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Abgrundtiefe Freundschaft

Kate

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Liebe Forenmitglieder,

ich höre mir beruflich als auch privat von meinem besten Freund, sehr viele wirklich gravierende Probleme an. Ich versuche auch lösungsorientierte Vorschläge zu machen. Allerdings wird mir das immer öfters und meist auch plötzlich sowas von zu viel, dass ich daran selbst fast zu Grunde gehe. Zumal ich auch selbst nicht gerade eine Frohnatur bin.
Wie distanziert man sich von Dingen die einem nicht gut tun? Wie schaffe ich es, nur das anzuhören, darüber nachzudenken und zu antworten, ohne dass es mir den Boden unter den Füßen wegreißt. Geraden wenns um depressive Phasen und destruktives Handeln und Denken geht, ist das für mich enorm schwer. Ich kann ihn oder andere (insbesondere aber ihn) auch nicht hängen lassen, da er sich ja meins auch anhört und das ist noch Schlimmer. Ich hab manchmal das Gefühl, wir ziehen uns gegenseitig zu Boden. Wir hatten uns auch in der TK kennengelernt und ihm kann ich wirklich alles sagen, worüber ich sehr dankbar bin. Aber gesund ist das alles nicht. Ich hätte gern mehr Abstand, nicht zu ihm sondern zu meinen Gedanken die sich auf seine Probleme beziehen und die automatisch mit zu meinen werden.

Wir spulen uns immer gemeinsam runter, bis einer die Kraft aufbringt wieder aufzustehen und den anderen mit aufzuheben. Das ist anstrengend, für uns Beide.

Liebe Grüße Kate

22.05.2020 12:56 • x 4 #1


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maya60

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Hallo Kate, dein gewählter Thementitel sagt es schon: "Abgrundtiefe Freundschaft". Diese Abgründe, soweit es kranke sind, gehören nur in die Hände von Fachleuten, die sich davon distanzieren können.

Freunde können, sollen und wollen sowas nicht auf Dauer hören. Sie können auch nicht helfen. Ich weiß das so genau, weil ich mit depressiven engen Bezugspersonen aufwuchs, die mir das depressive Grübeln als Seelenmülleimer zumuteten Stunde um Stunde und als "anspruchsvollen Tiefgang" verkauften, da sie ja keine Krankheitseinsicht hatten.

Schwierig, wenn eure Freundschaft schon so entstanden ist.

Ich würde mal auf Abstand gehen für eine ganze Zeit oder bewusst entscheiden, nur über Themen zu reden, die nichts mit der Depression zu tun haben.

Liebe Grüße! maya

22.05.2020 13:27 • x 5 #2


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Dani82a

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Hallo Kate,

habe ebenfalls noch hier und da Kontakt mit einem ehemaligen Mitpatienten aus der Tagesklinik.

Es ist in der Tat so, wie du es beschreibst : man kann sich alles sagen, was man auf dem Herzen hat.

Aber: diese Spirale setzt sich nach jedem Treffen in Gang. Es zieht runter. Und daher ist es für mich wichtig, den Kontakt zu begrenzen.

Wir haben uns vor dem Virusausbruch 1x die Woche getroffen und das hat mir persönlich gereicht. Nun haben wir seit März nichts voneinander gehört, aber das ist nicht schlimm. Mal sehen wir uns regelmäßig und dann wieder paar Monate nicht. Es ist aber immer herzlich.

Was ich in Gesprächen mache ist, ihm mitzuteilen, wenn er anfängt zu negativ zu denken /zu reden.
Dann hilft ein Themenwechsel ganz gut.

LG
Dani

22.05.2020 13:47 • x 2 #3


Kate

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Danke für Eure Antworten,

ich hatte ihm auch schon mehrmals eine Therapie vorgeschlagen, ihm auch schon einen Termin gemacht. Leider erfolglos, er möchte nicht. Ich hatte ihm auch des Öfteren gesagt, dass ich nicht seine Therapeutin sein kann und will. Das Blöde ist nur; er hat nur mich. Was er mir auch jedesmal sagt. Wir waren mal zusammen ein paar Monate in einer Selbsthilfegruppe, das war ein Desaster vom Feinsten. Manchmal denke ich, er liebt seinen Schmerz und meine Fürsorge.

