den sarkastischen Sprüchen Viele Mitpatienten fördern mich auf doch Mal zu lächeln ...aber das gelingt mir nur schwer. Meiner Mutter erzähle ich nicht mehr so viel, weil sie daran immer mehr zerbricht ( ist selbst depressiv )

12.08.2021 06:01 • #36


Proband

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Hallo, war jetzt fast ein halbes Jahr nicht mehr im Forum.
Bin inzwischen seit 14.09.21 aus der Klinik entlassen, dann in die Tagesklinik in Bernau bis zum 18.11.21 und seit dem wohne ich in Bernau in einer idyllischen 1,5 Zimmer Wohnung. Gehe vormittags in eine Behindertenwerkstatt um eone gewisse Tagesstruktur zu bekommen. Ansonsten habe ich leider nach wie vor mit meinen starken Depressionen und Ängsten zu tun. Quäle mich ueber die Tage und es geht mir relativ schlecht. Zwischendurch kommen hin und wieder ein paar Aufhellungen und dafür dankbar, aber ansonsten bin ich seit etwas einem Jahr in einem psychischen Loch. Habo oft den Glauben an eine Genrsung verloren und resigniert.
Nach einen Kämpfen betreffs der Scheidung, welche am 03.11.21 stattgefunden hat, habe ich einen im Grossen und Ganzen sachlichen bos teilweise freundschaftlichen Kontakt mit meiner Exfrau und meinen Söhnen. So fahr ich meist einmal die Woche zu ihnen und helfe bei den täglichen Angelegenheiten im Haus usw.. Das geht in der Hauptsache von mir aus da meine Ex da schon weiter ist ( Trennung ging seinerzeit von ihr aus ). Ich hänge immer noch sehr an meiner Exfamilie und brauch diesen gewissen Kontakt. Aber das Ganze ist natürlich nicht unproblematisch da mit jedem Besuch die alte Wunde in mir wieder ein Stueck wieder aufreisst und moch quältt. Bin da in einem Gewissenskonflikt und kann und will
da nicht vollends loslassen. Ansonsten gehe ich in einige Selbsthilfegruppen um einen gewissen sozialen Kontakt zu pflegen, den ich sonst sicher nicht hätte.

08.01.2022 10:55 • x 1 #37


Proband

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Sorry , sehe grad diverse Schreibfehler bei meinem Beitrag ... dafür Entschuldigung.

08.01.2022 10:58 • #38


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Jana7

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Hallo,

ich habe die 3 Seiten überflogen.
Der sachliche und freundschaftliche Kontakt zur Ex-Frau - das klingt doch gut. Es ist ein großer Fortschritt.
Und zu den Söhnen besteht auch Kontakt. Du hast die Scheidung hinter Dir.

Du schreibst keine Details zu den Gründen der Probleme...
Es ist natürlich ein riesiger Unterschied, ob man jemanden verläßt oder verlassen wird.
Es ist absolut normal, dass das für den Verlassenen schwierig ist und nicht so ohne weiters verwunden wird.

Du wirst spüren, ob Dir der weitere Kontakt gut tut.
Du scheinst ja noch in der Nähe Deiner Ex bzw. des Hauses zu wohnen...

Könnte Dir kein Urlaub gut tun?
Im Urlaub kommt man mit anderen Menschen in Kontakt, die Umgebung ist anders.
Es führt zu einem räumlichen, gedanklichen Cut - mehr Distanz. Neue Eindrücke - Ablenkung.

Urlaub in Corona-Zeiten mag uU etwas umständlicher sein. Mit 3. Impfung dürfte es einfacher werden.

