Zitat von Grenzgaenger: Kann es sein, das wir inzwischen bei einem anderen Thema angekommen sind?
Genau genommen hat der TE lediglich in Bildzeitung Manier einen reißerischen Titel platziert und dann im Eingangspost einen Link gepostet ohne etwas zu thematisieren oder seine Meinung zu äußern und auch keine Frage an andere User gestellt. Letzteres würde eventuell etwas zu Thema machen. So hatte es aber nur die Qualität eines Social Media Posts, der aus Langeweile an andere weitergeleitet wurde. Das daraus eine eventuell konfuse Diskussion entstehen konnte, ist daher nicht verwunderlich.
Wenn es darum gehen sollte, was sich durch die Änderung von Bürgergeld hin zu Grundsicherung für Bezieher verändert, hätte man das eben besser gleich mal ansprechen sollen. Oder zumindest mal als TE die Richtung vorgeben, in der sich eine Diskussion entwickeln könnte.
Auf irgendwelche Links die kommentarlos hier platziert werden kann man natürlich einfach klicken und hoffen dass da etwas interessantes zu finden ist. Das wäre dann ja auch erstmal nur Neugier. Ob es ein Schadlink sein könnte, merkt man ja auch erst, wenn man ihn geklickt hat, aber das ist ein anderes Thema.
Trotzdem hat sich ja einiges an informativen Inhalten hier abgebildet, was Grundsicherung und andere staatliche Leistungen betrifft. Es wurden aber auch ein paar grundlegende Fehler bei der Bewertung staatlicher Leistungen gemacht, die zu Irritationen führen könnten.
Beispielsweise ist ALG1 eine Versicherungsleistung für die AG und AN einbezahlt haben. Arbeitslosenhilfe bekam auch nur, wer schon mal gearbeitet und eingezahlt hat. Ansonsten gab es Sozialhilfe. Durch die Hartz Reformen wurde tatsächlich die Arbeitslosenhilfe abgeschafft und Menschen die mal gearbeitet haben mit Menschen, die das aus welchem Grund auch immer nie taten, über einen Kamm geschert. Und die Sozialhilfe wurde umgangssprachlich zu Hartz4 und wird dann gezahlt, wenn keine Versicherungsleistungen wie ALG1 oder eine Rente bezogen wird, beziehungsweise eine solche nicht den Grundbedarf deckt, der zum Überleben nötig wäre. Wie hoch dieser Grundbedarf ist, wird fiktiv berechnet und orientiert sich an allerlei unterschiedlichen Gesichtspunkten.
Fakt ist also, es war schon immer eine Grundsicherung, die Menschen erhielten, wenn sie einen Anspruch darauf haben. Dass das Kind mal so, mal anders genannt wurde ist eigentlich nebensächlich.
Nun kann man aber darüber diskutieren, ob das zu wenig wäre, oder wer denn überhaupt Grundsicherung beziehen dürfte. Und genau das haben Politiker angestoßen, aus unterschiedlichen Ideologien heraus mit unterschiedlichen Ansichten, aber einem einzigen gemeinsamen Beweggrund. Alle wollen Ihre Wähler Klientel bei der Stange halten oder Wähler hinzugewinnen, für die kommenden Wahlen.
Das spaltet dann natürlich die Bürger und das ist, auch wenn immer behauptet wird, dass man das nicht will, durchaus gewollt. Denn sonst gäbe es ja keine unterschiedlichen Parteien. Lediglich das Niveau etwaiger Diskussionen unterscheidet dann den Ton und ob es eine emotionale oder sachliche Argumentation ist, die geführt wird.
In einem Sozialstaat sollte meiner Meinung nach eine Grundsicherung für diejenigen die ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können gewährt werden. Diejenigen die es aber können und nicht wollen, weil sie tatsächlich lediglich keine Lust haben, sollten aber eben auch zumindest gefordert sein, arbeiten zu gehen um eben auch solidarisch mit anderen Arbeitenden zu sein. Seitens der Politik wurde aber propagiert, dass die Gruppe der Unwilligen überproportional hoch wäre und das entspricht eben nicht den Tatsachen, spaltet aber und liefert Slogans um Parteianhänger zu befriedigen.
Die Einsparungen im Haushalt werden jedenfalls durch sanktionierte Bezieher von Grundsicherung marginal sein und sich nicht wie gerne behauptet in Milliarden Summen bewegen. Dementsprechend verhält es sich auch nicht wirklich anders, wenn man nur noch Deutschen eine Grundsicherung zugestehen würde, aber arbeitsfähige und willige Ausländer nicht arbeiten lässt. Und wer meint, er bekäme als Deutscher mehr Grundsicherung, nur weil ein Ausländer keine bekommen würde, der irrt eben dahingehend, dass die Höhe halt an bestimmten Gesichtspunkten festgelegt wird, die er garnicht beeinflussen kann und dass das Grundgesetz eben die Grundsicherung für Bedürftige hergibt unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion und auch persönlichen Ideologien. Da ist nämlich von Menschen die Rede.
Ob das was ich jetzt geschrieben habe ein Thema ist, oder zum vermeintlichen Thema passen würde, vorausgesetzt es gibt in diesem Thread eines, ist mir wurscht. Mir war nur danach, mal meine Meinung zu äußern, weil sich ja irgendwie eine gewisse Diskussion entwickelt hatte, beziehungsweise für mich ein gewisser Kontext erkennbar war, zu dem ich etwas schreiben wollte und dementsprechend hiermit tat.