Ich muss nochmal mit ihm reden.
Ich brauche ihn im Grunde auch, mein Freundeskreis besteht ja auch nur hauptsächlich aus ihm. Oh man

22.05.2020 15:51 • x 1 #4


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Bella1234

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@Kate+ man sollte nie aus Mitleid oder aus angst eine Freundschaft oder Beziehung aufrechterhalten.

Wenn ihr euch gegenseitig nicht gut tut, dann ist Distanz der bessere Weg.

Es gibt sicher Möglichkeiten andere Freunde zu finden.

22.05.2020 18:44 • x 1 #5


Kate

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Zitat von Bella1234:
@Kate+ man sollte nie aus Mitleid oder aus angst eine Freundschaft oder Beziehung aufrechterhalten.


Das ist absolut richtig.
Allerdings liebe ich ihn wie einen kleinen Bruder. Er gibt mir auch viel. Zum Beispiel Sicherheit. Ich könnte ihn nachts anrufen und er wäre sofort da. Ich möchte lernen, mich von dem psychischen Stress, den die Freundschaft häufig verursacht, abzugrenzen. So wie es beispielsweise auch Therapeuten können.

LG

22.05.2020 18:49 • x 1 #6


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Pilsum

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Zitat von Kate+:
Liebe Forenmitglieder, ich höre mir beruflich als auch privat von meinem besten Freund, sehr viele wirklich gravierende Probleme an. Ich versuche auch lösungsorientierte Vorschläge zu machen. Allerdings wird mir das immer öfters und meist auch plötzlich sowas von zu viel, dass ich daran selbst fast zu Grunde gehe. Zumal ich auch selbst nicht gerade eine Frohnatur bin. Wie distanziert man sich von Dingen die einem nicht gut tun? Wie schaffe ich es, nur das anzuhören, darüber nachzudenken und zu antworten, ohne dass es mir den Boden unter den Füßen wegreißt.


Hallo Kate,

wenn Du mit Deinem Freund sehr private Dinge besprichst, wird euch das beiden sicher helfen.
Wie Du es schon gesagt hast, ist es wichtig, dass Du Dich bei solchen Gesprächen möglichst
etwas distanziert verhalten kannst. Das Leid Deines Freundes solltest Du nicht auf Dich übertragen.
Jeder Mensch kann sich bei seelischen Problemen im Grunde nur selbst helfen.
Deshalb versuche Dich nicht schlecht zu fühlen, wenn Du in die schwierigen Zeiten Deines Freundes
mit hineinblickst.
Wenn Du das schaffst, dann höre Dir die Dinge an, die Deinen Freind belasten, aber leide nicht darunter.
Helfen kannst Du ihm besser, wenn Du beim zuhören sachlich distanziert bleibst.

08.06.2020 00:24 • x 2 #7


Kate

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Zitat von Pilsum:
Wenn Du das schaffst, dann höre Dir die Dinge an, die Deinen Freind belasten, aber leide nicht darunter.
Helfen kannst Du ihm besser, wenn Du beim zuhören sachlich distanziert bleibst.


Das ist das Problem, es geht ins Ohr und unmittelbar auch ins Herz. Da ist keine Barriere dazwischen. Vielleicht auch, weil uns so viel verbindet. Egal was er sagt, es ruft eigene Erinnerungen und Gefühle sofort auf den Plan. Wenn ich mir Dinge anhören würde, welche mich nicht betreffen und ich gefühlsmäßig nicht kenne, dann wäre es sicherlich einfacher sich abzugrenzen. Das Thema war gestern erst wieder präsent.

Vor 4 Stunden • x 1 #8


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Resi

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Zitat von Kate:
Manchmal denke ich, er liebt seinen Schmerz und meine Fürsorge.

Ich denke schon, daß das mit ein Grund ist- aber auch, daß du das Pendant dazu bist, denn im Grunde tust du nichts, was ihn wirklich zu einer Änderung bringt.

Wenn du ganz ehrlich in dich hineinhorchst, liebe Kate: was gibt dir diese Freundschaft?
Das Gefühl, gebraucht zu werden, damit du geliebt wirst?