09.01.2022 00:18 • #39


Proband

Proband

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Hallo und Danke fuer die Antwort.
Die Gruende der Trennung waren schlicht das ich meine Ex nicht genug wertschätzte. Ich liebte sie nicht und ging trotzdem in diese Beziehung. Keine Frage ich mochte sie und war ihr dankbar aber nicht mehr und den ganzen Frust darüber und über mich selbst liess ich an Ihr und den Kindern ab.
Dementsprechend wollte sie nach 20 Jahren die Trennung. Ich hab sie schlichtweg nicht gewertschätzt . Zunächst hat sie das hingenommen aber dann erkannte sie das sie das nocht wollte. So hat sich ihre Liebe zu mir gewandelt undd sie wollte die Trenung und ich viel in s Bodenlose mit schweren Depressionen und Panik. Dann kam ich in die Psychatrie s.o..
Jetzt nach Klinikaufenthalt inf Tagesklinik wohne ich in einer 1,5 Zimmerwohnung und bin nach wie vor tief deprimiert und panisch.
Zusammenfassend bon ich sicher selbst schuld das es so gekommen ist. Meine psychischen Defizite bekam mein Umfeld zu spüren und reagierte darauf und meine Welt stürzte zusammen.

09.01.2022 08:50 • #40


Proband

Proband

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PS : Der Tip mit dem Urlaub ist gut gemeint aber ich haette zur Zeit keine Muße fuer Urlaub da es mir so schlecht geht. So wollte ich zum Jahteswechsel ein paat Tage verreisen, hab das aber wegen meinem Zustand abgesagt.

09.01.2022 09:00 • #41


Proband

Proband

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Oft überlege ich, wenn es mir schlecht geht, ob ich wieder in s Krankenhaus gehen sollte. Dort fühlte ich mich nach einer Eingewöhnungszeit besser.
Aber dann denke ich das ich damit meine Probleme nur aufschieben würde, denn irgendwann müsste ich mich dann ja wieder meinen Problemen stellen.

09.01.2022 09:10 • #42


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Jana7

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Eine Fehleinschätzung wäre fatal. Es ist gut wenn Du spürst, was Dir gut tut, Dir Sicherheit gibt.
Es geht bestimmt weiter bergauf - wenn vielleicht auch langsam.
Du hast in dieser Scheidungsangelegenheit schon viel gemeistert.

09.01.2022 17:07 • #43


Proband

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Hallo, heute melde ich wieder zu Wort. Es geht mir nach wie vor sehr schlecht. Die Depression lässt mich vollends resignieren. Habe viele düstere Gedanken und fühle mich allein. Meine EX- Frau reagiert schnell genervt und sagt das sie mich so nur schwer erträgt.
Ich verharre völlig in meinem Schmerz und meiner Angst vor der Zukunft. Ich hasse mich dafuer das ich so wehleidig und schwach bin. Ich quäle mich so schon fast ein Jahr über die Tage. Mein momentanes Leben kommt mir vor wie ein Alptraum ohne Ende. Ich sehne mich danach wieder durchatmen zu können und sowas wie Freude zu empfinden. Oft habe ich jede Hoffnung verloren.
Ab und an geht es mir ein klein wenig besser und ich hoffe auf Veränderung um dann wenig später wieder in ein Loch zu fallen.

14.01.2022 18:25 • #44


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Jana7

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Hallo,
es tut mir leid, dass es Dir weiterhin so schlecht geht.

Spontan frage ich mich: Hast Du keinen wirklich guten Freund (m/w)? So jemand müsste doch für Dich da sein, Einiges auffangen können.

Das 2., was mir schon beim letzten Mal in den Sinn kam? Nimmst Du keine Medikamente, willst Du keine nehmen oder helfen die nicht?
Es gibt bestimmt eines, das Dein Leid dämpft. Nebenbei hilft natürlich die Zeit, die vergeht, Abstand. Eine Gesprächstherapie ist nie falsch. Jedenfalls der Versuch...