Jeder Mensch hat etwas, was ihn antriebt, was ihn motiviert- und es ist hierbei ganz wertungsfrei und nebensächlich, woher diese Motivation kommt.
Erst wenn man dem nachspürt, ändert sich auch etwas.
Solange das aber nicht wirklich aus tiefster Überzeugung bei dir anders wird, wird sich auch in eurem Verhältnis nichts ändern.

Vor 3 Stunden • #9


Kate

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Zitat von Resi:
Wenn du ganz ehrlich in dich hineinhorchst, liebe Kate: was gibt dir diese Freundschaft?
Das Gefühl, gebraucht zu werden, damit du geliebt wirst?


Liebe Resi,
Der Satz trifft mitten ins Mark. Weil er so wahr ist. Weil ich mich vor solchen Wahrheiten scheue. Weil es keine Liebe und Zuneigung ohne eine Gegenleistung gibt...niemals. Selbst wenn man daran zu Grunde geht...man ist darauf angewiesen, ich bin darauf angewiesen. Theoretisch weiss ich es, Selbstliebe...gib Dir selbst was Du brauchst. Das kann ich nicht...noch nicht.

Lieben Dank für diese ehrlichen Worte, welche mir im Übrigen viel mehr bringen, als Worte des Mitleid oder Trostes. (Nicht dass das nicht auch manchmal ganz schön zu hören ist, aber daraus lernt man nichts.)

LG Kate

Vor 3 Stunden • x 4 #10


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Pilsum

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Zitat von Kate:

Weil es keine Liebe und Zuneigung ohne eine Gegenleistung gibt...niemals. Selbst wenn man daran zu Grunde geht...man ist darauf angewiesen, ich bin darauf angewiesen. Theoretisch weiss ich es, Selbstliebe...gib Dir selbst was Du brauchst. Das kann ich nicht...noch nicht.


Wie meinst Du das, dass es keine Liebe ohne Gegenleistung gibt?
Ich hätte das anders beschrieben.

Du wirst das sicher bald lernen, Dich selbst besser zu akzeptieren und zu mögen.

Vor 3 Stunden • x 1 #11


Kate

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Zitat von Pilsum:
Wie meinst Du das, dass es keine Liebe ohne Gegenleistung gibt?
Ich hätte das anders beschrieben.


Na alles hat seinen Preis, oder etwa nicht? Wie hättest Du es beschrieben?

Vor 3 Stunden • #12


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Pilsum

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Zitat von Kate:

Das ist das Problem, es geht ins Ohr und unmittelbar auch ins Herz. Da ist keine Barriere dazwischen. Vielleicht auch, weil uns so viel verbindet. Egal was er sagt, es ruft eigene Erinnerungen und Gefühle sofort auf den Plan. Wenn ich mir Dinge anhören würde, welche mich nicht betreffen und ich gefühlsmäßig nicht kenne, dann wäre es sicherlich einfacher sich abzugrenzen.


Am Anfang ist es nicht einfach, sich von den Gefühlen anderer mehr und mehr zu distanzieren.
Die eigene Weltanschauung, das eigene Selbstbewusstein und eigene Sichtweisen spielen da wesentliche Rollen.

Ganz wichtig ist aber die Frage. Möchtest Du Dich überhaupt von den Gefühlen eines vertrauten Menschen
distanzieren können? Welche Gefühle würde das in Dir erzeugen, wenn Du nicht mitleidest?

Vor 3 Stunden • x 1 #13


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Resi

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Zitat von Kate:

Na alles hat seinen Preis, oder etwa nicht? Wie hättest Du es beschrieben?

Ich glaube nicht daran, daß Liebe etwas kostet oder einen Preis hat.

Beziehungen dagegen schon.

Vor 3 Stunden • x 2 #14


Kate

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Zitat von Pilsum:
Ganz wichtig ist aber die Frage. Möchtest Du Dich überhaupt von den Gefühlen eines vertrauten Menschen
distanzieren können? Welche Gefühle würde das in Dir erzeugen, wenn Du nicht mitleidest?


Gleichgültigkeit? Wenn ich nicht fühle was er meint, wie könnte ich dann ernsthaft und aus vollem Herzen versuchen ihm zu helfen. Ich wüsste doch dann theoretisch gar nicht was er meint. Aber ich verstehe durchaus was Du meinst. Therapeuten fühlen selbstverständlich auch nicht alles ihrer Patienten und helfen dennoch, aber die haben das jahrelang gelernt.

Vor 3 Stunden • x 1 #15


Kate

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Zitat von Resi:
Ich glaube nicht daran, daß Liebe etwas kostet oder einen Preis hat.


In manch einer Kindheit schon. Du tust alles für ein bisschen Zuwendung. Und das tut doppelt weh, da Du das Gefühl hast es niemals wert zu sein. Zumal fühlt man sich schlecht dabei. Man will keine Liebe und braucht sie doch. Ein Teufelskreis.

Vor 3 Stunden • x 1 #16


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Pilsum

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Zitat von Kate:

Na alles hat seinen Preis, oder etwa nicht? Wie hättest Du es beschrieben?


Ich halte Sympathie und Liebe für Gefühle die ein Mensch häufig selbst erzeugt, ohne dass
dafür jemand zwingend eine Gegenleistung erbringen muß.

Im glücklicherweise üblichen Fall finden sich zwei Menschen beide gegenseitig ähnlich sympathisch.
Oder sie lieben sich beide ähnlich intensiv.

Was aber ist, wenn nur einer von beiden diese Gefühle von Sympathie und Liebe für den
anderen Menschen wirklich empfindet?

Vor 2 Stunden • x 1 #17


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Resi

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Ich finde eine andere Frage wichtig:

Warum tust du etwas, von dem du weißt, daß es dir nicht gut tut?
Was passiert, wenn du nicht mehr "gebraucht" wirst?

Und was ist Liebe?
Ein Vertrag?

Vor 2 Stunden • x 1 #18


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Pilsum

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Zitat von Kate:

Gleichgültigkeit? Wenn ich nicht fühle was er meint, wie könnte ich dann ernsthaft und aus vollem Herzen versuchen ihm zu helfen. Ich wüsste doch dann theoretisch gar nicht was er meint. Aber ich verstehe durchaus was Du meinst. Therapeuten fühlen selbstverständlich auch nicht alles ihrer Patienten und helfen dennoch, aber die haben das jahrelang gelernt.


Das sehe ich genau so wie Du. Ein interessantes Argument finde ich, bringst Du hier ein.
Bedeutet das folglich dann. Wenn ich gar nicht fühle, also nachempfinden kann, was er meint,
dann kann ich zwar versuchen, jemandem zu helfen. Schaffen werde ich es aber eher nicht?

Vor 2 Stunden • x 1 #19


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Resi

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Zitat von Kate:

In manch einer Kindheit schon. Du tust alles für ein bisschen Zuwendung. Und das tut doppelt weh, da Du das Gefühl hast es niemals wert zu sein. Zumal fühlt man sich schlecht dabei. Man will keine Liebe und braucht sie doch. Ein Teufelskreis.

Ja, ich weiß.
Ich kenne das auch und kann nur bei mir bleiben, wenn ich nicht in einer Beziehung bin, also laß ich es.

Vor 2 Stunden • x 1 #20


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Pilsum

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Zitat von Kate:

In manch einer Kindheit schon. Du tust alles für ein bisschen Zuwendung. Und das tut doppelt weh, da Du das Gefühl hast es niemals wert zu sein. Zumal fühlt man sich schlecht dabei. Man will keine Liebe und braucht sie doch. Ein Teufelskreis.


Das empfinde ich genau so wie Du es geschrieben hast.

Vor 2 Stunden • x 1 #21


Kate

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Zitat von Pilsum:
Das sehe ich genau so wie Du. Ein interessantes Argument finde ich, bringst Du hier ein.
Bedeutet das folglich dann. Wenn ich gar nicht fühle, also nachempfinden kann, was er meint,
dann kann ich zwar versuchen, jemandem zu helfen. Schaffen werde ich es aber eher nicht?


Nein, in meinen Augen nicht. Weil ich nie wissen werde was er meint. Ein Zwiespalt in dem ich mich mit der Meinung allerdings befinde, ist das Annehmen und Verständnis für das Leid des Anderen. Und das in Verbindung mit den richtigen Worten kann wiederum sehr hilfreich sein.
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Vor 2 Stunden • x 1 #22


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Resi

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Liebe Kate- es ist aber auch ein Balance-Akt:
Wenn er immer jemanden hat, der ihm Verständnis entgegenbringt gibt es keinen Grund für ihn, eine Änderung herbeizuführen.