14.01.2022 19:19 • #45


Proband

Proband

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Danke für Deine Antwort. Doch ich nehme Medikamente . Vor dem Klinikaufenthalt nahm ich Venlafaxin und in der Klinik wurde auf Elontril morgens und Mirtazepin abends umgestellt. Als Bedarfsmedikament hab ich Dipiperon. Ich merke keine Wirkung dies bezüglich, aber vielleicht nehm ich das in der Depression nicht richtig war. Ich hab auch noch Restbestände von Alprazolam. Aber da hab ich Angst vor einer Abhängigkeit und nehme diese nur vereinzelt. Bin trockener Alk. und somit suchtgefährdet. Morgen bin ich mit meiner Ex verabredet und hab schon Bammel das das wieder in die Hose geht.
Fühle mich total allein mit meiner Krankheit.

14.01.2022 19:46 • #46


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bones

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Nun es tut mir für dich wirklich sehr leid, dass du sehr leidest und kämpfst. Ich kann dich sehr gut nachempfinden, wie du dich fühlst. Wenn es Tage gibt, die hoffnungslos sind, wenn die dunkle Seite dich gefangen hält, so dass du kaum atmen kannst. Aber du bist nicht allein mit dieser Erkrankung. Jeder hier steht hinter dir wie eine Mauer und gibt dir funkeln Hoffnung.

Nun sei bitte vorsichtig was alprazolam betrifft. Gerade wenn du trockener alk. Bist, sollte man sowas besser sein lassen. Die Gefahr ist einfach zu groß. vielleicht solltest du mit deinem Arzt mal drüber reden , ein anderes Antidepressiva zu nehmen. Elontril ist nicht so der typische Antidepressiva wo man bei schwerer Depression verordnen tut. Weil die Wirkung sehr oft zwar vorhanden ist, aber leider zu schwach ist. Denk mal drüber nach mit Wechsel.

14.01.2022 22:22 • #47


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Jana7

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Hallo,
ich bin erleichtert, dass Dich Antworten freuen.
Ich fühle schon mit, wenn ich Beiträge lese. Trotzdem können Ratschläge nicht gewollt sein, falsch sein, falsch verstanden werden...

Wie war das Treffen mit Deiner Ex?

Du hast Medikamente aufgezählt... Bupropion (Elontril) dürfte aktivieren. So sehr, dass Du nicht schlafen kannst und abends Mirtazapin benötigst?

Könntest Du vllt. man beschreiben, unter welchen Symptomen Du - ohne Medikamente - leidest.
1. Bist Du eher agitiert, aufgewühlt, nervös ziemlich ängstlich?
2. Oder eher, antriebslos, energielos, interessenlos, erschöpft und allenfalls etwas ängstlich

Bupropion wäre bei Nr. 2 okay. Aber bei Nr. 1 eine eher ungewöhnliche Medikation.

Beide Medikamente haben eine Halbwertszeit (HWZ) von 24h. Erst nach dieser Zeit ist die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut. D.h., dass das morgendliche Bupropion abends und am nächsten morgen noch genauso stark wirkt. Dasselbe gilt für Mirtazapin.

Es gibt sehr viele Alternativen...
Wenn man bei Bupropion bleiben will: Man kann es mit einem Z-Drug kombinieren. Z-Drugs werden als Alternative für Benzos verschrieben.

Ich habe einen Wechselwirkungschecker. Und es sieht perfekt aus für: Eszopiclon und Zopiclon. Ersteres Medikament dürfte bei Schlafstörungen zu bevorzugen sein. Es hat eine HWZ von 6h. Bei Zopiclon nur 1-6h. Ich nehme an, es ist wie bei Citalopram und Escitalopram: Die Es Variante ist die neuere - effektivere.

Du würdest - hoffentlich erst - morgens aufwachen und das (Es-)Zopiclon wäre nicht mehr im Körper. Nur Bupropion würde weiter wirken... Natürlich - leider - auch nachts. Wegen dieser langen HWZ.

Vllt. hilft Dir schon ein Medikament alleine.
Bei innerer Anspannung, Nervosität vllt. schon Opipramol alleine.

Es gibt so viele Medikamente.