Und:
Es belastet dich, das kommt noch dazu, es sind also zwei "Baustellen".

Vor 2 Stunden • x 2 #23


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Zitat von Resi:
Warum tust du etwas, von dem du weißt, daß es dir nicht gut tut?
Was passiert, wenn du nicht mehr "gebraucht" wirst?

Und was ist Liebe?
Ein Vertrag?


Ich bin überfordert.
Weil es mir auch gleichzeitig gut tut. Immerhin ist er ja auch für mich da. Einseitig ist das nicht.
Was ist Liebe? Ich bin ehrlich gesagt froh, dass bei mir die Mutterliebe voll ausgeprägt ist und ich demzufolge meine Kinder abgöttisch liebe, aber ansonsten. Ich bin mir heute nichtmal sicher ob ich meinen Ex-Partner trotz 21 jähriger Beziehung wirklich geliebt habe, oder eher das Gefühl der Sicherheit was er mir vermittelte. Ich weiß es nicht.

Vor 2 Stunden • x 2 #24


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Ich gehe doch heute zum Therapeuten, danke ihr Lieben ich bin jetzt soweit

Vor 2 Stunden • x 2 #25


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Pilsum

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Zitat von Kate:

Weil ich nie wissen werde was er meint. Ein Zwiespalt in dem ich mich mit der Meinung allerdings befinde, ist das Annehmen und Verständnis für das Leid des Anderen. Und das in Verbindung mit den richtigen Worten kann wiederum sehr hilfreich sein.
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.


Auch hier habe ich die gleiche Sichtweise. Eine Teillösung liegt vermutlich in folgendem.
Was ist wirklich helfen? Kann ich einem Menschen überhaupt helfen? Und wenn ja, wie geht das genau?
Vielleicht kann man gar keinem anderen Menschen wirklich helfen. Das kann ein gedanklicher Irrtum sein.
Weil, ein Mensch kann sich immer nur selbst helfen.
Zitat:
Weil ich nie wissen werde was er meint.

Genau dies sehe ich wie Du.
Es könnte sein, dass man einem Menschen gar nicht helfen kann. Ich kann ihn aber in seiner
Meinung und Überzeugug bestätigen und stützen. Helfen kann sich jeder genaugenommen nur selbst.
Nennen wir dieses "Bestätigen und Stützen" manchmal fälschlicherweise "Helfen"?

Vor 2 Stunden • x 2 #26


Kate

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Zitat von Pilsum:
Auch hier habe ich die gleiche Sichtweise. Eine Teillösung liegt vermutlich in folgendem.
Was ist wirklich helfen? Kann ich einem Menschen überhaupt helfen? Und wenn ja, wie geht das genau?
Vielleicht kann man gar keinem anderen Menschen wirklich helfen. Das kann ein gedanklicher Irrtum sein.
Weil, ein Mensch kann sich immer nur selbst helfen.


Ich denke, anderen Menschen zu helfen geht sehr wohl. Der Andere muss aber dazu bereit sein. Man kann ihm den Weg aus einem dunklen Tunnel zeigen, gehen muss er ihn aber selbst. Hilfe zur Selbsthilfe.

Vor 2 Stunden • x 1 #27


Kate

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Zitat von Pilsum:
Nennen wir dieses "Bestätigen und Stützen" manchmal fälschlicherweise "Helfen"?

Schon alleine wenn mir jemand sagt, ich helfe Dir, fühle ich mich ein Stück besser. Das Wort an sich bewirkt schon mitunter viel. Ich würde es so belassen, das wirkt dann auch weniger technisch, meinst Du nicht?

Vor 1 Stunde • x 1 #28


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Pilsum

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Zitat von Kate:
Schon alleine wenn mir jemand sagt, ich helfe Dir, fühle ich mich ein Stück besser. Das Wort an sich bewirkt schon mitunter viel. Ich würde es so belassen, das wirkt dann auch weniger technisch, meinst Du nicht?


Ja, ich denke Du hast Recht.

Vor 1 Stunde • #29

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