Zu Deiner Ex: Bist Du sicher, dass Dir die Treffen gut tun. Oder müssen diese Treffen sein, müsst ihr zwingend noch Angelegenheiten regeln? Sind die Kids neutral? Könntest Du sie alleine treffen?


Ich hoffe sehr, mit dieser Antwort nichts falsch zu machen.
Mehr als anregen kann man vllt. auch nicht. Und mitfühlen...

Für mich ist es schön, nachdenken zu dürfen, Tipps geben zu dürfen. Medikamentös habe ich sicher noch viele!

Halt die Ohren steif! Du bist nicht allein. Es geht auch ganz sicher vorbei. Wir wissen nur noch nicht, wann...

Vor 8 Stunden • #48


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Jana7

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Vor 8 Stunden • #49


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Jana7

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Vllt. würde auch Mirtazapin alleine wirken (bei Agitation, Nervosität)
Morgendliche Einnahme. Wenn abends trotzdem Schlafstörungen:

Ich habe mir auch folgende Kontellation angeschaut:
Mirtazapin und (Es-)zopiclon: Auch perfekt. Keinerlei Interaktionen

Vor 8 Stunden • #50


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Jana7

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Spontan fällt mir noch was ein/auf:

Du erwähnst, Du seist trockener Alk..
Und es gelingt Dir, in dieser sehr schweren Krise trocken zu bleiben? Wow!
Darauf kannst Du wirklich stolz sein!
Dann schaffst Du so viel mehr und anderes auch noch.

Vor 8 Stunden • #51


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Jana7

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Z-Drugs sollen scheinbar ein ähnlich großes Abhängigkeitspotential haben wie Benzos, lese ich.
Ich selbst nehme ein Medikament (kein Antidepressiva), dass auch abhängig macht. Ich nehme es unregelmäßig. Ich spüre zB, dass es bei täglicher Einnahme schwächer wirkt. Und abruptes Absetzen ist problematisch. Sanftes Ausschleichen hilft - je sanfter, desto besser.
Alles in Eigenregie.

Alle Medikamente, die auf die Psyche wirken, machen abhängig. Auch Antidepressiva. Auch sie sollte man ausschleichen.
Ich denke, Dir ist das bekannt. Viele Ärzte klären nicht darüber auf, dass man Antidepressiva ausschleichen muss. Wenn es einem bei abruptem oder plötzlichem Absetzen schlechter geht, behaupten Ärzte leider oft fälschlich, es sei die Rückkehr einer Krankheit... Wirklich traurig...
Entzugserscheinungen kann man ganz leicht entlarven: Sie bessern sich, verschwinden SOFORT nach Medikamenteneinnahme.

Ich habe ein Antidepressiva ausprobiert. Aber nur in niedriger Dosis und nur einige Wochen. Ich konnte es problemlos absetzen. Ich habe nur ein Mal die Dosis halbiert und war am nächsten Tag auf Null. Das dürfte bei hohen Dosen, langer Einnahmezeit schwieriger sein.

Ich denke, ich könnte selbst mit Benzos sehr gut umgehen. Mein Respekt vor Medikamenten ist sehr groß. Ich vermeide tägliche Einnahme. Was bei Antidepressiva allerdings regelmäßig nicht funktioniert.

Jedenfalls kann ich Deine Bedenken in Bezug auf Abhängigkeit verstehen.
Ich hoffe, Du schätzt Dich realistisch ein.

Vor 7 Stunden • #52



Hallo Proband,

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bones

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Wenn er trockener alk ist, dann ist z-drugs völlig inakzeptabel @Jana7. Das ist net perfekt. Wenn man mirtazapin nimmt, braucht man kein z-drugs.

Nee @Jana7, ist ist falsch . Auch medis die auf die Psyche wirken, machen nicht abhängig. Was du meinst ist, dass der Körper sich dran gewöhnt und beim ausschleichen sich bemerkbar macht wenn der Körper Signale zeigt. Das hat aber mit Abhängigkeit zu tun.

Vor 7 Stunden • #53

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